Vom 28. bis 30.06.2019 war Kresevo, 30 km östlich von Sarajevo (BiH), nun bereits zum dritten Mal Austragungsort des Hardenduro Rennens „Extreme Enduro Fenix“. Bereits beim Ankommen im sehr gut vorbereiteten Fahrerlager an der perfekt präparierten Motocross Strecke "Motodrom Gajice" wurden die Erwartungen für ein top organisiertes Rennen geschürt.

 

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Am Freitagabend hat die Qualifikation für die Profiklasse mit einem Prolog in der Stadt begonnen. Vorab wurden die Startnummern für die Rennfahrer publikumswirksam auf der Bühne verlost und alle Teilnehmer hatten anschließend beim Warmup die Möglichkeit, sich auf die recht selektive Strecke vorzubereiten.

Vor rund 10000 Zusehern hat dann Kevin Gallas mit seiner Erfahrung aus der Superenduro WM bereits in den beiden Vorläufen seine Dominanz klar zur Schau gestellt und - wie nicht anders zu erwarten - war er dann auch im Finallauf von der Konkurrenz nicht zu biegen. Trotzdem war die Leistungsdichte unter den Fahrern sehr hoch, was sich in spannenden Sekundenkrimis in den Vorläufen und harten Zweikämpfen in den Finalläufen widergespiegelt hat.

 

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Am Samstag wurde die Qualifikation dann mit einem Rennen im klassischen Enduromodus fortgesetzt, inkl. Park Fermé. Hierbei mussten alle Teilnehmer an den Start gehen – sowohl Amateure als auch die Profis. In 4 Stunden mussten drei Runden zu je 30 km zurückgelegt werden. Die Runde war sehr flüssig zu fahren, trotzdem aber nicht zu unterschätzen – vor allem konditionell, zum Trödeln war hier keine Zeit um ohne Strafzeit gewertet zu werden.

Insgesamt mussten sechs Sonderprüfungen absolviert werden, drei Crosstests und drei Endurotests, beide recht schnell, aber sehr schön zu fahren! Die Zeiten der beiden Quailifikationstage wurden dann addiert und so ergab sich die Startreihenfolge für das Hauptrennen am Sonntag.

 

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Hauptrennen:

Für das eigentliche Hardendurorennen am Sonntag wurde der Park Fermé kurzerhand um 5km auf einen nahegelegenen Steinbruch verlegt. Um Punkt 10 Uhr wurde im 30 Sekunden - Takt jeweils zu dritt gestartet. Aus der ersten Reihe gingen Kevin Gallas, Miha Spindler und Blaz Vacun ins Rennen. Alle Fahrer hatten ab jetzt 4h für die bevorstehenden 40 km Zeit. Die Strecke selbst bot alles was das leidensfähige Hardenduro Herz begeehrt: Endlose Bachbette, Schrägfahrten, Wurzelpassagen, Steilhänge und richtig knackige Abfahrten

Besonders der aus dem Vorjahr bekannte CP8 wurde von allen gefürchtet und bescherte vielen eine harte Zeit. Ein Steilhang mit undefinierbarem Bewuchs, der ungefähr so viel Grip bietet wie ein öliger Spiegel, das ganze musste dann zu allem Überfluss noch schräg angefahren werden – Gefühl für Kupplung und Gas und ein guter Griff bei der Reifenwahl waren hier auf alle Fälle der Schlüssel zum Erfolg!

Trotzdem war die Stecke für alle, sofern sie sich bei der Wahl der Klasse nicht selbst überschätzt haben, in der Zeit zu bewältigen. Bei dementsprechender Konstitution auch ohne Fremdhilfe.

Am Ende siegte dann Miha Spindler vor Kevin Gallas und Blaz Vacun.

Zusammenfassend ist das Extreme Enduro Fenix eine sehr gut organisierte Veranstaltung mit einer super Streckenführung in Top-Gelände. Auf alle Fälle eine echte Empfehlung für alle Hardenduristen!

Link zur Website: http://www.enduro-fenix.com/eng/index.html

 

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Bericht: Enduro-Austria, Tom Boder. Fotos: Fenix

 


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