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Die World Enduro Super Series (WESS) hat heuer in der Endurowelt voll gepunktet. Kein Wunder, ist diese Serie auch sehr professionell in Szene gesetzt. Damit das auch alles funktioniert braucht es Menschen die sich in der Szene auskennen und im Optimalfall auch selbst mit einem Enduro-Sportmotorrad umgehen können. Anna-Larissa Redinger (WESS Promotion GmbH - Communications) kennt sich aus und versorgt die Endurogemeinde mit den nötigen Informationen rund um diese Serie. Sie hat auch vor kurzem wieder selbst an einem Endurorennen teilgenommen und berichtet vom Finallauf der Austrian Cross Country Championships in Mattighofen.

Link: World Enduro Super Series - WESS

Link: Austrian Cross Country Championships - ACC

 

Der ACC Damen - Nachbericht von Anna-Larissa Redinger:

"Unfassbar, dass beinahe ein Jahr seit meiner Knieverletzung vergangen ist! Die Betonung liegt auf “beinahe”…

Schon das ganze Jahr verfolge ich den Kalender der Austrian Cross Country Serie, immer mit dem Gedanken “Geht sich vielleicht ein Lauf aus?”. Im Juni bin ich zum ersten Mal seit meinem Sturz im Oktober 2017 wieder auf ein Motorrad gestiegen. Den Sommer habe ich genutzt, um wieder zu meiner alten Form zu gelangen. Erst vor ein paar Wochen hatte ich das Gefühl, dass mir “der Knopf aufgegangen” ist, zeitgleich fiel dann auch der Entschluss bei meinem Heimrennen und dem letzten Rennen der Cross Country Saison an den Start zu gehen.

Ich startete um 13.00 in der Gästeklasse bei den Herren. Warum nicht in der Damenklasse? Nun, nachdem ich nicht die ganze Meisterschaft gefahren bin und wirklich nur zu Gast war, schien es mir passend auch in der dazu vorgesehenen Klasse zu starten. Außerdem war es ganz schön angenehm beim ersten Rennen nach der Verletzungspause gelassen und ohne Stress am Morgen an den Start zu gehen

Mein Start war nicht berauschend, aber nachdem ich mir auch fest vorgenommen hatte klug und bedacht zu fahren, wollte ich nicht schon zu Beginn des Rennens Risiken eingehen. Wir waren um die 90 Fahrer in der Klasse und nach dem Startschuss reihte ich mich auf Platz 78 ein. Erstaunlicherweise fand ich sehr schnell einen tollen Rythmus und fühlte mich von Runde zu Runde wohler.

 

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Beim Überholen war ich zu Beginn noch übervorsichtig und bin zeitweise längere Streckenabschnitte einfach nur “hinten nachgefahren” Im Laufe des Rennens wurde das aber viel besser. Und am Ende konnte ich doch mehr als 20 Fahrer überholen und landete auf Platz 55.

Konditionstechnisch ging es mir viel besser als erwartet. Beim Training zu Hause auf meinem Hometrack bin ich nie auf Distanz gefahren, es war also ein bisschen ein Sprung ins kalte Wasser, ob ich die 2 Stunden durchhalte oder nicht. Nachdem ich aber während des Rennens nie am Limit oder mit 100% gefahren bin, konnte ich mir meine Energie super einteilen. Das Knie habe ich nicht ein einziges Mal gespürt. Es ist so, als wäre nie etwas gewesen! Mein Ziel war es das Rennen zu finishen, ohne Sturz und ohne Verletzung, um wieder Vertrauen zu erlangen und primär einfach um Spaß zu haben. Das habe ich geschafft und ich bin unheimlich stolz darauf!

Ich bin dankbar und überglücklich, dass mein erstes Rennen nach der Verletzungspause kein Jahr gedauert hat ( :D) und das ich es mit so vielen positiven Gefühlen verbinden kann. Die Motivation nun über den Winter wieder gut zu trainieren und mich auf die Saison 2019 vorzubereiten ist massiv gestiegen!

Ein rießen großes Dankeschön an all meine Sponsoren und Partner, die mich auch in den letzten Monaten weiterhin unterstützt haben! Danke an meine Freunde und meine Familie fürs da sein und Anfeuern! Und Danke an meinen Verein den MSC Mattighofen, der eine grandiose Strecke in den Wald gezaubert und so ein für mich unvergessliches ACC Finale ermöglicht hat.

Eure Anna Larissa #5"


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