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Ein Enduro-ÖM-Bewerb mit Urlaubsflair. Letzteres gilt aber eher für das Campen im schön gelegenen Fahrerlager. Das Rennen selbst war Schwerstarbeit, denn die Hitze und die konditionsraubende Strecke machten auch den schnellsten Fahrern das Leben schwer.

Beim heurigen „Roots of Türnitz“ hat man erstmals die Gunst der Stunde genutzt und es vor allem den weit Anreisenden ermöglicht, das RedStag-Enduro mit dem ÖM-Lauf in Türnitz zu kombinieren. Eine Möglichkeit, die durch die zwei zufällig auf Pfingsten fallenden Termine erstmals gegeben war. Das haben sehr viele Fahrer genutzt.

 

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Der Modus des Rennens passt da gut dazu. Zuerst beim RedStag auspowern, danach weiter nach Türnitz, einen Tag entspannt ein paar Trainingsrunden und die Qualifikationsrunde drehen und zum krönenden Abschluss am letzten Tag ein 2-h-Endurorennen.

 

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Die Qualifikation endete mit einer knappen Bestzeit von Maurice Egger, eine Sekunde vor Nace Jelenc und eine weitere Sekunde vor Valentino Hutter und Lorenz Steinkellner. Ab dem 20. Platz war der Abstand schon bei einer Minute, und das bei knapp 9 Minuten Fahrzeit. Insgesamt waren knapp 300 Fahrer am Start.

Beim Rennen war alles anders. Auf der durch das Training etwas in Mitleidenschaft gebrachten Strecke wurde es mit zunehmender Dauer immer heißer. Kräfteschonung und eine Runde Linie waren nun angesagt.

 

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Jede Lücke im Trainingsplan der Saisonvorbereitung machte sich jetzt bemerkbar. Selbst die besten Fahrer verloren in ihren schnellsten Runden fast eine Minute auf die Qualifikationszeit. Spannende Duelle waren nicht drinnen.

Um auf 2h vorne zu sein, war ein Anpassen auf die sich verändernden kräfteschonenden Linien der Strecke und ein gutes Timing beim Überrunden der Schlüssel zum Erfolg. Am besten gemacht hat das überraschenderweise der slowenische Junioren-ÖM-Fahrer Nace Jelenc. Er war der schnellste Fahrer des Bewerbs.

 

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Ergebnisse ÖM:

Klasse ÖM Jugend:

  1. Hofer Maximilian
  2. Ofner Markus
  3. Heckenbichler Lukas

Klasse ÖM Junioren:

  1. Jelenc Nace
  2. Hofer Lukas
  3. Steinkellner Lorenz

Klasse ÖM Open:

  1. Egger Maurice
  2. Hutter Valentino
  3. Wunderlich Jan

 

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Maurice Egger zu seinem Rennen: „Die Streckenverhältnisse haben mir gut gefallen, obwohl sie zum Schluss schon sehr zerbombt war. In der Mitte des Rennens ist mir Jelenc aufgefahren und wir haben uns gegenseitig gepusht. Den Tankstopp habe ich dann genutzt, um mich kurz mit Wasser abzukühlen und den Puls etwas runterzubekommen. Die letzte halbe Stunde war dann ein Überlebenskampf, aber es ist mir relativ gut gegangen.“

Nach dem Rennen hat keiner der Fahrer mehr frisch ausgesehen. Der besagte Überlebenskampf ist von außen nicht leicht zu beobachten. Gerade mal 10 Sekunden lässt die Rundenzeit bei den Profis nach!  Die besten Hobbyfahrer der E2- und E3-Klasse hatten unter diesen Bedingungen bereits 2 Runden Rückstand zur ÖM-Spitze.

 

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Klasse E2:

  1. Höller Matthias
  2. Oberngruber Stefan
  3. Posch Sebastian

Klasse E3:

  1. Rathgeb Martin
  2. Zeilinger Sven
  3. Pfatschbacher Rene

Am Nachmittag folgte das 2. Rennen der Klassen E1, Damen, Senioren, Veteranen und Team unter heißesten Bedingungen. Die Strecke hat sich gegenüber dem Training auch nicht gerade verbessert. Besonders erwähnenswert ist der „mehlig“ gewordene Steilhang kurz nach dem Start. Der Begriff Steilhang war beim Training noch leicht übertrieben. Mit dem zunehmend griplosen Untergrund wurde dieser für manche zum Endgegner. Zum Schluss schaffte den kaum noch jemand ohne Probleme.

 

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Ergebnis:

Klasse E1:

  1. Kruisz Niklas
  2. Sellinger Simon
  3. Neuhold Markus

Klasse Junior:

  1. Reven Fabian
  2. Perner Simon
  3. Dorfer Max

Klasse Damen:

  1. Waldhauser Naomi
  2. Gedermann Tanja
  3. Biethahn Anja

Klasse Senioren:

  1. Baier Gerhard
  2. Bergmeister Peter
  3. Saric Matthias

Klasse Veteranen:

  1. Wolfgruber Rüdiger
  2. Wurzer Günther
  3. Werner Andreas

Klasse Team:

  1. MSC Schrems Arnberger/Böhm
  2. Enduro4Kids Bauer/Kogelmann
  3. Schmözis Schmölz/Schmölz

 

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Am Ende des Tages muss man sagen, dass das Türnitzer Enduro eine super organisierte Veranstaltung ist. Das merkt man an der guten Stimmung im Fahrerlager. Auch die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten, und die Imbiss - Stände waren ausverkauft.

Glücklicherweise ist von den knapp 300 Teilnehmern keinem etwas Ernsthaftes passiert, obwohl ein gestürzter Fahrer vorsichtshalber mit dem Hubschrauber geholt wurde. Man sieht, dass die Rettungskette funktioniert. Disziplinierter hätte sich aber so mancher Fahrer in der Nähe der Rettungswagen mit Blaulicht verhalten können. Aber ja, bei 300 Teilnehmern ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass auch "verhaltensoriginelle" Fahrer dabei sind...

Eine tolle Veranstaltung. Nächstes Jahr wieder. Gleiche Strecke, andere Richtung, wie immer. Mehr darf man aus diesem Gelände leider nicht herausholen. Hoffentlich wird es dann etwas kühler!

Link: https://www.rootsoftuernitz.at/

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Bericht: Enduro-Austria, R.W. - Fotoquelle: Veranstalter

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