Unmittelbar vor dem Rennwochenende des „Motorrad Grand Prix von Österreich 2026“ hast du bei der dritten Auflage des „MopedGP“ am 17. September die einmalige Chance, deine Leidenschaft fürs Motorfahrrad zu zelebrieren und dein Moped selbst am Red Bull Ring zu pilotieren – also genau dort, wo nur wenige Stunden später die internationale Motorrad-Elite um WM-Punkte kämpft.
Jeder, der ein Moped bis 50 ccm Hubraum mit gültigem Pickerl mitbringt, einen dafür gültigen Führerschein vorweisen kann, und im Besitz eines gültigen MotoGP-Tickets ist, ist herzlich eingeladen, die Rennstrecke einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben.
Im Vordergrund stehen dabei natürlich nicht Geschwindigkeit oder Performance, sondern es geht vor allem darum, die in Österreich seit vielen Jahrzehnten verwurzelte Tradition des Moped-Fahrens hochleben zu lassen und so gemeinsam auf ein typisch rot-weiß-rotes Rennwochenende einzustimmen.
In den vergangenen zwei Jahren stellten hunderte Motorfahrrad-Freunde ihre Leidenschaft für ihre treuen Gefährten unter Beweis und wurden dabei von zahlreichen WM-Stars auf der Rennstrecke begleitet. Dieses Side-Event-Schmankerl darfst du als Zweirad-Fan nicht verpassen!
Alle Informationen und Voraussetzungen auf einen Blick
- Rundfahrt mit eigenem Moped auf der Rennstrecke
- 17. September 2026
- Der Fahrer muss im Besitz eines gültigen MotoGP-Tickets sein (Tages- oder Wochenendticket)
- Zugelassen sind Mopeds mit bis zu 50 ccm Hubraum mit aktueller 57a-Begutachtung
- gültiger Führerschein
Du hast noch kein Ticket für den „Motorrad Grand Prix von Österreich 2026“? Sichere dir hier dein Ticket!
Link zur Anmeldung: MopedGP Anmeldung
Quellen: Projekt Spielberg, Fotos: Philip Platzer / Red Bull Ring

Bei den Red Bull Romaniacs 2026 waren auch wieder viele Österreicher am Start. Wie auch beim Red Bull Erzbergrodeo möchten wir euch die besten Ergebnisse auflisten:
Gold Klasse: Michael Walkner hatte am letzten Tag leider großes Pech und stürzte im Finale schwer. Letztlich fiel der Österreicher auf den 6. Platz zurück. Alles Gute Michael!
Silber Klasse: Sehr gute Erfolge konnten die Österreicher in der extrem schweren Silber - Klasse erzielen. Sandon Kerswell aus Australien konnte die Klasse zwar gewinnen, aber Florian Kirchmayer und Lorenz Steinkellner konnten sensationell die Plätze zwei und drei belegen. Die Silberklasse am Podest zu finishen ist schon eine sehr starke Leistung!
Bronze Klasse: Bester Österreicher in der Bronze Klasse wurde Martin Eichberger mit Rang 54
Iron Klasse: In der Iron Klasse versäumte Peter Wuth knapp das Podest und belegt Rang vier.
Atom Klasse: Daniel Fasching konnte die Atom Klasse der Red Bull Romaniacs 2026 gewinnen!
Adv Ultimate: Sensationell natürlich auch der 3. Platz von Dieter Rudolf in der Adventure Bike Ultimate Klasse hinter Mario Roman und Pol Tarres!
eMoto Hobby: In der eMoto Hobby Klasse geht das beste Österreicher - Ergebnis an Eric Walketseder mit Rang 11. In dieser Klasse waren mit Melanie Lahartinger und Sabrina Puggl auch zwei Damen am Start welche Rang 12 und 13 erzielen konnten.
Natürlich gab es noch viele weitere Finisher - Gratulation an alle Österreicher!
Link: Alle Ergebnisse

Fotos: Enduro-Austria, Wolflehner
Samstag, 1. August 2026 – Der vierte Offroad Tag der „UNSTOPPABLE“ Edition 23 bildete den krönenden Abschluss von vier Renntagen durch die Karpaten. Steigende Temperaturen hatten die Strecke bis zum Finale grundlegend verändert und sorgten für trockene, staubige Bedingungen...

Mani Lettenbichler (DEU, KTM) ging mit einem komfortablen Vorsprung von 18 Minuten und 44 Sekunden auf seinen härtesten Verfolger Teo Kabakchiev (BGR, Sherco) in den letzten Renntag. Nach seinem Tagessieg am Vortag war Kabakchiev hoch motiviert, den Rückstand noch aufzuholen. Doch bereits vom Start des vierten Offroad Tages an machte Lettenbichler erneut deutlich, dass er derzeit kaum zu schlagen ist. Mit einer fehlerfreien Fahrt baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus und erreichte die Sibiu Hillclimb Arena – den Austragungsort der finalen LEATT LIVEmaniacs Stage 4 – mit deutlichem Vorsprung.
Lettenbichler meisterte die technischen Hillclimbs souverän, flog über die Sprünge und überquerte die Ziellinie unter dem Red Bull Bogen, um sich einen weiteren dominanten Sieg bei den Red Bull Romaniacs zu sichern. Mit diesem Erfolg zieht Lettenbichler mit Graham Jarvis (GBR, Jarv-e) gleich. Beide stehen nun bei beeindruckenden sieben Gesamtsiegen in der Geschichte der Red Bull Romaniacs.

Hillclimbs Arena, Sibiu
Ein früher technischer Defekt kostete Kabakchiev wertvolle Zeit. Dennoch kämpfte er sich unbeirrt zurück auf Rang zwei. Der Rückschlag machte zwar alle Hoffnungen auf den Gesamtsieg zunichte, doch bis ins Ziel fuhr er weiterhin am Limit und sicherte sich den zweiten Platz auf dem Podium.
Der Kampf um Rang drei nahm kurz vor dem Ziel in der Hillclimb Arena eine unerwartete Wendung. Michael Walkner (AUT), der bis dahin eine herausragende Rennwoche gezeigt hatte und souverän auf Podiumskurs lag, stürzte unmittelbar vor dem Ziel. Damit platzte der Traum vom ersten Red Bull Romaniacs Podium. Trotz des Rückschlags rettete er sich noch auf den sechsten Gesamtrang.
Während der vier Offroad Tage entwickelte sich ein spannender Kampf der kommenden Generation von Spitzenfahrern. Matt Green (ZAF), erster Hard Enduro Junior World Champion 2022, Mitch Brightmore (GBR), ehemaliger British Youth Elite Champion sowie FIM SuperEnduro Junior World Champion und Junior Hard Enduro World Champion 2023, Ashton Brightmore (GBR), Vizeweltmeister der FIM Hard Enduro World Championship 2023, Tom Scales (ZAF), ehemaliger südafrikanischer Enduro-Meister und Drittplatzierter der FIM Junior Hard Enduro World Championship 2025, sowie Lorenzo Gandola (ITA), ehemaliger Trial-Welt- und Europameister, lieferten sich packende Duelle.
James Moore (ZAF), Junioren-Weltmeister des Jahres 2025 und Sieger der Roof of Africa, feierte sein Debüt bei den Red Bull Romaniacs und überzeugte vom ersten bis zum letzten Renntag. Mit jedem Tag gewann er mehr Selbstvertrauen und steigerte sich kontinuierlich. Moore arbeitete sich im Verlauf des Tages immer weiter nach vorne, als seine Hoffnungen kurz nach dem Service Point beinahe zerstört wurden. Plötzlich blockierte seine Gabel vollständig und löste sich erst nach einem harten Einschlag in eine Bodenwelle wieder. Dennoch ließ er sich davon nicht aufhalten und kämpfte sich mit der beschädigten Gabel ins Ziel. Selbst die drei Runden durch die anspruchsvollen Hillclimbs absolvierte er mit dem Defekt und überquerte schließlich sensationell als Dritter die Ziellinie.
Für die Gold Class war dies der härteste Renntag der Woche. Eine Schlüsselstelle folgte auf die nächste: „The Revenge“, „Too Many Switchbacks“, „Momentum“, „Bed Time Alarm“, „Skydive“, „Pandora“ und „Wolfnest“ verlangten den Fahrern alles ab. Das Finale bildete die LEATT LIVEmaniacs Stage 4 mit drei Runden durch die Sibiu Hillclimb Arena. Zusätzliche Hindernisse, entworfen von Prolog-Mastermind Andy Fazekas, darunter ein Gap Jump über den berühmten Hillclimb und mehrere FMX Rampen, sorgten für einen spektakulären Abschluss.
Lettenbichler: „Ich bin sprachlos. Es ist verrückt, wie sich meine Karriere entwickelt hat. Dieses Gefühl ist einfach unglaublich. Für jeden Sieg investiert man unheimlich viel Arbeit, aber ich hätte nie erwartet, hier bei den Red Bull Romaniacs siebenmal zu gewinnen. Die schweren Sektionen heute haben mir richtig Spaß gemacht. Ich wusste, dass Teo Zeit verloren hatte, deshalb bin ich mein eigenes Tempo gefahren und konnte den Tag wirklich genießen. Der Zieleinlauf hier ist das beste Gefühl überhaupt. Ich liebe dieses Event. Man trifft Fahrer aus der ganzen Welt, und nach einem Renntag sind wir alle gleich erschöpft. Ich bin gerade einfach überglücklich.“
Gold Class Ergebnisse:
- Mani Lettenbichler (DEU)
- Teo Kabakchiev (BGR)
- James Moore (ZAF)
Mit 51 Jahren bewies der „Silent Assassin“ Graham Jarvis einmal mehr, dass er nicht nur eine Legende des Hard Enduro Sports, sondern auch ein echter Vorreiter ist. Er zeigte, dass auch er „UNSTOPPABLE“ ist, und schrieb Geschichte als erster Fahrer überhaupt, der die Gold Class auf einem elektrischen Motorrad absolvierte. Während der vier Offroad Tage erreichte er das Ziel ohne fremde Hilfe beim Batteriewechsel. Zudem erzielte er am zweiten Offroad Tag die zweitschnellste Zeit der LEATT LIVEmaniacs. Ein beeindruckender Erfolg für ihn und sein Jarv-e Motorrad. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden in die weitere Entwicklung einfließen – mit dem Ziel, ein serienreifes Elektromotorrad zu entwickeln, das auch Hobbyfahrern einen kompletten Tag im Gelände zuverlässig ermöglicht.

Kabakchiev (BGR) Offroad Day 4
In der Silver Class standen heute vor allem technische Strecken und zahlreiche Höhenmeter auf dem Programm. Sandon Kerswell (AUS) dominierte die Konkurrenz mit Tagessiegen an allen Offroad Tagen und sicherte sich souverän den Gesamtsieg. Sandra Gomez (ESP) zeigte eine beeindruckende Leistung im extremen Gelände der Karpaten und belegte nach vier kräftezehrenden Renntagen den fünften Gesamtrang der Silver Class. Gleichzeitig bleibt sie die einzige Frau, die jemals die Gold Class erfolgreich beendet hat. Santiago Freinademetz (AUT), der seit vielen Jahren hinter den Kulissen am Streckenbau und der Logistik der Red Bull Romaniacs mitarbeitet, stellte sich bei der „UNSTOPPABLE“ Edition 23 selbst der Herausforderung in der Silver Class. Der Sohn von Veranstalter Martin Freinademetz überzeugte mit einer starken Leistung und belegte Gesamtrang zehn.
Der australische WorldSBK-Pilot, ehemalige MotoGP-Fahrer und Moto2-Weltmeister von 2021, Remy Gardner, suchte eine neue Herausforderung und stellte sich ebenfalls erfolgreich der Silver Class. Er beendete sein erstes Hard Enduro Rennen auf einem beachtlichen 34. Gesamtrang.
In der Bronze Class schrieb Emanuel Gyenes (ROU) ein weiteres Kapitel seiner außergewöhnlichen Red Bull Romaniacs Geschichte. Der Rumäne, der an jeder einzelnen Ausgabe der Veranstaltung teilgenommen hat, beendete seine 23. Teilnahme mit einem hart erkämpften dritten Platz. Tjaša Fifer (SVN) überzeugte ebenfalls und sicherte sich den fünften Gesamtrang.
Auch für die Amateurklassen war die Herausforderung nicht weniger groß als für die Spitzenfahrer. Teilnehmer der Silver-, Bronze-, Iron- und Atom-Klassen wurden in den Karpaten bis an ihre körperlichen Grenzen gebracht. Sie meisterten Herausforderungen, die kaum vorstellbar sind, und bewiesen eindrucksvoll, dass die Red Bull Romaniacs für jeden Teilnehmer eine echte Herausforderung darstellen.
Auch die eMoto Class hatte erneut ihren festen Platz bei den Red Bull Romaniacs. Der rumänische TV-Moderator Dani Oțil sicherte sich einen starken dritten Gesamtrang.
Die Gesamtergebnisse sind auf der Website verfügbar.
ADVENTURE BIKE KATEGORIE
Die Adventure Bike Kategorie ist endgültig bei den Red Bull Romaniacs angekommen. Fahrer aller drei Klassen stellten sich den herausfordernden Hard Adventure Strecken – etwas, das auf mehrzylindrigen Adventure Bikes noch vor wenigen Jahren als undenkbar galt. Sowohl die Adv Ultimate als auch die Adv Core Class boten bis zum Schluss packende Duelle auf höchstem sportlichem Niveau.
Pol Tarrés (AND, Yamaha Ténéré 700) war einer der Wegbereiter für den Einsatz großer Adventure Bikes im extremen Hard Enduro Gelände. In diesem Jahr bekam er hochkarätige Konkurrenz, darunter die ehemaligen Gold Class Fahrer Mario Roman (ESP, CFMOTO 450MT) und Dieter Rudolf (AUT, KTM 890). Roman gewann die ersten beiden Offroad Tage, bevor Tarrés am dritten Offroad Tag zurückschlug. Dieter Rudolf belegte durchgehend den dritten Platz. Auch Kevin Gallas (DEU) und Jonny Walker (GBR, Triumph Tiger 900 Rally Pro) blieben in Schlagdistanz und sorgten für zusätzliche Spannung an der Spitze.
Mit lediglich fünf Minuten Vorsprung auf Tarrés ging Roman in den letzten Renntag, sodass der Kampf um den Gesamtsieg bis zum Schluss völlig offen blieb. Tarrés stürzte zweimal und brach sich bereits vor dem Service Point eine Fußraste ab. Roman blieb dagegen hochkonzentriert, machte kaum Fehler und verteidigte souverän seine Gesamtführung. Dieter Rudolf setzte Tarrés mit einer starken Schlussattacke unter Druck und verkürzte den Rückstand, konnte ihm Rang zwei in der Gesamtwertung jedoch nicht mehr streitig machen.
Mario Roman: „Ich bin unglaublich glücklich. Das ist mein erster Sieg bei den Romaniacs. Ich hatte zuvor keine Erfahrung auf einem großen Adventure Bike. Ich bin Pol sehr dankbar, dass er mich in diese Kategorie gebracht hat. Die CFMOTO war einfach unglaublich. Ich bin wahnsinnig stolz, ich liebe die Red Bull Romaniacs.“
Adv Ultimate Class Ergebnisse:
- Mario Roman (ESP)
- Pol Tarrés (AND)
- Dieter Rudolf (AUT)
Kevin Gallas (DEU) belegte den vierten Platz und bezwang als erster Fahrer der Adventure-Kategorie den berühmten Hillclimb in der Finish Arena. Jonny Walker (GBR, Triumph) wurde Sechster. Beide zeigten während der gesamten Rennwoche beeindruckende Leistungen.
Nach vier anspruchsvollen Renntagen erreichten auch die Fahrer der Adventure Core und Adventure Lite Class überglücklich das Ziel. Beide Klassen boten vom ersten bis zum letzten Kilometer spannende Rennen. Selbst in der Adventure Lite Class entwickelte sich ein intensiver Wettkampf, bei dem die Fahrer ihre Maschinen und sich selbst bis ans Limit brachten.
Der zweimalige Dakar-Sieger Sam Sunderland (GBR, Triumph Tiger 900 Rally Pro) startete am letzten Renntag eine beeindruckende Aufholjagd, machte wertvolle Zeit gut und verpasste den Gesamtsieg am Ende um lediglich elf Minuten.
Sowohl Sam Sunderland in der Adv Core Class als auch Jonny Walker in der Adv Ultimate Class gingen mit den schwersten und zugleich am wenigsten modifizierten Motorrädern ihrer jeweiligen Klassen an den Start. Ihre Triumph Tiger 900 Rally Pro verlangte den beiden Fahrern enorme Ausdauer und fahrerisches Können ab, wodurch ihre Leistungen umso beeindruckender waren. Auch Ivan Cervantes (ESP) startete auf einer Triumph Tiger 900. Nachdem sowohl er als auch Walker am Offroad Tag 2 technische Probleme hatten, entschied sich Cervantes, sein eigenes Rennen aufzugeben und Walker Ersatzteile zu überlassen, damit dieser den Wettbewerb fortsetzen konnte.
Mit Amanda Elvin (SWE, P14) und Andrea Goga (ROU, P26) meisterten zudem zwei Fahrerinnen erfolgreich die Adventure Core Class und bewiesen eindrucksvoll, dass Entschlossenheit und fahrerisches Können auf großen Adventure Bikes keine Grenzen kennen.
Adventure Core Class Ergebnisse:
- Rene Columna (DOM)
- Sam Sunderland (GBR)
- Chris Power (NZL)
Adventure Lite Class Ergebnisse:
- Guishu He (CHN)
- Adrian Raduta (ROU)
- Matěj Oliva (CZE)
Die Adventure Bike Kategorie zeigte eine enorme Vielfalt moderner Adventure Bikes. Vertreten waren zahlreiche Motorradhersteller von CFMOTO, BMW, KTM, Triumph und Yamaha bis hin zu Kove, Honda, Suzuki, Aprilia und Ducati.
Ob sie zum ersten Mal bei den Red Bull Romaniacs an den Start gingen oder bereits Erfahrung mitbrachten, die „UNSTOPPABLE“ Edition 23 war für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis. Die Strecken führten weit in neue Gebiete des Jiu-Tals und erschlossen insbesondere am ersten Offroad Tag spektakuläres und bisher ungenutztes Terrain.
Das Gelände zeigte mal wieder keine Gnade: Endlose Steinfelder, hochalpine Hänge und zerklüftetes Berggelände mit versteckten Baumstümpfen und gnadenlosen Hindernissen lauerten hinter nahezu jeder Kurve. Selbst in den flüssig zu fahrenden Abschnitten verbargen sich unter dem Gras tiefe Spurrillen und loses Geröll. Jede einzelne Sektion verlangte höchste Konzentration, während die körperliche und mentale Erschöpfung von Tag zu Tag zunahm. Ein einziger Fehler konnte Positionen kosten, technische Probleme verursachen oder sogar das Rennende bedeuten – unabhängig von Klasse oder Leistungsniveau.
Die einzigartigen Zieleinfahrten in den Bergwerks-Ruinen von Petrila und Lupeni boten den Teilnehmern aus 57 Nationen ein Erlebnis, das es im Hard Enduro Rallye Sport so noch nie gegeben hatte. Diese Weltpremiere verlieh den Renntagen eine ganz besondere Note. Am dritten Offroad Tag führte das Finale über Hindernisse mitten durch die Stadt Săliște, begleitet vom begeisterten Jubel der Zuschauer. Den spektakulären Abschluss bildete schließlich die Sibiu Hillclimb Arena. Vor Tausenden von Fans entstand dort ein Finale, das im Hard Enduro Rallye Sport bis heute seinesgleichen sucht.

Adventure Bike Category Offroad Day 4
Martin Freinademetz: „Ich denke, diese Edition war einfach unglaublich. Wir hatten mit den Wetterbedingungen großes Glück und die Rennen waren extrem spannend. Alle Klassen haben eine großartige Leistung gezeigt und es gibt sehr viele glückliche Gesichter. Ich freue mich außerdem sehr, dass die großen Adventure Bikes jetzt ein fester Bestandteil der Romaniacs sind.
Es ist unglaublich, wie viele Menschen auf mich zugekommen sind und gesagt haben: ‚Großartige Arbeit, dein Team ist fantastisch.‘ Ich möchte aber ganz klar betonen, dass ich das nicht alleine schaffen kann. Ich brauche all die Menschen draußen auf den Strecken, die sich um das Branding, die Sponsoren und all die vielen Aufgaben hinter den Kulissen kümmern. Deshalb ein riesiges Dankeschön an mein Team.“
Eine der prägendsten Eigenschaften der Red Bull Romaniacs ist die besondere Kameradschaft, die sich durch alle Klassen zieht. Dieser Spirit geht weit über die Teilnehmer hinaus und verbindet auch die Veranstalter der Hard Enduro Szene. Beim Event war heute auch Karl Katoch, Gründer des Red Bull Erzbergrodeo, zu Gast.
Karl Katoch: „Ich denke, das ist das beste Rennen im Extreme Enduro. Großartige Arbeit, Martin, und herzlichen Glückwunsch an dich und dein Team.“
Karl selbst nahm bereits an der ersten Ausgabe der Red Bull Romaniacs teil und belegte damals den zweiten Platz in der Hobby Class. Martin Freinademetz wiederum startete sechsmal beim Erzbergrodeo und erreichte dort dreimal das Ziel.
Gemeinsam entwickelten Martin Freinademetz und Karl Katoch das Hard Enduro World Ranking, das geschaffen wurde, um weltweit Hard Enduro Veranstaltungen in einem unabhängigen Rankingsystem zusammenzuführen. Jedes Event wird entsprechend seiner Bedeutung und Größe eingestuft. Die Red Bull Romaniacs gehören dabei zur höchsten Kategorie: Supreme – in der die meisten Punkte vergeben werden.

Adventure Ultimate Podium

Adam Reimann (AUS) Offroad Day 4
Photo credit: Mona Pekarek, Tibi Hila, Andrei Apolzan, Press Release: Susan Mould

Manuel Lettenbichler vom Red Bull KTM Factory Racing Team hat bei den Red Bull Romaniacs 2026 einen souveränen Sieg errungen und damit den Allzeitrekord von sieben Siegen bei der härtesten Hard-Enduro-Rallye der Welt eingestellt. Mit einer meisterhaften Leistung auf seiner KTM 300 EXC dominierte der Deutsche das Rennen von der ersten Offroad-Etappe bis zum Ziel und sicherte sich schließlich den Gesamtsieg in Rumänien mit über einer Stunde Vorsprung.
Die Woche begann mit dem spektakulären Prolog im Stadtzentrum von Sibiu, wo Lettenbichler sich die Pole-Position sicherte und im Finale über mehrere Runden Dritter wurde. Mani dominierte anschließend die Bergetappen und gewann den ersten Offroad-Tag mit fast acht Minuten Vorsprung, wodurch er die Gesamtführung übernahm. Ein weiterer souveräner Sieg am zweiten Offroad-Tag baute den Vorsprung des Deutschen auf über 19 Minuten aus. Obwohl er den Sieg am dritten Offroad-Tag nach einem intensiven Kampf um weniger als eine Minute verpasste, verteidigte Mani seine Führung vor dem letzten Tag komfortabel.

Lettenbichler sicherte sich am vierten Offroad-Tag den Sieg mit einem überzeugenden Vorsprung von 44 Minuten auf der letzten Etappe. Damit gewann er die Gesamtwertung mit einer Stunde und drei Minuten Vorsprung und lieferte eine der dominantesten Leistungen in der Geschichte der Red Bull Romaniacs ab. Der Triumph markiert Manis siebten Karrieresieg bei diesem Event, womit er den Allzeitrekord einstellte und seine beeindruckende Serie auf vier aufeinanderfolgende Siege bei den Red Bull Romaniacs ausbaute.
Nach diesem weiteren Meilensteinerfolg richtet Lettenbichler seine Aufmerksamkeit nun wieder auf die FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft 2026. Der vierte Lauf, Forza Orza in Schweden, findet vom 20. bis 22. August statt.

Manuel Lettenbichler: „Es ist ehrlich gesagt schwer in Worte zu fassen. Als ich durch die letzten Grasfelder fuhr, dachte ich nur darüber nach, wie weit ich es in meiner Karriere schon gebracht habe. Die Red Bull Romaniacs zum siebten Mal zu gewinnen, damit hatte ich nie gerechnet, und es ist ein unglaubliches Gefühl. Jeder Sieg hier erfordert so viel harte Arbeit und Vorbereitung, deshalb ist dieser etwas ganz Besonderes. Ich habe die Fahrten diese Woche sehr genossen. Es gab einige unglaublich harte Abschnitte, aber ich konnte mein eigenes Rennen fahren, besonders am letzten Tag, und es richtig genießen. Die Ziellinie zu überqueren ist immer ein fantastisches Gefühl, und eines der schönsten Dinge an den Romaniacs ist, die Erfahrung mit so vielen Fahrern aus aller Welt zu teilen. Jeder steht vor den gleichen Herausforderungen, und das macht dieses Event so einzigartig.“
Vorläufige Ergebnisse – Red Bull Romaniacs 2026
1. Manuel Lettenbichler (GER), KTM, 22:14:41
2. Teodor Kabakchiev (BUL), Sherco, 23:18:08 +1:03:27
3. James Moore (RSA), Beta, 24:35:03 +2:20:22
4. Matt Green (RSA), KTM, 25:04:59 +2:50:18
5. Mitch Brightmore (GBR), GASGAS, 25:07:58 +2:53:17

PA: KTM
Mit dem Gewinn der FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft 2026 beim vorletzten Lauf der Paulo Duarte FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft untermauert Josep Garcia seinen Status als dominantester Fahrer seiner Generation.
Als Titelverteidiger der EnduroGP-Weltmeisterschaft ging der Fahrer des Red Bull KTM Factory Racing Teams in die diesjährige Paulo Duarte FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft. Damit war der Druck groß, als er seinen Angriff auf den dritten Gesamttitel in Folge begann. Natürlich drehten sich die Fragen vor Saisonbeginn darum, ob Josep seinen Platz an der Spitze der EnduroGP-Wertung verteidigen könnte.

Da zahlreiche Fahrer ihre Programme wechseln und andere wieder vollständig genesen sind, wurde die Frage aufgeworfen, ob diese Faktoren dazu führen würden, dass seine Rivalen den Abstand zum KTM-Fahrer verringern und es zu einem noch engeren Titelkampf kommen würde als in den vergangenen Jahren. Doch Josep brachte von Anfang an alle Zweifler zum Schweigen.
Ein überzeugender Sieg am ersten Tag des ersten Rennens in Italien zeigte, dass er es ernst meinte. Und mit dem dritten Platz am Folgetag verließ er Sizilien als Tabellenführer und sollte nie wieder ernsthaft herausgefordert werden. Bisher hat Josep in sechs Runden und zwölf Renntagen bei jeder Runde mindestens einmal das EnduroGP-Podium erreicht und dabei einen Doppelsieg in Spanien und beim GP von Portugal II errungen.
Seine Siegesserie von acht Siegen, drei zweiten Plätzen und dem dritten Gesamtrang am zweiten Tag in Italien gipfelte darin, dass er sich beim letzten Rennen, dem Polisport GP von Frankreich, den EnduroGP-Titel sicherte. Den begehrten EnduroGP-Titel mit einem verbleibenden Lauf zu gewinnen, ist etwas, was noch keinem Fahrer seiner Generation zuvor gelungen ist. Neben seinem Hattrick an EnduroGP-Titeln ist es jedoch vor allem seine aktuelle Bilanz von 48 EnduroGP-Siegen, die ihn deutlich von der Konkurrenz abhebt.
Mit sage und schreibe 20 EnduroGP-Siegen mehr als sein nächster Konkurrent, Steve Holcombe, sind die Leistungen von Josep auf der Rennstrecke schlichtweg unglaublich. Und während die Atmosphäre in Saint-Agrève elektrisierend war, waren diese Erfolge deutlich an der puren Freude in Joseps Gesicht zu erkennen, als er am zweiten Tag die letzte Sonderprüfung als Sieger absolvierte.
Nach seinem achten und neunten Weltmeistertitel – er gewann zudem die Enduro1-Klasse – brachen die Feierlichkeiten aus und seine Emotionen brachen hervor. All die harte Arbeit und die Entbehrungen hatten sich wieder einmal ausgezahlt. Es ist eine Untertreibung zu sagen, dass 2026 eine unglaubliche Saison für Josep war. Wohl eine seiner besten, auch wenn sie noch nicht einmal vollständig abgeschlossen ist.
Da das Saisonfinale, der Forsiteservices GP von Wales, vom 7. bis 9. August noch aussteht, können wir sicher sein, dass unser FIM EnduroGP-Weltmeister 2026 weitere herausragende Leistungen zeigen wird, während er einem dominanten Jahr den letzten Schliff gibt.

FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft 2026 Paulo Duarte
Runde 1: GP von Italien – Custonaci, Sizilien – 10.-12. April
Runde 2: GP von Spanien – Oliana – 1.-3. Mai
Runde 3: GP von Finnland – Vierumäki, Salpausselkä – 22.–24. Mai
Runde 4: GP von Portugal – Fafe – 12.–14. Juni
Runde 5: GP von Portugal II – Fafe – 19.–21. Juni
Runde 6: GP von Frankreich – Saint-Agrève – 17.–19. Juli
7. Runde: GP von Wales – Rhayader – 7.–9. August
Expotrade FIM Enduro-Weltmeisterschaft der Frauen 2026
Runde 1: GP von Italien – Custonaci, Sizilien – 10.-12. April
Runde 2: GP von Spanien – Oliana – 1.-3. Mai
Runde 3: GP von Portugal – Fafe – 12.–14. Juni
Runde 4: GP von Portugal II – Fafe – 19.–21. Juni
5. Runde: GP von Wales – Rhayader – 7.–9. August
PA: Prime Stadium - Events
Sibiu, Rumänien, Freitag, 31. Juli – Nach zwei absolvierten Offroad Tagen starteten die Teilnehmer mit dem Bewusstsein, dass der Tag heute eine entscheidende Rolle im Kampf um die Gesamtwertung spielen würde. In der Gold Class startete Mani Lettenbichler (DEU, KTM) mit einem komfortablen Vorsprung von 19:37 Minuten auf seinen ärgsten Verfolger Teo Kabakchiev (BGR, Sherco). Kabakchiev wusste, dass er Zeit gutmachen muss, um den Druck auf Lettenbichler aufrechtzuerhalten...

Mani Lettenbichler Offroad Day 3
Nach einem siebenstündigen Renntag und mehr als 140 Kilometern Hard Enduro kam Mani Lettenbichler wieder als Erster ins Ziel. Doch heute musste er sich Teo Kabakchiev geschlagen geben. Der Bulgare war als Zweiter gestartet, fuhr die schnellste Zeit des Tages und nahm Lettenbichler 53 Sekunden ab. Michael Walkner (AUT) präsentierte sich erneut in beeindruckender Form und landete mit einem Rückstand von 16 Minuten und 38 Sekunden auf Platz drei.
Für die Fahrer der Gold Class standen heute Sektionen wie „Magic Mushroom“, eine Serie anspruchsvoller, steiniger Auffahrten, gefolgt von „Coal Face“ und „Parallel Slalom“ auf dem Programm. Vor dem Service Point wurde es mit den neuen Sektionen „Low Battery“ und „Slap Me Baby“ dann richtig anspruchsvoll. Kabakchiev präsentierte sich wie beflügelt und erreichte fast zeitgleich mit Lettenbichler die dritte LEATT LIVEmaniacs Stage. Auf dem steilen, felsigen und ausgesetzten Bergrücken „Galindo“ demonstrierten die zwei Spitzenfahrer ihr außergewöhnliches Können und ließen sich von der Auffahrt kaum aufhalten.
Noch anspruchsvoller wurde es jedoch im anschließenden Downhill. Lettenbichler kam zügig voran, indem er das Motorrad teilweise kontrolliert bergab schob („Bulldogging“) und andere Abschnitte fahrend meisterte. Kabakchiev verlor hingegen wertvolle Sekunden, als er zunächst zwischen Bäumen hängen blieb und ihm das Motorrad anschließend noch an einer besonders steilen Stelle abrutschte. Über die drei Runden der LIVEmaniacs Stage fuhr Lettenbichler heute die schnellsten Zeiten.
Mani Lettenbichler: „Heute war wieder ein langer Tag mit sieben Stunden auf dem Motorrad, aber insgesamt lief es ziemlich gut. Ich musste richtig pushen, weil ich wusste, dass Teo heute sehr stark unterwegs ist. Der LIVEmaniacs-Downhill war wirklich hart und hat uns definitiv an unsere Grenzen gebracht. Jetzt freue ich mich auf den letzten Renntag morgen.“
Teo Kabakchiev: „Das war ein echter Red Bull Romaniacs Tag – mit richtig harten Auffahrten vor dem Service Point. Ich musste mich voll konzentrieren, um keine Fehler zu machen. Ich wusste, dass Mani auch heute wieder sehr sauber fährt, und wir haben den ganzen Tag um die Führung gekämpft. Morgen werde ich im Kampf um den Gesamtsieg noch einmal alles geben.“
Gold Class Ergebnisse:
- Teo Kabakchiev (BGR)
- Mani Lettenbichler (DEU)
- Michael Walkner (AUT)
Schnellste Zeiten – LEATT LIVEmaniacs Stage 3:
- Mani Lettenbichler (DEU)
- Teo Kabakchiev (BGR)
- Michael Walkner (AUT)
Michael Walkner (AUT) erreichte die LIVEmaniacs Stage „Galindo“, kurz bevor Teo Kabakchiev in seine dritte Runde startete. Mit viel Selbstvertrauen und hervorragender Technik meisterte Walkner die steile Felsauffahrt, ohne Kabakchiev aufzuhalten.Den Spitzenfahrern ist eine Gruppe hungriger Nachwuchsfahrer dicht auf den Fersen. Sie bringen bereits erstaunliche Rennerfahrung und beeindruckende Erfolge mit. Ihr gemeinsames Ziel: ein Platz auf dem Podium der Red Bull Romaniacs.
James Moore (ZAF) ist mit seinen 19 Jahren bereits äußerst erfolgreich. Zu seinen größten Erfolgen zählen der Titel des Junioren-Weltmeisters sowie der Sieg bei der Roof of Africa 2025. Mitch Brightmore (GBR) bringt seine starke Trial-Vergangenheit mit ins Hard Enduro. Zu seinen Erfolgen zählen die Titel des British Youth Elite Champion, des FIM SuperEnduro Junior World Champion und des Junior World Hard Enduro Champion 2023.
Auch sein jüngerer Bruder Ashton Brightmore (GBR) hat großes Potenzial und wurde 2023 Junioren-Vizeweltmeister der FIM Hard Enduro World Championship. Tom Scales (ZAF) ist ehemaliger südafrikanischer Enduro-Meister und wurde 2025 Drittplatzierter der FIM Junior Hard Enduro Weltmeisterschaft. Der junge Südafrikaner Matthew Green bringt bereits mehrere Jahre Red Bull Romaniacs Erfahrung mit. 2022 wurde er zum ersten Hard Enduro Junior Champion überhaupt und zählt ebenfalls zum Kreis der Kandidaten im Kampf um einen Podiumsplatz. Komplettiert wird diese Verfolgergruppe durch Lorenzo Gandola (ITA), den Trial-Welt- und Europameister der Jahre 2016 und 2017. Sein außergewöhnliches Fahrkönnen hat sich insbesondere in den technisch anspruchsvollsten Sektionen der Red Bull Romaniacs bereits mehrfach ausgezahlt.
Am Ende des Tages belegen genau diese Fahrer die Plätze vier bis neun der Gold Class. Trotz ihres Rückstands auf die drei Führenden liefern sie sich untereinander einen intensiven Kampf um jede Position. Mit nur noch einem verbleibenden Offroad Tag werden die Nachwuchsfahrer im Finale noch einmal alles geben, um sich möglichst weit nach vorne zu kämpfen.
Graham Jarvis (GBR, Jarv-e) arbeitete sich heute unauffällig durch das Fahrerfeld nach vorne. Zwar konnte er nicht ganz an seine bisherigen LEATT LIVEmaniacs-Leistungen mit den zweitschnellsten und achtschnellsten Zeiten anknüpfen, dennoch kämpfte er sich auf Rang 13 vor. Damit schreibt er weiterhin Geschichte: Er ist der erste Fahrer, der sich anschickt, die Gold Class auf einem Elektromotorrad zu finishen.

Galindo, LVEmaniacs stage 3
Die Silver Class wird weiterhin von Sandon Kerswell (AUS) dominiert, der seinen Vorsprung in der Gesamtwertung inzwischen auf mehr als eine Stunde ausgebaut hat. Auch wenn bei Red Bull Romaniacs jederzeit alles passieren kann, ist er auf dem besten Weg, den Klassensieg zu holen – vorausgesetzt, er meistert morgen auch die finalen Hillclimb-Sektionen.
Die Silver Class teilte sich heute den Abschnitt „Magic Mushroom“ mit der Gold Class. Anschließend wartete anspruchsvolles Terrain mit einer langen Passage aus rutschigen Steinen, bevor die Fahrer weiter auf alpinen Trails die spektakuläre Landschaft der Karpaten durchquerten.
Silver Class Ergebnisse:
- Sandon Kerswell (AUS)
- Florian Kirchmayer (AUT)
- David Ignat (ROU)
Die ersten Kilometer der Bronze Class boten einen flüssigen Streckenverlauf, erforderten jedoch volle Konzentration und einen sicheren Griff am Lenker. Technische Passagen stellten das Können und die Ausdauer der Teilnehmer auf die Probe, bevor die spektakulären, aber anspruchsvollen alpinen Trails die zweite Hälfte des Tages prägten. Der Renntag forderte die Fahrer ohne Pause. Entsprechend erleichtert erreichten sie das Ziel und haben nun nur noch einen weiteren Offroad Tag vor sich.
Red Bull Romaniacs Veteran Emanuel Gyenes (ROU), der an allen 23 Ausgaben teilgenommen hat, konnte heute Zeit gutmachen und liegt auf Rang fünf. Morgen wird er erneut versuchen, den Sprung auf das Podium zu schaffen. Das gleiche Ziel verfolgt auch Tjaša Fifer (SVN), die als einzige weibliche Teilnehmerin bisher eine beeindruckende Leistung zeigt und den heutigen Tag auf Rang sechs beendete.
Bronze Class Ergebnisse:
- Francisco Mateu (ESP)
- David Rusanescu (ROU)
- Benjamin Richter (DEU)
Die Strecke der Iron Class war nach dem Start zunächst schnell, bevor das Tempo durch eine Reihe anspruchsvoller Passagen eingebremst wurde. Auch wenn die Route nicht ganz so fordernd wie die der Bronze Class war, mussten die Teilnehmer hochkonzentriert bleiben. Dafür wurden sie mit wunderschönen alpinen Trails belohnt. Auch in der Iron Class haben sich inzwischen Favoriten etabliert. Sie pushen sich gegenseitig und wechseln täglich die Platzierungen. Nico Friedmann (DEU) führt die Gesamtwertung an. Die Entscheidung um die verbleibenden Podiumsplätze fällt erst morgen: Wer hat noch Reserven und kann im Finale am härtesten um das Podium kämpfen?
Die vollständigen Ergebnisse sind auf der Website abrufbar.
Die Atom Class erlebte heute einen harten Weckruf: Eine sehr technische und rutschige Felspassage forderte die Teilnehmer direkt zu Beginn, bevor es zurück in Richtung Skigebiet ging. Dort verlangten die rauen Graspassagen mit zahlreichen versteckten Steinen höchste Konzentration und ließen die Fahrer keine Sekunde nachlassen. Insgesamt bewältigten sie 121 Kilometer – nach drei anstrengenden Offroad Days dürfte inzwischen jeder die Strapazen der vergangenen Tage spüren.
Die vollständigen Ergebnisse sind auf der Website abrufbar.
ADVENTURE BIKE KATEGORIE
Der Wettbewerb in der Adv Ultimate Class bleibt extrem eng. Der heutige Tag begann mit flüssigen, schnelleren Streckenabschnitten, entwickelte sich später jedoch zu einem wahren Kampf mit zahlreichen Auf- und Abfahrten sowie echten Hard Enduro Passagen, die alle Fahrer bis ins Ziel forderten.
Mario Roman (ESP, CFMoto) führt die Adventure Ultimate Class bislang an jedem Tag an. Dennoch beträgt sein Vorsprung in der Gesamtwertung nur 5 Minuten und 10 Sekunden – ein Polster, das keinen Fehler erlaubt. Pol Tarrés (AND, Yamaha) nutzte heute seine umfangreiche Red Bull Romaniacs Erfahrung auf der Yamaha Ténéré 700 und setzte zum Angriff an. Er sicherte sich den Tagessieg mit gerade einmal fünf Sekunden Vorsprung auf Roman und unterstrich damit, wie eng das Duell zwischen den beiden Fahrern ist.
Dieter Rudolf (AUT) bleibt ebenfalls mitten im Kampf um die Podiumsplätze. Er beendete den heutigen Tag nur 4:44 Minuten hinter Tarrés. Mit nur noch einem verbleibenden Offroad Day steht ein spannendes Finale bevor. Lediglich 5:13 Minuten trennen Tarrés und Rudolf vom Führenden Roman.

Adventure Category Offroad Day 3
Jonny Walker (GBR, Triumph) belegte heute Rang vier – ein starkes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass er nach seinem Kupplungsschaden am zweiten Tag eigentlich nicht hätte starten können. Seine Teilnahme wurde durch die Großzügigkeit seines Triumph-Teamkollegen Ivan Cervantes (ESP, Triumph Tiger 900 Rally Pro) ermöglicht, der seinen eigenes Rennen opferte, um die benötigten Teile bereitzustellen und Walker wieder an den Start zu bringen.
Cervantes kehrte erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt zu Red Bull Romaniacs zurück und brachte eine beeindruckende Erfolgsbilanz mit: fünf Titel in der Enduro-Weltmeisterschaft sowie 21 spanische Enduro-Meisterschaften. Nach einem starken Start in der Adventure Core Class am ersten Offroad Tag wurde das Rennen für ihn am zweiten Tag deutlich schwieriger. Als er jedoch sah, dass Walker in der Adventure Ultimate Class um eine Podiumsplatzierung kämpfte, traf er sofort die Entscheidung, seinem Teamkollegen zu helfen. Walkers vierter Platz am heutigen Tag war nicht nur das Ergebnis seines eigenen Kampfgeistes, sondern auch ein beeindruckendes Beispiel für Teamgeist im Motorsport.
Adv Ultimate Ergebnisse:
- Pol Tarrés (AND
- Mario Roman (ESP)
- Dieter Rudolf (AUT)
Anspruchsvolle Sektionen, Hillclimbs, rutschige Felspassagen und ein abwechslungsreicher Mix aus unterschiedlichstem Terrain warteten auf die Fahrer der Adv Core Class. Die große Herausforderung kam jedoch erst nach dem Service Point in Form eines klassischen, steilen und langen rumänischen Downhills. Einige Fahrer mussten absteigen und ihre schweren Adventure Bikes kontrolliert bergab schieben. Zusätzlich forderten rutschige Auffahrten viel Kraft und Energie.
Sam Sunderland (GBR, Triumph) erwischte heute keinen perfekten Tag und verlor etwas Zeit. Da ihn jedoch nur zwei Minuten vom Gesamt Führenden trennen, bleibt der Kampf um den Sieg weiter offen und wird sich erst auf den letzten Metern entscheiden.
Adv Core Ergebnisse:
- Jose Antonio Lombardia (ESP)
- Rene Columna (DOM)
- Panagiotis Kouzis (GRC)
Die ADV Lite Class hatte es heute mit einer etwas einfacheren Strecke zu tun. Dennoch sind auch in dieser Klasse die Strapazen der vergangenen Tage deutlich spürbar. Zum Abschluss warteten einige klassische, lange und steile Romaniacs-Downhills auf die Fahrer. Die größte Herausforderung wird nun sein, den letzten Renntag erfolgreich zu überstehen.
ADV Lite Ergebnisse:
- Adrian Raduta (ROU)
- Mark Newton (NZL)
- Liviu Mircea Bereteu (ROU)
Die Fahrer der eMoto Hobby Class erlebten einen abwechslungsreichen und erfolgreichen Enduro-Tag. Valentin Rehrl (DEU) sicherte sich den Tagessieg, während Martin Dosch (DEU) weiterhin die Gesamtwertung anführt. Da jedoch noch ein Offroad Day bevorsteht, bleibt der Kampf eng und weiterhin alles möglich. Das entscheidende Duell um den Sieg könnte in der Hillclimb Arena stattfinden, wo sowohl das Können der Fahrer als auch die Performance der eMotos darüber entscheiden werden, wer am Ende ganz oben auf dem Podium steht.
eMoto Hobby Ergebnisse:
- Valentin Rehrl (DEU)
- Martin Dosch (DEU)
- Dani Otil (ROU)

Michal Fujak (POL) Adv Ultimate Class
Am morgigen Samstag, 1. August, kehren die Teilnehmer für den finalen Offroad Day in die Region um Sibiu zurück. Alle Klassen treffen in der spektakulären Finish Hillclimb Arena zusammen und werden tausenden Zuschauern noch einmal eine letzte beeindruckende Show bieten.
Prolog-Mastermind Andy Fazekas hat eine spannende Kombination aus neuen Hindernissen vorbereitet, um die Fahrer vor der Ziellinie noch einmal vor eine letzte Herausforderung zu stellen. Danach überqueren sie die langersehnte Ziellinie und dürfen sich den Titel Red Bull Romaniacs „UNSTOPPABLE“ Finisher sichern.
Die von Martin Freinademetz im Jahr 2004 gegründeten Red Bull Romaniacs sind eine fünftägige Hard Enduro Rallye, die weltweit ihresgleichen sucht. Die Teilnehmer erleben einige der beeindruckendsten Landschaften der transsilvanischen Karpaten und stellen sich gleichzeitig den härtesten Streckenbedingungen, im Kampf um einen Platz auf dem Red Bull Romaniacs Podium, oder einfach nur, um das Ziel als offizieller Finisher zu erreichen. Das Event entwickelt sich kontinuierlich weiter und baut die Adventure Bike Kategorie erfolgreich aus. Zusammen mit den Enduro- und eMoto-Klassen umfasst das Rennen inzwischen neun Wertungsklassen.

Offroad Day 3 Finish
Photo credit: Ionut-Vesa, David Ramba, Vlad-Dumitru, Andrei-Balasan, Imke-lamsma, Press Release: Susan Mould
Premiere in Lauchhammer: Nach dem erfolgreichen Rennwochenende im tschechischen Trstenice richtet sich der Blick im ECHT Endurocup bereits auf die nächste Station der Saison. Trotz wechselhafter Wetterbedingungen mit Regen, Schlamm und anspruchsvollen Streckenverhältnissen erlebten Fahrer und Zuschauer packenden Offroadsport. Nun wartet auf die Teilnehmer eine ganz besondere Premiere: Am 08. und 09. August gastiert der ECHT Endurocup erstmals in Lauchhammer. Auf einer komplett neuen Strecke werden die nächsten Meisterschaftspunkte vergeben – auch wenn der Austragungsort selbst für viele Endurofans kein unbekannter ist.

Lange ist es her, dass in Lauchhammer die letzten Endurorennen ausgetragen wurden. Bereits in den 2000er- und 2010er-Jahren fanden auf dem Gelände Veranstaltungen statt, bei denen unter anderem der Sächsische Offroadcup sowie die Meisterschaft der ESC Dirtriders Station machten. Nun kehrt der Endurosport nach vielen Jahren an diesen traditionsreichen Standort zurück.
Einen ersten Vorgeschmack auf das neue Veranstaltungsgelände gab es bereits vor wenigen Wochen. Im Rahmen der RacePreps-Trainingsveranstaltung nutzte der ECHT Endurocup die Gelegenheit für ein kleines Testrennen. Damals machte allerdings starker Regen den Fahrern zu schaffen und verwandelte die Strecke in eine echte Schlammschlacht. Unter normalen Bedingungen zeigt das Gelände jedoch sein volles Potenzial und bietet alles, was das Endurofahrerherz höherschlagen lässt. Anspruchsvolle Waldpassagen, kleine Auffahrten sowie Streckenabschnitte auf der Motocross-Anlage sorgen für einen abwechslungsreichen Mix und versprechen spannende Rennen.
Einen ausführlichen Einblick in das Trainingsrennen sowie ein Interview mit Serienchef Mario Dietzel gibt es auf YouTube:
Sportlich wartet ein kompaktes Rennwochenende auf die Teilnehmer. Am Samstag steht der 4-Stunden-Endurosprint auf dem Programm, ehe am Sonntag die Fahrer des 3-Stunden-CrossCountry um die nächsten Meisterschaftspunkte kämpfen.
Wer selbst dabei sein möchte, kann sich noch bis Dienstag, 12:00 Uhr, online anmelden: Link zur Anmeldung
Mit der Rückkehr des Endurosports nach Lauchhammer schlägt der ECHT Endurocup ein neues Kapitel auf. Eine neue Strecke, ein traditionsreicher Standort und offene Kämpfe um wichtige Meisterschaftspunkte versprechen ein Rennwochenende, das Fahrer und Zuschauer gleichermaßen begeistern dürfte.
Alle weiteren Infos wie die Starterliste zum Rennen gibt es wie immer unter: www.endurocup.de

PA/Fotos: DG Design/Denis Günther
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