
Mit einer rund 730 Kilometer langen Anreise nach Piediluco (Terni/Italien) machte sich Mitte Juni das Team rund um Hans-Peter Musil gemeinsam mit den Nachwuchsfahrern Leonhard Hipp (26) und Dominik Gappitz (21) auf den Weg zum nächsten Lauf der Enduro-Europameisterschaft.
Bei hochsommerlichen Temperaturen warteten an beiden Renntagen jeweils rund fünf Stunden Fahrzeit auf die Teilnehmer. Neben den anspruchsvollen Transferetappen mussten zwei beziehungsweise drei Sonderprüfungen - ein Enduro- und ein Crosstest -absolviert werden. Alle drei Fahrer gingen in unterschiedlichen Klassen an den Start und zeigten trotz der extremen Hitze starke Leistungen und konnten großartige Ergebnisse erkämpfen:
Dominik Gappitz belegte in der Klasse J2 an beiden Renntagen den 14. Platz.
Leonhard Hipp erreichte in der Klasse E3 die Plätze 10 und 11.
Hans-Peter Musil fuhr in der Klasse Senior 40 an beiden Tagen als Dritter auf das Podest.

Alle drei Fahrer sammelten wichtige Punkte für die Europameisterschaft Gesamtwertung und konnten schlussendlich auf ein rundum erfolgreiches Rennwochenende in Italien zurückblicken.
Mitte September stehen die nächsten Läufe der Enduro-Europameisterschaft in Spanien auf dem Programm, ehe im Oktober das Saisonfinale in Deutschland ausgetragen wird.

Text und Fotos: Musil
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Alle Quellen: Enduro4you (Stand: Veröffentlichungsdatum)

Mountain Enduro 2026: Zwei super Endurotage in der heißesten Phase der Hitzewelle und ein komplett neues Hardenduroevent, bei dem sich Manuel Preuhs unangefochten den ersten Sieg holt. Für den überwiegenden Rest der Teilnehmer war es eher ein Kampf ums Überleben. Es war schlicht und ergreifend zu heiß.
Erstaunlich ist, dass die Hitze den Motorrädern nicht mehr viel ausmacht. Mittlerweile gibt es kaum noch kochende Bikes. Wenn man so 15 Jahre zurückdenkt war das alles anders. Jetzt ist der Fahrer mehr oder weniger die Schwachstelle. Das führt dann irgendwann bei jedem zum Gedanken, ob ein Badbesuch am Wochenende nicht auch eine Option gewesen wäre. Aber erst einmal zurück in das Fahrerlager auf ein kühles Bier.

Die Trainingstrecke war Top!
Die Strecke war großteils wie die der letzten Veranstaltungen. Schwierige Stellen konnte man umfahren und es war alles ausgesprochen gut ausgeschildert. Eine Runde hatte ca. 15 Kilometer und war bei flotter Fahrweise auf der schwierigen Spur in 45 Minuten zu bewältigen. Positiv war auch, dass die Strecke durch den nicht vorhandenen Rennmodus wesentlich weniger leidet und sich die Löcher erst viel später ausfahren. Es war auch nicht viel los am Track. Bei dieser langen Strecke verteilen sich die Fahrer ganz gut.

Hardenduro Qualifikation:
Die meisten Teilnehmer wollten einfach entspannt Enduro fahren und hatten nicht vor, sich beim Hardenduro zu quälen. Der minimale Preis von 20 Euro für das Rennen hat dennoch dafür gesorgt, dass 77 Fahrer die Qualifikation bestritten um den eigenen Standort zu bestimmen. Für die Strecke hat man sich einiges einfallen lassen. Außerdem war sie räumlich komplett getrennt von der Trainingsstrecke gegenüber des Gasthofes Furtner, wo früher immer die Sonderprüfung war.

Schon die Quali war relativ anspruchsvoll, und gleich nach dem Start wartete ein senkrechter Steilhang, bei dem so mancher Fahrer umgedreht hat. Der Mittelteil war steil, aber fahrbar, und zum Schluss gab es noch einen senkrechten Abhang. Dieser Abhang war ziemlich böse, was die besten Fahrer aber nicht daran hinderte, blind über die Kante runterzuspringen. Unglaublich!
Die besten 50 haben sich für das Hauptrennen qualifiziert. Schnellster war Manuel Preuhs vor Lukas Hofer und Philipp Schneider.

Das Hardendurorennen:
Beim Aufstellen zum Start hatten die Veranstalter richtig Mühe, die Fahrer zusammenzutrommeln. Keiner wollte sich in die brütende Hitze begeben. Mit der Ankündigung eines Freibiers im Ziel kamen die restlichen dann doch noch angeflogen. Das Rennen war dann in die entgegengesetzte Richtung des Prologs, und der Start erfolgte gerechterweise nach Qualifikationsergebnis hintereinander, was Manuel Preuhs gleich nutzte, um sich vorne abzusetzen und mit einem weitgehend fehlerlosen Rennen nach 17 Runden und 2h 4min Fahrzeit überlegen zu gewinnen.
Zweiter wurde ebenso unangefochten Lukas Hofer vor dem Vorarlberger Hardendurohaudegen Philipp Schneider, der sich nach anfänglichen Positionskämpfen Platz 3 sichern konnte. Im Gegensatz zum hochkarätigen Spitzenfeld gab es doch einige, denen in Runde 1 oder 2 der Gedanke der Ankündigung eines Freibiers wieder in den Kopf kam. Der Rest des Rennens wurde dann bei bester Laune als Zuschauer verbracht.

Ergebnis:
1. Preuhs Manuel
2. Hofer Lukas
3. Schneider Philipp
4. Gradwohl Tim
5. Wartecker Ralf
6. Vollnhofer Fabian
7. Grafenauer Gregor
8. Fölk Simon
9. Bleiner Lukas
10. Schönfelder Samuel
Manuel Preuhs zu seinem Sieg: Mir sind heute 2 super Fahrten gelungen. Die Qualirunde habe ich sehr gut erwischt. Dadurch brauchte ich keine weitere Runde und konnte Kräfte sparen. Das Rennen habe ich mit hohem Tempo begonnen und mich ab der 2. Runde sehr darauf konzentriert, sauber zu überrunden, um einen kleinen Vorsprung aufzubauen. Beim Rest des Rennens habe ich wegen der hohen Temperatur versucht, fehlerlos zu fahren und mir die Kräfte einzuteilen, was mir erfreulicherweise sehr gut gelungen ist.

Fazit:
Der Plan, das Mountain Enduro als Training und nicht als Rennen zu veranstalten, hat sich recht gut bewährt. Das bringt viel mehr Lockerheit, weil es für fast alle nur mehr um den Spaß geht. Die kleine Gruppe der Hardenduro-Racer hatte so auch ihren Spaß, und für das Rennen hat man sich viel angetan.
Dass es gut ankommt, merkt man an der Stimmung im Fahrerlager und auch daran, dass etliche Teilnehmer von sehr weit her angereist sind. Nächstes Jahr bestimmt wieder. Hoffentlich ist es dann etwas kühler und der Lockruf des Freibades wird uns nicht so verführerisch vom 2. Fahrtag abhalten.
Link: https://www.mountainenduro.at/
Bericht: Enduro-Austria, Fotos: Mountainenduro, Video: Alexander Resch
Wien / Sibiu, 30. Juni 2026 – Der bayerische Hard Enduro Superstar Manuel Lettenbichler holte bei der 30. Ausgabe des legendären Rennens in der österreichischen Steiermark mit seinem fünften Sieg in Folge die maximale Punktzahl von 2.000 Punkten. Die E-Bikes bewiesen am Iron Giant erstmals, dass sie in der Hard Enduro Weltspitze wettbewerbsfähig sind. Eine Reihe von Optimierungen auf der Website sorgen für mehr Transparenz und die Arbeitsgruppe wird in der Kategorie der Top-Fahrer mit Manuel Lettenbichler und Cody Webb prominent besetzt.
Das 30. Red Bull Erzbergrodeo war ein Erfolg auf ganzer Linie. 1.125 Starter nahmen den Kampf mit dem „Iron Giant“ auf und wollten beweisen, dass sie härter sind als der Stahl, aus dem der Berg geschmiedet ist, den jeder Hard Enduro Fahrer weltweit einmal bezwingen möchte! Am Ende schafften es von den 500 Startern des Main Events 15 innerhalb der 4 Stunden Renndauer bis zur vom Mastermind Karl Katoch geschwenkten Zielflagge!
Der Red Bull KTM Werksfahrer Manuel Lettenbichler schrieb mit seinem 5. Erfolg beim weltweit prestigeträchtigsten Eintages-Hard-Enduro-Rennen Geschichte und zog mit den Legenden Graham Jarvis und Taddy Blazusiak gleich. Im kommenden Jahr hat der Bayer aus Kiefersfelden somit die Chance, den alleinigen Rekord mit einem weiteren Sieg in Eisenerz zu ergattern.
Erstmals 2.000 Punkte
Und da das Erzbergrodeo die Kategorie „Supreme“ innehat, wurden im Hard Enduro World Ranking erstmals 2.000 Punkte für den Sieg vergeben. Manuel zementierte mit diesem weiteren Sieg seinen aktuell ersten Platz im Ranking und liegt - nach einem zwischenzeitlichen dritten Platz beim Silver Kings in den USA - nun mit 5.240 Punkten knapp 1.000 Punkte vor dem Zweitplatzierten Trystan Hart. Der Kanadier wurde sowohl beim Erzbergrodeo als auch beim Silver Kings auf seiner KTM Zweiter. Der 23-jährige Brite Mitch Brightmore schaffte es am Iron Giant auf seiner GASGAS auf den 5. Platz, konnte mit dem Silver Kings erstmals ein Rennen der HEWC gewinnen und schob sich mit diesen exzellenten Ergebnissen weiter auf den aktuell vierten Platz im Ranking.

Elektrisch betriebene Bikes auf Top-Niveau konkurrenzfähig
Nach der Dominanz beim Rocket Ride, bei dem das gesamte Podium mit Fahrern auf den elektrisch betriebenen Stark Future besetzt war, schaffte es der Schwede Eddie Karlsson beim Main Event des Erzbergrodeos aus seiner Stark Future nicht nur ins Ziel, sondern mit dem neunten Platz auch in die Top 10. Darüber hinaus pilotierte Legende Graham Jarvis den ebenfalls elektrisch angetriebenen Prototypen seiner neuen Eigenmarke Jarv-E auf den 10. Platz. Somit wurde der Nachweis erbracht, dass E-Bikes selbst beim härtesten Eintagesrennen im Hard Enduro nun auch in der Weltspitze konkurrenzfähig sind.

Weitere Optimierungen auf der Website
Zwischenzeitlich wurde - wie angekündigt - die Website www.enduroworldranking.com wesentlich optimiert. Im Herzstück des Rankings gibt es unter Season Ranking folgende Verbesserungen:
Es wird die zum jeweiligen Zeitpunkt gesamte Anzahl der Fahrer, der Nationen und der Rennen ausgewiesen
Beim Klick auf einen Fahrer wird nicht nur die Gesamtpunktzahl angezeigt, sondern darüber hinaus, welche Resultate bei welchem Rennen (inkl. Ausweisung der Kategorie) wie viele Punkte gebracht haben
Es lassen sich nun nach einzelnen Nationen filtern, sodass die Fahrer zu jedem Zeitpunkt sehen, wo sie im nationalen Vergleich stehen
Ebenso wurde die Ansicht der Events optimiert:
Die Events werden in der Reihenfolge nach Monaten sortiert und per Klick auf den jeweiligen Events werden die Details angezeigt. Auch hier gibt es nun die Möglichkeit, nach Nation zu filtern, sodass man sich als Fahrer die anstehenden Rennen im eigenen Land oder den umliegenden Ländern anzeigen lassen kann. Darüber hinaus lässt sich die Liste auch nach den Klassen / Kategorien filtern. Die bereits erfolgten Rennen werden am Ende der Seite gelistet
Bislang nahmen im Hard Enduro World Ranking 1.864 Fahrer aus 40 Nationen in 16 Rennen teil
Arbeitsgruppe in konkreter Planung
Wir werden jedoch nicht nur die Website kontinuierlich verbessern, sondern das Hard Enduro World Ranking insgesamt nachhaltig verbessern. Der Sport des Hard Enduro ist ein komplexer Sport, dessen Potential bislang für alle Beteiligten noch nicht erschlossen und genutzt worden ist. Mit dem Hard Enduro World Ranking sind wir auf dem besten Weg, dieses Potential für alle immer besser nutzbar zu machen: Für die Fahrer, die Events, die Industrie, die Partner und die Medien. Um diese komplexe Welt des Hard Enduro bestmöglich und zeitgemäß zu durchdringen, im Detail zu verstehen und für alle Beteiligten bestmögliche Lösungen zu finden, wird eine Arbeitsgruppe einberufen. Diese Arbeitsgruppe besteht aus:
WERA (World Enduro Riders Association) / Topfahrern
Nachwuchsfahrern
Motorradindustrie
Veranstalter
Motorsport-Verbände (FIM, AMA usw.)

Prominentester Vertreter in der Arbeitsgruppe wird der Serien-Weltmeister und Erzbergrodeo-Gewinner Manuel Lettenbichler sein.
Manuel Lettenbichler: “Ich bin auch bei der Arbeitsgruppe gerne mit 100% dabei, weil ich denke, dass es eine großartige Möglichkeit ist, unseren Sport größer und besser zu machen. Wir als Fahrer sehen jetzt schon eine Menge positiver Dinge im Hard Enduro World Ranking und wir können die globale Hard Enduro Szene hier vereinen. Wir haben hier eine Gelegenheit, zusammen etwas wirklich einzigartiges schaffen zu können und ich glaube, das braucht der Sport auch aktuell. Das Ranking bringt auch für die Nachwuchsfahrer einige Vorteile. So können sie zum Beispiel auch sehen, wo sie sich im nationalen Vergleich befinden. Aber auch für die Veranstalter von Events stellt das Hard Enduro World Ranking eine Gelegenheit dar, sich schon durch die globale Sichtbarkeit massiv weiterzuentwickeln. Es wird auch eine Motivation für viele unter den Veranstaltern sein, sich noch weiter zu verbessern, um mit dem Erreichen einer höheren Kategorie im Ranking als Event noch mehr Bedeutung zu bekommen.”
Auch Nordamerika erhält einen ersten Vertreter und mit Cody Webb einen erfahrenen Spezialisten.
Cody Webb: “Ich bin sehr gerne dabei, denn ich promote unseren Sport aus Überzeugung. Ich bin jetzt ja auch ein bisschen älter, weiser und erfahrener. Nun gut, nicht so wie Graham, aber immerhin. Ich möchte den Sport wachsen sehen und diese Aufgabe in der Arbeitsgruppe wird daher sehr interessant sein.”

Die nächsten Rennen im Hard Enduro World Ranking Kalender
Ditrocks Hard Enduro in Rumänien (16.-19. Juli 2026, Challenger Kategorie)
Red Bull Romaniacs in Rumänien (28. Juli - 1. August 2026) -> Kategorie Supreme!

Martin Freinademetz, das Mastermind der Red Bull Romaniacs, teilt einige Einblicke zur bevorstehenden 23. Ausgabe der härtesten Hard-Enduro-Rally der Welt und zum Hard Enduro World Ranking:
„Das Team von Red Bull Romaniacs lebt Hard Enduro über das ganze Jahr hinweg. Mehr als 25 Track Manager sind aktuell dabei, über 1.000km Streck für 9 verschiedene Klassen zu gestalten. 58 Nationen werden vertreten sein und die Startplätze in allen Klassen sind vergeben. Hard Enduro weiten wir bei den Romaniacs auf die Adventure Bikes aus und auch diese Klassen sind in Qualität und Quantität exzellent besetzt. Und Graham Jarvis wird der erste sein, der sich auf seiner elektrischen Jarv-E der Gold Klasse stellt. Seit nunmehr 23 Jahren haben wir jedes Jahr immer wieder den Anspruch, die Dinge noch besser zu machen und geben den Fans auch in Live-Übertragungen die Möglichkeit, diese Fortschritte und die Racing Action direkt mitverfolgen zu können. Mit dem Hard Enduro World Ranking wollen wir auch weitere Veranstalter motivieren, ihre Events auf das höchstmögliche Niveau weiterzuentwickeln.“
Hard Enduro World Ranking Top 10 - Stand nach 16 Rennen
Manuel Lettenbichler (D, KTM) 5.240
Trystan Hart (CAN, KTM) 4.260
Mario Román (E, Husqvarna) 3.884
Mitch Brightmore (UK, GASGAS) 3.860
Teodor Kabakchiev (BG, Sherco) 3.680
Ashton Brightmore (UK, GASGAS) 2.580
Ryder Leblond (USA, Husqvarna) 2.293
James Moore (ZA, Beta) 2.275
Eddie Karlsson (S, Stark) 2.184
Matthew Green (ZA, KTM) 1.998
Links:

Photos © Red Bull Erzbergrodeo / Red Bull Romaniacs / Red Bull Content Pool / Philipp Platzer
Press Kit: motomedia.at

AUNER HardEnduroSeries Germany: Reisersberg schreibt Geschichte – Henry Strauss gewinnt das 50. Rennen der Serie, Endurosprint feiert erfolgreiche Premiere
Mit dem Jubiläumswochenende im bayerischen Reisersberg schrieb die AUNER HardEnduroSeries Germany ein weiteres Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. Am vergangenen Wochenende fand im Hexenkessel das 50. Rennen der Seriengeschichte statt – gleichzeitig feierte die Serie erstmals eine Doppelveranstaltung mit zwei eigenständigen Meisterschaftsläufen.
Nach zunächst verhaltenen Anmeldezahlen füllte sich das Starterfeld in den letzten Tagen vor der Veranstaltung noch deutlich. Am Ende gingen an beiden Renntagen über 100 Fahrer an den Start und sorgten für ein würdiges Jubiläum der Serie.
Zur größten Herausforderung entwickelte sich allerdings nicht nur die anspruchsvolle Strecke, sondern vor allem das Wetter. Bei Temperaturen von bis zu 35 Grad Celsius erlebten Fahrer, Helfer und Zuschauer das bislang heißeste Rennwochenende der HESG-Geschichte.
Der veranstaltende MCC Reisersberg hatte sich gemeinsam mit der HESG-Organisation intensiv auf die extremen Bedingungen vorbereitet und zahlreiche Maßnahmen zum Hitzeschutz umgesetzt. Entlang der Strecke standen an zwei Stellen Wasserschläuche bereit, an denen sich die Fahrer während des Rennens abkühlen konnten. Zusätzlich stellte die HESG-Organisation im Start- und Zielbereich kostenlos Trinkwasser zur Verfügung.
Dank dieser Maßnahmen verlief das gesamte Wochenende trotz der außergewöhnlichen Temperaturen weitgehend problemlos. Bis auf einen hitzebedingten Zwischenfall konnten alle Wettbewerbe wie geplant durchgeführt werden.

Fakten, Hardenduro im Hexenkessel Reisersberg 27./28.06.2026
Wetter: 35 Grad, sonnig
ACE Bikes Prolog Award Sieger: Henry Strauss (KTM)
Sieger Samstag: Henry Strauss (KTM)
Sieger Sonntag: Henry Strauss (KTM)
Champion Öl Fastest Lap Samstag: Leon Hentschel (Beta), 13:39,995
Champion Öl Fastest Lap Sonntag: Henry Strauss (KTM), 01:53,404
Sportlich wartete das Jubiläumswochenende gleich mit zwei völlig unterschiedlichen Herausforderungen auf die Teilnehmer. Während am Samstag der klassische HESG-Rennmodus mit ACE Bikes Prolog Award, Gruppenrennen und Finale ausgetragen wurde, stand am Sonntag erstmals ein Endurosprint mit gewertetem Extremtest und Zeitkontrollen auf dem Programm.
Besonders das große Finale am Samstag verlangte den Fahrern alles ab. Ein neu integriertes, äußerst anspruchsvolles Steinfeld entwickelte sich schnell zu einer der Schlüsselstellen der Strecke und sorgte für spektakuläre Szenen sowie zahlreiche Positionskämpfe.
Abgerundet wurde das Jubiläumswochenende schließlich am Samstagabend mit der Veranstaltung „HESG 50 Races – Evening of Legends“. Gemeinsam mit Fahrern, Teams, Partnern und langjährigen Wegbegleitern blickte die Serie auf ihre ersten 50 Rennen zurück und präsentierte einen Highlightfilm mit den emotionalsten Momenten der HESG-Geschichte.
ACE Bikes Prolog Award: Henry Strauss setzt erste Bestmarke im Jubiläumsrennen
Pünktlich um 8:30 Uhr begann das Jubiläumswochenende mit dem ACE Bikes Prolog Award. Bei zu diesem Zeitpunkt noch vergleichsweise angenehmen Temperaturen gingen die Fahrer auf den kurzen, aber technisch anspruchsvoll angelegten Prolog, der wie gewohnt über die Startplätze für die Gruppenrennen entschied.
Als erster Spitzenfahrer eröffnete Henry Strauss den Kampf gegen die Uhr und setzte direkt ein Ausrufezeichen. Der KTM-Pilot absolvierte seine Runde nahezu fehlerfrei und blieb mit seiner Bestzeit als einziger Fahrer unter der Zwei-Minuten-Marke.
Im weiteren Verlauf versuchten zahlreiche Konkurrenten, die Vorgabe des Gesamtführenden zu unterbieten – ohne Erfolg.
Serienrekordsieger Leon Hentschel fuhr auf den zweiten Platz und sorgte damit gleichzeitig dafür, dass sich die beiden Titelrivalen in den Gruppenrennen zunächst aus dem Weg gehen konnten. Die Ausgangslage für den weiteren Renntag versprach somit bereits früh spannende Duelle im späteren Finale.
Für eine starke Vorstellung sorgte außerdem Gaststarter Ramon Bregoli. Der Italiener komplettierte mit Rang drei das Prolog-Podium und unterstrich bereits am Morgen, dass mit ihm im weiteren Rennverlauf jederzeit zu rechnen sein würde.

Gruppenrennen: Strauss und Hentschel geben sich keine Blöße
Bereits um 10:15 Uhr wurde das erste Gruppenrennen gestartet. Aufgrund der in Reisersberg vorgesehenen 90-minütigen Mittagspause begann das Programm etwas früher als bei den bisherigen Saisonläufen.
Für die ersten Schwierigkeiten sorgte ein schräg verlaufender Hang, an dem sich in den Anfangsrunden einige Fahrer festfuhren. Mit zunehmender Renndauer fuhr sich die Passage jedoch immer besser ein, sodass sich der Rennfluss deutlich verbesserte.
An der Spitze ließ Henry Strauss dagegen von Beginn an keinen Zweifel aufkommen. Der Tabellenführer spulte Runde für Runde souverän ab und kontrollierte das Rennen über die komplette Distanz. Am Ende sicherte er sich einen ungefährdeten Sieg vor Arvid Meyer, der erneut eine starke Leistung auf seiner Stark Varg zeigte. Rang drei ging an Luca Kropitsch, der damit ebenfalls eine hervorragende Ausgangsposition für das Finale herausfuhr.
Zum zweiten Gruppenrennen hatten die Temperaturen nochmals deutlich angezogen und stellten die Fahrer nun vor eine zusätzliche körperliche Herausforderung. Dennoch entwickelte sich auch hier ein hochklassiger Wettkampf.
An der Spitze setzte sich Leon Hentschel früh vom Feld ab und feierte einen souveränen Sieg. Für eine der stärksten Leistungen des Tages sorgte jedoch Max Eppelmann. Der Talentpool-Fahrer überzeugte mit einem konstant schnellen Rennen und sicherte sich verdient den zweiten Platz vor Marc Wulf, der nach seiner verletzungsbedingten Pause ein gelungenes Comeback feierte und sich ebenfalls direkt für das Finale empfahl.
Für den abschließenden Showdown qualifizierten sich aus beiden Gruppenrennen jeweils die besten 25 Fahrer. Ergänzt wurde das Finale durch die Gaststarter, die innerhalb dieser Platzierungen lagen.
Für eine kleine Sensation sorgte dabei Loris Solbrig. Der junge ACE Bikes KTM-Pilot brachte seine 85ccm-Maschine erstmals überhaupt ins Finale der AUNER HardEnduroSeries Germany und unterstrich damit einmal mehr sein großes Talent. Gleichzeitig feierte er einen weiteren Sieg in der 85ccm-Klasse und sicherte sich damit bereits vorzeitig den Meistertitel.
In der Damenwertung setzte sich erneut Julia Bittner durch. Die Titelverteidigerin verwies Dorothea Maaz auf den zweiten Platz und baute ihre starke Saison weiter aus.
Finale: Henry Strauss gewinnt das historische 50. Rennen der AUNER HardEnduroSeries Germany
Um 16:30 Uhr fiel schließlich der Startschuss zum großen Finale und damit zum 50. Rennen der Geschichte der AUNER HardEnduroSeries Germany. Aus der ersten Startreihe nahmen die beiden Titelrivalen Henry Strauss und Leon Hentschel das Rennen in Angriff. Schon vor dem Start war klar, dass die Zuschauer trotz der hochsommerlichen Temperaturen einen packenden Kampf um den Jubiläumssieg erleben würden.
Den besseren Start erwischte zunächst Leon Hentschel, der nach der ersten Runde als Führender in den Start- und Zielbereich zurückkehrte. Bereits auf dieser ersten Runde kam es jedoch zu einer strittigen Szene, die im Anschluss an das Rennen für Diskussionen sorgte.
Wie sich nach dem Rennen herausstellte, war an einer Streckenpassage offensichtlich ein Absperrband nach den Gruppenrennen nicht korrekt für das Finale umgebaut worden. Dadurch befuhr Henry Strauss an dieser Stelle unbeabsichtigt die kürzere Linie. Der Rennleiter des MCC Reisersberg reagierte jedoch sofort, hielt Strauss unmittelbar danach kurz an und ließ ihn erst anschließend das Rennen fortsetzen. Durch diese Maßnahme entstand dem KTM-Piloten kein sportlicher Vorteil. Dennoch sorgte die Situation im Nachgang – passend zu den hochsommerlichen Temperaturen – für hitzige Diskussionen.
Auf der Strecke ließ sich Strauss davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Bereits in der zweiten Runde übernahm der X-GRIP-Pilot die Führung und setzte sich in den folgenden Umläufen leicht von Hentschel ab.
In der Schlussphase startete Hentschel zwar noch einmal eine Aufholjagd und verkürzte den Rückstand bis auf rund sechs Sekunden, doch zu einem Angriff auf die Spitze reichte es nicht mehr. Nach einer starken Vorstellung brachte Henry Strauss seinen Vorsprung souverän ins Ziel und sicherte sich damit den Sieg beim historischen 50. Rennen der AUNER HardEnduroSeries Germany.
Platz zwei ging an Leon Hentschel, während Matthis Millich mit einer konstant starken Leistung das Gesamtpodium als Dritter komplettierte.
In der X-GRIP-Juniorenklasse setzte sich Gaststarter Leon Volland durch. Der schnelle Nachwuchsfahrer kündigte bereits an, in der Saison 2027 wieder regelmäßig an der AUNER HardEnduroSeries Germany teilnehmen zu wollen.
Die Amateurwertung gewann Jakob Blazovich, während sich Kai Uebe einmal mehr den Sieg in der Seniorenklasse sicherte und damit seine starke Saison fortsetzte.
In der HESG-E ging der Tagessieg an Peter Fakler. Er profitierte ebenso wie Arvid Meyer von der Abwesenheit von Eric Seifert und sammelte wichtige Meisterschaftspunkte im Kampf um den Titel.
HESG 50 Races – Evening of Legends: Gelungener Jubiläumsabend zum 50. Rennen
Im Anschluss an das historische 50. Rennen der AUNER HardEnduroSeries Germany folgte am Samstagabend bei weiterhin hochsommerlichen Temperaturen der kleine Festakt „HESG 50 Races – Evening of Legends“.
Durch den Abend führten Serienchef Denis Günther und Marcel Teucher, die bereits von den Meisterehrungen zum Saisonende als Moderatoren bekannt sind. Gemeinsam blickten sie auf die Entwicklung der AUNER HardEnduroSeries Germany und erinnerten an zahlreiche Höhepunkte aus den bisherigen 50 Rennen der Seriengeschichte.
Neben einem Rückblick auf die vergangenen Jahre standen auch mehrere Interviews mit aktuellen und ehemaligen Fahrern auf dem Programm. Dabei berichteten die Gäste über ihre persönlichen Erlebnisse und prägenden Momente innerhalb der Serie.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Premiere eines neuen Highlightfilms, der die emotionalsten und spektakulärsten Momente der ersten 50 Rennen zusammenfasst. Das rund zehnminütige Video wurde erstmals den Gästen der Jubiläumsveranstaltung präsentiert und wird in den kommenden Tagen auf den offiziellen Kanälen der AUNER HardEnduroSeries Germany veröffentlicht.

Premiere geglückt: Endurosprint sorgt für neuen Impuls in der AUNER HardEnduroSeries Germany
Nach dem Jubiläumsabend stand am Sonntag der zweite Meisterschaftslauf des Wochenendes auf dem Programm. Erstmals in der Geschichte der AUNER HardEnduroSeries Germany wurde dabei ein klassischer Endurosprint mit Zeitkontrollen und einem gewerteten Extremtest ausgetragen.
Im Vorfeld waren viele Fahrer dem neuen Format noch mit einer gewissen Skepsis begegnet. Nach dem Renntag fiel das Fazit jedoch durchweg positiv aus. Besonders die Kombination aus klassischem Enduro, Zeitkontrollen und Hardenduro-Elementen fand großen Anklang. Lediglich der Extremtest hätte aus Sicht vieler Teilnehmer etwas länger ausfallen können – eine Erfahrung, die die Organisatoren für die Weiterentwicklung des Formats in den kommenden Jahren mitnehmen möchten.
Sportlich musste der Renntag ohne Leon Hentschel stattfinden, der am Sonntag nicht mehr an den Start ging. Dadurch bot sich Tabellenführer Henry Strauss die Chance, seinen Vorsprung in der Meisterschaft weiter auszubauen – und genau diese Gelegenheit nutzte der X-GRIP-Pilot eindrucksvoll.
Strauss präsentierte sich über den gesamten Renntag in Bestform und setzte in allen sechs gewerteten Extremtests die schnellste Zeit. Mit dieser souveränen Leistung sicherte er sich nicht nur den Tagessieg, sondern feierte gleichzeitig bereits seinen vierten Saisonsieg und baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus.
Hinter dem dominierenden Sieger entwickelte sich jedoch ein spannender Kampf um die weiteren Podestplätze. Besonders Luca Kropitsch zeigte einen beeindruckenden Renntag. Der Österreicher steigerte sich von Runde zu Runde und sicherte sich nicht nur den Sieg in der X-GRIP-Juniorenklasse, sondern fuhr gleichzeitig auf den hervorragenden zweiten Platz im Championat.
Nur hauchdünn dahinter komplettierte Matthis Millich das Gesamtpodium. Dem Talent des BETA Hardenduro Germany Teams fehlten am Ende nicht einmal zwei Sekunden, um Kropitsch noch von Rang zwei zu verdrängen.
In der Amateurklasse setzte sich Gaststarter Markus Schinkinger durch. Die Damenwertung gewann erneut Julia Bittner, während Kai Uebe einmal mehr die Seniorenklasse für sich entschied. Mit Gesamtrang 11 unterstrich der Titelverteidiger dabei eindrucksvoll seine starke Form.
Dramatisch verlief der Renntag dagegen in der HESG-E. Lange Zeit lag Peter Fakler aussichtsreich im Rennen, ehe ihn ein technischer Defekt im Extremtest wertvolle Zeit kostete. Mehr als zehn Minuten gingen dadurch verloren und alle Hoffnungen auf den Tagessieg waren dahin.
Davon profitierte Arvid Meyer, der sich den Sieg in der Elektroklasse sicherte und wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft sammeln konnte.
Denis Günther (Serienorganisation AUNER HardEnduroSeries Germany):
„Zunächst möchten wir uns ganz herzlich bei allen Helfern des MCC Reisersberg sowie unserem gesamten HESG-Organisationsteam bedanken. Trotz der extremen Temperaturen haben alle Beteiligten hervorragende Arbeit geleistet und dafür gesorgt, dass wir ein rundum gelungenes Jubiläumswochenende durchführen konnten.
Für uns war es ein echtes Mega-Wochenende. Es hat einmal mehr gezeigt, wie gut die Zusammenarbeit innerhalb der Organisation auch unter außergewöhnlichen Bedingungen funktioniert.
Ein großes Dankeschön gilt außerdem allen Fahrern, die trotz der Hitze den Weg nach Reisersberg gefunden haben. Besonders positiv war zu sehen, dass jeder sehr verantwortungsvoll mit der Situation umgegangen ist. Wer gemerkt hat, dass es körperlich zu anstrengend wurde, hat lieber kurz pausiert, anstatt unnötige Risiken einzugehen. Genau dieses verantwortungsbewusste Verhalten hat sicherlich dazu beigetragen, dass wir das gesamte Wochenende trotz der Rekordtemperaturen nahezu problemlos durchführen konnten.
Jetzt freuen wir uns bereits auf die nächsten Läufe der Saison und darauf, den Schwung aus diesem besonderen Jubiläumswochenende mit nach Meltewitz zu nehmen.“
Sommerpause bis Meltewitz
Nach dem erfolgreichen Jubiläumswochenende in Reisersberg geht die AUNER HardEnduroSeries Germany nun in ihre wohlverdiente Sommerpause.
Erst am 13. September 2026 wird die Meisterschaft mit dem nächsten Lauf in Meltewitz fortgesetzt. Bis dahin können Fahrer, Teams und Helfer die vergangenen intensiven Rennwochen Revue passieren lassen und die Sommermonate genießen, ehe es im Herbst in die entscheidende Phase der Saison geht.
Mit dem historischen 50. Rennen, der erfolgreichen Premiere des Endurosprints und einem rundum gelungenen Jubiläumswochenende im Hexenkessel Reisersberg hat die AUNER HardEnduroSeries Germany einen weiteren Meilenstein ihrer Geschichte geschrieben. Nun richtet sich der Blick bereits auf Meltewitz, wo der Kampf um die Meisterschaft in allen Klassen in die nächste Runde geht.
Aktuelle Informationen zur AUNER HardEnduroSeries Germany sind jederzeit auf www.hardenduro-germany.de sowie in den sozialen Medien verfügbar.
PA: DG Design, Fotos: Michel238pic/Michel Kuchel
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Quellen: Auner www.auner.at
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