Bereits im April gab es die ersten Infos zu einem neuen Langstreckenenduro in Österreich. Das sogenannte „HYPE“ oder Hackis Ybbstal Panorama Enduro sollte ein Endurovevent über 2 Bezirke, 6 Gemeinden und einer Streckenlänge von 300km werden. Am Ende wurde leider weit weniger geboten als zu Beginn angekündigt...

 

0630 hype

 

Fairerweise muss man auch dazusagen, dass nach der ersten Information auf der Homepage, in der weiteren Ausschreibung bereits eine Sonderprüfung gestrichen werden musste und sich der Asphaltanteil der Runde erhöhen werde. Anfangs wurde von einer Endurorunde mit 80km geschrieben. In der Ausschreibung war nach unserer Information nur mehr von 75km mit 50% Gelände und 50% Güterwegen und öffentliche Straßen die Rede. Und in einem weiteren Infomail waren es dann nur noch 2 Sonderprüfungen. Man konnte sich allerdings auch noch vom Rennen abmelden!

Wir haben beim Veranstalter nachgefragt was denn los war. Anfangs wurde folgender Text veröffentlicht: „Ein neuer HYPE ist im Einzug. Um genau zu sein Hackis Ybbstal Panorama Enduro- HYPE. Um das Erlebnis Enduro in Österreich noch zu steigern, entschlossen wir uns die nächste Stufe von Enduroveranstaltungen zu erklimmen. Beeindruckt von „Stang – The Race“ wollen wir ein ähnliches kongeniales Rennen in unserer Region, rund um das Enduromekka Lunz am See, veranstalten."

Veranstalter Hacki Lechner: „Das war auch unsere Idee hinter dieser Veranstaltung. Wir hatten wirklich gewaltige Streckenteile eingeplant. Leider ist uns teilweise bis zu einem so kurzfristigen Zeitpunkt von nur 3 Tagen vor der Veranstaltung von den Behörden vieles gestrichen worden. Da gab es plötzlich Blumenwiesen, Schmetterlinge und Gelbbauchunken die ein Befahren von bestimmten Streckenteilen unmöglich machten. Auch die Kontrollen vor Ort waren eigentlich anders abgesprochen… Wir haben wirklich sehr gekämpft um diese Strecke durchzubringen, leider hat vieles nicht geklappt. Ich habe in meiner Laufzeit über 40 Rennen veranstaltet und nur zwei (davon ein Winterrennen wo es zu Problemen wegen Eisbildung kam) sind sozusagen „in die Hose gegangen“ Zusätzlich gab es noch einen tragischen Todesfall der aber mit der Veranstaltung selbst nicht in Zusammenhang steht.“

Fazit: Was am Ende von diesem Rennen übrig blieb war ein Asphaltanteil von wohl eher 60%. Vom Rest der Strecke bestand der Großteil aus Schotterstraßen und einem verhältnismäßig sehr kleinen Teil an richtigem Endurosport-Gelände. Leider ereignete sich dann auch noch ein tragischer Todesfall weshalb dieses Rennen dann letztlich komplett abgebrochen werden musste.

Hier wurde wohl mit Euphorie an eine Sache herangegangen die in der Qualität auf Grund von Behördenproblemen und zu geringem Informationsfluss ein Ende nahm, das bei vielen Fahrern für Unmut sorgte. Gefreut haben sich jene die mit größeren Sportenduros angereist waren. Für den Enduro-Sportfahrer war das wohl nix… Schade um die Idee.

Die Location, das Panorama und die Organisation betreffend Speis und Trank sowie Fahrerlager waren gut. Hacki Lechner gab an, er werde vorerst keine Rennen mehr veranstalten.

Trotzdem bleiben wir bei der Meinung: Hut ab für jeden, der eine Enduroveranstaltung plant und duchführt. Da steckt wirklich sehr viel Arbeit dahinter. Es kann auch einmal daneben gehen, die Fahrer sollten aber dennoch umfangreicher informiert werden. Auch kurzfristige Informationen sind per Veranstalter-Website heute kein Problem mehr.

Unser Beileid den Angehörigen des Verstorbenen.

 

Enduro-Austria


Die neuesten Artikel auf Enduro Austria:

2019 readmore 50