
Red Bull Ring Erzberg Qualifiers 2026:
Am 31. Mai 2026 steigt das erste Hard Enduro Qualifikationsevent am Red Bull Ring. Hol dir deinen Startplatz für das Red Bull Erzbergrodeo von 4. bis 7. Juni.
Wichtige Infos vorab:
Den drei bestplatzierten Finalisten winkt ein Gratisstartplatz beim Red Bull Erzbergrodeo. Sollten die drei Podiumsplatzierungen für heuer schon angemeldet sein, wird der Startplatz auf das nächste Erzberg Event (2027) gutgeschrieben
Obendrauf werden bis zum 10 Platz jeweils zwei Besucherwochenendtickets vergeben
Auch das Nenngeld mit 50 € ist überschaubar, da ein „normaler“ Trainingstag in der Area24 um 55 € vergeben wird.
Zusätzlich zählt das Quali- Event zum Hard Enduro Worldranking in der Challenger Kategorie, somit gibt´s auch wertvolle Punkte hierfür zu ergattern!
Und nicht zuletzt ist es noch eine gute Möglichkeit sich den letzten Feinschliff für das Red Bull Erzbergrodeo zu holen, da die Area24 alle Möglichkeiten dazu bietet!

Das Ergebnis des Red Bull Ring Erzberg Qualifiers ist Teil des neuen Hard Enduro World Ranking. Die topplatzierten Rider sammeln in der Kategorie Challenger also zusätzlich Punkte für die Weltrangliste.
VOM SPIELBERG ZUM ERZBERG – DER RENNMODUS* Das Starterfeld ist auf 60 Rider limitiert. Nach dem freien Training geht’s richtig los. Jeweils zehn Starter gehen gleichzeitig in den Hard Enduro Loop. Die Auswahl der Gruppen erfolgt nach Anmeldungseingang. Pro Durchgang muss eine Runde absolviert werden. Gestartet wird mit stehendem Motor und nach oben geschwenkter Flagge. Die besten fünf Wettkämpfer jeder 10er-Runde steigen direkt in die nächste Runde (Semifinale) auf. Für die Plätze 6 bis 10 gibt es eine zweite Chance. Zwei Rider aus allen 6-10 Platzierten ziehen ins Semifinale nach.
Das Semifinale besteht aus drei Gruppen zu je zwölf Ridern. Je fünf – also insgesamt 15 Hard Enduro Spezialisten – bestreiten das große Finale. Bist du in dieser auserwählten Truppe dabei, hast du die Chance auf einen von drei Startplätzen fürs Red Bull Erzbergrodeo 2026! *) Änderungen vorbehalten.
ZEITPLAN 09:00-10:00 Uhr Anmeldung & Startnummernausgabe im Enduro Check- In am Offroad Bike Track des Red Bull Ring 10:00-12:00 Uhr Freies Training in der Area24 13:00 Uhr Riders Briefing 13:00-16:00 Uhr Red Bull Ring Erzberg Qualifiers – Rennen 17:00 Uhr Siegerehrung
Link: Info und Anmeldung
Quellen: Projekt Spielberg, Fotos: RB Ring, Philip Platzer

Update in der Listenführung des Hard Enduro World Ranking (HEWR)
Seit kurzem kann das Ranking auch nach Nationen sortiert werden. Bei den Österreichern führt demnach derzeit Lorenz Steinkellner die Liste der Österreicher an. Gesamt liegt Steinkellner auf Rang 25. Es wird interessant werden wie sich die Liste nach dem Red Bull Erzbergrodeo weiter verändert...
(Stand 22.Mai 2026)
Hier die Top 5 Österreicher mit Punkten:
25 AUT Lorenz STEINKELLNER 525
31 AUT Maurice EGGER 500
73 AUT Lukas HOFER 276
77 AUT Jakob BLAZOVICH 269
77 AUT Valentino HUTTER 269
Top 5 der Gesamtwertung:
1 DEU Manuel LETTENBICHLER 2400
2 ESP Mario ROMAN 1900
3 BGR Teodor KABAKCHIEV 1680
4 GBR Billy BOLT 1620
5 GBR Mitch BRIGHTMORE1560
Link: Hard Enduro World Ranking - HEWR
Tipp: Hol dir noch einen Startplatz für das Red Bull Erzbergrodeo 2026 beim Red Bull Ring Erzbergrodeo Qualifiers am 31. Mai 2026 am Red Bull Ring!

Die Jugend darf heuer noch vor dem Roots of Türnitz die Trails befahren:
Infos für das bevorstehende Event am Samstag in Türnitz mit leicht abgeändertem Zeitplan:
Teilnahmeberechtigt sind Kinder und Jugendliche von 6-16 Jahren, vom Einsteiger bis zum ambitionierten Könner. Auch Damen sind herzlich willkommen und können in einer für sie passenden Gruppe teilnehmen.
Zeitplan 23. Mai 26
07:30 – 08:30 Uhr Anmeldung und Administration
08:45 – 09:00 Uhr Fahrerbriefing, Vorstellung der Instruktoren, und Gruppeneinteilung
09:00 - 12:00 Uhr Training in Gruppen
12:00 - 13:00 Uhr Mittagspause
13:00 - 16:00 Uhr Training in Gruppen
Alle Infos auf: https://enduro4kids.at/

Auch am zweiten Tag der Enduro Trophy wurde den Zuseherinnen und Zusehern wieder packender Motorsport geboten. Die Fahrer*innen lieferten sich spannende Positionskämpfe auf einer erneut äußerst anspruchsvollen Strecke, die alles abverlangte – technisch, konditionell und mental.
Doch die Herausforderungen spornten die Racer*innen nur zusätzlich an: Viele steigerten ihre Leistungen im Vergleich zum Vortag spürbar und beeindruckten mit präziser Linienwahl, mutigen Überholmanövern und beeindruckender Ausdauer. Besonders bemerkenswert war dabei das faire Fahrverhalten auf der Strecke. Mehrfach hielten Fahrer*innen an, um gestürzten Konkurrent*innen Unterstützung zu leisten – ein starkes Zeichen für den sportlichen Geist dieser Veranstaltung.

Maurice Egger (STMK) konnte an seinen Sieg vom Vortag anknüpfen und sicherte sich auch am Sonntag in der Klasse ÖM Open den obersten Podestplatz. Während Valentino Hutter (STMK) für seine herausragende Leistung mit dem zweiten Platz belohnt wurde, fuhr Florian Herzog (NÖ) auf Platz 3. In der Klasse ÖM Junioren gelang es Nace Jelenc (SLO), sich im Sprintrennen den Siegestitel zu sichern. Der Sieger des gestrigen Rennens, Lorenz Steinkellner (KNT)), erreichte Platz 2, gefolgt von Lukas Hofer (STMK), der Platz 3 belegte. Maximilian Hofer (POL) zeigte erneut, was in ihm steckt – er gewann nach dem Samstagrennen auch das sonntägige Race in der Klasse ÖM Jugend, dicht gefolgt von Philipp Leitner (STMK) und Kimi Schuppe (KNT).
Die Klasse E1 dominierte Nico Sterner (KNT) vor Niklas Kruisz (NÖ) und Martin Hirner (STMK).
Stefan Oberngruber (OÖ) bewies auch beim Sprint wieder sein Talent uns sicherte sich Platz 1 in der Wertungsklasse E2. Tobias Auer (STMK) und ibi Racer Christian Öffl (STMK) gelang es ebenfalls, sich wohlverdient einen Podestplatz zu sichern.
In der Klasse E3 siegte Philipp Schneider (VBG) wieder souverän, diesmal vor Sven Zeilinger (NÖ) und David MIklau (KNT).

In der Klasse Damen ließ Viktoria Dorfer (STMK) erneut keine Gelegenheiten aus, sich auf der Strecke zu beweisen. Ihr gelang es, nach dem Rennen vom Vortag auch am Sonntag den Sieg nach Hause zu fahren. Carina Starzinger (SZBG) sicherte sich Platz 2, Gerlinde Kautschitz (STMK) Platz 3.
Anton Edlinger (STMK) dominierte das Starterfeld in der Klasse Senioren und gewann vor Milos Novakovic (SLO) und Günther Wurzer (STMK).
Bei den ‚wahren‘ Legends siegte am Sonntag wieder Karl Oswald (STMK) vor Martin Treven (KNT) und Günter Schopohl (STMK) wurde wie schon am Samstag toller Dritter.
In der Jugend-Klasse überzeugte erneut Max Dorfer (STMK) mit seinen Leistungen und sicherte sich Platz 1. Während Lorenz Schweiger (NÖ) Platz 2 für sich beanspruchte, erreichte Paul Wurzer (STMK) Platz 3.

Auch der Enduro Nachwuchs ließ am Nachmittag aufhorchen: Mit Tempo, Technik und Übersicht rasten die jungen Talente über die Strecke und bewiesen eindrucksvoll, dass mit ihnen in Zukunft zu rechnen ist.
In der Klasse Bambini sicherte sich Luis Moser (KNT) vor Leon Tazreiter (NÖ) und Tobias Till (STMK) den obersten Podestplatz. Alex Kogelmann (NÖ) vom MSC-Schrems konnte sich in der Klasse Kinder den Sieg holen, Bruder Mike Kogelmann (NÖ) fuhr auf Platz 2 und Raphael Lobnig (KNT) auf Platz 3.
Der Kenny Hole Shot Sieger des zweiten Tages wurde diesmal bei der Klasse Kinder gewertet, und hieß Alex Kogelmann (NÖ).
Nach einem langen, intensiven Renntag fand der zweite Veranstaltungstag schließlich ein gelungenes Ende – mit strahlenden Gesichtern, ehrlichem Applaus und dem Gefühl, Teil eines ganz besonderen Sports gewesen zu sein.

Infos: www.enduro-trophy.com
Instagram: enduro_trophy
Facebook: Enduro Trophy

PA: Mag. Michael Marn/Sportduro, Fotos: Sportduro/Michael Jurtin

Die neue Radian EXR: Der Hersteller spricht von der Markteinführung eines bahnbrechenden elektrischen Enduro-Motorrads, das den Offroad-Wettbewerb neu definieren wird. Die Akku Wechsel - Technologie und weitere Ausstattungsmerkmale lassen schon mal aufhorchen:

Radian: Die EXR ist das erste wirklich wettkampftaugliche elektrische Enduro-Motorrad und behebt die wichtigsten Einschränkungen, die elektrische Plattformen im Rennsport bisher behindert haben – allen voran Reichweite und Ladezeit. Ihr zum Patent angemeldetes InfiniPack-Akkusystem ermöglicht einen werkzeuglosen Akkuwechsel in unter 30 Sekunden , sodass Fahrer kompromisslos im Offroad-Rennsport antreten können.

Video Radian EXR:
Wichtigste Merkmale der Radian EXR:
- 70 PS / 1060 Nm – atemberaubende Leistung mit sofortigem Drehmoment
- Akkuwechsel in weniger als 30 Sekunden – ganz ohne Werkzeug
- Bis zu 115 km oder 7 Stunden Offroad-Fahrt
- Integrierter intelligenter Stauraum bietet Platz für alles, was Sie brauchen, ohne dass Sie einen Rucksack mitnehmen müssen.
- Ein Bike, unendliche Persönlichkeiten – vollständig konfigurierbare Fahreigenschaften
- Erstklassige Verarbeitungsqualität mit hochwertigen Komponenten (KYB, Brembo) und einem innovativen Aluminiumchassis
- Ab 14.450 € , verfügbar ab dem 4. Quartal 2027

Die Radian EXR stellt einen bedeutenden Durchbruch im Bereich des elektrischen Enduro-Rennsports dar und bildet eine solide Grundlage für die Zukunft aller Offroad-Wettbewerbe.
Link: www.rideradian.com



Quellen: Radian
Lettenbichler übernimmt Führung beim Alestrem und baut sie beim XL Lagares maximal aus:
Nach nunmehr neun Rennen gibt es einen Führungswechsel in der aktuellen Wertung im Hard Enduro World Rankings. Der KTM Werksfahrer Manuel Lettenbichler aus Kiefersfelden in Bayern übernahm bereits mit seinem Sieg im Main Event des Alestrem in Frankreich den aktuell ersten Platz von seinem Markenkollegen Trystan Hart aus Kanada und baute seine Führung mit dem Sieg beim XL Lagares weiter aus.
Nach zwei Siegen bei den Premier Events Alestrem in Frankreich und XL Lagares in Portugal ging die maximale Punktzahl aus beiden Rennen an den Superstar des Hard Enduro. Red Bull KTM Werksfahrer Manuel Lettenbichler. Mit 2.400 Punkten liegt der Bayer aus Kiefersfelden im Hard Enduro World Ranking nun 600 Punkte vor dem Spanier Mario Roman.
Somit wanderte die Führung bereits nach dem Alestrem vom nordamerikanischen auf den europäischen Kontinent. Der ehemals Führende Kanadier Trystan Hart - der in Frankreich und Portugal nicht am Start war - liegt aktuell auf Platz 28. Der Spanier Mario Roman (Husqvarna) festigt seinen 2. Platz und SuperEnduro Ikone Billy Bolt (Husqvarna), der beim Alestrem Zweiter wurde, ordnet sich als Dritter im aktuellen Ranking ein.
Massiver internationaler Zuspruch
Das Hard Enduro World Ranking erfreut sich sowohl bei Veranstaltern als auch bei Fahrern und den Fans einer wachsenden Begeisterung und ist gleich mit den ersten neun Rennen international breit und bestens aufgestellt:
- Grinding Stone Hard Enduro (Kategorie Masters) in den USA
- Reetzer Hardenduro (Kategorie Challenger) in Deutschland
- Hardstone Hard Enduro (Kategorie Challenger) in der Türkei
- Alestrem (Kategorie Premier) in Frankreich
- Hard Enduro Arsenal (Kategorie Masters) in Rumänien
- Enduro Trophy Perchau (Kategorie Challenger) in Österreich
- Extreme XL Lagares (Kategorie Premier) in Portugal
- Hells Ride Hard Enduro (Kategorie Challenger) in Österreich
- Valleys Hard Enduro (Kategorie Masters) in Wales
- Enduro Trophy Red Bull Ring (Kategorie Challenger) in Österreich
In Zahlen ausgedrückt verzeichnen wir aktuell 10 absolvierte Rennen in 7 Ländern und 3 Kontinenten. 20 weitere Rennen werden nach aktuellem Stand in 2026 folgen und mit dem Valleys Xtreme wird das erste Rennen in 2027 folgen.
Insgesamt sind somit aktuell bereits 28 Rennen in 18 Ländern auf 5 Kontinenten Teil des Hard Enduro World Ranking! Die Registrierung ist jedoch nach wie vor auch für das Jahr 2026 möglich und wir gehen davon aus, dass zahlreiche weitere Events sich einschreiben und anschließen werden, um von den massiven Vorteilen zu profitieren!
Stand April eröffnen sich im Jahr 2026 für die Fahrer also mindestens weitere 19 Möglichkeiten, Punkte im Hard Enduro World Ranking zu sammeln und sich mit entsprechenden guten Ergebnissen Chancen auf das Preisgeld in der weltweit einzigartigen Rekordhöhe von US$ 100.000 zu erarbeiten. Wobei wir an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass die nur besten 8 Ergebnisse eines Fahrers pro Kalenderjahr gewertet werden.
Fortlaufende Optimierung der Website
Das Hard Enduro World Ranking ist noch jung. Offiziell im Februar ins Leben gerufen, werden nun in allen Bereichen Optimierungen identifiziert und umgesetzt. Erste Schritte wurden in der Darstellung der Events und im Ranking vorgenommen. Im “Season Ranking” gibt es eine deutlich verbesserte Darstellung der Tabelle und bei Klick auf die Fahrer werden nun auch die einzelnen Ergebnisse angezeigt. Am Beispiel Manuel Lettenbichler: 2 Premier Events (Alestrem und XL Lagares), die Länderkennzeichnung, die Platzierung und die entsprechenden Punkte je Event. In den kommenden Wochen werden wir fortlaufend weitere Verbesserungen wie eine Suche und Filtermöglichkeiten umsetzen.
Erstes Supreme Event -> Red Bull Erzbergrodeo
Als nächste Rennen stehen an:
- Locked-n-loaded Hard Scramble in den USA (23. & 24. Mai 2026, Premier Kategorie)
- Red Bull Erzbergrodeo (4. - 7. Juni 2026) -> Kategorie Supreme! Mit der 30. Ausgabe des legendären und prestigeträchtigsten Ein-Tages-Events Red Bull Erzbergrodeo haben die Fahrer erstmals die Möglichkeit, 2.000 Punkte für den ersten Platz verbuchen zu können.
Brazil calling: Minas Riders ist zurück!
Nennenswert ist auch dieser Neuzugang in Brasilien: Unter der Regie von Red Bull Romaniacs Team um Martin Freinademetz wird dort derzeit mit dem Minas Riders eine Hard Enduro Rally mit Romaniacs-DNA organisiert. Datum: 29.09.-03.10.2026 | Kategorie: Premier. Die Einschreibung ist ab 19.05.2026 möglich: www.minasriders.com
Hard Enduro World Ranking Arbeitsgruppe in Vorbereitung
Hard Enduro ist ein komplexer Sport. Um das riesige Potential unseres Sports nachhaltig zu nutzen und weiterzuentwickeln, braucht es einen Austausch und eine Abstimmung unter den Beteiligten. Das Hard Enduro World Ranking wird in den kommenden Wochen daher eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen, in der Vertreter der Fahrer, der Hersteller, der angegliederten Industrie, der Veranstalter und der Medien zusammenkommen, die Themen besprechen und miteinander abstimmen. Zunächst werden engagierte Kontakte vom Hard Enduro World Ranking eingeladen, die dann später durch gewählte Vertreter abgelöst werden sollen. Detaillierte Informationen dazu werden wir in einer der nächsten Pressemitteilungen bekannt geben.
Hard Enduro World Ranking Top 10
Stand nach 10 Rennen
- Manuel Lettenbichler (D, KTM) 2.400
- Mario Román (E, Husqvarna) 1.900
- Teodor Kabakchiev (BG, Sherco) 1.680
- Billy Bolt (UK, Husqvarna) 1.620
- Mitch Brightmore (UK, GASGAS) 1.560
- Wade Young (ZA, KTM) 1.164
- Ashton Brightmore (UK, GASGAS) 1.080
- Matthew Green (ZA, KTM) 1.035
- James Moore (ZA, Beta) 951
- Eddie Karlsson (S, Stark) 900
PA: Motomedia.at, Photos © KTM Library

Beta 350 RR X-Pro 350 4-Takt im Test. Hier der Enduro-Austria Erfahrungsbericht:
Beta-Zweitaktmodelle sieht man mittlerweile bei jedem Enduro-Event. Die Viertakter nehmen zu, sind aber noch immer relativ selten. Im Frühjahr hatten wir die Gelegenheit, die vergleichsweise wenig verbreitete und vermutlich preisgünstigste wettbewerbsfähige Viertakt-Enduro ausführlich zu testen. Hier unsere Erfahrungen:
Bereits bei der ersten Fahrt fühlt man sich auf der Beta sofort wohl. Ob Zufall oder nicht – Hebel, Lenker, Durchhang und Co. waren so gut eingestellt, dass das Fahrgefühl von Anfang an gut war. Einzig der Motor fiel bei kalten Temperaturen durch ein auffällig hohes Standgas und einen sehr hellen Auspuffsound auf. Das beruhigte sich nach ein paar Minuten, und der Motor läuft dann wieder unaufgeregt. Das wiederholte sich bei jedem Kaltstart.
Das Fahrwerk ist so abgestimmt, dass man bei normaler Gangart gleich begeistert ist. Das gute Ansprechverhalten und der Komfort verlangen natürlich Einbußen bei rennmäßiger Fahrweise. Um dorthin zu gelangen, muss man sich aber sehr bemühen. Im Gegensatz zum Fahrwerk muss man sich an den Motor erst einmal gewöhnen. Er läuft doch etwas anders als die Beta-Zweitaktarmada bzw. Konkurrenz.

Der Motor: Ein Aggregat mit einem schier unendlichen Drehzahlband. Die Beschreibung der Leistungsentfaltung lässt sich nicht in unten, mitte oder oben aufteilen. Der Motor hat keine spürbaren Übergänge und lässt sich immer seidenweich fahren. Er kommt einem sehr schwach vor, ist es aber nicht. Das Gerät ist das Gegenteil von brutal, hat aber trotzdem genug Leistung für alles, was ein Endurotrack im Gelände so bieten kann.
Ein moderner Motor. Man sieht das in der EnduroGP. Die Gesamtwertung wird mit den hubraumschwächeren Geräten gewonnen. So ist auch dieser Motor. Super zum Dosieren und hängt immer am Gas. Wer damit schnell sein will, muss auch ordentlich am Gashahn ziehen und die Vollgasstellung auch länger halten.
Die maximale Leistung ist in etwa wie die einer Zweitakt-250er, und die im Test maximal erreichte Geschwindigkeit war 139,7 laut GPS-Messung. Das war aber nur ein sehr kurzes Asphaltstück auf einer Verbindungsetappe mit einem Extrem-Mousse und der Originalübersetzung. Es ginge noch wesentlich mehr.
Sonst macht der Motor einen grundsoliden Eindruck und verlangt nicht nach viel Wartung. Zwei Ölkreisläufe, was den Motor vom Kupplungsabrieb trennt. Die Kupplungsbetätigung ist relativ streng, und die Beta-Kupplung quietscht und rupft leicht wie alle Beta-Kupplungen bei wiederholter harter Belastung, was sich allerdings nicht sonderlich auf die Performance auswirkt.

Was den Motor schon sehr von der 300er Schwester unterscheidet, ist die Tatsache, dass er bei langsamer Hardendurofahrt wie alle 4-Takt-Enduromotoren gerne mal abstirbt. Es passiert nicht oft, aber es passiert. Das soll aber nicht heißen, dass man mit dem Bike nicht Hardenduro fahren könnte. Man kann mit den Zweitaktern mit, muss aber konzentriert zu Werke gehen.
Bei langsamster trialähnlicher Fahrweise macht ein Zweitakter viel mehr Spaß. Alltagstauglicher dagegen ist in jedem Fall die 4-Takt-Beta. Da gibt’s kein Umdüsen und nichts zum Einstellen. Nicht mal das Standgas. Tanken und fertig. Der Verbrauch ist erwähnenswert gering und man hat fast die doppelte Reichweite des 300er Zweitaktmodells. Allerdings fängt man weit vorher zum schwitzen an weil die Tankanzeige bei 2,5 Litern Restbenzin schon zu leuchten beginnt. Theoretisch, denn wenn man im Gelände mal schief steht kann das auch schon bei 4,5 Litern passieren und das ist fast der halbe Tankinhalt. Egal, man kommt mit der Reserve unter schlechtesten Umständen mindestens 25 Kilometer.
Mappingschalter? Früher am Tank und während der Fahrt schwer erreichbar. Jetzt am Lenker und das macht es nicht besser. Die Mappings unterscheiden sich nicht sehr voneinander und die Traktionskontrolle ist nett gemeint, aber nicht wirklich brauchbar. Eigentlich kann man den Schalter ausbauen. Sehr positiv überrascht die Kühlung. Trotz intensiver Belastung haben wir das lüfterlose Motorrad nie zum Kochen gebracht. Ok. Es war Winter bzw. Frühjahr, aber bisher haben alle 4-Takter ohne Lüfter gekocht.
Was nicht besonders gefällt, ist die hohe Leerlaufdrehzahl beim Starten. Gerade beim Wegfahren vom Haus will man wenig Lärm machen, was einem durch das hohe Standgas und den grell klingenden Auspuff nicht gelingt. Wenn der Motor warm ist, läuft er wieder ruhig. Die Motoreinstellungen sollte man beim Kauf mit dem Händler diskutieren. Da lässt sich z. B. das Standgas auf 3 verschiedene Stufen einstellen, die dann von einem selbst nicht mehr verändert werden können.
Fazit: Der Motor läuft sehr sanftmütig, ist aber absolut renntauglich, wenn man den Gashahn bis zum Anschlag dreht. Für einen knackigeren Race-Sound sollte ein Rennauspuff geordert werden.
Fahrwerk: Mit dem Beta RX-Pro Fahrwerk wird jeder glücklich, der das Motorrad im schweren Gelände oder eher langsam bewegt. Da ist das weiche komfortable RR X-Pro Fahrwerk dem KYB Fahrwerk von den Racing-Modellen weit überlegen. Das Racing-Fahrwerk könnte das natürlich auch, allerdings nicht mit der Originalabstimmung. Dafür kann man mit dem X-Pro Fahrwerk nicht gut Motocross fahren. Einfache MX-Strecken gehen natürlich schon, aber bei Strecken wie Birkfeld, wo man einen ordentlichen Gegendruck vom Fahrwerk braucht, lassen die Federelemente vorne und hinten gleichermaßen durchschlagen. Man kann natürlich mit den Einstellern und der Vorspannung an der Gabel etwas dagegen arbeiten, auf ruppigen MX-Strecken kommt man dennoch an seine Grenzen.

Für alle Beta-Endurofahrwerke, egal ob Zwei- oder Viertakt, bestätigt sich immer wieder folgende Regel:
RX-Pro-Fahrwerk: Sehr gut für Hardenduro und ausgesprochen komfortabel. Alltagstauglich. Für Normalfahrer renntauglich, nicht aber für die ganz schnelle Abteilung. MX ist eingeschränkt möglich.
Racing-Fahrwerk: Sehr gut für Endurorennen und relativ gut für MX. Hardenduro geht auch, aber nach mehrtägigen Hardenduro-Events lässt man das gerne weicher machen. Langsame Fahrer kommen nie in den Bereich, in dem das Fahrwerk im Originalzustand gut arbeitet.
RX-Fahrwerk: Sehr gut für MX, alles andere will man damit nicht fahren.
Die verschiedenen BETA-Fahrwerke kann man übrigens 1:1 austauschen und das Motorrad dementsprechend in Enduro oder Hardenduro verwandeln. Interessant ist, dass sich durch die verschiedenen Längen bzw. Einstellungen der unterschiedlichen Fahrwerke verschiedene Sitzhöhen ergeben. So zum Beispiel hat eine Beta Motocross eine um fast 4 cm höhere Sitzhöhe. Das Racing-Modell liegt ziemlich in der Mitte und die X-Pro ist so ziemlich die niedrigste vollwertige Enduro am Markt, was sich natürlich auch beim Fahren im schwierigen Gelände bemerkbar macht.
Chassis: Der Main-Body der Beta macht einen sehr soliden Eindruck und sie sieht auch ausgesprochen gut aus in dem knalligen Rot. Die Elektrik unter der Sitzbank und hinter der Lampenmaske ist gut aufgeräumt und funktioniert ausfallfrei. Nebenbei gibt es eine richtig hochwertige Batterie.
Wiegen tut das Teil mit vollem Tank und einem X-Grip SSE-2 Mousse hinten 120,2 kg. Eine 300er Racing ist auf derselben Waage um 7 kg leichter. Kilos, die man erst merkt, sobald man sie mal aufheben muss. Aber das ist bei allen 4-Taktern gleich.

Beeindruckend wie immer die Beta-Bremsen, vor allem, wenn sie nagelneu sind. Hinten haben die Beläge jetzt mit 2 Kevlarplatten hinter den Belägen zur noch besseren Kühlung. Die hinteren Speichen sollte man im Blick haben, die wurden beim Testgerät locker. Die Anbauteile wie Kette, Hebel, Griffe, Tacho und Fußrasten etc. sind tadellos.
Einzig der Schnell-Connector vom Tank ist aus einfachem Plastik gebaut und wirkt sehr filigran, den könnte man gegen etwas Besseres tauschen. Für unsere Zwecke gibt es bei dem Gerät sonst wenig zu verbessern. Eventuell stabilere und geschlossene Handguards, einen Lüfter und ein Rennauspuff wäre auch nicht schlecht. Mousse und andere Reifen sowieso, aber dann war's das.
Wo wir wieder beim Fahrwerk wären. Das eignet sich, wie beschrieben, super für Hardenduro, was wir aber lieber mit einer Zweitakt fahren. Für uns Endurorennfahrer wäre die 350er in der Racing-Version richtige Wahl und so etwas wie Alltagstauglichkeit hat für E.A.R.T. Fahrer so gut wie keine Bedeutung.
Ein solides Motorrad, fährt sich sanft wie ein Lamm und kann trotzdem schnell sein.
Spaß macht sie allemal. Den hatten wir wie man auf den Bildern sieht. Der Preis ist interessant: Liste nur 10920 Euro. Die Racing Version ist um 370 Euro teurer
Link: Alle Beta Enduro Modelle

Test: Enduro-Austria, R.W.
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