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Der Start der Enduro-Trophy 2018 brachte einige Neuerungen. Neben dem komplett umgekrempelten und praktischeren Zeitplan präsentierte die Veranstaltercrew eine völlig neue Strecke. Komplett neu, denn auf der abgesteckten Strecke gab es bei der Anmeldung noch keine einzige Spur zu sehen. Gleiche Bedingungen somit für alle, wobei die ersten Blicke auf die steile "Leitn" mit nassem Gras durchaus skeptisch ausfielen...

Dazu kam auch noch, dass das Rennen in Rinegg/Ranten zur neuen grenzüberschreitenden Grand National Enduro Serie zählt. Somit waren einige schnelle Slowenen am Start.

Mit dem neuen Zeitplan starteten diesmal ausschließlich die Fahrer des ersten Laufs in die Einführungsrunde. Alles gut fahrbar! Pünktlich um 1100 Uhr folgte der Startschuss für das erste Rennen des Tages. Diesmal auch neu: keine Flinte für den Startschuss mehr. Es wurde aufgerüstet auf eine kleine Kanone. Dadurch hat es in die in der Nähe befindlichen Zuseher fast umgeschmissen. Den Start konnte man so nicht verschlafen.

Die Strecke in Rinegg/Ranten war zwar noch einigermaßen nass, aber dennoch gut fahrbar. Der Großteil dieser Strecke befand sich auf einer steilen Wiese und war technisch relativ selektiv. Es gab auch ein paar knackige Schrägfahrten. Das schwierigste Stück war zweifelsohne eine Wurzelauffahrt im Wald, welche anfangs für die meisten Fahrer kein großes Hindernis darstellte. Mit zunehmender Erschöpfung der Fahrer kam es dort jedoch zu immer mehr „Hoppalas“, die in weiterer Folge zu einem Megastau führten. Der Rennleiter musste 20 min lang selbst anpacken und den Fahrern zum Teil die Linien zeigen. Die Topfahrer fanden trotz des Staus noch immer eine freie Spur!

 

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Durch die Aufstiege der Klassenbesten vom Vorjahr in die Profiklasse kam es zu einigen neuen Siegergesichtern.
Klasse E1:

1. Martin Müller
2. Patrick Schitter
3. Florian Leitner

Klasse E2:

1. Gregor Robek (SLO)
2. Benjamin Spiegel
3. Andreas Rotter

Klasse +45:
1. Rudi Pöschl
2. Omar Alihasat
3. Lukas Bleiner

Der Hauptakt des Tages war zweifelsohne Lauf 2 mit der zweiten Station der Enduro-Staatsmeisterschaft. Bis zum Start war die Strecke schon weitgehend getrocknet und ein Teil des Waldstücks wurde aus der Streckenführung herausgenommen. Dies machte die Rundenzeiten der zwei Rennen nicht vergleichbar.
Neben dem amtierenden Staatsmeister Tom Hostinsky und dem aus der internationalen Rennszene zurückkommenden Bernhard Schöpf hat sich auch der junge Meister des Hard-Enduro Manuel Lettenbichler angesagt.

 

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Den Start des 2. Laufs gewann Matthias Wibmer. Bis zum Ende der ersten Runde hatte sich aber schon der ehemalige Staatsmeister Bernhard Schöpf an die Spitze gekämpft. Dahinter folgten mit mehreren wechseln Tom Hostinsky, Manuel Lettenbichler und Matthias Wibmer. Bernhard Schöpf leistete sich aber keinen Schnitzer und spulte seine Runden wie ein Schweizer Uhrwerk ab. Da konnte auch der Hardenduro-Champ Manuel Lettenbichler nicht ganz mit.

Am Ende fehlten ihm dennoch nur 45 Sekunden. Tom Hostinsky hatte kurz vor Rennende noch einen Crash beim Überrunden und musste sein erheblich ramponiertes Motorrad (Kupplung) ins Ziel bringen. Letztendlich konnte er mit Rang 4 vor Michael Feichtinger einigermaßen Schadensbegrenzung betreiben. In der Meisterschaft führt jetzt Bernhard Schöpf mit dem Punktemaximum. Aber es bleibt spannend. Keiner der Spitzenfahrer hat sich bis jetzt einen Totalausfall geleistet und alle sind knapp beisammen. Bei anderem Wetter und/oder schwierigerer Strecke könnte sich ganz schnell was ändern.

 

Alle Infos und Ergebnisse auf www.enduro-trophy.com

 

Klasse Profi:

1. Bernhard Schöpf
2. Manuel Lettenbichler
3. Matthias Wibmer
4. Thomas Hostinsky
5. Michael Feichtinger

Klasse E3:
1. Daniel Stocker
2. Markus Arnberger
3. Alexander Hutter

Klasse Junior:
1. Ali Alhiasat
2. Benedikt Leitner
3. Mathias Raffezeder

 

Für Fahrer und Veranstalter haben sich die neue Strecke und die Änderungen ausgezahlt. Alles läuft nun deutlich entspannter ab und man hat kaum Wartezeiten mehr.

Obwohl es andere Enduro-Trophy Strecken gibt die kaum zu toppen sind, bekommt man von dieser neuen Strecke eine gelungene Abwechslung. Die Strecke war vom Schwierigkeitsgrad aller Trophy-Strecken sicher am unteren Level, bei derart perfekten Bedingungen (Wetter). Trotzdem standen einige weniger erfahrene Fahrer vor unüberwindbaren Herausforderungen und schafften gerade mal eine Runde.

Ablauf und die Organisation waren wie immer top. Erwähnenswert ist vor allem die Zeitnehmung, denn das Transpondertiming mit Live-Übertragung funktioniert spitze. Einfach auf die Enduro-Trophy Homepage gehen, einen Button drücken und man war live dabei. Perfekt für die zahlreichen Zuseher.
Der nächste Enduro- Trophy Lauf wartet am Red Bull Ring (12. Mai 2018) auf die Teilnehmer und Fans…

 

Video Staatsmeisterschaft:

 

Bericht: Enduro-Austria, R. W.
Fotos: Johannes Kundegraber

 


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