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An einem traumhaften Septembertag lud KTM zu einem exklusiven, nationalen Medialaunch der neuen 2018er KTM Freeride 250F nach Irschen in das obere Drautal in Kärnten ein. Neben Enduro-Austria waren noch 1000PS, Motorradreporter, Das Motorradmagazin und Der Reitwagen eingeladen um die neue Freeride 250F zu testen. Dabei wurde für die Journalisten eine schöne Freeride-Tour in den Drautaler Bergen geplant. Es sollte also an ausreichend Gelände nicht mangeln…

 

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Untergebracht im Hotel Landhof-Irschen ist der Hotelchef auch gleichzeitig der Tourguide für diesen Test. Dieser veranstaltet für seine Gäste nämlich auch Enduroausfahrten in der Umgebung und auch bis nach Italien! Und zwar ausschließlich auf KTM Freerides. Und da kommen wir auch schon zu einem wichtigen Punkt. Warum nur Freerides? Ganz einfach: Diese Motorräder sind so leise, dass es zu keinen Problemen mit Anrainern kommt. Und die neue 2018er Freeride ist noch um einiges leiser als die bisherigen Modelle.

 

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Ab sofort gibt es die KTM Freeride nur mehr in der Ausführung mit 250ccm und 4 Takten!

Sie ersetzt die KTM FREERIDE 350 sowie die KTM FREERIDE 250 R mit 2-Takt-Motor und erhält einen neu entwickelten 250ccm großen DOHC-4-Takt-Motor, der auf dem der Wettbewerbs-Enduro KTM 250 EXC-F basiert. Es hat sich bei vielen Tests herausgestellt das die Kombination mit dem neuen 250er Motor einfach die optimale Konfiguration darstellt. Eine Mischung aus Trial und Enduro mit einem Euro 4 – 250er Motor. Der Motor bringt serienmäßig 20,5 PS. Die offene Version hat sogar über 26 PS.

Da stellt sich einem natürlich die Frage, ist denn das genug? Ich selbst war ehrlich gesagt erst mal etwas skeptisch. Mit 20PS? Mal schauen was da bei der ersten Auffahrt passiert. Und prompt kam es auch gleich nach dem Start der Tour zu einer ersten Probe.

Als zweiter Fahrer hinter dem Guide fahrend hatte sich dieser mal kurz verschalten und war mitten in einer eher rutschigen Auffahrt mit großen Felsplatten plötzlich ganz langsam geworden. Alleine fahrend hätte ich diese Passage mit deutlich mehr Schwung genommen. Aber: Nix ist passiert. Die 250er brodelte mit voller Traktion und gefühlten 5km/h über die steile Auffahrt als wäre es ein normaler Waldweg. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war klar, da gibt’s noch einige positive Überraschungen.

 

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Generell muss man sagen, die neue KTM Freeride 250F ist wie schon gesagt sehr leise und gleitet pipifein über jegliche Hindernisse. Unmittelbar nach dem Aufsteigen auf dieses Spaßgerät kommt man nicht umher sofort jede Unebenheit im Gelände dazu auszunützen in der Gegend herumzuspringen. Trotz der (im Vergleich zu den größeren EXC Modellen) nur guten 20PS lässt sich das Motorrad bei fast jeder Geländekuppe aufs Hinterrad ziehen. Einfach nur geil, muss ich wirklich zugeben.

Verwurzelte, steile Singletrials können mit extrem niedriger Geschwindigkeit gefahren werden. Aber auch auf Schotterwegen macht die neue Freeride eine gute Figur. Natürlich hat sie nicht den Punch einer „großen“ EXC aber das ist auch gar nicht notwendig. Wer in jeder Kurve quer daherkommen will kauft sich dieses Motorrad ohnehin nicht. Dafür ist die neue Freeride auch nicht gebaut worden. Und sogar auf Asphalt haben die, extra für die Freeride hergestellten MAXXIS Reifen einen überdurchschnittlich guten Grip!

 

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Mit dem jetzt noch breiteren Lenker mit EXC-Krümmung, dem neuen Motor, der neuen Lichtmaske und den serienmäßigen Handguards sieht die neue Freeride nicht nur aus wie eine kleine EXC, man hat auch das EXC-Gefühl beim Fahren, nur eben mit viel mehr Traktion und bei 99kg natürlich viel weniger Gewicht.
Alleine der Motor selbst hat fast 3 kg weniger als das letzte Modell. Die zentralisierten Massen nach unten in Richtung Fußrasten geben dem Motorrad die perfekte Balance. Richtungswechsel um 180 Grad gehen fast von statten wie mit einem Fahrrad.

Damit der Spaß auch nicht zu kurz kommt, hat das Motorrad eine ausgetestete Reichweite von 107km. Da sollte einer ausgedehnten Endurowanderung nichts mehr im Wege stehen. Mit der Reserve kommt man übrigens noch knapp 10km. Und mit einer Sitzhöhe von knapp über 900mm ist das Motorrad auch für etwas kleinere FahrerInnen geeignet.

Die neue KTM Freeride 250F ist ein Spaßgerät. Ich habe sie bereits bei der Präsentation als Mini-EXC betitelt und diese Bezeichnung passt auch in vielen Bereichen auf das Motorrad. Wer keine wilden Endurorennen fahren will, sondern richtig entspannt jedes Gelände bewältigen möchte ist bei diesem Motorrad genau richtig. Und alles ganz offiziell mit Straßenzulassung.

Die neue Freeride 250F ist leicht, leise, wendig und macht richtig Spaß. Größere Fahrer sollten sich noch eine Lenkererhöhung leisten, dann passt auch die Freeride perfekt. Und mit dem optionalen Zubehör wie z.B. dem Map-Select ist man perfekt ausgestattet. Ein Motorrad für Einsteiger, Wiedereinsteiger aber auch für eingefleischte Enduro- oder Trialfahrer als Trainingsgerät zwischendurch – Jeder wird damit seine Freude haben…

 

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Die wichtigsten Details zusammengefasst:

Motor:

Neueste Motorengeneration, bekannt von der KTM 250 EXC-F mit Euro-4-Norm. Hochmoderner DOHC-4-Takt-Motor mit 250 ccm Hubraum begeistert mit kraftvoller Leistungsabgabe und gut zu dosierendem Drehmoment.
Serienmäßig 20,5 PS - Drehmoment von 18 Nm
Offene Version: 26 PS und 22,1 Nm Drehmoment.
Optionaler Map-Select-Switch am Lenker: Alternative Motorcharakteristiken und für maximalen Grip Traktionskontrolle aktivieren.

Motorgehäuse im Druckgussverfahren. Kurbelwelle deutlich näher zum Mittelpunkt und damit zum Schwerpunkt des Motorrads positioniert.

Neuer Motorgehäusedeckel mit optimierter Oberflächenstruktur. Robuster und widerstandsfähiger gegenüber der durch die Stiefel des Fahrers verursachten Abnutzung.

Neues Keihin-Motormanagementsystem (EMS) mit Kraftstoffeinspritzung-Weniger Kraftstoffverbrauch
Lambdasonden - Reduktion schädlicher Abgase durch einen Katalysator in jedem Schalldämpfer

Noch schnellere ECU: Software die für jeden Gang ein optimales Mapping bereitstellt und entsprechend der Informationen des Gangerkennungssensors reagiert. Besseres Ansprechverhalten: Neuer, 42 mm großer Drosselklappenkörper mit einem Einspritzventil

Optimierte Leerlaufeinstellung und eine separate Kaltstarteinrichtung. Der Kaltstartknopf lässt sich nun durch ein Zurückdrehen des Gasgriffs einfach deaktivieren.

Neues, besser erreichbares Batteriefach mit einer Lithium-Ionen Battrerie mit 1kg weniger Gewicht!
Fortschrittlicher KTM -„No Dirt“ – Schalthebel verhindert, dass Verschmutzungen den Schalthebel blockieren.
Gangerkennungssensor liefert seine Daten direkt an das Motormanagementsystem.

Neu entwickelte DS (diaphragm steel) Kupplung mit verschleißfreiem Stahlkorb.

 

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Rahmen/Fahrwerk:

Eine Verbundkonstruktion aus hochwertigen, mit geschmiedeten Leichtmetall-Komponenten verschraubten Chrom-Molybdän-Stahlprofilen.

Längerer Steuerkopf, der die Steifigkeit erhöht und damit die Fahrstabilität optimiert.
Neue Motoraufhängungen kombiniert mit einem neu gestalteten Zylinderkopf. Weniger Fibrationen

Verschraubter Heckrahmen aus hochfestem Polymer – Weniger Gewicht!

3,2 kg leichte Aluminium-Guss-Schwinge mit hoher Flexibilität und hoher Torsionssteifigkeit. Leichter WP PDS-Stoßdämpfer ohne Umlenkung oben auf der Schwinge.

 

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Auspuffanlage mit geringerem Lärmpegel und weniger Emissionen. Steuerung des Kühlerlüfters übernimmt das Motormanagementsystem. Entfall-Temperaturschalter. Aluminiumräder von Giant. Die Maxxis Trialmaxx OEM Reifen speziell für KTM FREERIDE-Modellreihe entwickelt.

4-Kolben-Bremssattel vorne und radial verschraubter 2-Kolben-Bremssattel hinten.
Neue Beläge - Bremskraft am Hinterrad noch feiner dosierbar

Gabel:

Neuentwickelte WP Xplor 43 USD-Gabel von WP Suspension mit 250 mm Hub. Als Split-Vorderradgabel weisen beide Gabelbeine Tragfedern auf, teilen sich jedoch die Dämpfungsaufgaben. Die Zugstufe befindet sich auf der rechten, die Druckstufe getrennt davon auf der linken Seite, so dass sie ohne wechselseitige Beeinflussung jeweils optimal arbeiten können. Die gewünschte Dämpferhärte kann höchst präzise auf der Oberseite der Gabelinnenrohre eingestellt werden. Die WP Xplor 43 begeistert mit hervorragendem Ansprechverhalten, reagiert feinfühlig auf Unebenheiten und steckt selbst harte Schläge mühelos weg.

Neue, CNC-gefräste Gabelbrücken

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Federbein:

Bei 260 mm Federweg passt das WP PDS Xplor-Federbein hervorragend zur neuen Xplor 43 Vorderradgabel von WP Suspension. Im Vergleich zu bisherigen Komponenten spart das neue Federbein 430 g Gewicht ein.
Mittlerweile ist die bewährte und erfolgreiche PDS-Hinterradfederung zu einem Markenzeichen von KTM geworden. Die optimale Progression für den Enduro-Einsatz wird hier durch einen zweiten Kolben in Verbindung mit einer geschlossenen Tasse am Ende des Kolbenhubs erreicht und durch eine progressive Dämpferfeder zusätzlich unterstützt. Dadurch bietet das WP PDS Xplor-Federbein eine hervorragende Dämpfung und hohe Reserven gegen Durchschlagen. Druck- und Zugstufe der Dämpfung sind einstellbar, die Druckstufe bietet zudem separate Einstellmöglichkeiten für High- und Low-Speed-Dämpfung. Die Sitzhöhe kann mithilfe eines optionalen Kits aus dem KTM PowerParts-Programm um 25 mm abgesenkt werden

 

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Generell gilt auch für die Freeride Modelle: Man sollte vor Gebrauch das Motorrad auf seine Bedürfnisse anpassen. Am besen gleich beim Händler. Dazu gehört neben der wichtigen Einstellung des Durchhangs auch die Einstellung weiterer Fahrwerkskomponenten!

Design + Technik:

Schmaler Sitz, uneingeschränkte Bewegungsfreiheit, optimale Sitzhöhe.
Neuer Frontscheinwerfer.
Offene Handschützer gehören bei der KTM FREERIDE 250 F zur Serienausstattung.
Stilvolle Grafiken.
Konischer Lenker von Neken aus hochfestem Aluminium. Selbe Krümmung wie die EXC-Lenker

Der robuste Leichtmetall-Gasdrehgriff weist einen bedienungsfreundlichen Einsteller für das Gaszugspiel auf. Auch die Öffnungscharakteristik lässt sich über einen alternativen Nocken anpassen. Für guten Grip am Gasdrehgriff sorgt ein aufvulkanisierter Griff, am linken Lenkerende kommt ein ODI-Lock-on-Griff zum Einsatz.

Neues digitales Kombiinstrument von MAE mit integrierten Warn- und Kontrollleuchten. Geschütze Kabel.

Neues Zündschloss neben Kombiinstrument.

Fußrasten können um 8 mm nach hinten verlegt werden.

 

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Zubehör / Powerparts:

Wer mit der KTM FREERIDE 250 F gegen die Extreme ankämpfen, sein Bike individualisieren
oder das Maximum aus ihm herausholen will, wird im umfangreichen KTM PowerParts-Angebot fündig. Mit einer großen Auswahl an hochqualitativen Teilen für individuelles Styling, zusätzlichen Schutz und gesteigerte Leistung sorgen KTM Power-Parts für ein unvergleichliches Fahrerlebnis, ganz egal auf welchem Terrain.

Empfehlen würde ich zB: Den Map-Select-Switch, den Kupplungsausgleichbehälter-Deckel und den Kupplungsaußendeckel. Ein kleineres 12-Zahn Ritzel ist im Lieferumfang bereits dabei, war bei der Testfahrt montiert und würde ich ebenfalls empfehlen.

Infos zum neuen Modell nach diesem Presse-Launch auf www.ktm.at

Ich muss sagen, ich war von diesem Bike echt begeistert. Einzig die Position des neuen Zündschlosses könnte noch nach oben gedreht werden, damit dieses bei einem seitlichen Umlegen nicht beschädigt wird. Das kann man aber nachträglich auch selber bewerkstelligen. Aufpassen muss man noch mit der Batterieentladung. Bei längeren Pausen sollte man die Zündung immer per Schlüssel abdrehen sonst saugt die CPU nach 2-3 Stunden die Batterie leer. Das ist aber auch schon alles was mir an „Jammern auf hohem Niveau“ einfällt.

Die neue Freeride 250F – Ein gelungenes Spaßgerät mit Straßenzulassung!

 

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Vielen Dank für die KTM-Organisation an Chris Shipper, Otto Kornexl, Peter Reitbauer, Matthias Kumpf, Jenny Pfeiffer und natürlich Irina Gorodnyakova.

 

Bericht: Enduro-Austria, Mario Meissnitzer
Fotos: Irina Gorodnyakova

 


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