Aller guten Dinge sind Drei! Das musste das Organisatorenteam rund um aunerÖEC Obmann Tom Pirolt auf die harte Tour erfahren, fielen die Veranstaltungen in den Vorjahren der Pandemie zum Opfer und mussten abgesagt werden. Heuer sollte es endlich soweit sein und die jungfräulichen Hänge rund um die Stadtgemeinde Althofen konnten endlich unter die Stollen genommen werden...

 

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Aufgrund der Nähe zum Ortszentrum wurde in Althofen alles ein wenig größer dimensioniert, so gab es ein großes Festzelt mit DJ und gleich mehrere Labestationen, wo sich die Fahrer und die zahlreichen Zuschauer kulinarisch verwöhnen lassen konnten. Das Fahrerlager war riesig, sodass jeder einen ebenen Fleck beziehen und sein Eigen nennen konnte.

Am schon bekannten Ablauf wurde nichts geändert, am Samstag konnte den ganzen Tag über fleißig trainiert werden, sowie jeweils eine Besichtigungs- und eine Qualifikationsrunde am Hirter- und am HED-Test absolviert werden.
Der Hirter-Test, also die „normale“ Sonderprüfung war ca. 6km lang und eher auf der schnellen Seite, gefühlt endlose Auffahrten wechselten sich mit Abfahrten und Forstwegen ab. Ein Traum für jeden, der gerne auch einmal die höheren Gänge am Bike einspannt!

Der heuer neu eingeführte HED-Test war diesmal ein kurzer, aber dafür umso mächtigerer Steilhang, welcher das Fahrerfeld gleich einmal in zwei Gruppen unterteilte. Zum einen gab es die gerade direkte und somit schnelle Spur, wo man aber mit etwas Pech nicht in einem Zug hinaufgekommen ist und Zeit liegen gelassen hat. Zum anderen gab es die Umfahrung des Steilhanges, welche für jedermann zu bewältigen war, dafür aber etwas länger war. Dies führte dazu, dass teilweise auch Toppiloten die sichere aber längere Variante bevorzugten, um ein mögliches Risiko des Hängenbleibens zu minimieren.

Die Etappe, also die große Endurorunde war gespickt mit unzähligen Auf- und Abfahrten. Das erste schwere Element war die „Sherco-Leitn“, welche diesmal ein Steilhang in zwei Abschnitten war. Konnte den ersten Teil bis zur ersten Wegquerung noch jeder halbwegs problemlos durchfahren, war der zweite Teil des Steilhanges für viele deutlich schwieriger zu absolvieren. Anfangs noch relativ problemlos, rührte die samstäglichen Trainingsmeute aber kräftig am Waldboden, sodass dieser immer tiefer, die Wurzeln kaum mehr sichtbar und das Ganze immer schwieriger zu befahren wurde. Um ein abgraben der Wegränder zu verhindern, wurden von den Veranstaltern Baumstämme am Rand der Forstwege angeordnet. Dies verlieh der Sherco-Leitn zusätzliche Würze. Als zweites schweres Element gab es die Auffahrt zur „Liane“, eine im Vergleich relativ leichte Schrägauffahrt, die für die meisten Teilnehmer aufgrund des hohen Grippniveaus kein Problem darstellte.

 

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Das Wetter war super und so stand am Samstagnachmittag endlich wieder ein spektakuläres Endurocrossrennen an. In den Klassen ÖEC-Hobby, ÖM Junior und ÖM Open wurde heftig um die Plätze gekämpft. Erstmals in der Geschichte des Österreichischen Endurocups, wurden alle Rennen des Endurocross via Livestream im Internet übertragen, eine tolle Sache für alle Angehörigen und Interessierten, die nicht vor Ort dabei sein konnten. Alle Läufe der drei Klassen waren hochkarätig besetzt, sodass es in keinem Lauf langweilig wurde, es wurde Rennaction auf höchsten Niveau geboten.

In der Klasse ÖEC konnte Iby Jermias, vor dem Deutschen Pfeifer Marco und Spendl Dominic gewinnen. Die Klasse ÖM Junior konnte Purgstaller Moritz, vor Zierer Kilian und Orthacker Lukas gewinnen. Besonders spannend ging es in der Klasse ÖM Open zu, dort matchten sich der Deutsche werksunterstützte Shercopilot Luca Fischeder mit Dieter Rudolf bis zuletzt, am Schluss hatte aber Dieter Rudolf auf der X-Grip Husqvarna die Nase vorne und gewann das Finale vor Fischeder und dem stark fahrenden Thomas Reichhold.

 

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Der Übergang zur großen Nachschicht in Althofen ließ nicht lange auf sich warten und so wurde im großen Festzelt bis in den späten Nachtstunden gefeiert und getanzt.

Sonntag wurde es wie immer ernst und kurz vor dem ersten Lauf öffnete der Himmel seine Pforten und es regnete heftig aber gottseidank nicht lange. Der Start der Gruppe 2 (Rookies, Senior, Veteran, Damen, Jungspund, ÖM Jugend) um 08.30 Uhr konnte schon wieder im halbwegs trockenen vollzogen werden. Der Niederschlag war für die Strecke nicht vom Nachteil, es gab nirgends irgendwelche Staubentwicklung und das Grippnivaeu konnte besser nicht sein. Einzig die zwei kurzen Steinfelder am Ende der Sonderprüfung waren wie Schmierseife, dort kam es immer wieder zu kleinen Stürzen oder Schiebe-Einlagen. Am Plan standen drei Runden in vier Stunden, Zeit war mehr wie genug vorhanden und so standen die Sieger nach Ablauf der Zeit fest:

Rookies:
1. Zach Maximilian
2. Vötsch Anton
3. Egger Michael

Senior:
1. Steiner Armin
2. Köstenberger Peter
3. Wofgruber Rüdiger

Veteran:
1. Kaiser Christian
2. Hochreiter Heinz
3. Pertl Volker

Damen:
1. Fifer Tjasa
2. Ehmann Kerstin
3. Richter Veronika

Jungspund:
1. Leitgeb Paul
2. Leitner Felix
3. Bachler Fabian

ÖM Jugend:
1. Hutter Valentino
2. Ederer Jonas
3. Steinkellner Lorenz

 

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Bis zum Beginn des zweiten Laufes der Gruppe 1 (E1, E2, E3, Junior, Junior ÖM, ÖM Open) war die Strecke immer noch in einem perfekten Zustand, einem geilen Fight in den allen Klassen stand nichts im Wege. Mitfavorit Benni Schöpf verletzte sich leider am Vortag und konnte das Rennen nur als Zuschauer verfolgen. In der Klasse ÖM Open konnte sich der Deutsche Luca Fischeder relativ gut absetzen, seine Verfolger rund um die Feichtinger Brüder, aber auch der starke Ungar Norbert Zsigovits waren in Lauerstellung und warteten auf den kleinsten Fehler. Dieser kam dann auch in der letzten Runde, wo der Deutsche mit einem technischen Defekt aufgeben musste, sodass nach Ablauf der vier Stunden folgende Sieger feststanden:

E1:
1. Haslinger Jakob
2. Wunderlich Jan
3. Geisenhofer Florian

E2:
1. Iby Jeremias
2. Spendl Dominic
3. Raffezeder Simon

E3:
1. Isopp Manuel
2. Preuhs Manuel
3. Pfeifer Marco

Junior:
1. Kaiser Jun Johann
2. Untersteiner Samy
3. Zerner Mark

Junior ÖM:
1. Hecher Thomas
2. Schnölzer Marcel
3. Bischof Klaus

ÖM Open:
1. Feichtinger Walter
2. Zsigovits Norbert
3. Rudolf Dieter

 

Am Schluss stehen immer die Dankesworte an das Veranstalterteam an, Danke für die tolle Organisation, Danke an die Grundbesitzer und Danke für die gebotene Verpflegung. Corona bedingt mussten wir lange darauf warten, aber die Premierenveranstalung in Althofen war ein voller Erfolg und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.
Als nächstes steht beim aunerÖEC das herrliche Mountain Enduro an, bis dahin bleibt gesund und bis Bald.

Weitere Informationen wie immer unter: www.endurocup.at 

Link: Alle Ergebnisse ÖEC Althofen

Link: Viele weitere traumhafte Bilder von Niki Peer

 

Bericht: P.B. Enduro Austria Racing Team

Fotos: Niki Peer Photography


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