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Das X-tracks Team, auch bekannt als Veranstalter des ehemaligen „Akrapovic Offroadweekends“ bzw. später „No Fear No Limits“ oder „X-Tracks Industrial Enduro“ in Rasa/Kroatien ist seit langem auch Tourenveranstalter in Kroatien, Nordmazedonien aber auch in Afrika! Das Enduroteam Waldviertel hat sich mit dem Anbieter auf die Reise in den Süden gemacht und berichtet vom Urlaub in Marokko:

 

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„Wer kennt das nicht, im Dezember sieht man die ersten Trainingsvideos und Werbungen für die Rally Dakar – man weiß aber genau es dauert noch lange bis zum Frühling, wo man wieder richtig Endurofahren kann.
Die Lösung – ab in den Süden. Genau das dachten sich auch 2 unserer Teammitglieder und buchten kurzerhand einen Endurourlaub von www.X-tracks.eu  in Marokko. Die Buchung und Abwicklung lief problemlos, bald stand das genaue (an die An- und Abflugzeiten der Teilnehmer angepasste) Tourprogramm fest.

Allgemeines:

Nach Marokko gibt es von unserer Winterzeit keine Zeitverschiebung – daher ergibt sich aber, dass es erst um 8.00 Uhr hell wird, und die Sonne erst um 19.00 Uhr untergeht. Die örtliche Währung ist der marokkanische Dirham. Die Umrechnung ist denkbar einfach, 1 Euro ist ca. 10 Dirham wert.
Vom österreichischen Außenministerium gibt es zwar eine Reisewarnung (Stufe 2) die aber für die Touristischen Gebiete eigentlich zu vernachlässigen ist. Koffer packen und los – Am 31. Jänner startete die Reise vom Flughafen in Wien über Casablanca zum Zielflughafen in Errachidia, wo wir bereits von unseren Tourguides am Flughafen erwartet wurden.

 

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Tag1:

Gestartet wurde am nächsten Tag, wie hier üblich - erst am späten Vormittag von Errachidia aus Richtung Merzouga. Diese ca. 160 km lange Etappe führte durch steinige Geröllfelder, trockene Bachläufe, versteckte Dörfer bis hin zu den ersten richtigen Dünen. 

"Waren die ersten Schwünge im weichen Sand noch sehr ungewohnt - aber nach einigen Kilometern ging´s dann schon richtig flüssig und macht mega Spaß! Schön wie begeistert und freundlich die Einheimischen hier auf uns reagieren! Aber genau hier war auch damals die "richtige" Rallye Dakar unterwegs und haben der Region die neue Einnahmequelle des Tourismus gebracht. In den letzten Jahren führte hier immer eine Etappe des Africa ECO Race durch, diese Spuren haben wir heute auch öfter gefunden."

Tag 2:

Ein abwechslungsreicher Tag - Start über schnelle Passagen aus Schotter und hartem 'Dust' (feiner als normaler Sand) bei einem Tempo jenseits von 100 km/h, ständiger Wechsel des Untergrundes und Grip. Danach ein trockenes Bachbett mit einem Boden der an eine, schon länger nicht abgezogene Motocross Piste erinnert (abgesehen von den Ziegen, die nach Futter suchen).

Mittagspause in Rissani - einem Ort an einer alten Kamel-track Kreuzung mit großem Markt! Mit den Guides von X-tracks und deren Lokalem Bekannten wurde der ganze Markt inspiziert - egal ob Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Elektro Artikel, Kleidung, .... Da gibt es alles! Danach wieder zurück zu den Dünen - diesmal zu den richtig hohen (ca. 200m einfach nur hoch mit richtig Vollgas), dann noch den Sonnenuntergang genießen und schon wieder sind 100 km Offroadpiste bewältigt!

 

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Tag 3:

An diesem Tag stand eine 136 km Runde am Programm. Die Reise ging diesmal von Merzouga über Kilometer lange, trockene und sandige Bachbette nach Ouzine wo eine weitere wunderschöne Dünenlandschaft zum Surfen lockte. Nur wie kommt man da jetzt am besten rauf? "wir sind hier ja mit 350er 4-takt KTM unterwegs, da ist eine gute Vollgas-Hand gefragt, dann noch der richtige Gang (meist der dritte, nur bei den hohen Dünen musst mit dem 5. beginnen und schnell genug runter schalten), der Knackpunkt ist die Kante richtig einzuschätzen - zu früh vom Gas und du bleibst hängen, aber zu spät kann gefährlich werden - da kippst kopfüber runter. Daher fahren wir, wenn möglich schräg drüber und mit der Zeit bekommt man das richtige Gefühl dafür"

Mittagspause war mitten im Nichts - zu der Hütte führt nicht einmal eine Schotterpiste! Dann wieder retour über schöne Vollgaspisten!

Auch Schlammlöcher gibt's in der Wüste - damit hat keiner gerechnet, auch der Guide Michele nicht, der sein bike per Vorwärtssalto in so einem Loch zurückließ! Mit vereinten Kräften und einem zehn Meter Seil war aber auch das schnell überstanden.

 

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Tag 4 - Ruhetag:

Da, nach 3 Tagen am Bike ein Ruhetag angesagt war, möchten wir euch an dieser Stelle einige Details zum Land und dem Legen hier erzählen: „Besonders spannend ist, dass man bei so einer Endurotour wirklich weit ins Land kommt - hierher verschlägt es nur die härtesten Touristen.

Bei der Stadt Merzouga beginnt ja die Sahara mit ihren ersten großen Dünenlandschaften dies lockt doch ein paar Touristen an. Hier findet man entlang der Hauptstraßen und im Ortszentrum immer wueder kleine Lokale und Touranbieter für Quad, Enduro oder Kamele. Auch Hotels und Wohnwagenplätze gibt es genug.

 

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Sobald man das Zentrum verlässt ist es auch schon vorbei mit befestigten Straßen, in den kleinen Orten siehts noch eher aus wie im wilden Westen, ohne befestigten Wegen oder gar Gehsteigen. Die Häuser sind wilde Mischungen aus Ziegel und Betongerüsten, alles mit Lehm und Stroh verputzt. Der Beton wird übrigens mit der Hand gemischt. Noch weiter draußen findet man auch immer wieder kleine Dörfer und viele Ruinen. Die Leute sind immer sehr freundlich und helfen auch gerne mal aus, wenn man eine Panne hat. Sobald man ein Dorf erreicht, laufen die Kinder auf die Straße und winken. Natürlich wird auch überall versucht kleine Souvenirs zu verkaufen oder um Kleingeld zu bitten.

Besonders zu erwähnen ist das Essen – sogar im letzten Winkel der Wüste bekommt man immer beste Verpflegung! Zu den Mahlzeiten gibt es immer frischen Salat und selbstgemachtes Fladenbrot. Gekocht wird meist im sogenannten `Taschin´ einem speziellen Tontopf mit Deckel der vermutlich die Gerichte gar so zart macht! Der Endurotrip mit X-Tracks könnte auch als Kulinarik-Urlaub durchgehen!“

 

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Tag 5:

Nach dem Ruhetag durften sich unsere Jungs nochmal so richtig austoben! Vom Hotel ging's über die riesige Sandkiste von Merzouga Richtung Südwest. Nach den Dünen kam ein großes ein großes Lawafeld mit schwarzem Gestein, weiter nach Znuigi - wo die nächsten Dünen nur so warteten beritten zu werden! Nach einem kurzen Stopp in einem der vielen Zelthotels gings zurück über eine alte Bergbaugegend in die bekannte Dünenlandschaft die dieses mal richtig durchforstet wurde! Rauf, runder, nochmal und dann im Dünenkegel im Kreis... Das könnte man ewig machen!!! Gesamt waren es dann wieder 107 km!

 

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Tag 6:

Am letzten Offroadtag ging es für unsere Enduroabenteurer von Merzouga zurück nach Errachidia. Diesmal wurde eine andere, ca. 140 km lange Route gewählt. Begonnen über harte Schotterpisten gings anschließend in kleine Dünenfelder mit viel Kamelgras. Mittagspause war in einer großen Oase in einem Canyon. Danach wurde von den Guides eine neue Route getestet - mitten durch die Palmenlandschaft mit zig Flussdurchquerungen. Nach einem kleinen Navigationsfehler gab es sogar noch einen richtigen Hardenduroabschnitt - hier war noch keiner mit dem Motorrad! Gemeinsam, mit gegenseitigem Helfen in der Gruppe wurde aber auch das bewältigt.

Zum Schluss gab es noch eine Reifenpanne, so wurde es bei der Zieleinfahrt im Hotel bereits finster! So endete eine wunderschöne Woche mit vielen Erlebnissen und neuen Erkenntnissen über das Land Marokko.

 

Fazit:

„Marokko ist auf jedem Fall eine Reise wert, wir haben uns zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt, die Menschen hier sind freundlich und begeistert von uns Motorradfahrern. Eine so abwechslungsreiche Endurowoche findet man in Europa wohl kaum. Ein Großes Lob für die Guides Alen und Michele von X-Tracks, die mit ihrer Erfahrung ein perfektes Programm zusammengestellt haben“

 

Video:

 

Link zum Veranstalter:

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Bericht: Christian Dornhackl, Enduroteam Waldviertel - www.enduroteam-waldviertel.at 

 


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