Die heutige 3. Etappe war sehr schnell. Die Strecke zog sich ewig lange über Singletrails. Der Track ging auch wieder über die Baumgrenze. Verwachsene, hohe Almwiesen mit versteckten Steinen und Geröll machten den Fahrern das Leben schwer. Nicht, dass das nicht zu fahren war, es ist nur so, dass sich die knapp 20 Stunden Gesamtfahrzeit mittlerweile stark auf die Kondition und Konzentration auswirkt...

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Die Stelle, an der die Veranstalter empfohlen haben bergab zu schieben war dann auch so steil, dass Fahren sowieso nicht in Betracht gezogen werden konnte. Seitlich hinabrutschen ging einigermaßen. Ein Fehler und man befindet sich ganz unten. Fraglich nur, ob das Motorrad dann wiederverwendbar ist.

Wie ging es den Österreichern:

Lars Enöckl wurde mit einer soliden Leistung 9ter. Das deutsche Nachwuchstalent Manuel Lettenbichler ist mit einer Schulterverletzung leider ausgefallen. Somit sind alle Finisher hinter ihm um einen Platz weiter vorne. Heute waren die Abstände aber sehr gering. Lars ist im Tagesergebnis als 9ter nur 45 Minuten hinter dem Sieger. Zwischen dem 7en und 9en lagen heute nur 3 Minuten. In der Gesamtwertung könnte Lars auch noch auf den 7en Rang vorrücken. Abstand momentan nur 5 Minuten nach knapp 20 Stunden Fahrzeit. Aber einen Philipp Scholz oder Blake Gutzeit muss man erst einmal überholen.

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Philipp Bertl hat sich heute wacker geschlagen, obwohl seine Stärken eher im ganz schwierigen Endurogelände anzusiedeln sind. Trotzdem wurde er heute 15er und liegt in der Gesamtwertung auf Platz 14. Bester Beta Fahrer.

Philipp Schneider wurde 17er. Der Vorarlberger der heuer beim Erzbergrodeo mit einem 17. Platz als zweitbester Österreicher aufzeigte hat, legte auch heute wieder eine fantastische Leistung an den Tag. Er hat sich nur bei einem Sturz den Lenker verbogen. Aber das war kein gravierendes Problem. Gesamt 16ter.

Benjamin Diesel war heute als 21. der letzte Fahrer ohne Strafzeit im Ziel. Gesamt ergibt das Platz 19 mit knapp 25 Stunden Fahrzeit. Tadellose Leistung für den Hard-Enduro-Spezialisten.

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Morgen erfolgt die letzte Etappe: In der Gold Klasse sind wieder 160 Kilometer am Programm. Genaue Details werden vom Veranstalter unter Verschluss gehalten. Start ist 40 Kilometer außerhalb von Sibiu und das Ziel mitten in der Stadt.

Interessant übrigens, dass in der Gold Klasse nicht alle Passagen von einem Guide abgefahren werden können. Zum Überleben in der „Wildnis“ (Immerhin gibt es da Bären und Wölfe (Kein Scherz)) ist ein Survival Kit vorgeschrieben. Man braucht relativ viel Ausrüstung mit: Aludecken, Feuerzeug, 6 Leuchtraketen oder 2 Rauchpetarden, Spiegel, Kompass, Handy und Taschenlampe. Das muss alles in den Rucksack.
Die Rettungskette funktioniert so, dass sich die Fahrer gegenseitig helfen, den Nächsten anhalten und über Handy bzw. dem nächsten Checkpoint Hilfe holen. Die Zeit wird mittels GPS ausgelesen und den Helfern dann gutgeschrieben.

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Silver Klasse:

Bester Österreicher am heutigen Tag:

Andreas Toifl als 16er. Knapp dahinter bzw. unter den Top 30 folgen noch Bleiner, Käfer-Schlager, Rathgeb, Baier und Schertler. Bester Österreicher in der Gesamtwertung Lukas Bleiner als 17er.

Patrick Käfer-Schlager zum heutigen Tag in der Silver Klasse:

Fast wieder fit – Offroad Day 3:
Der heutige Tag begann richtig hart, kurz nach dem Start kam ich vom Weg ab und musste
mein Motorrad über eine extrem steile Böschung über 100 Meter runter ziehen. Steine
begannen zu rollen und es ging drunter und drüber, schlussendlich musste ich einen Teil der Sektion noch einmal bewältigen wodurch ich am Ende des Fahrerfeldes angekommen war. Die darauf folgenden Passagen waren alleine nicht zu bewältigen und es bildeten sich Staus. Beim Warten packte mich der Ehrgeiz, ich lief nach vor half meinen Mitstreitern und wurde dann als Letzter ebenfalls hochgezogen. Nach CP1 ging es wieder zügig dahin, lange steinige Schrägfahrten kamen mir zu Gute und so nutzte ich die Leistung meiner TE300 um mich auf den 24ten Tagesrang vor zu katapultieren. Mit diesem Tag bin ich recht zufrieden, verspüre aber noch immer Schmerzen im Knie weshalb ich mich jetzt noch einmal zum Rennarzt bewege. Ein Tag ist noch zu bewerkstelligen – Gruß von der Romaniacs Patrick.

Red Bull Romaniacs: Offroad Day 3: Alle Österreicher verbessern sich

Tagesergebnis:

1. Andreas Lettenbichler
2. Alfredo Gomez
3. Graham Jarvis
4. Jonathan Walker
.........
9. Lars Enöckl
15. Philipp Bertl
17. Philipp Schneider
21. Benjamin Diesel

Alle Österreicher rücken in der Gesamtwertung nach vor.

Gesamtwertung:

1. Jonathan Walker
2. Graham Jarvis
3. Alfredo Gomez

9. Lars Enöckl
14. Philipp Bertl
16. Philipp Schneider
19. Benjamin Diesel

Bericht: Enduro-Austria, Rüdiger Wolfgruber
Fotos: Niki Peer

www.redbullromaniacs.com

 


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