Drei Rennen, drei bewährte Austragungsorte und eine neue Reihenfolge: Der Enduro Wintercup hat seinen Rennkalender für die Saison 2027 veröffentlicht. Am 30. Januar beginnt die neue Saison in Treuenbrietzen, bevor es über Jüterbog zum großen Finale am 27. Februar in Reetz geht. Die Einschreibung startet am 1. Dezember 2026.

Nach der erfolgreichen Saison 2026 laufen die Vorbereitungen für die nächste Auflage des Enduro Wintercup bereits auf Hochtouren. Die Verantwortlichen setzen auch im kommenden Winter auf das bewährte Konzept mit drei Veranstaltungen, bei denen sich die Fahrer unter unterschiedlichsten Bedingungen auf die neue Motorsport-Saison vorbereiten können.
Dabei dürfen sich die Teilnehmer erneut auf die drei bekannten Austragungsorte Treuenbrietzen, Jüterbog und Reetz freuen. Allerdings ändert sich die Reihenfolge gegenüber dem vergangenen Winter.
Saisonauftakt erstmals in Treuenbrietzen
Den Auftakt bildet am 30. Januar 2027 Treuenbrietzen. Der Krähenberg feierte erst im Februar 2026 seine Premiere als Austragungsort eines Wintercup-Laufes. Zuvor war das Gelände vor allem durch Motocross-Veranstaltungen bekannt. Die Kombination aus Teilen der MX-Strecke und den eigens angelegten Enduro-Passagen im angrenzenden Waldstück sorgte beim damaligen Saisonfinale für eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Runde.
Nachdem sich Treuenbrietzen 2026 bei bestem Frühlingswetter präsentierte, bleibt abzuwarten, welche Bedingungen die Fahrer diesmal Ende Januar erwarten. Gerade die technischen Waldpassagen könnten bei winterlicher Witterung eine zusätzliche Herausforderung darstellen.
Zwei Wochen später, am 13. Februar 2027, steht der zweite Lauf in Jüterbog auf dem Programm. Dort begann die Saison 2026 unter echten Winterbedingungen mit Schnee, Eis und später auch Schlamm. Die Strecke verlangte den Teilnehmern damals einiges ab und zeigte eindrucksvoll, warum der Wintercup seinen Namen zu Recht trägt.
Das große Saisonfinale wird schließlich am 27. Februar 2027 in Reetz ausgetragen. Der sandige Untergrund bietet dort traditionell andere Voraussetzungen als an den beiden übrigen Austragungsorten. Gerade bei schwierigen Witterungsbedingungen kann der Sandboden seine Vorteile ausspielen, fordert von den Fahrern aber auch eine gehörige Portion Kondition.
Mehr Zeit zwischen den Rennen
Eine wichtige Neuerung im Kalender 2027 ist die bewusst eingeplante Pause zwischen den Veranstaltungen. Zwischen jedem Rennen liegt künftig ein rennfreies Wochenende. Damit reagieren die Verantwortlichen auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre und möchten den Fahrern mehr Zeit für Regeneration, Wartung und Vorbereitung ihrer Motorräder geben.
Gerade bei den teilweise verschiedenen Bedingungen des Wintercups kann eine zusätzliche Woche entscheidend sein, um nach einem kräftezehrenden Rennen wieder optimal vorbereitet an den Start zu gehen.
Die Termine des Enduro Wintercup 2027 im Überblick:
30.01.2027 – Treuenbrietzen
13.02.2027 – Jüterbog
27.02.2027 – Reetz (Saisonfinale)
Bewährte Klassen und neue Reiseenduro-Kategorie
Auch beim sportlichen Konzept setzt die Serie auf Kontinuität. Die bewährten Klassen für Sportfahrer, Enduro 1 bis 3, Junioren, Senioren, Damen und den Kids Klassen bleiben erhalten.
Neu hinzukommen wird eine Reiseenduro-/2-Zylinder-Klasse. Damit möchte der Wintercup auch Fahrern größerer Reiseenduros eine Möglichkeit bieten, sich im Wettbewerb zu messen. Die neue Kategorie soll das bestehende Starterfeld ergänzen und für zusätzliche Abwechslung sorgen.
Einschreibung beginnt am 1. Dezember
Während der Rennkalender nun feststeht, müssen sich interessierte Fahrer mit ihrer Anmeldung noch etwas gedulden. Die Serieneinschreibung für den Enduro Wintercup 2027 startet am 1. Dezember 2026.
Bis dahin werden weitere Informationen zur Ausschreibung, den einzelnen Klassen und zum Ablauf der Veranstaltungen veröffentlicht. Diese sind wie gewohnt auf der offiziellen Webseite unter www.enduro-wintercup.de zu finden.
Rückblick auf eine abwechslungsreiche Saison 2026
Wie unterschiedlich die Bedingungen innerhalb einer Wintercup-Saison sein können, zeigte das vergangene Jahr eindrucksvoll. Während der Auftakt in Jüterbog noch von Schnee und Eis geprägt war, erwarteten die Fahrer in Reetz wechselhafte Verhältnisse mit gefrorenen Wasserstellen und zunehmend tiefem Schlamm. Beim Finale in Treuenbrietzen herrschten dagegen bereits frühlingshafte Temperaturen.
Sportlich setzte sich am Ende Paul-Erik Huster durch. Mit Siegen in Jüterbog und Treuenbrietzen sowie Platz zwei in Reetz sicherte er sich den Gesamtsieg und trat damit die Nachfolge von Janik Kossak an.
Mit dem nun veröffentlichten Kalender können Fahrer und Teams ihre Planungen für die kommende Wintersaison beginnen.
Weitere Informationen: www.enduro-wintercup.de

PA: DG Design, Fotos: Michel238pic/Michel Kuchel

Sea To Sky 2026: Das Beach Race
Die Profis gegen den Sand von Kindil Beach
Nachdem das Special Race den Fahrern einen ersten Vorgeschmack auf die bevorstehenden Herausforderungen gegeben hatte, legte die Sea To Sky 2026 einen Gang zu. Beim Beach Race trafen Profis und Amateure am Kindil Beach in Kemer aufeinander. 329 Hard-Enduro-Fahrer aus aller Welt stellten sich einer ganz anderen Herausforderung: einem Rennen gegen den Sand, die Uhr und ihre Konkurrenten.
Der Strand entsprach keineswegs dem Postkartenmotiv eines feinsandigen Mittelmeerstrandes. Stattdessen bedeckten kleine Steine den Kurs entlang des türkisblauen Wassers der Türkischen Riviera. Ein anspruchsvoller Untergrund, der den Fahrern einiges abverlangte, wenn es darum ging, Traktion zu finden und Schwung mitzunehmen. Wie bei der Sea To Sky üblich, hatten die Organisatoren eine Reihe von Hindernissen aufgebaut, die selbst den erfahrensten Teilnehmern einiges zu tun gaben.
Reifen, Felsen, Betonrohre und mit Wasser gefüllte Behälter gehörten zum Parcours. Einige dieser Hindernisse verbargen große Steine unter der Wasseroberfläche, sodass nur schwer einzuschätzen war, was die Fahrer erwartete. Die Profis überwanden solche Passagen häufig mit einem entschlossenen Sprung, während sich viele Amateure mühsam hindurchkämpfen mussten und dabei wertvolle Sekunden verloren.

Von der Qualifikation bis zum großen Finale der zwölf Besten
Um 9 Uhr begann das Geschehen auf der Strecke. Die angemeldeten Fahrer absolvierten ihre Läufe einzeln auf dem Rundkurs. Zwischen den Starts lagen jeweils zehn Sekunden. Dadurch hatte jeder Fahrer die Strecke weitgehend für sich allein, musste aber von der ersten Runde an Präzision und Konstanz beweisen.
Zwei Qualifikationsrunden entschieden darüber, wer in die nächste Phase einziehen würde. Das Starterfeld wurde schrittweise auf die besten 96 Fahrer für die Heats reduziert. Es folgten das Viertelfinale mit 48 Teilnehmern und das Halbfinale, in dem nur noch 24 Fahrer um den Einzug ins Finale kämpften. Mit jeder Runde rückte das große Nachmittagsfinale näher, in dem die verbliebenen zwölf Fahrer den Sieg unter sich ausmachen sollten.
Um 17 Uhr, nach stundenlangem Rennsport unter der türkischen Sonne, standen die zwölf Finalisten für den entscheidenden Lauf am Start. Das Format war kurz und intensiv: sechs Minuten plus eine weitere Runde, um das Beach Race für sich zu entscheiden.
Das Starterfeld vereinte eine beeindruckende Auswahl internationaler Hard-Enduro-Talente. Mit dabei waren Ashton und Mitch Brightmore, Manuel Lettenbichler, Teodor Kabakchiev, Alfredo Gomez, Toby Shaw, James Moore, David Cyprian, Mario Roman, Dieter Rudolf, Ott Kornél und Danila Chernyaev.
Bei einer derart kurzen Renndauer blieb kaum Zeit zum Zögern. Gefragt waren explosive Starts, saubere Linien durch die Hindernisse und die Fähigkeit, auf dem unebenen Stranduntergrund das Tempo hochzuhalten. Ein kleiner Fehler konnte bereits eine Position kosten, während ein perfekt getimter Sprung oder eine fehlerfreie Passage durch einen schwierigen Abschnitt den entscheidenden Unterschied ausmachen konnte.
Mitch erobert den Strand
Am späten Nachmittag hatte sich der Strand in eine natürliche Arena für Hard Enduro verwandelt. Die Zuschauer hatten einen Großteil des Tages am Ufer verbracht, die Sonne genossen und das Renngeschehen verfolgt. Die Fahrer hingegen mussten der Hitze und den körperlichen Strapazen des anspruchsvollen Kurses trotzen.
Als das Finale entschieden war, stand Mitch Brightmore (#012) ganz oben auf dem Podium. Er sicherte sich den Sieg beim Beach Race der Sea To Sky 2026. Teodor Kabakchiev (#023) belegte den zweiten Platz, während James Moore (#225) als Dritter das Podium komplettierte.
Das Beach Race bot ein völlig anderes Spektakel als das Special Race des Vortages. Hier ging es nicht allein darum, das Gelände zu bewältigen und durchzukommen. Vielmehr mussten die Fahrer Geschwindigkeit, Timing und technische Präzision in einem kompakten Rennen unter höchstem Druck miteinander verbinden.
Für die Fahrer war der Strand eine weitere Bewährungsprobe auf ihrer Reise durch die Sea To Sky. Für die Zuschauer bedeutete er einen ganzen Tag Hard-Enduro-Action direkt am Mittelmeer – und die Erinnerung daran, dass in Kemer selbst ein Strand zum Schlachtfeld werden kann.
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Dieter Rudolf (#032) kämpfte sich beim Sea To Sky 2026 Beach Race durch den gnadenlosen Sand und den mit Hindernissen gespickten Parcours und sicherte sich einen starken neunten Platz. Am Kemerer Kindil Beach flogen bei jeder Beschleunigung die Steinchen, während die Fahrer ihre Maschinen durch den losen Untergrund kämpften, über Sprünge jagten und Reifenstapel sowie Betonrohre überwanden. Rudolf behauptete sich in dem hart umkämpften Feld und überquerte die Ziellinie direkt hinter dem spanischen Hard-Enduro-Star Mario Román (#074) und vor dem Tschechen David Cyprian (#062). Damit sicherte er sich einen Platz unter den Top Ten.

Sea To Sky 2026: Das Special Race
Ein internationales Fahrerfeld in den türkischen Bergen
Während sich die Profifahrer auf die Herausforderungen der kommenden Tage vorbereiteten, bot sich den Amateuren die Gelegenheit, sich erstmals mit dem anspruchsvollen Gelände der Türkischen Riviera vertraut zu machen. Das Special Race vermittelte einen ersten Eindruck davon, was die Teilnehmer bei der Sea To Sky 2026 erwarten würde: eine anspruchsvolle Bergstrecke, ein Zeitlimit von drei Stunden und ein internationales Starterfeld, das praktisch alle Regionen der weltweiten Offroad-Motorradszene repräsentierte.
Insgesamt 182 Fahrer gingen an den Start und machten das Rennen zu einem Treffpunkt für eine außergewöhnliche Mischung aus Nationalitäten, Kulturen und fahrerischen Hintergründen. Teilnehmer aus aller Welt waren angereist, um dabei zu sein, ein eindrucksvoller Beleg für die internationale Anziehungskraft einer der markantesten Veranstaltungen im Hard Enduro.
Neuseeland gehörte zu den geografisch am weitesten entfernten Herkunftsländern. Asien war mit Fahrern aus Singapur und Südkorea vertreten, von denen viele gemeinsam mit Freunden und anderen Motorsportbegeisterten angereist waren. Teilnehmer aus der Mongolei und Kasachstan brachten den Abenteuergeist Zentralasiens in die türkischen Berge.
Auch Afrika und der Nahe Osten waren stark vertreten. Südafrikanische Fahrer gehörten erneut zur internationalen Hard-Enduro-Gemeinschaft. Hinzu kamen Teilnehmer aus Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie aus dem benachbarten Iran.
Über den Atlantik hinweg reisten Fahrer aus Mexiko, Panama und Kolumbien an und verliehen dem Starterfeld eine lateinamerikanische Note. Europa steuerte eine breite Mischung an Nationalitäten bei, darunter Teilnehmer aus Großbritannien, Russland, Deutschland, Spanien, Frankreich und Island sowie aus zahlreichen weiteren Ländern. Die türkischen Fahrer vervollständigten ein Starterfeld, das den wahrhaft internationalen Charakter der Sea To Sky widerspiegelte.

Drei Stunden im Kampf gegen den Berg
Mit dem Start des Rennens rückte die Herausforderung auf der Strecke in den Mittelpunkt. Die Route führte über einen landschaftlich reizvollen Rundkurs in den Bergen, dessen höchster Bereich sich einer Höhe von 1.000 Metern näherte. Unterschiedliches Terrain, schmale Pfade, anspruchsvolle Passagen und spektakuläre Schluchten machten die Strecke zu einer abwechslungsreichen Prüfung.
Der Kurs bot einen idealen ersten Einblick in jene Landschaften, die Hard Enduro in der Türkei so besonders machen. Die Strecke verlangte Konzentration und eine überlegte Fahrweise. Wer seinen Rhythmus fand und sich flexibel auf wechselnde Geländebedingungen einstellen konnte, hatte klare Vorteile. Bei einem strikten Zeitlimit von drei Stunden mussten die Teilnehmer Geschwindigkeit und technische Präzision miteinander in Einklang bringen, um den Rundkurs möglichst effizient zu bewältigen.
Für viele Fahrer war das Special Race zugleich eine Gelegenheit, sich mit den örtlichen Bedingungen vertraut zu machen, bevor das Hauptprogramm in die nächste Phase ging. Die Strecke vermittelte einen wertvollen Vorgeschmack auf das Gelände und die fahrerischen Herausforderungen, die in den folgenden Tagen auf sie warteten.
Die komplette Runde zu bewältigen, erwies sich allerdings als alles andere als einfach. Von den 182 gestarteten Fahrern erreichten lediglich 93 innerhalb des vorgegebenen Zeitlimits das Ziel. Damit schafften es weniger als 52 Prozent des Starterfeldes ins Ziel. Eine deutliche Erinnerung daran, dass bereits diese erste Herausforderung ein beträchtliches Maß an Ausdauer und technischem Können erforderte.
Ott Kornel holt den Sieg
An der Spitze des Feldes setzte der ungarische Fahrer Ott Kornel (#365) die Bestzeit des Tages. Mit einer Fahrzeit von 1:10:05 Stunden sicherte er sich den Sieg im Special Race.
Der Niederländer Rienk Tuinstra (#040) belegte mit einer Zeit von 1:12:00 Stunden den zweiten Platz. Sein Rückstand auf den Sieger betrug 1 Minute und 55 Sekunden. Der Österreicher Adrien Lehner (#120) komplettierte das Podium mit einer Zeit von 1:13:48 Stunden und lag weitere 1 Minute und 48 Sekunden hinter Tuinstra.
Special Race – Die Top Drei
- Ott Kornel (#365), Ungarn – 1:10:05
- Rienk Tuinstra (#040), Niederlande – 1:12:00
- Adrien Lehner (#120), Österreich – 1:13:48
Mit ihren Leistungen setzten die drei Erstplatzierten den Maßstab für den Renntag. Für viele andere Teilnehmer war bereits das Erreichen des Ziels ein beachtlicher Erfolg.
Ein Vorgeschmack auf die kommenden Herausforderungen
Das Special Race war erst der Anfang. Während sich die Profifahrer auf ihre nächsten Herausforderungen vorbereiteten und die Amateure bereits erste Erfahrungen mit dem örtlichen Gelände gesammelt hatten, richtete sich die Aufmerksamkeit nun auf das Beach Race. Dort sollte die Sea To Sky ihre unverwechselbare Kombination aus Motorradrennsport und mediterraner Kulisse in den Mittelpunkt stellen.
Doch schon das Special Race hatte einen wesentlichen Charakterzug der Veranstaltung deutlich gemacht. Jenseits von Stoppuhr und Platzierungen brachte das Rennen Fahrer aus weit entfernten Ländern zusammen, vereint durch ihre Leidenschaft, schwieriges Gelände auf zwei Rädern zu bezwingen.
Bei der Sea To Sky geht es um mehr als ein Rennen gegen die Uhr. Es ist eine Begegnung mit den abwechslungsreichen Landschaften der Türkei, in denen Berge, technisch anspruchsvolle Trails und die Mittelmeerküste die Kulisse für ein internationales Motorsporttreffen bilden.
Für die 93 Fahrer, die das Ziel erreichten, war das Special Race ein gelungener erster Schritt. Für diejenigen, die das Zeitlimit verpassten, blieb eine wichtige Erkenntnis: Im Hard Enduro hat letztendlich immer der Berg das letzte Wort.

Sea To Sky 2026: Das Forest Race
Teo übernimmt die Kontrolle im Wald
Vom Mittelmeerstrand hinauf in die Bergwälder – beim Sea To Sky 2026 wurde ein neuer Gang eingelegt. Nach dem Kampf gegen den Sand und die Hindernisse des Beach Race standen 329 Fahrer vor einer völlig anderen Herausforderung. Der Start erfolgte nahe Ovacık, in einem kleinen Bergdorf unweit des Geländes, auf dem zwei Tage zuvor das nicht wettbewerbsorientierte Special Race stattgefunden hatte.
Die Aufgabe: 40 Kilometer Hard Enduro, neun Checkpoints und ein Zeitlimit von fünf Stunden. Das Gelände hatte mit der Küste kaum noch etwas gemeinsam. Schmale Waldpfade, steile Anstiege, loser Untergrund und felsige Hänge ersetzten die Hindernisse am Strand. Viele Streckenabschnitte waren kaum mehr als schmale Wege, die normalerweise von einheimischen Hirten oder Forstfahrzeugen genutzt wurden. Fehler waren hier kaum zu verzeihen – und für einfache Überholmanöver blieb erst recht wenig Platz.
In höheren Lagen spendete das dichte Blätterdach der Wälder etwas Schatten vor der mediterranen Hitze. Doch die etwas kühleren Temperaturen waren nur ein kleiner Ausgleich für die unerbittlichen technischen Anforderungen. Freiliegende Wurzeln griffen nach den Reifen, enge Passagen zwischen den Bäumen verlangten bei jeder Linienwahl höchste Präzision, und lose, sandige Anstiege erforderten Traktion, Balance und Entschlossenheit. Ein kurzer Moment des Zögerns konnte wertvolle Sekunden kosten – ein Fehler noch deutlich mehr.
Für Teodor Kabakchiev (#023) war dieses Gelände dagegen fast schon vertrautes Terrain. Der Bulgare fühlt sich in Berg- und Waldlandschaften wohl, wie sie auch in seiner Heimat zu finden sind. Während andere Fahrer sich erst auf die Bedingungen einstellen mussten, wirkte er vom ersten Moment an in seinem Element. Mit beeindruckender Sicherheit attackierte er die kurvigen Waldpfade, felsigen Hänge und steilen Anstiege – als wüsste er genau, wie er das Gelände zu seinem Vorteil nutzen konnte.

Kabakchiev überstand den Wald nicht einfach nur – er bezwang ihn. Nach 1:45:02 Stunden überquerte er die Ziellinie und sicherte sich den Sieg im Forest Race. Damit setzte der Bulgare ein deutliches Ausrufezeichen und übernahm die Spitze der Tageswertung.
James Moore (#225) aus Südafrika setzte alles daran, den Anschluss zu halten. Mit einer Zeit von 1:45:52 Stunden belegte er den zweiten Platz. Nach mehr als einer Stunde und 45 Minuten auf dem unerbittlichen Bergparcours trennten die beiden Fahrer gerade einmal 50 Sekunden. Im Hard Enduro ist das kaum mehr als ein Wimpernschlag – der Unterschied zwischen einer perfekten Linie und einem kurzen Zögern, zwischen optimaler Traktion und dem Verlust des Schwungs an einem steilen Anstieg.
Mitch Brightmore (#012) stürmte mit einer Zeit von 1:46:45 Stunden auf Rang drei. Sein Bruder Ashton folgte in 1:47:57 Stunden auf dem vierten Platz. Die Brightmore-Brüder bewiesen einmal mehr ihr Tempo und ihre Konstanz. Mitch lag lediglich 1 Minute und 43 Sekunden hinter dem Sieger. Das Spitzentrio und Ashton hatten die Uhr ordentlich unter Druck gesetzt und eindrucksvoll gezeigt, welches Tempo erforderlich ist, um im internationalen Hard Enduro ganz vorne mitzufahren.
Für diese Profis gehört die Fähigkeit, sich auf völlig unterschiedliche Geländearten einzustellen, zum täglichen Geschäft. Während der Saison treten sie rund um den Globus an, oft Woche für Woche. Dabei müssen sie lernen, unbekannte Strecken schnell zu lesen und unter Druck Entscheidungen innerhalb von Sekundenbruchteilen zu treffen. Beim Sea To Sky ließ der Wechsel vom Strand in den Wald keinerlei Raum für Selbstzufriedenheit.
Für Manuel Lettenbichler hingegen wurde das Forest Race eher zum Ärgernis als zum Erfolgserlebnis. Der Deutsche, der in den vergangenen Jahren zweimal das Sea To Sky gewonnen hatte, kam nach einer Zeitstrafe lediglich auf Platz 15 ins Ziel. Wieder blieb einem der ganz großen Namen des Sports der Sprung aufs Podium verwehrt. Im Hard Enduro reicht pure Geschwindigkeit allein nicht immer aus. Präzision, Disziplin und die fehlerfreie Umsetzung jedes Details können letztlich genauso entscheidend sein.
Beach Race und Forest Race waren nun Geschichte – doch auf die Fahrer wartete noch eine letzte, monumentale Herausforderung. Beim legendären Mountain Race würde sie der Weg hinauf zum Gipfel des Tahtalı führen. Dort sollte sich erneut zeigen, wie schmal der Grat zwischen Triumph und Niederlage sein kann.
Der Wald gehörte Teo. Doch konnte der Bulgare diesen Schwung auch in den ultimativen Showdown des Sea To Sky 2026 mitnehmen?
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Dieter Rudolf (#032) zeigte beim Waldrennen eine starke Leistung und sicherte sich mit einer Zeit von 1:50:12 einen beachtlichen 7. Platz. Angesichts des hochkarätigen internationalen Fahrerfeldes ist dieses Ergebnis besonders bemerkenswert. Direkt vor dem österreichischen Fahrer kam die Hard-Enduro-Legende Graham Jarvis ins Ziel, der sich den 6. Platz sicherte.

Sea To Sky 2026 – Das Mountain Race
Lettenbichler bezwingt als Erster den Berg
Kiefersfelden, nahe der österreichischen Grenze gelegen, ist ein bayerischer Alpenort, dessen Leben von den umliegenden Wäldern und Bergen geprägt wird. Hier ist auch Manuel Lettenbichler (#304) zu Hause, der Sieger des Sea To Sky 2026 Mountain Race. Für den deutschen Hard-Enduro-Star sind die Berge weit mehr als eine Kulisse des Alltags – sie sind sein natürliches Trainingsrevier.
Doch bevor er den Gipfel erreichen konnte, musste zunächst ein Berg bezwungen werden.
Die finale Herausforderung begann am Mittelmeerstrand von Kemer, wo sich 329 Fahrer zum ultimativen Test der Veranstaltungswoche aufstellten. Vor ihnen lagen 64 Kilometer gnadenloses Gelände: durch dichte Wälder, über felsige Trails und unaufhaltsam bergauf bis zum Gipfel des 2.365 Meter hohen Tahtalı.
Die Aufgabe war klar: Innerhalb eines Zeitlimits von maximal sieben Stunden mussten die Fahrer vom Meeresspiegel bis zum Gipfel gelangen und dabei 16 Kontrollpunkte passieren. Für jeden Mann und jede Frau an der Startlinie war die Herausforderung in ihrer Idee brutal einfach, in der Umsetzung jedoch erbarmungslos: bergauf, immer weiter bergauf. Jeder einzelne Höhenmeter verlangte Fahrer und Maschine körperliche Stärke, technische Präzision und mechanische Ausdauer ab.
Ein vergleichbares Rennen ist in der Welt des Hard Enduro kaum zu finden. Keine andere Veranstaltung der FIM Hard Enduro World Championship führt die Teilnehmer innerhalb eines einzigen Rennens von der Mittelmeerküste bis in eine derartige Höhe. Und nur wenige Events bieten innerhalb von drei aufeinanderfolgenden Tagen einen so dramatischen Landschaftswechsel: vom Strandrennen über anspruchsvolle Waldtrails bis hin zu den ausgesetzten, zerklüfteten Hängen eines Hochgebirges.
Doch das Gelände ist nur die halbe Herausforderung. Mit zunehmender Höhe wird die Luft dünner, während die körperliche Belastung immer weiter steigt. Jeder steile Anstieg, jedes technische Hindernis und jeder erzwungene Neustart kosten wertvolle Energie. Die Fahrer müssen ihre Atmung und Konzentration kontrollieren, während den Motoren für die Verbrennung weniger Sauerstoff zur Verfügung steht. In dieser Höhe kann bereits ein kleiner Fehler entscheidende Zeit kosten – und es wird immer schwieriger, verlorenen Boden wieder gutzumachen.

Für Lettenbichler mögen die Berge rund um Kiefersfelden ein vertrautes Trainingsumfeld sein, doch auch das ersetzt nicht die richtige Vorbereitung, Fitness, Technik und das passende Material. Am Tahtalı mussten alle vier Faktoren perfekt zusammenspielen.
Der deutsche KTM-Pilot hatte zudem etwas zu beweisen. Nach Rückschlägen beim Beach Race und Forest Race bot ihm das Mountain Race die letzte Gelegenheit, eine schwierige Rennwoche noch zu drehen. Aus der dritten Startreihe heraus kämpfte er sich durch das Feld, fand seinen Rhythmus und übernahm zunehmend die Kontrolle über das Rennen. Was zunächst nach einem schwierigen Abschluss der Veranstaltung ausgesehen hatte, entwickelte sich zu einer beeindruckenden Demonstration von Entschlossenheit und fahrerischem Können.
Oben am Gipfel blieb die Uhr für Lettenbichler bei 3:40:01 Stunden stehen. Nach mehr als dreieinhalb Stunden unermüdlicher Kletterarbeit hatte er den Berg bezwungen und sich den Sieg gesichert.
Teodor Kabakchiev (#074) folgte mit einer Zeit von 3:44:01 Stunden auf dem zweiten Platz – rund vier Minuten hinter dem Deutschen. Der Spanier Mario Román belegte in 3:44:12 Stunden Rang drei. Nach einem engen Kampf um den letzten Podiumsplatz lag er nur wenige Sekunden hinter dem Bulgaren.
Für Lettenbichler war dieser Erfolg ein weiterer besonderer Moment in der Geschichte seiner Sea-To-Sky-Teilnahmen. Für all jene Fahrer, die den Gipfel erreichten, bedeutete er das Ende einer außergewöhnlichen Ausdauerprüfung, deren wahre Dimension sich erst erschließt, wenn man das Gelände selbst erlebt hat.
Unten an der Mittelmeerküste hatte das Abenteuer mit 329 Teilnehmern begonnen, während sich hinter ihnen das Meer erstreckte. Mehr als zwei vertikale Kilometer über ihrem Startpunkt wartete auf dem Gipfel des Tahtalı die Ziellinie – nach 64 Kilometern anspruchsvollsten Geländes.
Sea To Sky 2026 lieferte damit erneut sein unverwechselbares Spektakel: ein Rennen, das direkt am Mittelmeer beginnt und hoch über der Türkischen Riviera endet. Vom Strand durch die Wälder bis hinauf zum Berggipfel – diese Reise fordert Fahrer und Maschine bei jeder Kurve und belohnt diejenigen, die das Können, die Ausdauer und den unbedingten Willen besitzen, es bis ganz nach oben zu schaffen.
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Auch beim Bergrennen konnte Dieter Rudolf (#032) erneut seine Klasse unter Beweis stellen und seine Stärke am Berg voll ausspielen. Mit 55 Minuten und 32 Sekunden Rückstand auf den Sieger Manuel Lettenbichler und mit einem hervorragenden zehnten Platz kann der Österreicher mehr als zufrieden sein. Auch die Gesamtbilanz des X-GRIP Teams fällt überzeugend aus, ein Ergebnis, auf das Fahrer und Team gleichermaßen stolz sein können.
Link: Sea to Sky

Bericht und Fotos: T. Pfister

Manuel Lettenbichler vom Red Bull KTM Factory Racing Team hat beim Sea to Sky in der Türkei einen souveränen Sieg errungen. Im vorletzten Lauf der FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft 2026 fuhr Lettenbichler auf seiner KTM 300 EXC mit über vier Minuten Vorsprung zum Sieg.
Das dreitägige Sea-to-Sky-Rennen in Kemer, Türkei, begann am Donnerstag mit dem bei den Fans beliebten Strandrennen. An der Mittelmeerküste qualifizieren sich die Fahrer im Mehrlauf-Format bis ins Finale. Obwohl die Bedingungen nicht ganz Manis Ideal entsprachen, kämpfte der Deutsche im tiefen Sand und zwischen den künstlichen Hindernissen tapfer und belegte am Ende den fünften Platz.
Am Freitag trafen sich die Fahrer zum Einzelzeitfahren im Wald. Die 40 Kilometer lange Strecke führte durch den Wald rund um Kemer. Trotz eines Bremsproblems reichte Mani zunächst für eine Top-5-Platzierung. Eine 10-Minuten-Strafe warf ihn jedoch letztendlich auf Platz 15 zurück. Lettenbichler, der wusste, dass er gut unterwegs war, und mit dem wichtigen Bergrennen noch vor sich, war fest entschlossen, auf seiner KTM 300 EXC als Sieger die berüchtigte Ziellinie auf dem Gipfel des Olympos zu erreichen.
Von Startplatz drei aus attackierte Mani das Bergrennen, wie es nur der fünffache Weltmeister kann. Auf dem 64 Kilometer langen Kurs überholte er schnell einige Fahrer und erreichte bald die Spitze des Feldes. Nach einem Duell mit seinem engsten Verfolger, Teo Kabakchiev, setzte sich Mani ab. Er meisterte die letzten schwierigen Abschnitte des Rennens mit Leichtigkeit und überquerte die Ziellinie auf dem Berggipfel als Sieger des Sea to Sky 2026 mit über vier Minuten Vorsprung.
Lettenbichler will seine Führung in der FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft weiter ausbauen und beim Saisonfinale, dem Hixpania Hard Enduro in Spanien vom 23. bis 25. Oktober, seinen fünften Weltmeistertitel in Folge und damit einen neuen Rekord aufstellen sowie seine Gesamtsiegeszahl auf sechs erhöhen.
Manuel Lettenbichler: „Ich wollte heute unbedingt gewinnen, war mir aber nicht ganz sicher, wie es laufen würde. Ich hatte das Gefühl, ich müsste alles geben und meinen Kampfgeist rauslassen. Insgesamt war es ein Rennen mit Höhen und Tiefen für mich. Fünfter im Strandrennen, dann aber Bremsprobleme im Waldrennen und eine Zeitstrafe, die mich auf Platz 15 zurückwarfen. Trotzdem wusste ich, dass ich mich auf dem Rad gut fühlte und dass ich mich im Bergrennen einfach nur früh in eine gute Position bringen musste. Von der dritten Reihe aus musste ich richtig Gas geben. Mit einem guten Start konzentrierte ich mich darauf, mich so gut wie möglich nach vorne zu arbeiten. Als ich in Führung lag, fuhr ich eine Weile mit Teo zusammen, bevor ich mich absetzen konnte. Ich bin überglücklich über den Sieg und freue mich, dass ich damit meine Position in der Meisterschaft mit nur noch einem ausstehenden Lauf weiter stärken konnte.“
Vorläufige Ergebnisse – Sea to Sky 2026
1. Manuel Lettenbichler (GER), KTM, 3:40:01.78
2. Teodor Kabakchiev (BUL), Sherco, 3:44:01,89 +4:00
3. Mario Roman (ESP), Husqvarna, 3:44:12,88 +4:11
4. James Moore (RSA), Beta, 3:54:27.97 +14:26
5. Mitch Brightmore (GBR), GASGAS, 3:56:22,79 +16:21
Vorläufige Gesamtwertung – FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft 2026 (nach 7 von 8 Runden)
1. Manuel Lettenbichler (GER), KTM, 177 Punkte
2. Mitch Brightmore (GBR), GASGAS, 139 Punkte
3. Teodor Kabakchiev (BUL), Sherco, 124 Punkte
4. Ashton Brightmore (GBR), GASGAS, 104 Punkte
5. James Moore (GBR), Beta, 86 Punkte

PA: KTM, Foto 1: Enduro-Austria, Foto 2, Future7Media
Werbung: Winter, Sonne, Meer und Enduro-Abenteuer – mit Enduro Floricic wird die kalte Jahreszeit zum perfekten Zeitpunkt für unvergessliche Motorraderlebnisse.

Während in vielen Teilen Europas Schnee und Kälte den Motorradspaß einschränken, bietet die Adriaküste ideale Bedingungen für Enduro-Fans. Enduro Floricic verbindet abwechslungsreiche Offroad-Touren, professionelle Betreuung und mediterranes Klima zu einem besonderen Wintererlebnis.
Vier Destinationen – eine Leidenschaft
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Enduro Floricic – 4 Ziele:
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• Südistrien WINTERTOUREN
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Die Kombination aus mildem Klima, sonniger Adriaküste, abwechslungsreichen Enduro-Strecken und hochwertiger Unterkunft macht die Wintertouren von Enduro Floricic zu einer attraktiven Alternative zum klassischen Motorrad-Winter.
Ob Anfänger, Wiedereinsteiger oder erfahrener Enduro-Pilot – die geführten Touren werden auf das jeweilige Niveau abgestimmt. Im Enduro-Park kann zusätzlich gezielt trainiert werden, bevor es auf die abwechslungsreichen Strecken der vier Destinationen geht.
Enduro Floricic steht für Enduro-Fahren, Sonne, Abenteuer und Erholung – ein Wintererlebnis an der Adriaküste, bei dem Motorrad und Urlaub perfekt miteinander verbunden werden.

Enduro Floricic – 4 Ziele:
Zentralistrien
Südistrien
Kvarner
Lika
Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.endurofloricic.com
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Quellen: Floricic
Der Motorradsport, insbesondere die Offroad-Disziplinen, hat in der Region Považie tiefe Wurzeln und eine lange Tradition. Die Stadt Považská Bystrica und das Werk Považské strojárne produzierten Motorräder, die in die ganze Welt exportiert wurden. Dies führte natürlich auch zu einem Boom im Motorsport in der Stadt und der Region.

FIM Enduro Vintage Trophy 2025 in Piekoszów, Polen © Future7Media
Die bedeutendsten Motorradrennen in Považská Bystrica waren zweifellos die vier FIM International Six Day Enduro (ISDE) Wettbewerbe, die 1977, 1982, 1991 und 2005 stattfanden .
Ein halbes Jahrhundert nach dem ersten Sechs-Tage-Rennen in Považská Bystrica kehrt der Weltklasse-Endurosport im Jahr 2027 in die Region Považie zurück .
Die FIM ENDURO VINTAGE TROPHY 2027 findet vom 25. bis 29. August 2027 in Považská Bystrica und Sverepec statt.
Považská Bystrica ist weltweit nicht nur für seine Motorradproduktion, sondern auch für seine hochkarätigen Enduro-Wettbewerbe bekannt. Das Dorf Sverepec und sein nationales Motocross-Zentrum wiederum sind für ihren Motocross-Sport berühmt – hier fanden bereits zahlreiche Europameisterschaften und Weltmeisterschaften statt .
Diesmal werden Fahrer auf historischen Motorrädern die legendären Strecken in den Bergen rund um Považská Bystrica in Angriff nehmen – eine Reise, die an die Blütezeit des Motorrad- und Motorsports in dieser Region erinnert. Der elfte jährliche internationale Wettbewerb FIM Enduro Vintage Trophy findet seinen Höhepunkt in einem finalen Motocross-Rennen im Nationalen Motocross-Zentrum in Sverepec .
Wir haben viel, worauf wir uns freuen können – es wird wieder ein großartiges Enduro-Event in Považie, das Fahrer und Motorräder aus aller Welt auf die Probe stellen wird.
Veranstalter der FIM ENDURO VINTAGE TROPHY 2027:
POBYS-VEREINIGUNG
Organisator von vier Ausgaben der ISDE (1977, 1982, 1991 und 2005) sowie Organisator zahlreicher europäischer und internationaler Enduro-Wettbewerbe und Motocross-Rennen.
Weitere Informationen folgen in Kürze unter www.motofan.sk
Quelle: FIM (Übersetzung)

Yamaha Austria: Wir laden zum Yamaha Offroad Testtag in der Motorsportarena Bad Fischau ein. Wenn du ein Offroad-Enthusiast bist, dann solltest du dir das nicht entgehen lassen. Hier hast du die Möglichkeit, aktuellste Yamaha Offroad Modelle zu testen und deine Fähigkeiten auf schwierigem Gelände zu erproben. Erlebe einen Tag voller Action, Adrenalin und Spaß im Gelände!
Wo: Motorsportarena Bad Fischau
Wann: 10. Oktober 2026 | 10-12 Uhr und 13-16 Uhr
Tagesticket: Ist beim Verein zu lösen!
Yamaha Offroad Testtag bietet dir auch die Möglichkeit, dich mit anderen Offroad-Enthusiasten auszutauschen und deine Fähigkeiten zu verbessern. Du kannst verschiedene Yamaha Offroad Modelle kennenlernen und herausfinden, welches am besten zu deinen individuellen Bedürfnissen und Vorlieben passt.
Mit dem Team vor Ort kannst du sicher sein, dass du fachkundige Beratung und Anleitung erhältst, um das Beste aus deiner Testfahrt herauszuholen.
Vor Ort:
Herbert Lindtner – Yamaha Austria Offroad Ambassador
Primo Mx-Workshop – Yamaha Partner & Offroad-Spezialist
Wichtige Infos:
Teilnahme nur mit entsprechender Offroad-Erfahrung und vollständiger Offroad-Schutzausrüstung. Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung und Gefahr. Tagesfahrer müssen sich beim Verein anmelden! Der Veranstalter behält sich das Recht vor, das Event bei Schlechtwetter abzusagen.
Link: Infos zum Testtag

Belo Horizonte, Brasilien, 8. Oktober 2026 – Neun Jahre nach der letzten Ausgabe kehrte Minas Riders zurück: mit einer anspruchsvollen Hard-Enduro-Prüfung im brasilianischen Dschungel und einem entscheidenden Kräftemessen im berühmten Mineirão-Stadion. Steile Auffahrten, felsige Canyons und unerbittliche technische Passagen verlangten den Fahrern Können und Ausdauer ab, bevor der Wettbewerb am 3. Oktober für ein Finale im Romaniacs-Stil ins Stadion zog. Justin Elizondo (CRC) sicherte sich den Gesamtsieg in der Gold Class vor Rigor Rico (BRA) und Ryder Guest (USA).
Bereits das Time Trial lieferte einen Vorgeschmack auf das, was Minas Riders für die Fahrer bereithielt. Über offene Wiesen führte die Strecke hinein in die Dschungelkulisse und durch ein trockenes Bachbett, bevor die rutschigen Felsen und engen Durchfahrten des Canyons, von den Locals “Erzberg” getauft, warteten. Hier kämpften die Fahrer um eine gute Startposition für den ersten Offroad-Tag.
Während der Offroad-Tage folgten die Teilnehmer den Spuren der Goldgräbergeschichte von Minas Gerais. Zahlreiche trockengelegte Wasserkanäle, die vor Jahrhunderten für den Goldabbau angelegt worden waren, wurden nun Teil der Rennstrecke. Wo einst Wasser floss, bahnten sich jetzt Motorräder ihren Weg. Ebenso wie zahlreiche teils zugewachsene Wege, auf denen früher das geschürfte Gold zu den Häfen transportiert wurde.
Offroad-Tag 1 führte die Fahrer kurz nach dem Start durch ein trockenes Bachbett, einen sehr steilen Grashang hinauf und über felsige Auffahrten und Querfahrten mitten durch den dichten Dschungel. Vor dem Ziel wartete eine weitere anspruchsvolle Passage über rutschige Steinstufen um den Renntag zu beenden. Für zwei Nächte schlug der Renntross sein Quartier in Vila Galé nahe Ouro Preto auf.
Tag 2 begann mit einer kurzen Schleife rund um Vila Galé, bevor die Strecke in Richtung Zielgelände in Honório Bicalho führte. Drei Runden durch die Wasserfall-Passage von Rio Acima brachten das Renngeschehen direkt vor eine grosse Anzahl an Zuschauern. Bei Temperaturen von bis zu 35 °C kam Rigor Rico an seine Grenzen. Er verzichtete auf die dritte Runde, nahm dafür eine Zeitstrafe in Kauf und sprang zur Abkühlung in den Wasserfall. Weiter entlang der Strecke legten auch der Hawaiianer Ryder Guest und der Portugiese Diogo Ferreira Vieira eine kurze Abkühlung in demselben Fluss ein.
Tag 3 führte über 100 Kilometer durch die kontrastreiche Landschaft Brasiliens: Rutschiger Lehmboden wechselte sich mit Passagen durch den Atlantischen Regenwald und einem langen Abschnitt tief im abgelegenen Dschungel ab. Drei weitere Runden nahe dem Ziel forderten den Fahrern zusätzliche Kräfte ab.
Die Offroad-Tage 2 und 3 endeten bei Fast Brothers, einem Trainingszentrum für Enduro und Motocross. Ein steiler Hügel ließ die Motorräder mitunter förmlich abheben, bevor die Fahrer einen hölzernen Wallride über einem Teich bewältigen mussten. Schon die Ankunft im Ziel war eine Show für sich.
Am Abend vor Offroad-Tag 4 setzte Regen ein. Er hielt die ganze Nacht an und begleitete auch den letzten Renntag in der Region Macacos bei Nova Lima. Die Strecke verwandelte sich in eine kräftezehrende Schlammschlacht, weshalb das Programm von drei auf zwei Runden verkürzt wurde. Die Fahrer halfen einander durch die schwierigsten Passagen und erreichten das Ziel schlammverkrustet. Hunderte Zuschauer harrten trotz des Starkregens aus und feuerten sie an.

Später an diesem Tag übernahmen die Motorräder das Mineirão, eine Bühne, die gewöhnlich dem Fußball gehört. Hard-Enduro-Rennfahrer, Motoboys und Mototaxi-Teams stellten sich einem Parcours mit zwei legendären alten VW-Bussen, einem mit Kokosnüssen gefüllten Becken, Bambusstämmen, Reifen und Holzrampen. Das Grande Final verlieh einem Hindernisparcours im Red Bull Romaniacs-Stil eine unverkennbar brasilianische Handschrift.
Die Hard Delivery-Rennen sorgten für ein ganz eigenes Spektakel. Motoboys gingen mit ihren Lieferrucksäcken an den Start, während die Mototaxi-Fahrer die Hindernisse mit einem Passagier auf dem Soziussitz bewältigten. In einem Stadion, das sonst Tore und Zweikämpfe erlebt, gehörte der Abend den Motorrädern und einer ganz anderen Facette brasilianischen Sporttalents.
Mit gerade einmal 20 Jahren holte Justin Elizondo den Gesamtsieg in der Gold Class bei Minas Riders, nachdem er bei Red Bull Romaniacs 2025 Zweiter in der Silver Class geworden war. Sein Tempo hatte der Costa-Ricaner bereits auf einem gemeinsamen Streckenabschnitt der Gold und Silver Class unter Beweis gestellt: Dort überholte er sowohl Mario Roman als auch Billy Bolt.
Der Zweitplatzierte Rigor Rico prägt seit einem Jahrzehnt die brasilianische Hard-Enduro-Szene und hat Red Bull Romaniacs bereits achtmal erfolgreich beendet. Der drittplatzierte Ryder Guest, ein ehemaliger Profisurfer aus Hawaii, widmet sich heute dem Hard-Enduro-Rennsport und den Herausforderungen, die ihn daran begeistern.
In der Silver Class setzte sich Jozimar Xavier, bekannt als Jojô, vor Luciano Paiva und Caio César Machado Nunes durch.
César Vinicius Costa Boaventura gewann die Bronze Class vor Bernardo Guimarães auf Platz zwei und Jefferson Souza auf Platz drei.
Den Sieg in der Iron Class sicherte sich Mayck Andrade de Castro, gefolgt von Fábio Alves Araújo und Rafael Riera.
Auch Vincenzo Barbagallo meisterte die Iron Class auf einer CFMOTO IBEX 450. Mit seinem Adventure-Motorrad nahm er die Dschungelpfade, felsigen Auffahrten und Schlammpassagen gemeinsam mit den Enduro-Maschinen unter die Räder.
Als Masters-Event war Minas Riders zudem Teil des Hard Enduro World Ranking (HEWR) und verband damit das brasilianische Rennen mit der internationalen Rangliste.
„Brasilien hat das Gelände, die Fahrer und ein Publikum, das mit voller Leidenschaft hinter dem Rennen steht. Diese Ausgabe bot den Teilnehmern alles: felsige Dschungelauffahrten, heftigen Regen und tiefen Schlamm. Anschließend brachten wir sie ins Mineirão Stadion, wo eine völlig andere Herausforderung auf sie wartete. Zu sehen, wie Motoboys und Mototaxi-Teams gemeinsam mit Hard-Enduro-Rennfahrern die Hindernisse in Angriff nahmen, gab dem Finale seinen ganz eigenen Charakter. Mit dieser Ausgabe haben wir eine Grundlage geschaffen, auf der wir weitere Veranstaltungen aufbauen können. Wir denken außerdem über Adventure-Klassen für künftige Ausgaben nach, um dieses Erlebnis einem weiteren Teil der Motorrad-Community zu öffnen“, sagte Martin Freinademetz, Veranstalter von Minas Riders und Gründer von Red Bull Romaniacs.
Über die Podiumsplätze hinaus bleiben die Bilder dieser Ausgabe in Erinnerung: Fahrer, die einander durch den Schlamm halfen, Menschenmengen am Wasserfall, Zuschauer, die sich vom Starkregen nicht abschrecken ließen, und Motoboy- und Mototaxi-Teams, die mit ihren Alltags- und Arbeitsmotorrädern die Hindernisse im Mineirão bezwangen.
Die Veranstalter danken dem brasilianischen Team und den Mitgliedern des Red Bull Romaniacs-Teams, die Minas Riders mit ihrer Erfahrung im Streckenbau, in der Veranstaltungsorganisation und in der Medienberichterstattung möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank gilt außerdem den Partnern, die das Comeback unterstützten, sowie den Zuschauern, die an den Strecken und beim Grande Final im Mineirão für mitreißende Stimmung sorgten.
Alle Ergebnisse: minasriders.com/results

Photo Credit: Lidiana Couto, PA: Minas Riders Marketing Team
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