ÖEC Lauf 2 Hackstockgraben: Viel Sonne am Tag, noch viel mehr Regen in der Nacht, so lässt sich das Rennen in Lunz am besten beschreiben. Doch jetzt mal der Reihe nach. TAG 1 Sonnenschein, da lacht das Herz. Bei bestem Wetter wurde die Runde Freitagmittag freigegeben. Feinstes Endurogelände, 4 schwere Streckenteile so um die 8 km lang...

 

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Gleich zu Beginn ging‘s gewaltig nach oben. Der Steilhang hinterm Haus zeigte sich von seiner besten Seite. Es geht zwar fast senkrecht nach oben, aber beim Boden konnte man so richtig reinhalten, geil. Beim zweiten Checkpoint war dann mal nichts mit voll reinhalten. Es ging den Bach rauf. Der Bach war zwar nicht mehr da, wurde vom Hacki umgeleitet, nass war’s aber trotzdem noch. Um nicht gleich alle Helme platzen zu lassen, gab’s eine Ausfahrt in der Mitte der Sektion. Die Beschilderung war ein großes und ein kleines Pimp... Ein paar mit großem Pimp... haben sich zwar raufgekämpft, aber ich glaub nicht, dass es sich jemand ein zweites Mal angetan hat. Zum Schluss motorradhohe Felsen überzogen mit bestem Lunzer Gatsch. Vor allem da für den Renntag die Hälfte genug ist um das Kreuzerl CP2 zu bekommen. Für alle die bis jetzt alles gefahren sind waren die letzten 2 schweren Zonen nur mehr obligatorisch abzufahren. Der Jägersteig war bei diesem Wetter kein Problem, beim vierten Punkt ging‘s zwar ordentlich runter, aber nach unten geht’s ja immer. Auch wenn bei manchem die Augen rausgekommen sind.

Ein wichtiger Punkt am Freitag ist wie immer die Qualifikation. Erspart man sich dann doch den Stau in der ersten Runde. Vor allem kann man am Freitag zuerst eine Besichtigungsrunde fahren, für alle die erst am Samstag kommen gibt’s dann nur die gezeitete Runde. Leider hab ich mir die Qualiergebnisse nicht aufgeschrieben, aber irgendwer wird’s schon gewonnen haben. Spannend wurde es dann am Abend. Das Endurocross Hackstockgraben wurde gestartet.

 

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Durch die sehr selektive Stecket meldeten sich diesmal nur 25 Fahrer. Dadurch gab es eine etwas kreative KO-Phase, doch am Ende fanden sich die 6 schnellsten fürs Finale. Oliver Moser, Patrick Käfer-Schlager, Matin Ortner, Roberto Pirpamer, Christian Resinger und Mathias Buchinger stellten sich Lenker an Lenker auf die Startgerade. Da bereits nach 30 Metern das sehr enge Hängerhindernis wartete, lauschten alle sehr gespannt auf den Startschuss.

Es ging weniger darum den Schuss zu hören, eher um sich nicht zu schrecken, denn neben dieser Pistole würde sich so mancher Panzer alt anhören. Also Schuss und los ging‘s. Alle 6 fast zugleich zum Traktoranhänger und da konnten nur 2 zugleich drüber, und das ist schon sehr knapp. Was nun den unterschied machte sei dahingestellt (Gas, Hirn, Größe der Brunftkugeln, ...) aber Roberto führte das Feld dann in die erste Runde. Einen Meter hinter ihm die schreiende 300er vom Martin.

Dann schon eine kleine Lücke zum restlichen Feld. Da das Rennen nur über 5 Runden geht war einfach immer was los. Bei jedem Hindernis, in jeder Kurve und auf jeder Geraden wurde gekämpft, gedrängt und versucht irgendwie am Vordermann vorbei zu kommen. Tolle Leistung von allen Athleten, denn obwohl hart gekämpft wurde hat niemand den anderen wirklich unfair runtergeholt.

Gewonnen hat schlussendlich Martin Ortner vor Roberto Pirpamer. Dritter wurde der erst 15 Jährige Mathias Buchinger. Von dem werden wir in den nächsten Jahren noch mehr hören. So ging der erste Tag zu ende. Alle trafen sich noch im Zelt um den ersten Tag zu besprechen und sich für den zweiten Tag zu stärken.

Weiter geht’s dann am 11.06. mit dem Bericht vom Tag 2...

Link: http://www.endurocup.at/

 

 

Bericht: Enduro-Austria, Anton Edlinger


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