Asphaltanteil beim Mountain Enduro 2019: Pro Runde ca. 2,5 Meter :-) Der Rest von ca. 17 km erstreckte sich über Wiesen, Wälder, Bachbette und natürlich die geilsten Auffahrten in ganz Österreich...

 

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Zusätzlich dann noch die Sonderprüfung mit weiteren 5 km feinstem Endurogelände. Obwohl es eigentlich erst am Samstag los geht, ist bestimmt ein Drittel der Fahrer bereits am Freitag angereist. Die Zelte wurden aufgebaut, das Bier im Bach gekühlt und die ersten Koteletts brutzelten bereits am Griller. So geht Enduro!

Am Samstag stand dann die Endurorunde ab 10 Uhr zum trainieren Bereit. Es galt die Runde selbst und 3 schwere Streckenabschnitte zu bezwingen. Am Beginn, zum Aufwärmen quasi, mal den Berg hoch. Und wer hoch rauffährt, muss auch wieder runter. Was würde sich da besser anbieten als das erste schwere Element. SP1 Querschlag. Durch das tolle Wetter war die Abfahrt aber für die meisten zu schaffen und die schnellen Fahrer haben zwischendurch sogar mal sanft das Gas gestreichelt.

 

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Kurz danach kam dann eine der wichtigsten Stellen für so manchen Fahrer. Der Bach. Vor allem am Nachmittag mit steigenden Temperaturen gings hier fast wie im Freibad zu. Moped zur Seite stellen und rein ins kalte Vergnügen. Mit kompletter Montur versteht sich… Und die Erfrischung war auch bitter nötig, denn ab jetzt geht’s dann richtig zur Sache.

Das zweite schwere Element, Jarvis Handycap, steht unmittelbar bevor. Lang, kräftezehrend, steil. Genau so wie es der Endurofahrer gern hat. Vor allem die ewigen Vollgas-Auffahrten haben es so einigen Fahrern angetan. Eine Aussage beim Kontrollpunkt:“ I waß net wie ich es sonst sagen soll, aber i hob an Ständer, so geil!“…Vielleicht vibrierte aber auch nur sein Moped recht stark… Am Ende dann wieder der Bach vom Anfang. Rein oder nicht rein war jetzt die Frage, die Runde ist nämlich noch lange nicht zu ende. Die Schottergrube mit Stoaleid’n musste noch durchquert werden. Zum Schluss dann noch ganz den Berg rauf, kurz die Aussicht genießen und wieder runter zurück zum Fahrerlager.

 

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Zeitgleich durfte dann auch schon die Sonderprüfung besichtigt werden. Alles verkehrt war heuer das Motto und zusätzlich wurde auch die Schipiste freigegeben. 400 Meter voll im Anschlag. Da haben selbst die 500er wie a 125 geschrien.

Aber nun zum Highlight am Samstag: Das Endurocross. Zuerst durfte trainiert werden, dann die Qualifikation. Es ging um die Aufteilung Pro-Gruppe und Hobby-Gruppe. Ab 18 Uhr dann die Ausscheidungsläufe. Immer 6 Fahrer wurden mittels Gummiband gestartet. Der Parcours enthielt Reifen, Steilkurven, Baumstämme, Betonrohre und als Finale einen Sprung über den Bach. Hier wurden die Fahrwerke auf ihre Durchschlagsfestigkeit getestet. Knapp 2 Stunden wurde den Zusehern eine grandiose Show geboten.

Gewonnen hat die Pro-Gruppe Dieter Rudolf. Nach dem Start noch an zweiter Stelle liegend, konnte er gegen Rennmitte an Kilian Zierer vorbeigehen und die Führung übernehmen. Richtig heiß ging es dahinter her. Robert Scharl mischte das Feld nach schlechtem Start von hinten auf. Der Enduro-Hüne aus Tirol, Pöschl Rudi, war damit aber überhaupt nicht einverstanden, und so endete seine Attacke wortwörtlich im Sand. Ergab dann nur den 7. Platz für den mehrmaligen Sieger.

 

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Ergebnis Pro: 1. Dieter Rudolf
2. Kilian Zierer
3. Raffezeder Mathias
4. Rudi Pöschl
5. Marco Messner
6. Purgstaller Moritz
7. Scharl Robert
8. Spendl Dominik

Ergebnis Hobby: 1. Datzreiter Andreas
2. Kostner Giancarlo
3. Wagenhofer Daniel
4. Seitlinger Michael
5. Schläffer Marco
6. Hiebl Tobias
7. Hochreiter Heinz
8. Kaltenbrunner Fabian (auf 65 ccm)

 

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Hauptrennen am Sonntag:

Bei Kaiserwetter wurde das Rennen um 10 Uhr gestartet. Vielleicht sollte man besser Scheichwetter sagen, denn die Sonne brannte erbarmungslos auf die Helme der 350 Starter. Um die Mittagszeit wurden Spitzenwerte von 34 Grad gemessen. Im Helm dann mindestens mal 2…

Trotzdem galt es die große Runde und die Sonderprüfung 3-mal zu bewältigen. Bis auf eine Stelle blieben die Staus aber zum glück aus. Bei dieser Streckenlänge teilten sich die Fahrer gut auf, und so musste nirgends lange gewartet werden. Höchsten bei der „Dusche“ am ende der Runde. Trotz dieser Rundenlänge und der Hitze gab es am ende ein Fotofinish. Der Gesamtsieger vom Vorjahr, Martin Ortner aus Osttirol, konnte den deutschen Robert Scharl um genau 61 Hundertstel auf Platz zwei verweisen. Mit gut 20 Sekunden Rückstand dann der Kärntner Manuel Isopp an dritter Stelle.

Ergebnisse unter www.endurocup.at 

 

Video:

 

Auch wenn nicht alle Starter bis zum Ende durchgehalten haben, wir haben wirklich niemanden schimpfen hören. Obwohl das Wetter mit über 30 Grad doch schon deutlich über der Wohlfühlzone war. Das Gelände, vom Fahrerlager bis zum letzten Gipfel, ein Traum. Der Gasthof Furtner mit dem Enduro-Pulled-Pork Burger gehört eigentlich in den Guide Michelin aufgenommen und die Strecke gehört sowieso zum Besten, was der österreichische Endurosport zu bieten hat.

Herzliche Gratulation an das Team Mountain-Enduro und den ÖEC der so eine Veranstaltung über die Bühne bringt. Wir freuen uns aufs nächste Jahr.

Bald geht’s weiter. Der 3. Lauf zum ÖEC findet bereits in 2 Wochen am 20-21 Juli am Ötscher statt. Also noch schnell anmelden, denn nächste Woche wird die Anmeldung geschossen.

 

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Bericht: Enduro-Austria/Anton Edlinger, Fotos: ÖEC und Anton Edlinger


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