Mit dem dritten Lauf am Treuenbrietzener Krähenberg ist der ROCKOil Enduro Wintercup 2026 erfolgreich zu Ende gegangen – und das unter nahezu perfekten äußeren Bedingungen. Statt Schnee, Eis und Schlamm wie bei den ersten beiden Veranstaltungen präsentierte sich das Finale bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen. Ideale Voraussetzungen, die sich auch in den Teilnehmerzahlen widerspiegelten: Rund 280 Fahrerinnen und Fahrer ließen sich das Saisonfinale nicht entgehen und sorgten für ein stark besetztes Starterfeld.
Für zusätzliche Spannung sorgte die Premiere des Geländes. Am Krähenberg, bislang vor allem für Motocross-Läufe bekannt, wurde erstmals ein Enduro-Wettbewerb ausgetragen. Die Strecke war zwar etwas kürzer als bei den beiden vorangegangenen Läufen in Jüterbog und Reetz, hatte jedoch alles zu bieten, was ein würdiges Finale ausmacht. Neben schnellen Abschnitten auf Teilen der MX-Strecke verlangte vor allem das neu eingebundene Waldstück den Teilnehmern fahrerisch einiges ab. Enge Linien, technische Passagen und wechselnder Untergrund forderten höchste Konzentration.
Gerade im Nachmittagslauf zeigte sich, wie sehr die Bedingungen die Strecke im Tagesverlauf veränderten. Im sandigen Bereich bildeten sich tiefe Spurrillen, die saubere Linienwahl und viel Gefühl am Gas erforderten. Wer einmal aus der Spur geriet, verlor wertvolle Sekunden oder musste Kraft investieren, um wieder in Fahrt zu kommen.
Die Kombination aus technischer Waldsektion, ausgefahrenen Sandpassagen und schnellen MX-Teilen machte das Finale zu einer echten Herausforderung. Gleichzeitig bot das Frühlingswetter beste Bedingungen für Fahrer, Teams und Zuschauer und verlieh dem letzten Lauf eine besondere Atmosphäre.
Mit diesem gelungenen Finale am neuen Standort Treuenbrietzen endet eine abwechslungsreiche Wintercup-Saison, die von extrem unterschiedlichen Bedingungen geprägt war – vom Wintereinbruch in Jüterbog über die wechselhaften Verhältnisse in Reetz bis hin zum sonnigen Saisonabschluss am Krähenberg.

Spannende Entscheidungen im Vormittagslauf
Bereits am Morgen zeigte sich, dass die neue Strecke am Krähenberg alles andere als ein Selbstläufer war. Besonders im technisch anspruchsvollen Waldstück mussten die Fahrer präzise arbeiten, während auf den offenen MX-Passagen Tempo gefragt war. Die perfekten Witterungsbedingungen sorgten zwar für optimale Sicht und gute Bodenverhältnisse, dennoch verlangte der Kurs über die gesamte Renndistanz höchste Konzentration.
In der 85ccm-Klasse entwickelte sich ein enges Rennen. Paul Wirth setzte sich am Ende durch und gewann vor Lou Wohlhaupt und Enrik Hoffmann. Alle drei lagen lange Zeit in Schlagdistanz zueinander und lieferten sich einen intensiven Kampf um jede Position.
In der Klasse 9 behauptete sich Mark Ziegler, der vor Philipp Mika und Sebastian Schlecht die Oberhand behielt.
Bei den Damen unterstrich einmal mehr Julia Bittner ihre starke Saison. Mit 13 gefahrenen Runden gewann sie souverän vor Lara Otto und Stefanie Sonnenberg und ließ im Finale nichts mehr anbrennen.
Besonders viel Spannung herrschte in der stark besetzten Juniorenklasse. Georg Rühle nutzte die Gunst der Stunde und sicherte sich mit einer konstant starken Leistung den Sieg vor Lasse Woschke und Oskar Jaeschke, die bis zum Ende Druck machten. Für zwei Titelanwärter verlief das Rennen jedoch äußerst unglücklich: Karl Rink und Erwin Raue mussten jeweils technische Defekte hinnehmen und fielen dadurch weit zurück. Damit waren beide frühzeitig aus dem Meisterschaftskampf ausgeschieden – ein bitterer Rückschlag im entscheidenden Saisonlauf.
Bei den Senioren Ü40 setzte sich Daniel Hänel durch. Er gewann vor Thomas Frank und Dirk Peter und markierte dabei eine der schnellsten Einzelrunden des Vormittags.
In der Senioren Ü55 holte sich Enrico Ryl den Klassensieg vor Mario Süßmuth und Mirko Heine. Gerade in dieser Klasse zeigte sich, wie wichtig saubere Linienwahl und eine kluge Renneinteilung auf dem technisch geprägten Kurs waren.
Mit insgesamt über 120 Startern im ersten Lauf wurde bereits am Vormittag deutlich, wie groß das Interesse am Finale war. Die Kombination aus neuem Gelände, perfekten Bedingungen und engen Punkteständen sorgte für intensive Positionskämpfe in nahezu allen Klassen.

Nachwuchs kämpft sich durch den Sand
Auch im anschließenden Kinderrennen zeigte sich, dass die scheinbar perfekten Bedingungen ihre ganz eigene Herausforderung mit sich brachten. Während der Boden am Morgen noch relativ kompakt war, arbeiteten sich besonders im Sandbereich mit jeder Runde tiefere Spuren heraus. Gerade für die jungen Fahrer bedeutete das: kämpfen, sauber stehen bleiben und das Motorrad aktiv durch die Rillen führen.
Bei den 50ccm-Kids setzte sich erneut Melvin Gohlke durch. Mit acht gefahrenen Runden gewann er souverän in 33 Minuten. Dahinter folgten Louis Heinrich und Karl König, die beide sechs Runden absolvierten und sich ein enges Duell lieferten.
In der stark besetzten 65ccm-Klasse entwickelte sich ein spannender Kampf an der Spitze. Jannis Baum gewann mit elf Runden in 31 Minuten knapp vor Dylan Kummrow, der nur wenige Sekunden Rückstand hatte. Rang drei ging an Matilda Jani, die ebenfalls elf Runden absolvierte und eine starke Leistung zeigte. Besonders beeindruckend waren die schnellen Einzelrundenzeiten in dieser Klasse, die unter drei Minuten lagen.
Bei den PW50 bewiesen die jüngsten Teilnehmer großen Mut im tiefen Geläuf. Lucien Engel gewann mit zwei gefahrenen Runden vor seinem Bruder Jonathan Engel, während Eddi Melde das Podium komplettierte. Angesichts der tiefen Spurrillen und der geringen Motorleistung ist diese Leistung besonders hoch einzuschätzen.
Schwere Bedingungen für die PW50 Kids
Gerade im Nachwuchsbereich wurde deutlich, wie anspruchsvoll die Strecke am Krähenberg auch bei bestem Wetter sein konnte. Der tiefe Sand forderte Technik, Balance und Durchhaltevermögen – Eigenschaften, die die jungen Fahrer eindrucksvoll unter Beweis stellten.
Nachmittagslauf: Huster krönt sich am Krähenberg
Im entscheidenden Nachmittagslauf standen die Sportfahrer sowie die Klassen E1 bis E3 im Mittelpunkt – und damit auch die finalen Weichenstellungen im Championat. Bei perfekten äußeren Bedingungen entwickelte sich ein intensives und schnelles Rennen. Die Strecke war nun deutlich ausgefahrener als am Morgen, insbesondere im Sand bildeten sich tiefe Spurrillen, die saubere Linienwahl und viel Kraft verlangten.
Ein möglicher Siegkandidat fehlte jedoch: Felix Melnikoff musste krankheitsbedingt mit einer Magen-Darm-Grippe passen. Unter normalen Umständen hätte er im Kampf um die Spitzenplätze sicherlich ein gewichtiges Wort mitreden können.
In der Sportfahrer-Klasse ließ schließlich Paul-Erik Huster keinen Zweifel aufkommen. Mit starken 18 Runden und einer Gesamtzeit von 1:59:55 Stunden sicherte er sich den Tagessieg. Seine schnellste Runde von 6:23 Minuten unterstrich dabei seine starke Performance auf der neuen Strecke am Krähenberg.
Felix Bopp, der beim Finale erstmals auf einer Beta unterwegs war, hielt das Tempo lange hoch und belegte ebenfalls mit 18 Runden Rang zwei. Platz drei ging an Daniel Mörbe, der ebenfalls konstant fuhr und das Podium komplettierte.
In der E1 setzte sich erneut Nico Szebrat durch. Mit 17 Runden gewann er vor Noah Rübesamen und Chris Burkhardt.
Die E2 entschied Dino Skoppek für sich. Auch er absolvierte 17 Runden und behauptete sich knapp vor Dario Haker, während Antonio Weilmünster Rang drei belegte.
In der E3 bestätigte Leon Raimann seine starke Form. Mit 17 Runden sicherte er sich den Sieg vor Kurt Schubert, während Tino Bauer auf Rang drei folgte.
Mit insgesamt 123 Startern im Nachmittagslauf zeigte sich auch hier die hohe Beteiligung beim Finale. In Kombination mit dem Vormittags- und Kinderrennen kamen rund 280 Teilnehmer nach Treuenbrietzen – ein würdiger Abschluss für die Wintercup-Saison.
Meisterehrung: Huster folgt auf Kossak
Im Anschluss an die Rennen fand die große Meisterehrung statt. Mit konstant starken Leistungen über alle drei Läufe sicherte sich Paul-Erik Huster den Gesamtsieg im ROCK Oil Enduro Wintercup 2026 und krönte sich damit zum neuen Wintercup-Champion. Er tritt die Nachfolge von Vorjahressieger Janik Kossak an.
Die vollständigen Meisterschaftsstände der Saison 2026 sind online einsehbar: >Zum Ergebnis<
Mit einem Winterauftakt bei Schnee und Eis, wechselhaften Bedingungen in Reetz und einem sonnigen Finale in Treuenbrietzen bot die Saison 2026 alles, was den ROCK Oil Enduro Wintercup auszeichnet: Vielfalt, Spannung und Motorsport unter unterschiedlichsten Bedingungen. Ein würdiger Abschluss – und Vorfreude auf die nächste Saison.
Alle Informationen zur Serie sind auf www.enduro-wintercup.de zu finden.

PA: DG Design, Fotos: Michel238pic/Michel Kuchel

Husqvarna Factory Racing-Star sichert sich vorzeitig den Weltmeistertitel.
Billy Bolt vom Husqvarna Factory Racing Team hat sich im heimischen Newcastle, Großbritannien, den Titel der FIM SuperEnduro-Weltmeisterschaft 2026 gesichert und damit vorzeitig seinen sechsten Indoor-Weltmeistertitel in Folge errungen. Vor einem begeisterten und mitreißenden Heimpublikum zeigte Bolt auf seiner FE 350 beim sechsten Lauf der Serie erneut eine herausragende Leistung, gewann die SuperPole und zwei der drei Finalläufe und krönte die Meisterschaft souverän.
Auf einer technisch anspruchsvollen, aber flüssigen Strecke ließ Bolt keine Zeit verstreichen, um sich zu behaupten. Eine fehlerfreie SuperPole-Runde brachte ihm drei wertvolle Meisterschaftspunkte ein und heizte die Stimmung in der Arena an. Im ersten Rennen reihte er sich in der ersten Runde auf Platz zwei ein, bevor er schnell die Führung übernahm. Angespornt von der Unterstützung der heimischen Fans und mit dem Titel in greifbarer Nähe, baute Billy einen souveränen Vorsprung aus, überrundete frühzeitig Fahrer und fand einen ruhigen Rhythmus, um einen überzeugenden Sieg einzufahren, der ihn dem Meisterschaftstitel einen großen Schritt näher brachte.
Das zweite Rennen startete in umgekehrter Startaufstellung aus der zweiten Reihe, doch Bolt kämpfte sich schnell durch das Feld und lag bereits in der zweiten Runde auf dem zweiten Platz. Im Kampf um die Meisterschaft holte er unerbittlich auf den Führenden auf und überholte ihn eine Minute vor Schluss entscheidend. Es folgte ein erbitterter Zweikampf, und obwohl er kurzzeitig die Führung zurückeroberte, führten kleine Fehler in der Schlussphase dazu, dass er als Dritter die Ziellinie überquerte. Dennoch reichten die gesammelten Punkte, um Billy zum FIM SuperEnduro-Weltmeister 2026 zu krönen. Mit dem Titelgewinn im Gepäck ging er selbstbewusst in das dritte Rennen, startete gut und kontrollierte das Rennen von der Spitze aus, um seinen zweiten Sieg des Abends einzufahren.

Mit dem Sieg in der SuperPole und zwei Finalläufen sicherte sich Bolt den Gesamtsieg in Newcastle und holte sich damit nicht nur seinen sechsten SuperEnduro-Weltmeistertitel in Folge, sondern setzte auch seine perfekte Serie im Jahr 2026 fort, indem er bisher jede Runde der Meisterschaft gewann.
Billy Bolt: „ Der Titelgewinn hier in Newcastle macht diesen Abend zu etwas ganz Besonderem. Es war ein wirklich guter Rennabend auf einer großartigen, technisch anspruchsvollen Strecke, die im Laufe des Rennens immer schwieriger wurde. Das Niveau war die ganze Nacht über hoch, und die Jungs fuhren stark. Besonders Jonny setzte mich unter Druck und forderte mich stark heraus, was in solchen Duellen immer die Besten hervorbringt. Ich sicherte mir den Titel im zweiten Rennen, war aber mit meiner Leistung dort nicht ganz zufrieden, da ich ein paar kleine Fehler gemacht hatte. Obwohl die Meisterschaft schon feststand, wollte ich den Abend gebührend beenden und setzte mich deshalb selbst unter Druck, das letzte Rennen zu gewinnen und den Gesamtsieg zu holen. Die Meisterschaft und den Gesamtsieg hier vor heimischem Publikum zu gewinnen, macht mich unglaublich stolz. Ein großes Lob an das Team für die harte Arbeit in dieser Saison und vielen Dank an alle für die Unterstützung – die Nummer sechs fühlt sich fantastisch an.“
Fabio Farioli – Husqvarna Factory Racing Enduro Team Manager: „Das war wieder einmal eine fantastische Leistung von Billy. Er hat einmal mehr gezeigt, wie unglaublich gut er im Rennen ist – er gibt immer alles. Im zweiten Rennen konnte man sehen, wie sehr er den Sieg wollte, und vielleicht führte dieser zusätzliche Einsatz zu einem kleinen Fehler, aber das zeigt nur seinen Kampfgeist. Der Gewinn der Meisterschaft ist die perfekte Belohnung für die harte Arbeit in dieser Saison. Jetzt richtet sich der Fokus bereits auf die nächste Herausforderung und die Vorbereitung auf die Hard-Enduro-Saison. Wir sind extrem stolz auf das, was er erreicht hat.“

Ergebnisse – FIM SuperEnduro-Weltmeisterschaft 2026 – Runde 6, Vereinigtes Königreich
Prestige insgesamt
1. Billy Bolt (Husqvarna) 58 Punkte
2. Jonny Walker (Triumph) 53 Punkte
3. Mitch Brightmore (GASGAS) 51 Punkte
4. Ashton Brightmore (GASGAS) 37 Punkte
5. Eddie Karlsson (Stark) 35 Punkte
Prestige-Rennen 1
1. Billy Bolt (Husqvarna) 12 Runden, 7:01.618
2. Jonny Walker (Triumph) 12 Runden, 7:12,523
3. Mitch Brightmore (GASGAS) 12 Runden, 7:13,456
Prestige-Rennen 2
1. Jonny Walker (Triumph) 12 Runden, 7:08.958
2. Mitch Brightmore (GASGAS) 12 Runden, 7:13,222
3. Billy Bolt (Husqvarna) 12 Runden, 7:18.102
Prestige-Rennen 3
1. Billy Bolt (Husqvarna) 12 Runden, 7:04.170
2. Mitch Brightmore (GASGAS) 12 Runden, 7:08,348
3. Jonny Walker (Triumph) 12 Runden, 7:10.344
Meisterschaftsstand (nach Runde 6)
1. Billy Bolt (Husqvarna) 370 Punkte
2. Jonny Walker (Triumph) 280 Punkte
3. Mitch Brightmore (GASGAS) 267 Punkte
4. Eddie Karlsson (Stark) 232 Punkte
5. Toby Martyn (Stark) 164 Punkte
9. Manuel Lettenbichler (KTM) 119 Punkte
11. Josep Garcia (KTM) 99 Punkte
PA: Husqvarna-Motorcycles (Online Übersetzung ohne Gewähr)
Etwas Großes liegt in der Luft und das bleibt nicht unbemerkt. Unter dem Motto „Folge der Spur von auner“ wird aktuell für Gesprächsstoff in der Szene gesorgt.
Konkrete Details werden bewusst noch nicht verraten. Stattdessen werden Kunden, Partner und die gesamte Community dazu eingeladen, aufmerksam zu bleiben, Hinweise zu entdecken und eigene Spekulationen anzustellen.
Fest steht: Es bewegt sich etwas. Schritt für Schritt wird sich das Bild in den kommenden Wochen klarer zeigen.
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Quelle: auner

SuperEnduro RUNDE 4 - in Belgrad: Die FIM SuperEnduro Weltmeisterschaft feierte in Serbien bei Runde 5 der laufenden Saison ihre Premiere und schrieb damit ein Stück Geschichte für die Meisterschaft in diesem Land.
Nach seiner Verletzungspause kehrte Ashton Brightmore ins X-GRIP Racing Team zurück. Wie gewohnt stand ihm sein Bruder und Teamkollege Mitch Brightmore zur Seite, der als Gesamt-Dritter nach Serbien reiste und bereit schien, seinen ersten Laufsieg der Saison einzufahren. Beide sicherten sich mit starken Leistungen im Qualifying souverän ihre Plätze im SuperPole-Bewerb.
Ashton absolvierte eine solide, fehlerfreie Runde, die ihm letztlich Rang fünf einbrachte. Mitch war nach beeindruckenden Sektorzeiten auf Kurs zu einer Top-Zeit, verlor jedoch kurz vor dem Ziel im tiefen Sand das Vorderrad und stürzte heftig. Damit blieb auch er in der SuperPole ohne Punkte.

Als in der ausverkauften Belgrade Arena das Startgatter zu Lauf 1 fiel, schnappte sich Mitch den Holeshot und übernahm sofort die Führung. Ashton reihte sich im vorderen Mittelfeld ein, während Mitch ein intensives Duell mit Serienchampion Billy Bolt lieferte. In einem packenden Kampf um den Sieg wechselte die Führung mehrmals.
Gegen seine direkten Konkurrenten wehrte sich auch Ashton und zeigte ein starkes Comeback-Rennen, welches er auf Rang 7 beendete. Das Duell um den Sieg in Lauf 1 dauerte bis nahezu zum finalen Sprint, doch letztlich setzte sich die Erfahrung von Bolt durch. Mitch musste sich um etwas mehr als zwei Sekunden geschlagen geben und belegte einen starken zweiten Platz.
Lauf 2 wurde im traditionellen Reverse-Grid-Format gestartet, wodurch sich beide Brüder des X-GRIP Racing Teams in den Anfangsrunden zunächst am Ende des Feldes wiederfanden. Konzentriert und fehlerfrei arbeiteten sich Mitch und Ashton Position um Position nach vorne.
Mitch kämpfte sich durch das Feld bis in Schlagdistanz zu Rang drei, doch die Zeit reichte nicht mehr für einen entscheidenden Angriff – am Ende wurde es Rang 4.
Ashton überzeugte erneut mit einer entschlossenen Leistung. Trotz leichter Schwierigkeiten mit der hohen Rennintensität und fehlender Rennpraxis sicherte sich der GASGAS-Pilot abermals Rang 7.
In Lauf 3 positionierte sich Mitch direkt nach dem Start auf Rang drei und schloss zum Führungsduo auf. Ashton hingegen stürzte in der ersten Kurve und musste das Feld von hinten aufrollen. Während sich eine vierköpfige Spitzengruppe – darunter Mitch – etwas absetzen konnte, begann Ashton erneut seine Aufholjagd. Die Zuschauer hielt es nicht mehr auf den Sitzen, als sich ein spannender Kampf um die Top-Vier-Positionen entwickelte.
Um den Kontakt zum Führenden nicht zu verlieren, rückte Mitch bald auf Rang zwei vor und setzte alles daran, am Führenden dran zu bleiben. Erneut stark kämpfte sich Ashton nach vorne und beendete das Rennen auf Rang 7, während Mitch mit großem Kampfgeist und Konstanz einen weiteren hervorragenden zweiten Platz einfuhr.
Das X-GRIP Racing Team zeigt sich hochzufrieden mit Ashtons starkem Comeback sowie Mitchs erneuter Podiumsplatzierung. Mitch etabliert sich zunehmend als konstanter Anwärter auf Podestplätze und Laufsiege, und beim kommenden Heimrennen in Newcastle, England, darf man auch von Ashton einen weiteren Schritt nach vorne erwarten.

PA: BADX GmbH, Foto Gruppe: @mihaibirca77, Weitere Fotos: @RadioPaddock

Wechselhafte Bedingungen und neue Sieger beim zweiten Lauf des ROCK Oil Enduro Wintercup in Reetz:
Der zweite von insgesamt drei Läufen des ROCK Oil Enduro Wintercup führte das Fahrerfeld nach Reetz – und einmal mehr spielte das Wetter eine entscheidende Rolle. Nach einsetzendem Tauwetter unter der Woche hatte erneuter Frost am Donnerstag und Freitag zahlreiche Wasserstellen wieder gefrieren lassen. In der Nacht vor dem Rennen setzte zusätzlich Regen ein, der die Strecke erneut antaute und stellenweise tief aufweichte.
Bei rund acht Grad am Renntag entwickelte sich so eine anspruchsvolle Mischung aus rutschigem Untergrund, schmierigen Auffahrten, ausgefahrenen Spurrinnen und zunehmend kräftezehrenden Schlammfeldern. Die schwierigen Bedingungen sorgten bereits im Vorfeld für einige Absagen – und verlangten den verbliebenen Startern alles ab.
Der sandige Charakter der Strecke in Reetz brachte dabei eine ganz eigene Dynamik mit sich. Anders als beim Auftakt in Jüterbog war der Boden zwar ebenfalls weich, jedoch deutlich griffiger. Fehler wurden dennoch konsequent bestraft: Wer einmal aus dem Rhythmus kam oder in einer Spur hängen blieb, verlor sofort wertvolle Sekunden – oder musste zusätzliche Kräfte investieren, um das Motorrad wieder freizubekommen. Entsprechend hoch war die körperliche Belastung über die zweistündige Renndistanz.
Sportfahrer: Meyer setzt das Ausrufezeichen
In der Sportfahrer-Klasse setzte Arvid Meyer bei seinem ersten Start in der Serie direkt ein starkes Zeichen. Mit zehn gefahrenen Runden und einer Gesamtzeit von 2:08:13 Stunden sicherte er sich den Tagessieg. Besonders bemerkenswert war die Konstanz seiner Rundenzeiten, mit denen er dem hohen Tempo von Beginn an seinen Stempel aufdrückte.
Das Rennen entwickelte sich zu einem echten Sekundenkrimi: Paul-Erik Huster und Meyer lieferten sich über die gesamte Distanz ein enges Duell und nur Boxenstopp von Huster entschied das Rennen zugunsten von Meyer. Platz drei ging an Felix Bopp, der ebenfalls zehn Runden absolvierte und mit einer geschlossenen Leistung das Podium komplettierte. Damit verschärft sich vor dem Finale auch in dieser stark besetzten Klasse die Ausgangslage erheblich.

E1, E2 und E3: Neue Dynamik im Klassement
In der E1-Klasse übernahm Nico Szebrat früh die Initiative und setzte sich mit neun Runden souverän durch. Mit kontrolliertem Tempo und sauberer Linienwahl behauptete er sich gegen Noah Rübesamen und Chris Burkhardt, die ebenfalls über die volle Distanz gingen und das Podium komplettierten.
Die E2 gewann Dino Skoppek, der sich mit ebenfalls neun gefahrenen Runden an die Spitze setzte. Hinter ihm folgten Jörg Neubauer und Antonio Weilmünster, die sich in einem engen Kampf um die Podestplätze behaupteten. Gerade in dieser Klasse zeigte sich, wie entscheidend saubere Fahrtechnik auf dem rutschigen Untergrund war.
Für zusätzliche Bewegung sorgte die E3-Kategorie: Leon Raimann, der beim Saisonauftakt in Jüterbog noch nicht am Start gewesen war, präsentierte sich in Reetz in starker Form. Mit neun absolvierten Runden sicherte er sich souverän den Klassensieg. Dahinter reihten sich Tino Bauer und Kurt Schubert ein, die ebenfalls konstant durchkamen und wichtige Punkte sammelten.
Konstanz in den Nachwuchs- und Sonderklassen
Während es in den Hauptklassen einige neue Sieger gab, blieben die anderen Klassen fest in vertrauten Händen. Melvin Gohlke gewann erneut bei den 50ccm-Kids und unterstrich damit seine starke Form.
In der 85ccm-Kategorie setzte sich Lou Wohlhaupt durch. Bei den Senioren Ü55 triumphierte wieder Mario Süssmuth, ebenso wie Julia Bittner bei den Damen. Auch hier zeigte sich, dass Erfahrung und saubere Linienwahl auf dem schwierigen Geläuf entscheidende Vorteile brachten. Neuer Sieger war Daniel Hänel der die Seniorenklasse Ü40 gewann.
Finale in Treuenbrietzen steht bevor
Mit Lauf zwei von drei ist die Ausgangslage vor dem Saisonabschluss nun so spannend wie lange nicht. Der sandige Kurs in Reetz hat das Klassement spürbar durcheinandergewirbelt und in mehreren Klassen für neue Konstellationen gesorgt.
Bereits am kommenden Samstag fällt die Entscheidung: Dann steht das große Finale des ROCK Oil Enduro Wintercup auf einer neuen Strecke in Treuenbrietzen an. Dort werden die letzten Punkte vergeben – und es wird sich zeigen, wer den Winter am konstantesten gemeistert hat und sich am Ende den Gesamtsieg sichern kann. Bis Mittwoch kann man sich unter www.enduro-wintercup.de noch anmelden.
Alle Informationen zur Serie sind auf www.enduro-wintercup.de zu finden.

PA: DG Design, Fotos: Michel238pic/Michel Kuchel

Für den jungen Steirer, Luca Kropitsch ging die SuperEnduro WM in Belgrad erfolgreich in die nächste Runde. Nach den vorangegangenen Rennen in Bilbao/Spanien, wo Luca in Finallauf 1 sich nach heftigem Abgang eine Schulterluxation zuzog und einen Kurzaufenthalt in der spanischen Race-Ambulanz verarbeiten musste, trotzdem in Finallauf 2 mit wieder eingerenkter und getapter Schulter Platz 4 erkämpfte, sowie dem Rennen in Budapest/Ungarn wo P3 und P6 eingefahren wurden, war die Jagd nach den Big-Points in Serbien eröffnet.
Das Training lief anfangs etwas holprig, der Flow wurde aber von Runde zu Runde besser. Belgrad hatte einen sehr schnellen, weniger technischen Kurs aufzuwarten.
Die Qualifikation lief dann deutlich positiver und Luca konnte dank perfekter X-Grip Bereifung seine Braumandl-KTM mit einem Vorsprung von 0,6 Sek. auf die Pole-Position stellen!

Im Finallauf 1 gelang ein perfekter Start samt Holeshot inkl. 2 Führungsrunden. Nach zwei kleinen Fehlern und Rückfall auf Platz 4 folgte eine beherzte Aufholjagd, welche noch Platz 3 im Ziel brachte.
Der Finallauf 2 startete ebenso perfekt wie der Erste mit einem Holeshot, jedoch wurde in den darauffolgenden Runden um die Positionen sehr hart gekämpft und Luca musste sich mit Platz 4 begnügen.
In der Tagesgesamtwertung stand somit ein solider 3. Gesamtrang samt gutem Punktezuwachs für die WM-Wertung zu Buche, mit welchem der junge Österreicher zufrieden und mit vielen positiven Erkenntnissen in die noch verbleibenden Läufen in Newcastle/UK und Douai/FRA geht.
Wir halten Luca die Daumen und Euch am Laufenden!

PA: C. Fuernholzer, Fotocredit: © Speedcat Media

Billy Bolt vom Husqvarna Factory Racing Team lieferte beim fünften Lauf der FIM SuperEnduro-Weltmeisterschaft 2026 in Belgrad, Serbien, erneut eine überragende Leistung ab und sicherte sich mit einer perfekten Wertung den Gesamtsieg. Mit Siegen in der SuperPole und allen drei Finalläufen auf seiner FE 350 holte Bolt die maximale Punktzahl und führt die Meisterschaftswertung nach fünf von sieben Läufen weiterhin mit einem komfortablen Vorsprung von 85 Punkten an.
Bolt setzte früh ein Ausrufezeichen, indem er in der SuperPole eine fehlerfreie Runde fuhr und sich damit drei wertvolle Meisterschaftspunkte sicherte. Im ersten Rennen kam er nach der ersten Kurve als Fünfter ins Rennen, machte aber sofort weiter Boden gut und fuhr mit cleveren und taktischen Linien innerhalb der ersten Runde auf den zweiten Platz vor. Ein beeindruckendes Überholmanöver kurz vor Rundenende brachte ihn an die Spitze, und von da an baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Souverän und konzentriert verteidigte Billy seinen Vorsprung bis ins Ziel und sicherte sich den Sieg im ersten Rennen.

Bolt startete im zweiten Rennen aus der zweiten Reihe im umgekehrten Startaufstellungsformat und mischte schnell im Kampf um die Spitze mit. Bereits in der zweiten Runde lag er auf dem dritten Platz und mischte im Vierkampf an der Spitze mit. Mit konstantem Druck auf der Jagd nach der Spitze übernahm er zur Rennhalbzeit die Führung. Es folgte ein erbitterter Zweikampf, doch eine Minute vor Schluss legte Bolt noch einmal zu und baute seinen Vorsprung aus, um mit einer souveränen Demonstration von Rennmanagement und Geschwindigkeit den Sieg mit acht Sekunden Vorsprung einzufahren.
Das dritte Rennen begann dramatisch, als Bolt nach einem schwierigen Start in der ersten Kurve in einen Massenunfall verwickelt wurde. Unbeirrt kämpfte er sich sofort durch das Feld und war innerhalb von zwei Runden wieder im Kampf um die Führung. Drei Minuten vor Schluss lag er auf dem zweiten Platz, setzte dann zum entscheidenden Angriff an und nutzte seine Erfahrung und Präzision, um sich in der Schlussphase einen Vorsprung herauszufahren. Mit dem Sieg überquerte er die Ziellinie und feierte damit einen lupenreinen Dreifachsieg in Serbien.
Mit dem Sieg in der SuperPole und drei Rennsiegen sicherte sich Bolt in Belgrad die maximale Punktzahl und baute seine Führung in der FIM SuperEnduro-Weltmeisterschaft 2026 weiter aus. Mit 85 Punkten Vorsprung und noch zwei ausstehenden Rennen geht der Husqvarna Factory Racing-Fahrer nun mit der Chance in die Schlussphase der Saison, sich bereits im nächsten Lauf den Titel zu sichern.
Die Serie wird am 28. Februar in Newcastle, Großbritannien, fortgesetzt, wo Bolt vor einem leidenschaftlichen britischen Publikum seinen Heimkampf bestreiten wird.
Billy Bolt: „ Wir sind hier in Belgrad fertig und es war ein perfekter Abend mit der maximalen Punktzahl, also kann ich mich nicht beschweren. Die Starts waren nicht optimal, was die Sache definitiv spannender machte, aber irgendwie habe ich die Duelle genossen. Es ist gut, so eng mit den anderen Fahrern zu fahren, denn man kann immer etwas lernen und aus solchen Situationen Positives mitnehmen. Selbst mit den schwierigeren Starts fühlte sich meine Gesamtgeschwindigkeit gut an und ich konnte ruhig bleiben, die richtigen Manöver machen und die Rennen gut managen. Das Team hat die ganze Nacht über großartige Arbeit geleistet und das Motorrad lief perfekt. Mit 63 Punkten nach Hause zu fahren und den Vorsprung in der Meisterschaft auszubauen, ist genau das, was wir wollten. Jetzt freue ich mich sehr auf Newcastle und darauf, vor heimischem Publikum zu fahren.“

Ergebnisse – FIM SuperEnduro-Weltmeisterschaft 2026 – 5. Lauf, Serbien
Prestige insgesamt
1. Billy Bolt (Husqvarna) 63 Punkte
2. Mitch Brightmore (GASGAS) 47 Punkte
3. Eddie Karlsson (Stark) 44 Punkte
4. Toby Martyn (Stark) 41 Punkte
5. Jonny Walker (Triumph) 39 Punkte
Prestige-Rennen 1
1. Billy Bolt (Husqvarna) 11 Runden, 7:02.681
2. Mitch Brightmore (GASGAS) 11 Runden, 7:05.330
3. Jonny Walker (Triumph) 11 Runden, 7:06.037
Prestige-Rennen 2
1. Billy Bolt (Husqvarna) 11 Runden, 7:12,868
2. Eddie Karlsson (Stark) 11 Runden, 7:16.651
3. Toby Martyn (Stark) 11 Runden, 7:20.231
Prestige-Rennen 3
1. Billy Bolt (Husqvarna) 11 Runden, 7:06.158
2. Mitch Brightmore (GASGAS) 11 Runden, 7:10,879
3. Eddie Karlsson (Stark) 11 Runden, 7:13.439
Meisterschaftsstand (nach Runde 5)
1. Billy Bolt (Husqvarna) 312 Punkte
2. Jonny Walker (Triumph) 227 Punkte
3. Mitch Brightmore (GASGAS) 216 Punkte
4. Eddie Karlsson (Stark) 197 Punkte
5. Toby Martyn (Stark) 138 Punkte

PA: husqvarna-motorcycles (Übersetzung)
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