Offroad Tag 2: Manuel Lettenbichler dominiert im Hochgebirge, während um den Gesamtsieg ein Duell der Generationen entbrennt. Der zweite Offroad Tag begann mit einem harten Erwachen und führte die Fahrer anschließend ins Hochgebirge. Der junge Südafrikaner Matthew Green fasste den frühen Morgen passend zusammen: “Direkt nach dem Start zwei Gold Loops, anschließend dreimal die Live Maniacs Sektion hoch und das alles vor 9 Uhr. Zum Glück habe ich gut gefrühstückt!”
Nach diesem heftigen Start in den Tag wurde es etwas weniger technisch, dafür schneller und nicht weniger anstrengend. Die Route führte die Fahrer ins alpinen Gelände bis auf über 2200 Meter Höhe. Ganz oben wurde es steinig, rau und besonders steil. Dafür war es in der Höhe spürbar kühler und die Fahrer konnten sich wenigstens von der Hitze etwas erholen. Das Gelände in diesem abgelegenen Teil der Karpaten ist noch ziemlich ursprünglich und unberührt. Die Möglichkeit in dieser wunderschönen Landschaft Enduro zu fahren und dabei ein Abenteuer zu erleben, ist für viele Piloten einer der Gründe an den Red Bull Romaniacs teilzunehmen. Das Ziel lag heute im Skigebiet “Rânca”, wo die Fahrer zusammen mit ihrer Support Crew die Nacht verbringen würden um morgen noch tiefer in die “Valcea” Region einzutauchen.
Graham Jarvis (GBR, HQV) hatte heute die schwere Aufgabe den Tag zu eröffnen. Er tauschte mit Manuel Lettenbichler (GER, KTM) die Rollen und wurde vom Jäger zum Gejagten. Nach dem Fiasko gestern startete Lettenbichler heute mit ordentlich Wut im Bauch von Position 17 aus ins Rennen. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, fuhr er mit ordentlich Wut im Bauch an fast allen Checkpoints die Bestzeit. Nach einer Fahrzeit von etwas mehr als 6 Stunden erreichte er als klarer Sieger das Ziel. Mit dieser Leistung konnte er einiges an Boden gutmachen und liegt in der Gesamtwertung schon wieder auf dem zehnten Rang.
Letztes Jahr wurde der zweite Tag für Graham Jarvis zum Verhängnis. Heute lief jedoch alles nach Plan und der “König der Karpaten” konnte seine Führung im Gesamtklassement ausbauen: “Der Tag heute wollte einfach nicht enden, immer wieder kam ich um eine Ecke und dachte, da muss das Ziel sein, aber es ging immer weiter und weiter. Die lange Renndistanz und das Terrain haben Kraft gekostet. Ein Jahr nach meiner Knieverletzung bin ich froh noch im Rennen zu sein. Jetzt muss ich nur noch durchhalten.”

Theodor Kabakchiev (BUL, KTM) konnte in der Vergangenheit immer wieder glänzen. Für ein absolutes top Ergebnis fehlte ihm bisher jedoch die Konstanz. Nun scheint er das fehlende Puzzleteil gefunden zu haben und liegt nach dem zweiten Tag nur 9 Minuten hinter Jarvis auf Platz zwei der Gesamtwertung.
Das Duell der Spanier heute klar an Mario Roman (ESP, Sherco). Der Sherco Pilot kam auf Platz vier ins Ziel und konnte sich damit von Alfredo Gomez (ESP, GAS GAS) absetzen. Der hatte dagegen einen Tag zum Vergessen, verlor viel Zeit und rutschte in der Gesamtwertung auf den siebten Platz zurück. Mario Roman kletterte auf Platz drei und hat zur Halbzeit das Podium fest im Blick.
In der Silber Klasse kämpften die selben Fahrer wie gestern ums Podium. Nach einem etwas verschlafenen Vormittag kam Chris Birch doch noch in Fahrt und sicherte sich den Tagessieg: “Es war ein langer Tag und bis zum Service hatte ich kein gutes Gefühl auf dem Bike. Eine Stunde später hat es dann auf einem Klick gemacht. Ich habe meinen Flow gefunden und auf einmal hat alles geklappt. Das Gelände hier oben in den Bergen war ein Grund für mich wieder nach Rumänien zu kommen. Es war ein mega Tag!”
Fabien Poirot (FRA) und Adam Giles (AUS) mussten sich heute geschlagen geben und reihten sich dahinter auf den Plätzen zwei und drei ein.

Auch die anderen Klassen spulten heute unzählige Höhen und Tiefen Meter ab. Für die Bronze, Iron und die Atom Klasse war es ebenfalls ein langer Tag, gespickt mit unzähligen Steinen und tollen Aussichten. Das anspruchsvolle Gelände machte auch Matthias Walkner auf dem Rallye Bike zu schaffen. Mehr als Platz fünf war für ihn heute nicht drin. Der Tagessieg gig an Edgars Silins (LVA) vor Marius Achim Popovici (ROU) und Alexis Bérépion (FRA). In der Iron Klasse mussten sich einige Fahrer immer wieder gegenseitig helfen um ins Ziel zu kommen. Alle die es dann geschafft hatten, waren überglücklich.“Einer der schönsten, aber auch härtesten Tage auf der Enduro”, “zum Schluss wurde es noch einmal richtig steil und rutschig”, “das müssen die steilsten Berge auf der Welt sein”, waren nur ein paar der Fahrer Stimmen im Ziel.
Die ‘Live Maniacs’ Übertragung beginnt Freitag etwas später um 10:45 Uhr. Die Kommentatoren Craig Stone und Darryl Curtis bringen euch die beste Action der FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft bis 12:00 Uhr live auf die Bildschirme.
Links:
Red Bull Romaniacs Ergebnisse 2022
Red Bull Romaniacs 2022: Alle Livestreams als Liste!
PA: Red Bull Romaniacs, Fotos: Mihai Stetcu, Irina Gorodnyakova, Attila Szabo, Adrian Crapciu

Ergebnisse:
Provisional Offroad Day 2
1. Manuel Lettenbichler (KTM) 6:03:23; 2. Graham Jarvis (Husqvarna) 6:19:53; 3. Teodor Kabakchiev (KTM) 6:24:17; 4. Mario Roman (Sherco) 6:26:16; 5. Michael Walkner (GASGAS) 6:31:19; 6. Trystan Hart (KTM) 6:31:29; 7. Sonny Goggia (KTM) 6:53:56; 8. David Cyprian (KTM) 6:59:21; 9. Matthew Green (KTM) 7:02:31; 10. Dominik Olszowy (GASGAS) 7:22:25…
Provisional Overall Classification (After Offroad Day 2)
1. Graham Jarvis (Husqvarna) 11:06:23; 2. Teodor Kabakchiev (KTM) 11:15:34; 3. Mario Roman (Sherco) 11:23:43; 4. Trystan Hart (KTM) 11:28:20; 5. Michael Walkner (GASGAS) 11:29:10…
Red Bull Romaniacs - Goldklasse: Schwach gestartet, im Ziel dann noch schwächer. Gesundheitliche Probleme haben dem Niederösterreicher Dieter Rudolf am zweiten Offroad-Tag der "Red Bull Romaniacs” massiv zu schaffen gemacht. Sein 15. Tagesrang kann unter diesen Umständen nicht hoch genug eingeschätzt werden. In der Gesamtwertung hat der Pilot des X-GRIP Racing Teams seinen 12. Platz aber behauptet, direkt hinter der Enduro-Legende Taddy Blazusiak...

Seit Mittwoch hat Dieter Rudolf mit massiven Magenproblemen zu kämpfen. Er war also schon am Start der zweiten Offroad-Etappe alles andere als fit. Speziell im ersten Teil vor dem Service-Stopp war die Strecke technisch höchst anspruchsvoll und kraftraubend. Dieter Rudolf rettete sich bis zur Service-Zone und fühlte sich danach vorübergehend einigermaßen besser. Der zweite Teil des Tages war zwar technisch etwas einfacher zu fahren, doch wurde der Husqvarna-Pilot dann von heftigen Krämpfen geplagt, die ihn manchmal auch zu einem kurzen Stopp zwangen. Im Ziel in Rânca war Rennanalyse diesmal kein großes Thema. Vielmehr will Dieter Rudolf versuchen, bis zur dritten Etappe am Freitag wieder halbwegs beschwerdefrei zu sein.
Dieter Rudolf: "Der heutige Tag war bestenfalls solala, würde ich sagen. Ich habe seit gestern Mittag Magenprobleme. Und auch das Fahren gestern war wegen der Hitze und der schweren Strecke brutal anstrengend. Das hat mir körperlich auch zugesetzt.
Ich war beim Start heute Früh jedenfalls nicht zu 100 Prozent fit. Fahrerisch habe ich heute von Beginn an eigentlich einen guten Rhythmus gefunden und habe auch wirklich Druck machen können. Ich habe mich an Taddy Blazusiak angehängt. Der war in der Früh zwei Minuten vor mir gestartet. Da habe ich also wirklich Zeit gutgemacht. Ich habe aber bemerkt, dass ich körperlich immer schwächer werde. Mir ist zwischenzeitlich auch richtig schlecht geworden. Glücklicherweise wurde die Strecke dann technisch etwas leichter, und ich fühlte mich dann auch etwas besser. In der Pause habe ich ein wenig abgeschaltet und versucht, mich zu erholen.

Im zweiten Teil der Etappe habe ich mir ein Duell mit Suff Sella geliefert. Das war vielleicht ein wenig zu viel. Ich habe dann nämlich massive Krämpfe am ganzen Körper bekommen. Und zwar nicht bei den schweren Stellen, sondern auf ganz normalen Verbindungsstücken. Ich konnte den Lenker kaum mehr halten und musste immer wieder stehen bleiben.
Ich habe mir den Tag natürlich anders vorgestellt und bin überhaupt nicht zufrieden. Aber ich habe es durchgezogen und habe das Ziel erreicht. Ich hoffe, dass ich mich bis morgen einigermaßen regenerieren kann und dass ich fit bin. Und dann greife ich wieder an."
PA: Hartenduro.at, Fotos: Benedikt Holzer
Red Bull Romaniacs - Bronzeklasse: Für Österreichs Rally-Star Matthias Walkner läuft es bei seinem Ausflug in die Welt des Hard-Enduro nach wie vor besser als erhofft. Der Mann aus dem Salzburger Land rangiert bei der "Red Bull Romaniacs" nach der zweiten Offroad-Etappe auf dem dritten Gesamtrang seiner Bronze-Klasse...

Die "Red Bull Romaniacs" gilt als die weltweit härteste und anspruchsvollste mehrtägige Hard-Enduro-Rally. Matthias Walkner stellt sich dieser Herausforderung auf seinem angestammten Arbeitsgerät. Seine KTM 450 Rally Factory ist zwar das mit Abstand stärkste Motorrad im Feld, sie ist aber bei Weitem nicht die ideale Wahl für das technisch extrem schwierige Gelände in den rumänischen Karpaten, das selbst die leichten und speziell abgestimmten Enduro-Motorräder an ihre Grenzen bringt.
Umso überraschter ist auch Matthias Walkner, sich bei Halbzeit der Rally im Spitzenfeld zu befinden. Unabhängig vom Resultat hat er sein Ziel bereits weitgehend erreicht. Ihm geht es bei diesem Hard-Enduro-Abenteuer vor allem um den Trainingseffekt und darum, seine Rally-Maschine noch besser kennenzulernen. Dazu gab es auf der zweiten Offroad-Etappe ins Bivouak im Skiort Rânca jede Menge Gelegenheit. Matthias Walkner kam als (inoffiziell) Tages-Fünfter ins Ziel und ist mehr als zufrieden.
Matthias Walkner: "Alles in Allem war es ein extrem lässiger Tag. Es hat richtig viel Spaß gemacht. Gleich nach dem Start habe ich gesehen, dass die Strecke viel selektiver und technischer ist als am Mittwoch. Ich wusste, dass mein Rally-Bike in diesem Gelände gegen die Enduros eine stumpfe Waffe ist und dass ich heute beim Rennen um den Tagessieg kein Wörtchen mitreden kann. Das hat es mir leicht gemacht, dass ich mein Bestes versuche und den Tag einfach genieße.
Der Hauptgrund, warum ich hier bin, ist, ein gutes und intensives körperliches Training zu haben. Mit viereinhalb extrem anstrengenden Fahrstunden und einem Maximalpuls wieder jenseits der 170 habe ich diesen Trainingsaspekt heute definitiv erreicht. Besonders anstrengend war bei etwa Kilometer 70 ein sehr schmaler und tiefer Trampelpfad einen Hang entlang. Der war etwa 40 Zentimeter tief und so schmal, dass mein breites Motorrad da grad und grad reingepasst hat. Der Trampelpfad hat mit meinem Motorrad gemacht, was er wollte. Es war als würde ich in einer schmalen Rutsche feststecken. Ich wurde ständig im Zickzack hin und her geworfen. Und drei, vier Mal habe ich einen Schlag gegen das Rad bekommen und bin den Abhang hinunter geschubst worden. Das war echt eine Herausforderung und ich bin happy, auch diese Etappe gemeistert zu haben.
Die körperliche Belastung spüre ich schon sehr. Aber das ist ganz normal, wenn man jeden Tag mit vollem Einsatz Motorrad fährt. Und genau deswegen bin ich hier.
Was das Motorrad betrifft, kommen wir immer wieder auf neue Dinge drauf. Wir haben das Bike von gestern auf heute wieder ein bisschen an dieses ungewohnte Terrain angepasst. Den Lenkungsdämpfer haben wir jetzt ausgebaut. Der ist in der Wüste ungemein wichtig. Aber hier, bei 20 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit spielt er nicht wirklich eine Rolle. Wir haben das Fahrwerk noch weicher abgestimmt und werden für morgen da wahrscheinlich noch einmal nachjustieren. Bei den Reifen lernen wir auch viel dazu. Ich möchte morgen eine noch weichere Variante versuchen. So lernen wir jeden Tag etwas dazu und ich freue mich auf die letzten beiden Etappen."
PA: hartenduro.at
Nach zweijähriger Zwangspause feiert der MSC Rauris mit dem insgesamt 10. Hillclimb eine Jubiläumsveranstaltung. Die Vorfreude vom Msc ist schon riesig. Termin: 06.August 2022!

Team MSC Rauris "Wir haben auch wieder für etwas Unterhaltung gesorgt wie zum Beispiel: Das Kinderprogramm mit Hüpfburg, Kinderschminken und auch die Tauern Trial Kids werden eine Vorführung mit ihren Elektro Trials machen. Und ein kleines Hillclimb darf natürlich auch nicht fehlen. Und eine Trial Stuntshow wird es ebenfalls geben.
Weiteres gibt es wieder eine große Tombola wo es als Hauptpreis eine Husqvarna Te 250i (Msc Rauris Edition) und weitere Tolle Sachpreise zu gewinnen gibt. Nach dem Rennen dann die After Race Party in der Heizmann Hütte wo das Hillclimb bis in die Morgenstunden ausklingen wird....
Web: https://www.msc-rauris.at/
Fahrerinfo: https://www.msc-rauris.at/rider-info/
Eventinfo: https://www.msc-rauris.at/sshr/

PA: MSC Rauris. Foto: Peter Rieder
Staub, Hitze und eine Horde junger Enduro Asse lassen den König der Karpaten kalt - Graham Jarvis gewinnt den ersten Offroad Tag...

Mit dem Sonnenaufgang startete der erste Offroad Tag der 19. Red Bull Romaniacs 2022. Die Trackmanager zeigten keine Gnade und nach einem kurzen Warm Up wartete schon der erste Gold Loop auf die Fahrer der FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft. Doch damit nicht genug, für die ”Live Maniacs” Übertragung mussten die Fahrer der Gold Klasse den “Babysitter” gleich dreimal hintereinander bezwingen. Die Sektion begann mit einem heftigen Steinfeld, das steil bergauf in Richtung Wald führte.
Dort angelangt ging es im typischen Romaniacs Zick-Zack immer weiter nach oben. Schmal und steil, gespickt mit Wurzeln und Steinen schlängelte sich der Pfad nach oben und wurde dabei immer steiler und steiler. Wie erwartet spielten auch die Hitze und der extrem trockene Boden entscheidende Rollen. Der Staub beeinträchtigte die Sicht und erschwerte das Überholen ungemein. Die Trockenheit machte es rutschig und sorgte dafür, dass die Fahrer ständig auf der Suche nach jedem bisschen Traktion waren.
Nach drei Runden am “Babysitter” ging es auf der restlichen Strecke genauso heftig weiter. Bis zum Servicepunkt reihten sich die Gold Loops wie die Perlen an einer Kette auf. Darunter einige bekannte Sektionen wie “Kill’em all”, und die Galindo Ridge. Besonders die neueste Gemeinheit namens “Perla” verlangten den Fahrern alles ab. Erst nach über drei Stunden Fahrzeit erreichten die schnellsten Fahrer der Gold Klasse den Service Point und hatten sich eine kurze Verschnaufpause mehr als verdient.
Manuel Lettenbichler (DEU, KTM) musste die Etappe eröffnen und wollte mit einer aggressiven Strategie vom Start weg versuchen dem Staub zu entkommen. Die Flucht nach vorne wurde jedoch schon früh von technischen Problemen eingebremst. Beim Tausch der Kupplung verlor er noch mehr Zeit, der Super Gau folgte jedoch später. Von der FIM gab es für unerlaubte Hilfe noch zwei Stunden Zeitstrafe oben drauf. Damit ist der Traum vom vierten Romaniacs Sieg in Folge bereits ausgeträumt.

Wie bereits im letzten Jahr, präsentierte sich Graham Jarvis (GBR, HQV) zu den Red Bull Romaniacs in Topform. Der “Silent Assassin” machte seinem Spitznamen heute wieder alle Ehre. Nach einem ruhigen Prolog startete der 47 jährige Engländer als elfter am ersten Offroad Tag. Still und heimlich kämpfte er sich immer weiter nach vorne und im Ziel folgte die große Überraschung: Bestzeit für Graham Jarvis an Offroad Tag 1!
Ebenfalls einen guten Start ins Rennen hatten die jungen Wilden. Allen voran Theodor Kabakchiev (BGR, KTM), der junge Bulgare durfte sich hinter Jarvis über die zweitschnellste Zeit des Tages freuen. Auch Michael Walkner (AUT, GAS GAS) und Trystan Hart (CAN, KTM) waren besonders stark unterwegs und fuhren mit den Plätzen drei und vier absolute Top Ergebnisse ein. Mit Sonny Goggia (ITA), Matthew Green (ZAF) und David Cyprian (CZE) landeten drei weitere Young Guns in den Top 10. Die nächste Generation ist dabei die Lücke zu den Stars zu schließen und hat heute bewiesen, dass man jetzt schon mit ihnen rechnen muss.
Das mussten auch Mario Roman (ESP, Sherco) und Alfredo Gomez (ESP, GAS GAS) akzeptieren, beide haben sich für die Red Bull Romaniacs viel vorgenommen und lieferten sich den Tag über ein spannendes Duell. Im Ziel hatte Mario Roman zwar die Nase vorn, es reichte jedoch nur für den fünften Platz. Alfredo Gomez wurde sechster. Ob die Beiden ihre Erfahrung im Laufe der Rallye ausspielen können um sich vor die jungen Wilden zu schieben, müssen die nächsten Tage zeigen. Noch ist alles drin!

Silber
Die Fahrer der Silber Klasse mussten heute beweisen, dass sie den “Pivot Turn” also die Försterwende im schweren Gelände perfekt beherrschen. Ohne diese Technik waren die zahlreichen “Zick Zack” Wege kaum zu meistern. Nach dem Servicepoint wurde die Strecken dann etwas flowiger. Die lange Abfahrt ins Ziel stellte alle noch mal vor eine große Herausforderung. Der mangelnde Grip zwang einige Fahrer zum Absteigen und Schieben. Diese Bedingungen kennt Fabien Poirot (FRA) aus Südfrankreich gut und sicherte sich den Tagessieg vor Adam Giles (AUS) und Chris Birch (NZL).
Bronze
Mit einer Renndistanz von satten 130 Kilometern stand in der Bronze Klasse die längste Renndistanz auf dem Programm. Für die nötige Abwechslung sorgte eine gute Mischung aus technischen Sektionen und schnellen Passagen. Die Strecke führte die Fahrer in die hohen Lagen der Karpaten. Die Aussicht dort oben ist atemberaubend und eines der Highlights der Red Bull Romaniacs. Matthias Walkner (AUT, KTM) hatte jedoch keine Zeit die Aussicht zu genießen, er was damit Beschäftigt den Tag zu gewinnen: “Es war ein ziemlich harter Tag und ich musste mich zunächst an die Navigation gewöhnen und meinen Rhythmus mit dem GPS finden. Einige Abfahrten und enge Singletrails haben mich und mein Rallye Bike ganz schön ans Limit gebracht.”
Leider blieb das erhoffte Duell mit Pol Tarres (AND) aus, dieser stürzte kurz nach Checkpoint 2 und musste sein Rennen vorzeitig beenden.
Edgars Silins (LVA) und der Rumäne Marius Achim Popovici (ROU) landeten nur wenige Minuten hinter Dakar Champion Matthias Walkner auf den Plätzen zwei und drei.
89 Kilometer standen heute für die Iron Klasse auf dem Programm und hielten einen ersten Vorgeschmack der Romaniacs Auf- und Abfahrten bereit. Die Atom Klasse nutzte heute zum Teil dieselbe Route, war jedoch schon nach 84 Kilometer Renndistanz im Ziel.
Auch an Offroad Tag 2 wird wieder live von der Strecke gesendet. Die Moderatoren Craig Stone und Darryl Curtis präsentieren euch von 6:00 bis 08:00 Uhr deutscher Zeit die Action von den “Live Maniacs” Sektionen.
Martin Freinademtz: "Der erste Offroad Tag war ein voller Erfolg, obwohl es staubig war, gab es kaum Beschwerden. Die guten Strecken müssen die Fahrer darüber hinweg getröstet haben. Wir waren alle super gespannt, wie unser neues Format “Live Maniacs” ankommen wird. Zum ersten Mal haben wir es damit geschafft, den Fans weltweit einen Einblick zu geben, was hier während der Red Bull Romaniacs wirklich los ist. Wir konnten das unglaubliche Niveau der besten Fahrer, genau wie die “Hard Enduro Madness” dahinter zeigen. Ich freue mich schon darauf, euch morgen unsere nächsten Live Maniacs Sektionen zu präsentieren.”
Links:
Red Bull Romaniacs Ergebnisse 2022
Red Bull Romaniacs 2022: Alle Livestreams als Liste!

PA: Red Bull Romaniacs. Fotos: WESS Promotion GmbH/RedBull Contentpool
Results: Red Bull Romaniacs, Offroad Day 1
1. Graham Jarvis (Husqvarna) 4:47:15; 2. Teodor Kabakchiev (KTM) 4:50:52; 3. Trystan Hart (KTM) 4:58:32; 4. Michael Walkner (GASGAS) 4:56:34; 5. Mario Roman (Sherco) 4:56:27; 6. Alfredo Gomez (GASGAS) 5:04:19; 7. Manuel Lettenbichler (KTM) 5:04:33; 8. Sonny Goggia (KTM) 5:21:29; 9. Matthew Green (KTM) 5:24:38; 10. David Cyprian (KTM) 5:37:49…
Provisional Overall Standings (After Offroad Day 1)
1. Graham Jarvis (Husqvarna)
2. Teodor Kabakchiev (KTM) +4:47
3. Trystan Hart (KTM) +10:21
4. Mario Roman (Sherco) +10:57
5. Michael Walkner (GASGAS) +11:21
Die KTM AG, führender Hersteller von motorisierten Zweirädern mit den Motorradmarken KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS, stellte auf dem KTM North America Dealer Summit in Charlotte (North Carolina, USA) ihr umfassendes Sortiment an E-Sportminicycles vor.

Die aktuelle Produktpalette umfasst elektrische Bikes für junge Fahrer verschiedenster Leistungsklassen, von Einstiegs-Laufrädern bis hin zu ausgefeilten Wettbewerbsmodellen. Für 2022 wurden diese Modelle um die neue SX-E 3, EE 3 und MC-E 3 erweitert. Sie sollen die Lücke zwischen den elektrisch angetriebenen Laufrädern des Unternehmens und den weiterführenden Modellen SX-E 5, EE 5 und MC-E 5 schließen. Bis Mitte des Jahrzehnts wird das Sortiment 20 elektrische Offroad-Motorräder aller Marken umfassen, von Einstiegsmodellen bis hin zu wettbewerbsfähigen Bikes. Das Hauptaugenmerk liegt auf den jungen Talenten, welche die Zukunft des Motorsports darstellen.

Dank jahrzehntelanger Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Motorrädern beschäftigt sich die KTM AG intensiv mit den Chancen elektrischer Mobilität und der Ausarbeitung von ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Produkten.
„Heute sprechen alle über E-Mobility. Bei der KTM AG streben wir ständig nach Weiterentwicklung in diesem Segment und werden so unserer Verantwortung als innovatives, nachhaltiges Unternehmen gerecht,“ so Hubert Trunkenpolz, Chief Marketing Officer bei der KTM AG. „Wir sind überzeugt, dass E-Mobility eine Rolle spielen kann, wenn es um kurze Strecken, Mobilität in der Stadt und kleine Motorisierung geht. Im Offroad-Bereich müssen wir die Gegebenheiten auf der Strecke berücksichtigen, wie beispielsweise die begrenzten Lademöglichkeiten für größere Batterien.“
Starke Händlerpartnerschaften sind einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren der KTM AG. Als Weltmarktführer im Bereich der Offroad-Wettbewerbsmotorräder ist das Unternehmen ein geeigneter Partner für sein globales Händlernetzwerk. Die KTM AG strebt als zuverlässiger Hersteller motorisierter Zweiräder stets danach, die hohen Erwartungen von Fahrern und Händlern ebenso wie der Gesellschaft zu erfüllen.

„Unsere Beziehungen zu unseren Händlern, ihr Feedback und ihr Input waren für uns schon immer sehr wertvoll. Daher sind wir stolz, zum ersten Mal auf dem größten Offroad-Motorradmarkt der Welt unsere Produktpalette an Elektromotorrädern für die jüngsten Fahrer zu präsentieren. Es war wunderbar, einige Tage mit unseren Partnern zu verbringen, die neueste Motorradgeneration zu fahren und unsere Visionen sowie Pläne für die Zukunft zu vermitteln,“ so Florian Kecht, Chief Sales Officer bei der KTM AG. „Wir engagieren uns für traditionelle Betriebe und werden unsere Händler weiterhin mit einem breiten, hochwertigen Sortiment versorgen, das heute und zukünftig die Erwartungen aller Stakeholder erfüllen wird.“
Über KTM AG: Die KTM AG ist mit den Marken KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS der führende europäische Hersteller motorisierter Zweiräder. Das Unternehmen zählt zu den Technologie- und Marktführern in Europa, besonders im Premium-Motorradsegment. Neben Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor umfasst das Produktportfolio zudem innovative elektrisch angetriebene Zweiräder, wodurch die KTM AG auch eine Vorreiterrolle in der E-Mobility einnimmt.

PA: KTM DACH
"Absolut am Limit unterwegs!" Nur eine kurze Aufwärmphase war Dieter Rudolf am ersten Offroad-Tag der “Red Bull Romaniacs” vergönnt. Nach dem frühmorgendlichen Start waren nur die ersten paar Kilometer kraftschonend und fahrerfreundlich angelegt. Schon bald aber wechselten sich schwierige mit sehr schwierigen und extremen Passagen ab...

Dazu kamen noch Staub und Hitze, die auch an diesem Tag wieder bei mehr als 30 Grad lag. Dieter Rudolf hat aber durchgehalten und diese kraftraubende Etappe als (inoffiziell) Zwölfter beendet. Nach dem 12. Platz im Prolog bleibt der Niederösterreich also im Wettstreit mit den Hard-Enduro-Profis in Schlagdistanz zu den Top 10.
Dieter Rudolf: “Es war richtig hart heute. Ich war absolut am Limit unterwegs. Schon nach ein paar Kilometern ist es losgegangen. Und von da an war es bis zum Service-Punkt durchgehend richtig schwer zu fahren. Checkpoint 3, der auch live gecovert wurde, war richtig knackig. Dort habe ich Martin (Freinademetz; Erfinder der “Red Bull Romaniacs”) getroffen und habe ihn gefragt, wie weit es noch zum Service-Punkt und damit zu zumindest 20 Minuten Pause ist. Er hat nur gemeint, dass auf dem Weg dahin schon noch mal richtig was bevorstehe.
Und so war es auch. Unter anderem mussten wir – wie schon im Vorjahr – über eine megaschwierige Abfahrt, die schon sehr grenzwertig ist. Gleich danach ging es wieder rauf über einen Hang namens ‘Kill them all’ – und der hat mich konditionell definitiv gekillt. Danach wurde es dann einigermaßen fahrbarer. Aber ich war zu diesem Zeitpunkt körperlich schon ziemlich am Sand. Dann aber kam nochmal ein Steilhang, der am Ende nur sehr losen Untergrund hatte. Ich habe den nicht in einem Strich geschafft und musste mich zickzack rauf kämpfen. Das hat nochmal enorm viel Kraft und Zeit gekostet.
Zusätzlich hatte ich auch Probleme mit dem Halt auf der Sitzbank. Ich bin da ziemlich hin und her gerutscht. Die Pause beim Service-Punkt hat mir aber gut getan und ich konnte mir für den zweiten Teil des Tages die Kraft dann besser einteilen. Dieser zweite Teil war definitiv auch leichter zu fahren. Sagen wir mal so: am Schluss hat es heute auch ein bisschen Spaß gemacht. Mit dem 12. Platz bin ich letztendlich zufrieden. Ich denke, ich bin ganz ok dabei. Schauen wir mal was morgen passiert.”
PA: hartenduro.at, Foto: Benedikt Holzer
- Matthias Walkner gewinnt bei Red Bull Romaniacs Tag1 in Bronze Klasse!
- Ernest Krispel gewinnt Germany Cross Country Race in Goldbach!
- Red Bull Romaniacs: Alfredo Gomez gewinnt City-Prolog 2022!
- Matthias Walkner kämpft sich durch Prolog der Red Bull Romaniacs!
- Dieter Rudolf: Platz 12 bei Prolog der Red Bull Romaniacs!
- Grünes Licht für Golden Bunny Enduro!
- Red Bull Romaniacs: In Madness We Trust - 19. Ausgabe gestartet!
- Matthias Walkner bereit für die extremste Rally der Welt!
- Dieter Rudolf ist bereit für die Red Bull Romaniacs!
- FIM Enduro EM 2022: Willems bleibt in Führung der Meisterschaft!
Seite 249 von 922





