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ECC Nin: Der Enduro-Austria Race-Report!

Enduro Lika dürfte den meisten ja schon ein Begriff sein. Das Veranstalter Team hat es nun geschafft die Genehmigung für ein weiteres Rennen zu bekommen. Auf einem aufgelassenen Militärstützpunkt direkt am Meer in Nin. Und wer schon mal in Lika war, der weiß, dass die Jungs keine halben Sachen machen. Von der Anmeldung her über das asphaltierte Fahrerlager, Verpflegung, Toiletten, bis hin zur Zeitnehmung hat alles gepasst. Die Strecke sowieso.

Der Samstag stand allen zum Trainieren zur Verfügung. Wie lange die Strecke war, kann ich gar nicht einschätzen, Fahrzeit jedoch so um die 15 Minuten aufwärts. Und es war alles drinnen was ein einer Endurorunde drinnen sein kann. Wirklich alles!

 

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Angefangen hat es recht konservativ mit Baumstamm und dann ein paar Auf-Abfahrten. Dann gleich mal mit Vollgas raus auf die Startbahn. 3. 4. 5. und voll in die Eisen. Natürlich viel zu früh, sowas gibt’s halt sonst auch nirgends. Nächste Runde halt später bremsen, aber wieder zu früh. Also alle guten Dinge sind drei. Und wieder, 3. 4. 5. 6. und huiiiiiuiui!! gut, dass die Rollbahn noch net aus war! Irgendwer muss halt a neues Bandl spannen…

Weiter ging‘s über die Enduro-Cross Bahn. Schon alleine an den Hindernissen habens bestimmt a Woche gebaut. Betonrohre, Baumstämme, Reifen, Steinfeld, Mauern längs und quer. Schwierig, aber alles zu schaffen und falls nötig konnte man die großen Hindernisse auch umfahren. Weiter ging‘s durch den Wald zum Strand. Ist zwar vielleicht für die meisten nichts Besonderes, ich bin aber vor lauter Freude gleich mal durchs Meer gefahren. Zurück im Landesinneren gings wieder hoch und runter und dann in bester Cross Country Manier kreuz und quer über die Wiesen. Zwischendurch wieder kurze Waldstücke bis hin zu den Steinhaufen. Mitten im Wald hat das Militär oder die Gemeinde oder sonst wer über Jahre Schutt abgelagert. Da konnte sich nun jeder seinen schnellsten Weg hindurchsuchen.

 

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Der nächste Wald hatte zwar schon bessere Zeiten hinter sich, aber umgestürzte Bäume geben hervorragende Hindernisse ab. Von schräg bis schief war alles dabei. Zu guter Letzt dann die Immobilientour. Ob Offizierscasino oder Werkstatt war oft schwer zu sagen, die Latrinen waren sicher dabei. Stiegen rauf runter, durch enge Türen durchquetschen, oder gleich durchspringen. Alles möglich, nur die feuchten Stellen durfte man nicht unterschätzen... Zum Schluss noch kurz durch den Wald und gleich noch mal von vorne.

 

Link: http://www.extremeendurolika.eu/index.php/eecc-nin

 

Am Sonntag gings dann zeitig los. Von 8 bis 9 wurden die Transponder ausgegeben, um 10 Uhr wurde dann die Klasse Expert in einer Reihe auf der Landebahn aufgestellt. Gestartet wurde mittels Fahne, Motor an das Moped hinten am Kotflügel haltend. Mit einem Bocksprung rauf und 1,5 Stunden Gas geben. Die Schnellsten schafften 7 Runden. Dann die Klasse Hobby und Veteran. Laufzeit eine Stunde und die Strecke wurde leicht entschärft. Eine Auffahrt wurde weggelassen und ein paar Hindernisse wurden erleichtert. So wurde zB ein kleiner Baum vor den größeren gelegt oder einer zwischen zwei Hindernissen entfernt damit man etwas Anlauf nehmen konnte. Es war also für alle schaffbar. Am Nachmittag dann das Gleiche nochmal. Zum Schluss wurden die zwei Läufe zusammengezählt und die Gewinner durften sich über tolle Preise freuen.

 

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Ergebnisse auf: http://www.speed-timing.hr/MX_HRVATSKA_2017/08_EXTREME-CROSSCOUNTRY-NIN/

Die Anreise ist zwar etwas weit, aber es hat sich gelohnt. Vor allem konnte man dem Winter noch für zwei Tage entkommen. Hotels gibt es in dieser Gegend en masse, und da die Saison eigentlich schon vorbei ist, passen auch die Preise. Sonne Meer und fast 20 Grad gibt’s bei uns sowieso nicht mehr. Und nach dem Rennen ein Bier am Strand zu trinken ist sowieso das Geilste.

Das Rennen wird es nächstes Jahr wieder stattfinden. Es wird jedoch ein Termin im Frühling angestrebt. Durch die Lokation kann das Rennen durchaus als Familienausflug genutzt werden. Also den Enduro-Austria Rennkalender im Auge behalten und sobald der Termin für Nin 2018 auftaucht im Kalender rot anstreichen. Es zahlt sich aus!

 

Report: Enduro-Austria, Anton Edlinger


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