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Gewohnt grandioser Racing-Jahresauftakt in Riesa - Seriensieger und Rekord-Weltmeister Billy Bolt dominierte den SuperEnduro Grand Prix of Germany erneut!

Billy Bolt heißt auch der Sieger des SuperEnduro Riesa 2026. Traditionell am ersten Samstag im neuen Jahr gewann der Brite beim zweiten Saisonlauf der SuperEnduro-WM-Saison 2025/2026 zum nun schon sechsten Mal in der Sportstadt an der Elbe die Top-Klasse Prestige und damit den SuperEnduro Grand Prix of Germany. Aufs Podest begleiteten ihn sein Landsmann Jonny Walker und der Spanier Josep Garcia. In der Junior-Kategorie gab es in der in der seit Wochen ausverkauften WT Energiesysteme Arena einen vielumjubelten Heimsieg durch den Norddeutschen Milan Schmüser.

Das SuperEnduro Riesa war wieder ein voller Erfolg. Zwar war dies auf Grund des sehr gut verlaufenen und schon vor einigen Woche maximal ausgeschöpften Kartenvorverkaufs im Prinzip von vornherein klar, doch schon bei den Trainings und Quali-Rennen tagsüber war die Halle durch Inhaber der Zusatztickets wieder etwas voller im Vergleich zum Vorjahr.

Billy Bolt bleibt auf dem Thron

Beim Main-Event am Abend in der nun bis auf den letzten Platz gefüllten Arena setzte beim ersten sportlichen Programmpunkt nach der feierlichen Eröffnungszeremonie Billy Bolt das erste Ausrufezeichen. Beim SuperPole-Einzelzeitfahren drehte der 28-jährige Brite die schnellste Runde und sicherte sich damit die ersten drei Punkte für die Tageswertung sowie auch wieder die WM.

 

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Im ersten Heat behielt er nach zwei Führungswechseln mit seinem Landsmann Jonny Walker letztendlich die Oberhand und setzte sich in den Rennen zwei und drei ziemlich souverän durch. Nach seinem mittlerweile 28. Grand-Prix-Sieg in Folge (seit Januar 2020) meinte der fünffache Rekord-Weltmeister (zusammen mit dem Polen Taddy Blazusiak): „Ich bin heute mit meinem Fahren wieder sehr zufrieden. Es war nicht einfach auf dieser schwierigen Strecke und auch ich habe ein paar Fehler gemacht. Aber insgesamt bin ich wirklich glücklich mit diesem Sieg.“

Zum frenetischen Publikum befragt, meinte der Husqvarna-Pilot: „Riesa hat uns Fahrer noch nie enttäuscht. Das ist nicht die größte Arena, aber die Leidenschaft und die Energie, die von den Fans ausgeht, ist eine der besten die wir haben. Ich hatte hier schon viele schöne Abende, aber auch ein paar wenige nicht ganz so glückliche. Heute bin ich auch happy, dass ich den Fans wieder eine gute Show bieten konnte. Sie haben es verdient.“

Mit den Heat-Plätzen zwei, zwei und fünf landete Jonny Walker, wie schon beim Saisonauftakt Mitte Dezember letzten Jahres im polnischen Gliwice, auf Gesamtrang zwei. Zwar war der Triumph-Treiber damit nicht restlos zufrieden, allerdings auch froh, wieder auf dem Podest gestanden zu haben. Im dritten Heat hatte er sich offenbar leicht verletzt, sodass er sich anschließend vorsorglich medizinisch untersuchen ließ.

Toller Erfolg des „SuperEnduro-Grünschnabels“

Mindestens genauso viel Jubel erhielt Josep Garcia. Der Spanier ist zweifacher EnduroGP-Weltmeister und zusammen mit fünf Klassen-Titeln insgesamt siebenfacher Champion, was ihn nun offenbar bestärkt hatte, sich auch mal beim SuperEnduro zu versuchen. Bei seinem Debüt vor drei Wochen in Polen ließ er mit Rang sechs bereits aufhorchen. Inklusive eines blitzsauberen zweiten Heat-Platzes hinter Billy Bolt im finalen Heat stand der KTM-Factory-Rider nun bereits als Dritter auf dem Tagespodest und sagte anschließend dazu: „Ich habe einige Träume für meine Karriere gehabt und heute hat sich ein weiterer erfüllt. Ich habe vor vielen Jahren mal ein Indoor-Enduro in Barcelona besucht und wollte das unbedingt auch mal machen. Jetzt stand ich nach meinem zweiten Rennen in der Prestige auf dem Podest. Das ist einfach unglaublich.“

 

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Zudem lobte auch er die Atmosphäre in der WT Energiesysteme Arena Riesa, und zwar mit folgenden Worten: „Ich kenne die deutschen Fans von meinen EnduroGP in Zschopau. Sie sind einfach unglaublich, sehr enthusiastisch und gut informiert.“

Mit Unterstützung durch die heimischen Fans

In besagter Top-Kategorie waren mit dem Bayern Manuel Lettenbichler und Tim Apolle aus Sachsen-Anhalt auch zwei Deutsche mit von der Partie. Der Hard-Enduro-Weltmeister der letzten vier Jahre wurde bei seinem SuperEnduro-Comeback nach zweijähriger Abstinenz guter Sechster und zog folgendes Resümee: „Das war heute nicht so schlecht. Ich denke, ich komme langsam wieder in die Richtung, in die ich hin möchte. Die Stimmung war wieder der Wahnsinn und mega geil. Ich habe mich auch am Ende bei den Fans auf meine Weise bedankt.“

 

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Eine Steigerung gegenüber Polen zeigte auch Tim Apolle mit Tagesrang neun, was er so kommentierte: „Das war eine richtig geile Veranstaltung mit einer geilen Stimmung. Mein persönliches Highlight aus sportlicher Sicht war im ersten Heat, ein paar Runden auf Platz drei zu fahren. Die Prestige-Klasse hat in diesem Winter einen wahnsinnig hohen Level. Auch deswegen bin ich sehr zufrieden, denn ich bin gut gefahren.“

Nordlicht siegt in Sachsen

In der Junior-Kategorie stand Milan Schmüser schon mehrfach in Riesa auf dem Podest, aber noch nie ganz oben. Nach seinem Auftaktsieg legte der 22-Jährige aus Schleswig-Holstein gleich nach und holte sich vor heimischem Publikum den nächsten Tagessieg. Wenngleich es auf Grund der siebenteiligen WM-Serie noch reichlich früh ist, liegt er damit auf Titel-Kurs. Den Beweis, dass es kein Kinderspiel wird, lieferte er im ersten Heat gleich selbst, in dem er in Führung liegend kurz zu Boden ging und mit einem zweiten Heat-Platz in den Abend startete. Danach gewann er die Läufe zwei und drei, sodass es unterm Strich eine ziemlich klare Angelegenheit zu seinen Gunsten war. Sein Fazit lautete: „Ich habe den Abend definitiv sehr genossen. Im ersten Heat habe ich mich selbst geschlagen, als ich in Führung liegend in der Sand-Sektion gestürzt bin. Ich komme von Sand-Strecken in Norddeutschland, also ist das eigentlich genau mein Boden. Und dann passiert mir sowas. Insgesamt bin ich über den Tag drei Mal in der Sand-Sektion hingefallen, aber am Ende hat mit dem nächsten Sieg alles gepasst.“ Zum auch ihm imaginär zu Füßen liegenden Publikum merkte er an: „Du fühlst es und du hörst die Fans. Es war wirklich wieder fantastisch.“

 

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Mit Henry Strauss aus Niedesachsen auf Platz drei hinter dem Briten Toby Shaw gab es sogar ein zweiten deutschen Podeststürmer. Natürlich war auch er davon entsprechend angetan.

Qualifiziert hatten sich für die Wertungsläufe auch Fynn Hannemann aus Hessen, Maximilian Spies aus dem nur wenige Kilometer von Riesa entfernten Ortrand im Süden Brandenburgs sowie Felix Bähker aus Baden-Württemberg. Sie belegten die Plätze zehn, elf und 13.

Lokalmatador erster Güte

Nach seinem zweiten Auftritt in Riesa meinte der reguläre Motocrosser und von der Eventmanufaktur Auerswald als Veranstalter des SuperEnduro Riesa unterstützte Maximilian Spies: „Nachdem ich voriges Jahr hier Fünfter werden konnte, habe ich mir das diesmal anders vorgestellt – gerade vor meinen heimischen Fans. Ich bin mit viel Motivation ins Rennen gegangen, vielleicht war es ein bisschen zu viel.“

 

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Im Detail sagte er: „Im ersten Lauf war ich anfangs ganz gut dabei. Leider habe ich das Motorrad dann im Steinfeld kurz abgeparkt. Ich bin dann wieder vor gefahren und dann noch von der Brücke rückwärts runtergefallen. Das war auf jeden Fall nicht von Vorteil. Im zweiten Lauf bin ich in den Start-Crash reingekommen. Eigentlich bin ich danach wieder ganz gut gefahren, habe aber einfach wieder zu viel am Boden gelegen. Ich wollte zu viel und habe zu viel Motocross-Style rausgeholt. Im dritten Lauf habe ich ein bisschen zurückgesteckt und nicht viel riskiert. Der sechste Platz in dem Lauf war okay, aber insgesamt war es nicht das, was ich ursprünglich wollte. Es war trotzdem wieder cool, vor heimischer Kulisse zu fahren. Ich hoffe, den Fans hat es gefallen zuzuschauen. Ich werde daran arbeiten und sage schon mal: bis nächstes Jahr.“

Auch die Jüngsten SuperEnduristen zeigten gute Leistungen

In der Youth-Kategorie versammelten sich nach nur zwei Heats am Ende der Österreicher Luca Kropitsch als Sieger sowie der Pole Wojtek Walczak und der Brite Connor Watson als Zweit- bzw. Drittplatzierter auf dem Podest.

Mit dem Bayer Bastian Serlitzky war, wenngleich als Reserve-Fahrer für einen im Training verletzten Kontrahenten, auch hier ein Deutscher am Start. Er wurde, trotz der Heat-Plätze zehn und zwölf, punktgleich mit drei weiteren Fahrern als 14. gewertet.

Ebenfalls nur zwei statt drei Heats trugen die Piloten der Klasse Europe aus. Am Ende dieser hieß der Sieger Eric Miguel. Den Spanier flankierten bei der Pokalübergabe die Ungarn Norbert Zsigovits und Mark Szöke.

Die vier für die Wertungsläufe qualifizierten Sachsen Florian Görner, Pascal Sadecki und Edward „Eddi“ Hübner belegten die Plätze sieben, zehn und elf.

 

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Positives Fazit des Veranstalters

Am Ende des nächsten großartigen Motorsportfestes waren auch die Cheforganisatoren, die Brüder Daniel und Tobias Auerswald von der gleichnamigen Eventmanufaktur, rundum zufrieden. So sagte Daniel, der jüngere der beiden: „Wir haben wieder von fast allen Seiten viel Lob für die Veranstaltung bekommen. Und wenn man sich mal mitten in der Halle befindet, spürt man die Begeisterung von den Rängen und ist glücklich und zufrieden, weil sich die ganzen Mühen und Entbehrungen der letzten Tage, Wochen und Monate gelohnt haben. Mein Dank geht an unseren sportlichen Ausrichter, den MSV Riesa, an alle unsere Helfer, Partner und Sponsoren, ohne die dieser Aufwand nicht zu bewerkstelligen wäre.“

Daran fügte Tobias Auerswald an: „Dem kann ich nur beipflichten bzw. möchte das bekräftigen. In diesem Jahr lag unser Traditionstermin, der erste Samstag im Jahr, noch näher an den Feiertagen zum Jahreswechsel, was das Ganze verkompliziert hat. Aber unsere Crew – und damit meine ich alle Beteiligten – hat wieder hervorragend mitgezogen. Im nächsten Jahr wird es etwas entspannter, denn dann werden wir am zweiten Samstag im Januar, konkret am 9.1.2027, zum SuperEnduro Riesa laden. Der Kartenvorverkauf beginnt wieder am 1. Oktober.“

Weitere Infos gibt es unter www.superenduro-riesa.de.

 

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PA und Fotos: Thorsten Horn, c/o Eventmanufaktur Auerswald

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