Beim Blick auf die Ergebnislisten der hubraumschwächsten Klasse des österreichischen Endurocups ÖEC, ist fast immer derselbe Name ganz oben zu finden. Der 24-jährige Tiroler Alesandro Pirpamer aus Mieming hat erst vor acht Jahren sein erstes Motorrad gekauft und fährt erst seit sieben Jahren aktiv Rennen. Ein Grund mehr, ein bisschen genauer hinzuschauen...

 

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Alesandro Pirpamer: "Wie gesagt habe ich mit dem Rennfahren erst 2012 angefangen, aktuell fahre ich eine KTM EXC-F 250 für das Enduro Team Tirol/ Moto City West KTM. Reifen und Mousse fahre ich von Metzeler, bei den Reifen kommt es auf das jeweilige Rennen an, welchen Härtegrad ich von den Metzeler SixDays Extreme montiere."

EA: Welche Rennen hast du heuer schon bestritten und welches war das Härteste für dich?

Alesandro Pirpamer: "Ich bin heuer schon den kompletten ÖEC und das Enduromasters in Wimpassing gefahren. Das härteste Rennen heuer war definitiv wieder der ÖEC-Lauf in Pramlehen, da bin ich heuer leider schon das dritte Jahr in Folge außerhalb der Top3 gelandet. Grund hierfür war der starke Verkehr auf der ersten Sonderprüfungsrunde, denn, wenn man in einer Runde um die 15 Fahrer überholen muss wo es eigentlich um jedes Zehntel geht, ist kein vernünftiges Rennfahren mehr möglich. Aufgrund der engen Streckenführung im Wald haben diese Fahrer teilweise auch gar keine Möglichkeit Platz zu machen, man fährt hinterher und zählt die Sekunden… An dieser Stelle wäre meiner Meinung nach Handlungsbedarf, das Rennen sollte nicht davon abhängig sein, wer am längsten vor dem Start in die Sonderprüfung warten darf, um keinen Verkehr vor sich zu haben."

EA: Was waren heuer deine persönlichen Highlights?

Alesandro Pirpamer: "Ich konnte die ersten drei ÖEC Läufe gewinnen, in Pramlehen hat es leider nur zum vierten Platz gereicht, dadurch ist mein Vorsprung auch um einiges geschrumpft. Das Enduromasters in Wimpassing konnte ich in der Teamklasse mit meinem Bruder gewinnen. Das ist für mich sowieso immer besonders, wenn ich mit meinem Zwillingsbruder Roberto, welcher amtierender Juniorenstaatsmeister ist, ein Rennen im Team bestreite. Wir ergänzen uns perfekt, auch wenn es noch so hart ist."

EA: Welche Fahrerkollegen siehst du als härteste Konkurrenten?

Alesandro Pirpamer: "Das Niveau ist mittlerweile so hoch geworden, dass die unterschiedlichsten Fahrer je nach Streckenführung vorne mitmischen können. Diese Frage lässt sich also nicht ganz einfach beantworten."

EA: Bei welchen Rennen wird man dich heuer noch treffen?

Alesandro Pirpamer: "Ich starte heuer noch beim AspangRace in der Teamklasse mit meinem Bruder Roberto und natürlich beim ÖEC Finale beim Red Stag MountainEnduro."

EA: Wo trainierst du für gewöhnlich?

Alesandro Pirpamer: "Ich trainiere eigentlich ausschließlich auf Schotterboden in einem Schotterwerk nahe meinem Wohnort. Deswegen kommt es auch vor, dass ich mir bei den ÖEC Läufen etwas schwerer tue wie manch anderer, dort sind die Strecken ja zu 100% Waldboden."

EA: Wir danken dir für das Interview und wünschen dir alles Gute für die zukünftigen Rennen!

Text: P.B. EART Foto: Alesandro Pirpamer

 


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