Extrem Enduro Lika 2021 – Dieter Rudolf gewinnt das erste Rennen des Jahres: Ein bisschen Normalität in einer grundsätzlich verrückten Zeit gab es letztes Wochenende. Als erstes Rennen 2021, der bereits „zweiten Coronasaison“, fand das Extrem Enduro Lika in Kroatien statt. Die Vorzeichen für die Veranstalter schauten alles andere als gut aus, verschiedene Covid-Regelungen der umliegenden Länder machten die Entscheidung zur Durchführung nicht gerade einfach - Letztes Jahr musste das Rennen, nach zwei Monaten Vorbereitung, kurzfristig abgesagt werden...

 

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Dies galt es heuer zu verhindern, zusätzlich waren die Wettervorhersagen auch nicht die besten, das Rennen wurde jedoch durchgezogen und die Veranstalter sollten recht behalten: Es war zwar kalt, aber wie immer ein Traum!

Schon bei der Anreise traute man den Augen kaum, schneebedeckte Berge und frostige Temperaturen mussten erst mal verdaut werden. Im Fahrerlager traf man vertraute Gesichter, das reduzierte Starterfeld war extrem stark besetzt und jeder hatte ein Lächeln im Gesicht - Endlich geht es los!

Das Programm wurde dahingehend abgeändert, dass der Trainingsfreitag zugunsten der geltenden PCR-Testfristen zum Opfer gefallen ist, los ging es somit am Samstag mit zwei Prologläufen für die Startaufstellung. Damit es bei den Fahrerbesprechungen nicht zu Problemen mit den behördlich vorgeschriebenen Mindestabständen kommt, wurden diese gar nicht erst durchgeführt, alle Informationen wurden per Facebook und stiller Post verbreitet.

Die Prologstrecke war gleich wie in den Vorjahren, ein traumhafter flüssig angelegter aber technischer Endurotest. Mit Namen wie David Cyprian, Kevin Gallas, Toni Mulec, Leon Hentschel, Dieter Rudolf und vielen anderen war Spannung garantiert. Dadurch dass es keine Einführungsrunde gab, musste man sich in der ersten Runde an die Streckenführung herantasten, um in der zweiten Runde richtig anzugreifen. Die schnellsten Fahrer absolvierten diese dann in ca. 11 Minuten

 

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Der verbleibende Nachmittag wurde dazu genutzt, die Motorräder für das Hauptrennen vorzubereiten. Die Wettervorhersagen für den Sonntag waren alles andere als gut, Regen und sogar Schneefall wurde prognostiziert. Doch glücklicherweise war es sehr windig, sodass sich die Schlechtwetterfront letztlich woanders entladen konnte.

Am Sonntag startete das Rennen um 09.00 Uhr, einige Streckenteile mussten aufgrund der Schneeverhältnisse verändert werden, doch die Strecke präsentierte sich traumhaft, wenn auch rutschig. Es gab 18 Checkpoints bis ins Ziel und als großes Novum und besonders erwähnenswert gab es heuer für jeden einzelnen Teilnehmer einen GPS-Tracker. Das hat den Vorteil, dass etwaige Abkürzer sofort entlarvt werden, als auch der Sicherheit aller Fahrer und als Bonus für alle daheimgebliebenen, man konnte online jederzeit sehen, wo sich der jeweilige Liebling befindet. Eine tolle Sache und ein Vorzeigebeispiel für alle anderen Extremenduro-Rennveranstalter.

 

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Erfahrungsbericht Paul Bernsteiner E.A.R.T., Klasse Silber:

„Vom Start weg kam ich gut in Fahren. Die Strecke schlängelte sich anfangs durch den dichteren Wald, wo noch massig Gripp vorhanden war. Die "Bachbette" waren auch super zu befahren, einzig die Wald- und Wiesensteilhänge mussten sauber gefahren werden, damit die Traktion nicht abriss. Ich schätze, dass ca. 1/3 der Strecke Schneefahrbahn war, ein besonderes Flair, war aber kein grundsätzliches Problem. Vom Tankpunkt weg, führten uns die Spuren dann immer wieder auf die Gold-Spur, doch auch diese Teilstücke konnte ich ohne größere Probleme hinter mich bringen, sodass ich nach 2Std.16min zufrieden das Ziel erreichen konnte."

Die Profis zeigten unglaubliche Leistungen und schlussendlich konnte der Österreicher Dieter Rudolf in einer Zeit von 1:47:51 den ersten Sieg des Jahres für sich verbuchen.

Klasse Gold: 1. Dieter Rudolf 2. Cyprian David 3. Mulec Toni
Klasse Silber: 1. Volny Martin 2. Cyprian Zdenek 3. Rehr Valentin
Klasse Bronze: 1. Marincic Zan 2. Svoboda Adam 3. Ivezic Kristian
Klasse Lady: 1. Fifer Tjana 2. Ehmann Kerstin 3. Stoger Katharina

Abschließend muss man dem Veranstalterteam rund um den Moto Klub Azela größten Respekt zollen, eine so tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt zu haben. Ja, es gab keine Fahrerbesprechungen und ja, das Wetter war auch nicht das Beste, aber in Situationen wie diesen muss man sich vor Augen halten, dass Individualisten wie Tomo alles geben, um diese Veranstaltungen auf die Beine zu stellen.

Wir kommen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder, hoffentlich nach überstandener Pandemie. Bleibt Gesund und bis bald.

Links:

https://live.extremeendurolika.eu/

https://extremeendurolika.eu/

 

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Text: P.B. EART. Fotos: (c) Denis Peros

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