"Die Gladiatoren der heutigen Zeit..." Erst einige Zeit nach seiner Zielankunft am Sonntag hat der Tiroler Martin Freinademetz vom tödlichen Unfall auf der 7. Etappe der diesjährigen "Dakar" erfahren. Der 40-jährige Portugiese Paulo Goncalves war bei Rennkilometer 276 gestürzt, alle Wiederbelebungsversuche scheiterten...

 

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Nach diesem tödlichen Unfall wurde die 8. Etappe am Montag für die Motorradpiloten abgesagt. Der High-Speed-Crash des routinierten Spitzenpiloten Goncalves zeigt für Freinademetz einmal mehr, dass die Spitzenfahrer der Rally-Szene selbst bei höheren Sicherheit-Standards ein enormes, bisweilen lebensgefährliches Risiko eingehen.

Martin Freinademetz: "Heute hat sich wieder bewahrheitet, dass der Langstrecken-Rallysport sicherlich die gefährlichste Art des Motorradsports ist. Einfach weil die Geschwindigkeiten teilweise immens hoch sind. Und das alles findet auf einer Strecke statt, die nicht besichtigt wurde, die den Piloten unbekannt ist. Man kann oft nicht sagen, was hinter der nächsten Kuppe ist. Und die Piloten, die vorne um die Top-Platzierungen fahren, nehmen ein ungeheures Risiko in Kauf. Bei diesen Geschwindigkeiten ist ein Abstieg dann leider mitunter tödlich. Man kann also schon sagen, dass diejenigen, die um das Podium kämpfen, die Gladiatoren der heutigen Zeit sind."

 

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PA: hartenduro.at, Fotos: Red Bull Content Pool

 

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Red Bull KTM zum Unfall von Paulo Goncalves:

Der Beginn der zweiten Hälfte der Rallye Dakar 2020 wurde durch den frühen Tod von Paulo Goncalves überschattet - dem erfahrenen Rallye-Fahrer, der seit vielen Jahren mit Red Bull KTM Factory Racing und seinen Fahrern an einem Strang gezogen hatte.

Der erfahrene 40-jährige Portugiese warf einen dunklen Schatten auf die 741 Kilometer lange Etappe, er nahm an seiner 13. Dakar teil. Als Zeichen des Respekts wurde die morgige achte Etappe von Wadi Al-Dawasir nach Wadi Al-Dawasir für die Motorradklasse vom Veranstalter abgesagt.

Das Red Bull KTM Rally Team und alle bei KTM wünschen Paulos Familie, Team und Freunden ihr aufrichtiges Beileid.

Jordi Viladoms - KTM-Rallye-Team-Manager: „Es war ein sehr trauriger Tag für die Rallyefamilie und natürlich möchten wir Paulos Familie und Freunden unser Beileid aussprechen. Er war im Fahrerlager sehr beliebt - nicht nur ein großartiger Fahrer, sondern auch ein großartiger Mensch und eine Legende unseres Sports. Die Nachricht hat uns zutiefst erschüttert, vor allem Toby, der als erster nach seinem Sturz, Paulo erreichte. Wir sind dankbar, dass die morgige Etappe für die Motorräder abgesagt wird, um die Angehörigen von Paulo zu respektieren und einem großartigen Mann Tribut zu zollen. Ein Tag ohne Rennen gibt allen Fahrern die Möglichkeit, sich an Paulo zu erinnern und die Köpfe frei zu bekommen, bevor sie am Dienstag weitermachen. Natürlich hoffen wir alle auf einen sicheren Abschluss der Veranstaltung.“

Quelle: KTM

 


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