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Der Abschlussbericht von Florian Kirchmayer zur Teilnahme beim Tennessee Knockout Extreme (TKO) in den USA…

Florian Kirchmayer: „TKO Race #1: Ich startete nach der gestrigen Quali in Reihe 4 und hatte einen mäßigen Start, konnte aber dennoch nach dem Hindernisparcours das Start/Ziel Gelände als Zweiter in den Wald verlassen. Dort fand ich gleich einen guten Rhythmus für die Strecke, die Streckenführung jedoch hat hier bei den Teilnehmern große Diskussionen ausgelöst da es laut dem Großteil der Teilnehmer nur ein GNCC-Rennen mit ein paar extrem-enduro Sektionen war und das nicht so sein sollte. Ich versuchte mit einem flüssigen und dennoch zügigen Grundspeed zu fahren um nicht zu viel Zeit zu verlieren und dann in den extrem-enduro Sektionen die Zeit gut zu machen was schlussendlich Platz 4 im TKO Race #1 ergab.

TKO Race 2#

Mein Start war gut und ich ging mit drei Fahrern gleichzeitig auf das erste Hindernis zu, ich konnte mich durchsetzen und die Führung übernehmen somit versuchte ich auch gleich von Anfang an zu pushen und einen hohen Speed zu gehen. Die Strecke war wieder die Gleiche - es wurden nur noch drei extrem-enduro Sektionen hinzugefügt. Die Hitze im 2ten Rennen um 13:00 Uhr Ortszeit war fast unerträglich für mich und die Luft stand förmlich im Wald - es war so mit dem Staub als würde man durchgehend gegen eine Wand fahren.

 

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Letztendlich ist es passiert: Aus mangelnder Bodensicht hatte ich auf einer schnellen Passage einen ziemlich großen Stein (so viele Steine wie hier habe ich gefühlt noch nie zuvor auf einen Strecke gesehen) übersehen und es überschlug mich ziemlich heftig. Das Bike ist von der Strecke abgekommen so musste ich es erstmal bergen was ein paar Minuten gedauert hat da es glücklicherweise kopfüber zwischen zwei Bäumen eingeklemmt war, danach noch schnell alles einigermaßen gerade richten und weiterfahren. Ich versuchte sofort wieder zu pushen was aber nicht so wirklich funktioniert hat weil mein ganzer Körper noch zitterte vom Schock und Adrenalin des Sturzes. Nach wenigen Minuten aber lies dies nach, als ich dann schon einen Schmerz an meinem rechten Ellbogen verspürte welcher immer schlimmer wurde, dennoch wollte ich alles geben um das Top 30 Limit zu schaffen und mich für das Sonntagsrennen zu qualifizieren.

Im Ziel war es dann Platz 35, um 30 Sekunden die Qualifikation verpasst und ein doppelt so großer Ellbogen mit einem ziemlich tiefen Loch, dass dann zwei Stunden später immer noch blutete bis ich endlich von einem Arzt versorgt wurde.

 

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Mein Fazit: Ich bin sehr enttäuscht von mir selbst, endlich wäre ich wieder mit einem guten Flow gefahren und etwas auf Vorsicht hätte wahrscheinlich gereicht. Aber wer will schon bremsen wenn er weit vorne liegt und die Chance auf das Podest oder gar mehr hat und man weiß, dass es für dieses Rennen einen AMA Titel gibt, immerhin hatte ich mit Platz 4 im ersten Rennen schon Lunte gerochen.

Im Endeffekt wurde es eine Goldmedaille und eine wirklich gute Erfahrungen und wenn ich die Möglichkeit bekomme, werde ich bestimmt wieder kommen da ich hier noch eine Rechnung offen habe."

LG Flo

Link: https://tennesseeknockoutenduro.com/

 

Quellen: Kirchmayer

 


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