Der "Tiger" Helly Frauwallner greift bei der größten europäischen Rallye wieder an. 9.000 Kilometer quer über den Balkan nach Gibraltar - auf der Jagd nach dem Titel. Nach seinem kürzlichen Sieg in Griechenland geht es für Helly gleich zur nächsten Rally. Griechenland war für ihn nur eine Vorbereitung - so sagt er zumindest... unendlich größer sind nun aber die bevorstehenden Strapazen, wenn es mit der Langstreckenrally "Black Sea - Gibraltar 2017" wieder quer durch Europa geht!

 

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Ein internationales Starterfeld mit rd. 200 Motorradfahrern, Quads und Autos rittern dabei um den Sieg dieser außergewöhnlichen Rally!

Gestartet wird am 24. Juni 2017 - dieses Mal am Schwarzen Meer in Burgas (Bulgarien). Danach geht es quer über den Balkan. Dieser Abschnitt ist besonders beschwerlich... geht es mehrere Tage über unwirkliche, teilweise einsame Gegenden und Hochebenen mit viel Staub. Diese erste lange Etappe führt dabei direkt nach Tirana in Albanien, wo mit der Fähre nach Italien (Bari) übergesetzt wird. Dort verläuft die Rally bis in die Nähe von Rom, wo abermals eine Fähre genommen werden muss. Vorbei an Korsika und Sardinien, in nur einem Tag mit der Fähre, landen dann die Piloten in der Weltstadt Barcelona.

Hier kommt es auch zum großen Wechsel des österreichischen Serviceteams. Bis hierher werden der Mechaniker Anton Fassold und Sohn André Frauwallner aus Bad Gleichenberg unseren Piloten Helly Frauwallner mit dem Begleitfahrzeug - voll beladen mit Ersatzteilen und Ausrüstung - begleiten.

In Barcelona kommt es dann zum Wechsel und Mechaniker Ernst Huber und Bertram Mayer übernehmen die Aufgaben ihrer Kollegen. Stets bereit, dass etwas am Motorrad zu reparieren ist, die Navigationsgeräte von Garmin am Motorrad (Yamaha WR 450F) jeden Tag mit der neuen Route bespielt werden und man auch Kontakt mit zu Hause hält - die Fans wollen ja informiert werden.

 

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Von Barcelona geht’s dann über die Pyrenäen (Andorra) in Richtung Madrid in Spanien und weiter nach Portugal, bis hoffentlich das Ziel am 7. Juni 2017 in Gibraltar unfallfrei von Helly und dem kleinen Serviceteam - mit dem gesamten Rally Tross - erreicht wird.

Für Helly geht es bei dieser Langstreckenrally wieder um etwas Besonderes - es geht um die Titelverteidigung, hat er ja bereits 2016 diese Rally gewinnen können. Entsprechend angespannt ist Helly deshalb auch schon im Vorfeld. Er geht daher dieses Jahr mit Startnummer 1 an den Start.

Viel passieren kann auf diesen fast 9.000 Kilometern und 15 Tagen - quer durch 8 Länder. Es gilt nicht nur schnell, sondern auch taktisch zu fahren. "Es gibt keine Routine bei einer Rally - jede ist anders und jeden Meter kann dir was passieren", so Helly. "Materialfehler, Konzentrationsfehler, das plötzliche Hereinlaufen eines Tieres oder eines Menschen - all das kann zu einem katastrophalen Unfall führen. Der Tod begleitet dich auf jeder Rally. Und ich bin unendlich dankbar für meinen Schutzengel, der mich bis jetzt begleitet hat!" Trotz des enormen Risikos kann Helly es nicht lassen. "Es ist wie eine Sucht" meint Helly "wenn man einmal gewonnen hat, kann man nicht mehr mit der Jagd nach dem Sieg aufhören"!

Geschwindigkeitsübertretungen bedeuten aber bei einer Rally ebenso Punkteabzüge, wie dies auch bei einem zu frühen Start bestraft wird. Heute kann per GPS alles exakt gemessen werden. Helly ist nach vielen Jahren mittlerweile diesbezüglich sicherlich sehr erfahren, auch wenn er am liebsten den jungen Piloten oft auf und davon fährt. Nichts hat Helly bisher eingebüßt, von seiner Spritzigkeit, seinem Willen zu siegen und seinem unendlichen Durst nach neuen Herausforderungen und Abenteuern...

Erlebe es mit, hautnah auf Facebook... wenn Helly die Reifen glühen lässt, den Gashebel aufdreht, der Motor laut dröhnt - und er wieder um den Sieg mitfährt... Bleib dabei!

Die bewährten Sponsoren, bei denen sich der Pilot bedankt, denn ohne Sie wäre dieses Abenteuer unmöglich:

Infos auf: http://helly-frauwallner.at/ 

 

 

Quellen: Frauwallner


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