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Nicht umsonst war die heurige 7. Auflage des mittlerweile gut bekannten Klassikers „The Land of the Wolf“ innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Die traumhafte Landschaft sowie die perfekte Organisation sind ein Garant für eine herrliche Zeit und so haben sich letztes Wochenende um die 400 Teilnehmer in dem kleinen Örtchen Kunovac Kupirovački eingefunden um gemeinsam ein Hardenduro-Weekend zu feiern! Wie immer gab es drei Wertungsklassen, so konnte sich jeder zwischen Gold, Silber und Bronze entscheiden, ob die persönliche Einschätzung richtig gewesen ist, sollte sich dann am Sonntag zeigen. Einzig die Wetterprognosen im Vorfeld trieben einige Sorgenfalten in die Gesichter der Fahrer und Organisatoren, so waren für das gesamte Wochenende Gewitter gemeldet, doch es sollte nicht ganz so schlimm werden…

Am Freitag gab es wieder die Möglichkeit für ein gezeitetes Prologtraining, wo sich jeder Teilnehmer perfekt auf die Strecke einstellen konnte. Um die Mittagszeit zog zwar ein Schauer über die kroatische Landschaft, das Training konnte dann aber bei besten Grip ein wenig verspätet gestartet werden. Am Abend gab es dann schon die ersten gröberen Fahrerlagerpartys, in der Nacht von Freitag auf Samstag zog ein heftiges Gewitter über die Gegend, das seinesgleichen suchte.

Samstagvormittag war das Wetter wieder gut. Wenn die Sonne zum Vorschein kam, war es sofort wieder heiß und so konnte die offizielle Qualifikation für die Startreihenfolge gestartet werden. Der nächtliche Regen hat der Strecke nicht geschadet und so wurden die Teilnehmer je zweimal auf den Kurs gelassen um ihre persönliche Bestzeit zu finden. Die Schnellsten schafften dies in ca. 11 Minuten, die Runde war durchaus auf der schnellen Seite mit einigen Auf- und Abfahrten, Bachbett und Singletrails war für jeden etwas dabei. Die schnellsten Fahrer jedes Landes wurden am Abend mit einem Award ausgezeichnet, für Österreich holte sich diese Trophäe der Kärntner Manuel Isopp, welcher in der zweiten Runde noch den zweiten schnellen Kärntner Florian Salbrechter in die Schranken weisen konnte. Und wieder startete die kroatische Nachtschicht, wenn auch weniger intensiv wie am Vortag.

 

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Sonntag ist Renntag, der Regen blieb gottseidank aus, der Nebel hing tief und man konnte sich auf einen rutschigen Untergrund gefasst machen. Gestartet wurde nach dem Ergebnis des Vortages, klassenweise wurden die Rider auf den Kurs gelassen. Zu bewältigen waren 18 Checkpoints, für die Goldklasse waren dies 49km, für Silber und Bronze immerhin noch um die 43km, zur Hälfte gab es wie immer einen perfekt organisierten Tankstopp.

Erfahrungsbericht Paul Bernsteiner E.A.R.T. (Silberklasse):

„Dank einer recht guten Qualizeit bin ich in meiner Klasse ziemlich zu Beginn auf die Strecke geschickt worden, doch schon bald drängten von hinten andere Fahrer nach, sodass ich meine Geschwindigkeit erhöhen musste und sofort in einen Pulsbereich gekommen bin, den ich so Früh eigentlich nicht erreichen wollte und dadurch Fehler machte. Bis zum Checkpoint 12 war die Silberstrecke separat geführt, es waren einige anspruchsvolle aber traumhafte Stücke enthalten, aber nichts wirklich Grausiges.

So konnte ich bei den anspruchsvolleren Streckenteilen immer wieder einige Positionen gutmachen, in der Mitte des Rennens war ich in Topform und so richtig im Flow. Ab CP 12 war auch für uns die Goldspur verpflichtend zu fahren, ab da wurde es natürlich um einiges anstrengender. Steile Abfahrten, gespickt mit herrlichen Waldauffahrten und enge Bachbette wechselten sich ab. Speziell die immer wieder auftretenden Steinstufen in allen Variationen von niedrig bis hoch konnten an die Substanz gehen, wenn man diese nicht gleich beim ersten Mal geschafft hat. Kurz vor Rennende war ich mit meiner Kondition schon ziemlich am Limit, ich konnte dann aber auch die letzten Hindernisse relativ gut bewältigen, bei der bekannten Steinstufe bei CP 16 auf den Weg hinauf, musste ich meine Sherco so richtig fliegen lassen und schickte sie ohne mich über die Kante, alles besser als noch einmal anfahren zu müssen! Nach 3h und 11Min. konnte ich trotz der anfänglichen Schwierigkeiten zufrieden die Ziellinie überqueren und war froh, dass ich mich heuer für die Silberspur angemeldet hatte.“

 

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Die Goldklasse gewonnen hat der aus der WESS bekannte David Zyprian aus Tschechien mit einer Fabelzeit von 2h05min, Zweiter wurde der Italiener Diego Nicoletti und Dritter der Kroate Matija Zec. Bester Österreicher wurden Manuel Jestl als Zwölfter, welcher in 2h57min in Ziel kam. In der Silberklasse hat der Pole Kusnierz Marek, vor dem Tschechen Zdenek Cyprian und den Kroaten Dino Mileusnic gewonnen. In der Bronzeklasse hat der Pole Dominik Grygny, vor dem Kroaten Antonio Cvitkovic und dem Slowenen Ales Koprivnikar gewonnen.

 

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Nach etwa 4,5 Stunden Renndauer setzte dann wieder der Regen ein, was das Ganze für alle noch auf der Strecke verbliebenen nicht wirklich einfacher machte, nach sechs Stunden wurde das Ziel geschlossen.

Zum Schluss noch einmal ein großes Lob an die Veranstalter, das ganze Rennen ist perfekt aufgezogen, von der Verpflegung bis zur Zeitnehmung hat alles perfekt funktioniert. Besonders zu erwähnen ist auf jeden Fall, dass die schnellsten fünf Fahrer jeder Klasse einen GPS-Tracker bekommen hatten, damit deren gewählte Fahrspur jederzeit nachvollziehbar ist und es zu keinen gewollten oder ungewollten Abkürzern kommen kann bzw. diese dann entsprechend bestraft werden können!

Unserer Meinung nach ein perfektes Zeichen und hoffentlich findet dies bei diversen Extrem-Enduroevents auch Nachahmung. Wer noch nie beim Lika Extrem Enduro dabei gewesen ist und nächstes Jahr mit dabei sein will, muss schnell sein, denn auch nächstes Jahr werden die Startplätze wieder schnell vergriffen sein.

Alle Ergebnisse und Infos unter: www.extremeendurolika.eu 

facebook: https://www.facebook.com/extreme.endurolika 

 

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Text: Enduro-Austria P.B. Bilder: Extrem Enduro Lika Facebook / (c) Denis Peros 


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