Am zweiten Tag bei dem zweiten Lauf zur Enduro-Europameisterschaft im tschechischen Kozojedy war das Wetter durchaus ein Thema. Zwar war es tagsüber trocken und warm, doch der nächtliche Regen hatte vorher die Strecke noch einmal stark gewässert.

 

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Aber auch unter den schwierigeren Bedingungen waren es die gleichen Fahrer, die den Sieg unter sich ausmachten: Allen voran Lokalmatador Krystof Kouble: „In der ersten Runde lief es noch überhaupt nicht. Jede der drei Prüfungen bin ich einmal gestürzt und habe Zeit verloren. Erst nach der Hälfte des Wettbewerbes bin ich richtig in Schwung gekommen.“ Dabei vergaß er aber zu erwähnen, dass er trotz der Stürze die Bestzeit aller Fahrer vorgelegt hatte.

Denn auch die anderen Teilnehmer kämpften mit den anspruchsvollen Prüfungen, die durch den Regen noch schwerer geworden waren. Der Italiener Enrico Rinaldi wurde auf dem ungewohnten Terrain Dritter hinter Dominik Olszowy und ist jetzt in der Meisterschaft sowohl im Overall, als auch in der Junioren-E2-Klasse auf dem zweiten Rang, direkt hinter Kouble.

Erneut sehr stark zeigte sich der Junior Pyry Juupaluoma aus Finnland: Auf der hubraumkleinsten 125er fuhr wieder auf einen sensationellen fünften Gesamtrang aller Hubraumklassen! Der erst 18jährige gewann auch erneut die Junioren-Klasse der U21-Fahrer. Damit kämpfte er sich dort auf den dritten Meisterschaftsrang nach vorne.

 

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Die ohnehin schon sehr anspruchsvolle Strecke wurde durch den nächtlichen Regen noch einige Stufen schwieriger: Gerade die erste Runde sorgte in den Auf- aber auch in den Abfahrten für besondere Herausforderungen. Wie schwer es tatsächlich war, zeigt sich, dass fast die Hälfte aller am Samstag gestarteten Teilnehmer, das Ziel am Sonntag nicht in Wertung erreichten. Nur 66 von ursprünglich 123 Fahrern konnten ihr Motorrad am Ende ordnungsgemäß in den Parc ferme bringen.

In der Seniorenklasse kamen nur noch sechs der ursprünglich 19 Teilnehmer ins Ziel. Sieger Martin Gottvald wie auch der Zweite, Milan Skuta, konnten ihren Heimvorteil dabei nutzen, weil sie solche Bedingungen gewohnt sind.

Trotzdem gab es keine Beschwerden, denn es war nicht unmöglich, wie viele Piloten gezeigt hatten. Aber der Geist des Endurosportes, des Durchkämpfens und im Ziel ankommen, wurde hier wieder extrem gepflegt. Kein Wunder, dass sich da der Pole Dominik Olszowy da so wohl gefühlt hat: Der Gastfahrer, der sonst seinen Schwerpunkt bei der Hardenduro-Weltmeisterschaft hat, nutzte den Lauf in der Tschechischen Republik zur Vorbereitung auf die Mannschafts-Weltmeisterschaften. In drei Wochen wird er für das polnische Nationalteam an den Start geht. Mit einem zweiten Platz in der Gesamtwertung auch am zweiten Fahrtag legte der 21jährige da die Messlatte schon hoch.

Der nächste Lauf zur Europameisterschaft, dann sogar in Olszowys Heimat Polen ist dann aber erst nach der „International Six Days Enduro“ (ISDE) im September.

Mehr Informationen, Pläne, Ergebnisse, Meisterschaftsstände und weiterführende Links gibt es immer aktuell und direkt auf der offiziellen Homepage:

http://european-enduro.com/

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Termine 2021

17./18. April Castel di Tora / Italien www.italianoenduro.com 

7./8. August Kozojedy / Tschechische Republik www.czechenduro.cz 

18./19. September Kielce / Poland www.ktmnovi.pl 

30. September-2. Oktober Hellendoorn / Netherlands www.mcnh.nl 

 

PA: Robert Pairan


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