Toml´s Legenden - Training und Ride & Eat Part 2:
Musste das Legendentraining im Frühjahr noch wegen Schlechtwetter abgesagt werden, wurde es am letzten August - Wochenende bei Sommerwetter und warmen Temperaturen endlich nachgeholt.
Als Legenden wurden heuer vom allseits bekannten Enduro-Bergbauer Pirolt Toml zwei bekannte Gesichter ausgesucht, welche in der Vergangenheit zu den schnellsten Fahrern in Österreich und Umgebung zählten, nämlich den Gailtaler Markus „Tische“ Tischhart und den Schladminger Daniel Stocker. Und eins kann verraten werden, beide ziehen noch ordentlich am Kabel, wenn es darauf ankommt.

Das Trainingswochenende versprach drei Tage lang Spaß ohne Stress, es waren alle Streckenteile inklusive der schweren Elemente bekannt aus den ÖEC-Rennen ganztägig befahrbar. Auch für die Kinder wurde gesorgt - auf der Wiese oberhalb des Hauses konnte sich die Jugend ganztägig austoben, am Samstagnachmittag wurden sogar Kinderrennen durchgeführt, wo großartige Leistungen von den Youngstern gezeigt wurden.

Die Strecke zeigte sich von ihrer besten Seite, aufgrund der Trockenheit hatte man überall perfekten Grip, sodass es eigentlich nirgendwo zur Staubildung kam. Nach den drei Tagen konnte sich niemand darüber beschweren, eventuell zu wenige Wurzeln oder Steine gesehen und befahren zu haben.

Am Samstag staunten nicht wenige, als kein geringerer als der GOAT of Hardenduro Graham Jarvis ins Fahrerlager einparkte und den Tag auch nutzte, um seine Elektro-JarvE um den Kurs zu scheuchen und einen Trainingstag in Kärnten zu verbringen.

Das Highlight des Tages war aber das bereits bekannte „Catch-Me-Rennen“, welches schon von den zwei vorangegangenen Veranstaltungen bekannt war.
Der Modus ist schnell erklärt: Der oder die Langsamsten starten als Erster auf den Parcour, die Schnellsten als Letzter. Toml konnte im Vorfeld den schnellen Kärntner Lorenz Steinkellner als Catcher anheuern, mit der Anwesenheit von Graham Jarvis wurde kurzerhand jedoch beschlossen, dass es heuer zwei Catcher geben sollte und die Beiden gleichzeitig zum Schluss loszulassen.

Es war wie immer die komplette Strecke zu absolvieren, alle schweren Elemente und am Ende das Bachbett zur Gänze von unten nach oben musste von jedem Teilnehmer befahren werden.
Als Extra-Schmankerl wurde die Ausfahrt aus dem Bachbett zum Ziel ein wenig verlegt, sodass der Schluss der schwierigste Abschnitt auf der ganzen Strecke war. Kaum jemand schaffte dies gänzlich ohne fremde Hilfe.

Die Catcher wurden fast 15 Minuten nach dem ersten Starter losgelassen und mussten sich durch das gesamte Feld kämpfen. Die Führung wechselte einige Male zwischen den beiden - als Führender ins Bachbett kam aber der stark fahrende Kärntner vor dem Engländer Jarvis. Bei der letzten Auffahrt ins Ziel aber, nahm sich Steinkellner einen kurzen Augenblick Zeit und nahm einen Schluck aus seinem Trinkrucksack.
Diesen Moment nutzte Graham Jarvis und zauberte mit höchster Fahrkunst, nahm eine Spur die eigentlich nicht vorhanden war und überholte Lorenz mitten im Steilhang, danach dauerte es noch einige Sekunden und der Brite kam als Erster ins Ziel und bewies auch am Schwarzlhof, warum er auch mit 51 Jahren noch zu den besten Extrem-Enduro-Fahrern der Welt gehört. Lorenz konnte den Steilhang noch alleine finishen, danach kam der Verkehr ein wenig ins Stocken, das Ergebnis lautet wie folgt:
1. Graham Jarvis
2. Lorenz Steinkellner
3. Christoph Kofler

An den Abenden wurde immer gemütlich gefeiert, die lauen Temperaturen und die traumhafte Verpflegung luden zu Benzingesprächen bis spät in die Nacht ein. Ich kann mich nur wiederholen: Wer den Wild-Grillteller noch immer nicht versucht hat, dem kann nicht mehr geholfen werden ;-)
Danke Toml und deiner Familie für die Durchführung einer so tollen und gemütlichen Veranstaltung, wir kommen auf jeden Fall wieder.
Infos: www.endurocup.at




Text: P.B. EART, Bilder: EART, Pirolt





