Wie schon im Vorjahr startete die Enduro-Trophy mit einem Winterenduro in Rothenfels/Lachtal in die neue Saison. Nach einem sehr schneearmen Jahresbeginn schneite es in den letzen paar Tagen doch noch genug um ein richtiges Winterenduro durchführen zu können. Leider spielte das Wetter am entscheidenden Tag nicht ganz mit. Es regnete bei +3 Grad am Morgen. Doch der wahre Endurofahrer kennt kein Pardon und so nahmen um 10.00 Uhr ca. 130 wetterfeste Enduristen die Einführungsrunde in Angriff.

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Die Strecke führte über Hohlwege und „Wandersteige" fast 10 km quer durch den Wald. Es stelle sich jedoch schnell heraus, dass unter der Schneedecke eine äußerst rutschige Eisschicht auf die Fahrer lauerte. Alles jedoch noch recht gut befahrbar. Nach der obligatorischen Fahrerbesprechung wurden um Punkt 12.00 Uhr die Starter in 3 Reihen aufgestellt. Zuerst die Profis und E1, danach E2 und E3 und am Schluss die Junioren und Senioren. Kurz nach Mittag war es dann soweit. Ein Schuss startete die Enduro Trophy 2014.

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Kurz nach dem Start teilte sich dann die Strecke in eine schwere und eine leichte Spur, wobei man die schwere Spur schon richtig gut erwischen musste um einen Vorteil gegenüber der Umfahrung zu haben. Deshalb entschieden sich auch die meisten Fahrer auf Nummer sicher zu gehen, und am Forstweg außen herum zu fahren. Es dauerte auch nicht lange, bis die ersten Fahrer wieder an Start-Ziel vorbeikamen. Angeführt wurde die Führungsgruppe von Husqvarna Werksfahrer und E.A.R.T. Teammitglied, Matthias Wibmer. Ca. 15 Sekunden danach kam aber schon Bachner-Racing Fahrer Hostinsky Thomas welcher bereits das Winterenduro in Lunz, eine Woche zuvor, für sich entscheiden konnte.

Ab diesem Zeitpunkt wurde die Strecke mit jeder Runde schwerer zu fahren. Immer öfters schaute den Fahrern das blanke Eis entgegen. Es wurde zwar an einigen Stellen Salz gestreut, eine gefühlvolle Gashand war jedoch durch nichts zu ersetzen. Denn sobald man einmal den Schwung verloren hatte war es äußerst schwierig wieder Fahrt aufzunehmen.

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In der 5. Runde schnappte sich dann Thomas Hostinsky die Führung, und gab sie bis zum Schluss nicht mehr her. Eine gute Minute später kam dann auch Matthias Wibmer als 2. über die Ziellinie. Die zwei hatten bis zum Ende des Rennes fast das gesamte Fahrerfeld überrundet. Platz drei ging an Bernhard Schöpf auf KTM.

Obwohl sonst niemand das Tempo der zwei Führenden mitgehen konnte, wurde bei allen Sportlern bis zum letzten Mann um die Plätze gekämpft. Aufgeben bei den Endurofahrern – Fehlanzeige ! Vom Team Walzer waren gleich 6 Fahrer beim Winterenduro dabei. Auch Teamchef Bernhard Walzer ließ es sich nicht nehmen bei der Veranstaltung dabei zu sein. Auch wenn die Strecke bestimmt Jeden des öfteren abgeworfen, und so einiges an Plastikteilen gefordert hatte, war das Rennen wieder ein Erlebnis der besonderen Art.

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Die Sieger der einzelnen Klassen laut Veranstalter:
Teischl Bernhard auf seiner Bikepoint –Sherco gewann souverän vor Gottfried Winkelbauer und Rechinger Philipp die E1 Klasse. In der E2 führte an Dieter Rudolf (KTM Free Ride) vom Erzbergrodeo and Friends Team kein Weg vorbei. Auf Platz zwei landete Schmölz Markus vor Thomas Rinner (Erdbau Rinner Racing).
Mit einem Sieg in der E3 Klasse fuhr Rüdiger Wolfgruber (Husaberg) von Rothenfels nach Hause. Platz zwei ging an Oliver Leitner vor Assmair Markus.
Einen starken Auftritt hatte auch der Lokalhero Marco Hubmann (KTM) aus Möderbrugg in der Klasse Junior. Er zauberte einen tadellosen Start- Ziel Sieg vor Käfer- Schlager Patrick und Florian Rechinger, in den Schnee.
´Old Schopsi Günter´ zeigte bei den Senioren wie´s geht! Er fuhr auf seiner 300er KTM ein perfektes Rennen und holte sich souverän den Sieg vor Markl Roman und Pertl Volker.

Alle Ergebnisse auf www.enduro-trophy.at

Bericht: Enduro-Austria
Fotos: Enduro-Austria und bikercom.at-Petz


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