
Fünf Renntage. Der Prolog. Die Karpaten. Und 52 Minuten mitten ins Geschehen der Red Bull Romaniacs 2026.
Von den ersten Hindernissen in Sibiu bis zum Schlussanstieg: Begleite die Fahrer durch die Action, die Rückschläge und die Entscheidungen, die das diesjährige Rennen geprägt haben. Höre die Stimmen der Menschen auf den Bikes und hinter den Kulissen – untermalt vom Sound und Videomaterial des Hard Enduro.
Website: www.redbullromaniacs.com/
Video: www.youtube.com/@RBRomaniacs / Foto: Hila Tibi

Absage des Enduro Cross Country Paha!
Veranstalter: "Es handelt sich um das Rennen am 3. Oktober in Paha (Slowenien). Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und des anspruchsvollen Geländes können wir die Strecke leider nicht ausreichend bewässern. Aus Sicherheitsgründen und wegen des Streckenzustands waren wir daher gezwungen, das Rennen abzusagen.
Ein Ersatztermin ist vorläufig für den 17. oder 24. Oktober geplant. Das endgültige Datum wird in Kürze bekannt gegeben."
Quellen: Uros Vidmar
Bei der zehnten Auflage der FIM Enduro Vintage Trophy (EVT) im deutschen Zschopau konnten die Vereinigten Staaten dank eines Sieges am zweiten Tag ihre Führung in der Vintage Veterans Trophy-Wertung weiter ausbauen.

Fred Hoess bei der FIM Enduro Vintage Trophy 2026 in Zschopau, Deutschland © Future7Media
Nach dem gestrigen Beschleunigungstest stellte der zweite Tag die erste große Herausforderung für die 426 Fahrer dar, die am diesjährigen FIM EVT teilnehmen.
Eine lange und anspruchsvolle Strecke mit drei Sonderprüfungen, die alle zweimal zu absolvieren waren , erwartete die Teilnehmer. Doch bei strahlendem Sonnenschein in Zschopau konnten sich die Fahrer auf ein spannendes Rennen freuen.
An der Spitze der Vintage Veterans Trophy-Klasse wollten die Vereinigten Staaten ihren Vorsprung am zweiten Tag weiter ausbauen . Dank einer starken Leistung gelang ihnen genau das: Sie errangen den Sieg mit acht Sekunden Vorsprung vor Österreich, Italien wurde Dritter.
Am Ende des zweiten Tages führen die USA in der Gesamtwertung mit 15 Sekunden Vorsprung vor Österreich, das auf den zweiten Platz vorrückt. Auch Italien kann mit seiner heutigen Leistung zufrieden sein , da es vier Plätze gutgemacht hat und nun Dritter ist. Frankreich rückt auf Platz vier vor, Tschechien belegt den fünften Rang.
In der Einzelwertung der Vintage Veterans Trophy errang der US-Amerikaner Fred Hoess (Husqvarna) am zweiten Tag einen verdienten Sieg vor dem Italiener Tullio Pellegrinelli (Puch-Frigerio). Lubomir Vojkuvka (Jawa) aus Tschechien komplettierte das Podium.
„ Heute war ein richtig schöner und anspruchsvoller Enduro-Tag“, sagte der Portugiese Antonio da Silva (Puch-Frigerio) am Ende des zweiten Tages. „Ich glaube, es war einer der härtesten Tage, die ich je bei der FIM EVT erlebt habe, aber die Strecke war fantastisch und die Sonderprüfungen haben richtig Spaß gemacht. Die Organisatoren haben alles richtig gemacht.“
„Ich persönlich hatte nur einen Sturz. Ich hatte auch ein paar Probleme mit dem Vergaser, aber ich denke, die habe ich jetzt behoben. Ansonsten war alles gut, aber ich bin danach definitiv etwas müde!“

2026 FIM Enduro Vintage Trophy in Zschopau, Deutschland © Future7Media
Am Ende des zweiten Tages hat Vintage Silver Vase Italia einen deutlichen Vorsprung in der Klasse Vintage Silver Vase herausgefahren. Die Italiener hatten ihren engsten Konkurrenten, Silver Vase 17 Kramer Werkxx , den ganzen Tag über im Griff und gehen mit einem Vorsprung von einer Minute und acht Sekunden in den dritten Tag.
MC Simpson Suhl liegt aktuell auf dem dritten Gesamtrang – 58 Sekunden hinter dem Zweitplatzierten, aber nur 36 Sekunden vor MC Scuderia Norelli auf Platz vier . Silver Vase 4 EMC Witzschdorf komplettiert die Top Fünf.
Am zweiten Tag war es der Italiener Giuseppe Gallino (Puch), der die Einzelwertung der Vintage Silver Vase anführte, vor seinem Landsmann Andrea Rastrelli (MZ) auf dem zweiten Platz, während der Deutsche Rüdiger Bachmann (SWM) Dritter wurde.
In der Vintage-Club-Teamwertung übernahm Tagliamento 1 am zweiten Tag mit einem komfortablen Vorsprung von einer Minute und zwölf Sekunden die Gesamtführung. Da morgen erneut ein anspruchsvoller Renntag erwartet wird, werden sie versuchen, ihren Vorsprung auszubauen.Dahinter reihte sich Club Team Germany 12 auf dem zweiten Platz ein. Obwohl sie noch einiges aufzuholen haben, um ihre Rivalen von Tagliamento 1 einzuholen, genießen sie einen komfortablen Vorsprung auf MSC Mauer auf dem dritten Platz.
US Leonessa D'Italia 1903 und Club Team Germany 2 komplettieren die Top Fünf auf den Plätzen vier und fünf, trennen sie aber nur sechs Sekunden.Der Deutsche Marcel Triebel (KTM) strahlte über das ganze Gesicht, nachdem er heute die Einzelwertung der Vintage Club Team gewonnen hatte. Der Italiener Mario Graziani (Maico) belegte den zweiten Platz, gefolgt vom Deutschen Davide von Zitzewitz (KTM) auf dem dritten Platz.In der Klasse Vintage Individual war der Spanier Francesc Puey (Suzuki) erneut der bestplatzierte Fahrer, gefolgt vom Polen Michal Korpas (Honda) auf dem zweiten und dem Briten Alex Pringle (Husqvarna) auf dem dritten Platz.
Veranstaltungsinformationen, Live-Ergebnisse und tägliche Berichterstattung finden Sie in der Sportity-App unter dem Passwort FIMEVT, auf dem Instagram-Account @fim_enduro_vintage und auf www.msc-mz.de .
Quellen: FIM

Erste Zeilen und Ergebnisse der Österreicher in Zschopau:
Dienstag Abend, fand die feierliche Eröffnung der 10. Vintage Trophy in der „Enduro Motorrad Stadt Zschopau“ im Deutschen Erzgebirge, statt. Österreich ist mit 13 Fahrern bei dieser Weltmeisterschaft im Classic Endurosport, vertreten.
Nach einem soliden ersten Fahrtag mit nur einer Beschleunigungsprüfung und einer 38 km langen Etappe, ist Österreichs Trophy Team mit Bernhard Walzer, Christian Kaiser und Hans Kaiser von 17 Trophy Mannschaften auf Platz 3. platziert.

Fotos und Text Alfred Steinwidder
Manuel Lettenbichler zieht im Hard Enduro World Ranking davon: Als erster Fahrer knackt der Red-Bull-KTM-Pilot mit 10.600 Punkten die 10.000er-Marke. Neu auf der Website ist zudem das Continent & Nations Ranking. Und wir erklären, warum pro Fahrer nur die acht besten Ergebnisse zählen – und weshalb bei nicht registrierten Events nur die Top 20 punkten.

Red Bull KTM Werksfahrer Manuel Lettenbichler baut seinen Vorsprung im aktuellen Ranking mit weiteren Siegen aus und hat nun die 10.000er Marke geknackt: Stolze 10.600 Punkte hat er nun auf dem Konto. Nach Siegen unter anderem bei den beiden im Hard Enduro World Ranking einzigen Events der Supreme Kategorie, Red Bull Erzbergrodeo und Red Bull Romaniacs, legt der Kiefersfeldener Lettenbichler mit nahezu makellosen Leistungen konstant nach. Auch beim Abestone in Italien räumte der Ausnahmekönner komplett ab und gewann Prolog, Sprint und das Main Event souverän. Mit dem 2. Platz bei der Roof of Africa festigte er seine Führung.
Enger Zweikampf um Rang zwei
Betrug Manuels Vorsprung nach dem Abestone noch 3.260 Punkte auf den jungen Briten Mitch Brightmore, so verringerte sich der Vorsprung auf den Zweitplatzierten nach der Roof auf 2.920. Der Bulgare Teo Kabakchiev, der auf seiner Sherco in den letzten Rennen etwas Probleme hatte, konnte mit seinem Triumph bei der Roof of Africa jedoch an Mitch Brightmore, der in Lesotho auf dem zehnten Rang landete, vorbeiziehen. Mitch bleibt jedoch in Schlagdistanz auf Teo - im Kampf um den zweiten Rang bleibt es somit spannend. Auch in den weiteren Platzierungen ist es bis zu Matt Green auf dem achten Platz knapp, sodass sich in den verbleibenden Rennen noch einiges ändern kann.

So funktioniert die Wertung: die acht besten Ergebnisse zählen
Beim Ranking ist folgendes zum Verständnis wichtig: Insgesamt werden pro Athlet maximal 8 Ergebnisse gewertet – über alle Kategorien hinweg (Supreme, Premier, Masters und Challenger). Es werden also nur die 8 Ergebnisse mit den höchsten Punktzahlen gewertet - alle weiteren Ergebnisse werden nicht berücksichtigt. In der aktuellen Wertung kann man bereits nachvollziehen, dass vormals gewertete Punkte vorangegangener Rennen, die geringer sind als die aktuell besten Ergebnisse, aus der Wertung herausfallen. Beispiel von Manuel Lettenbichler: Die 500 Punkte vom Red Bull Tennessee Knockout werden gestrichen. Daran wird auch deutlich: Das Hard Enduro World Ranking stellt zu jedem Zeitpunkt eine Momentaufnahme dar, da nicht alle Punkte in einem Jahr zwingend erhalten bleiben, sondern nur die 8 besten gewertet werden.
Warum nicht jede Platzierung Punkte bringt
Uns erreichten in den letzten Wochen immer wieder Nachfragen von Fahrern, die bei Rennen mitgefahren sind, welche im Hard Enduro World Ranking gelistet sind. In diesen Nachrichten wurde nach den Punkten gefragt, die sie aufgrund ihrer Platzierung in diesen Rennen eigentlich hätten erhalten können. Die Erklärungen dafür: Bei Events, die sich nicht selbst über unsere Plattform registriert haben und aufgrund ihrer Relevanz auch für die Top-Fahrer der Szene ins Hard Enduro World Ranking aufgenommen wurden, erhalten nach den bestehenden Regeln nur die Top 20 des Main Events Punkte, wenn die Events die vollständigen Ergebnisse nicht übermittelt haben. Mit der Auswahl der Rennen würdigt das Hard Enduro World Ranking somit auch den Stellenwert der Veranstaltungen, die Teil der FIM Hard Enduro WM sind.

Neu: Continent & Nations Ranking
Auf der Website des Hard Enduro World Ranking ist seit kurzem nun auch ein Continent & Nations Ranking ausgewiesen. Im Continent Ranking wird die gesamte Anzahl der Punkte und Fahrer für jeden Kontinent dargestellt. Im Nations Ranking werden die Gesamtpunkte der Fahrer der Nationen gelistet. Per Klick auf die jeweilige Nation gelangt man in die Übersicht des Rankings auf nationaler Ebene.
Minas Riders kehrt nach Brasilien zurück – fünf Renntage und ein Grand Finale im Mineirão-Stadion
Minas Riders wurde 2016 und 2017 ausgetragen. In den Jahren seither ist das Hard Enduro in Brasilien stärker gewachsen, als viele es sich hätten vorstellen können – es gibt inzwischen sogar eigene Moto-Hotels für Fahrer. Nun, nach über einem Jahr Vorbereitung, ist Minas Riders zurück.
Das Rennen beginnt am Dienstag, den 29. September, mit den Zeitfahr-Qualifikationen, gefolgt von vier Offroad-Tagen quer durch Minas Gerais. Erwartet werden rund 100 Teilnehmer in den Klassen Gold, Silver, Bronze und Iron, mit Fahrern aus Brasilien, Mexiko, Australien, Hawaii und darüber hinaus. Sie durchqueren offenes Grasland, felsige Passagen und dichten Dschungel – der glitschige rote Lehm von Minas Gerais sorgt für eine zusätzliche Herausforderung.
Das Team von Minas Riders ist überwiegend brasilianisch; treibende Kraft hinter der Rückkehr des Rennens ist Organisator Martin Freinademetz. Er hat einige seiner „Geheimwaffen" vom Red Bull Romaniacs mitgebracht: Santiago und Mogli arbeiten gemeinsam mit der brasilianischen Crew an den Strecken, Andy gestaltet das Stadion-Finale, und Diana bringt die Geschichten aus Brasilien einem internationalen Publikum näher.
Am 3. Oktober erreichen die Fahrer ein Ziel, wie es auf dieser Strecke kein zweites gibt: das Grand Finale im Estádio Mineirão in Belo Horizonte. Andy Fazekas, Schöpfer des Prologs beim Red Bull Romaniacs, bereitet im Stadion eine Strecke mit mehr als 20 künstlichen Hindernissen vor. Nach vier Tagen im brasilianischen Hinterland beenden die Teilnehmer ihr Rennen an einem berühmten Ort, der vor allem für Fußball bekannt ist.
Die Vorfreude auf die Rückkehr von Minas Riders ist deutlich zu spüren. Die letzten Vorbereitungen laufen, das Team ist bereit, die Fahrer zu empfangen – und beim Grand Finale werden zudem drei Motorräder des Typs CFMOTO IBEX 450 als Preise vergeben.
Die letzten Streckenabnahmen in Minas Gerais laufen, während im Mineirão die Hindernisse Gestalt annehmen. In wenigen Tagen werden die ersten Fahrer erfahren, woran das Team seit mehr als einem Jahr gearbeitet hat.
Fünf weitere Events im September
Isegrim Enduro: 26. September (Deutschland) - Challenger Kategorie
3 Stunden Enduro - HSV Burg Kreuzenstein: 26. September (Österreich) - Challenger Kategorie
Zirbenland Trophy: 26. September (Österreich) - Challenger Kategorie
Minas Riders Hard Enduro Rallye: 29. September - 3. Oktober (Brasilien) - Masters Kategorie
Sea to Sky: 7. -10. Oktober (Türkei) - Premier Kategorie
Hard Enduro World Ranking - Top 10 - Stand nach 25 Rennen
Manuel Lettenbichler (D, KTM), 10.600 Punkte
Teodor Kabakchiev (BG, Sherco), 7.680
Mitch Brightmore (GB, GASGAS), 7.312
James Moore (ZA, Beta), 5.625
Mario Román (E, Husqvarna), 5.144
Ashton Brightmore (GB, GASGAS), 4.948
Trystan Hart (CDN, KTM), 4.910
Matthew Green (ZA, KTM), 4.454
Lorenzo Gandola (I, Sherco), 3.992
Thomas Scales (ZA, Beta), 3.746
Das vollständige Ranking: www.enduroworldranking.com

PA: Press Kit: motomedia.at
Vier Fahrer, drei Rennen, ein Wochenende: Valentino Hutter kämpfte in Obdach um den Staatsmeistertitel, Mitch und Ashton Brightmore um WM-Punkte bei der Roof of Africa, und Dieter Rudolf startete beim King’s Path in Bosnien und Herzegowina.
Valentino Hutter machte in Obdach den Open-Staatsmeistertitel fix.
Mitch und Ashton Brightmore kämpften sich bei der Roof of Africa durch die Berge Lesothos. Mitch fuhr im Time Trial die schnellste Runde des Gold-Feldes, musste nach einer Zeitstrafe aber von weiter hinten aufholen. Ashton verlor durch technische Probleme wertvolle Zeit. Am letzten Renntag fanden beide wieder ihren Rhythmus.
Dieter Rudolf startete in Bosnien erstmals beim King’s Path. Die 65 Kilometer Hard Enduro lagen ihm, und er führte das Hauptrennen an. Nach dem Zieleinlauf wurde ein Kontrollpunkt zum Thema bei der Auswertung.

Obdach: Neun Punkte Rückstand, am Ende Staatsmeister
Neun Punkte fehlten Valentino Hutter vor dem Finale der Österreichischen Enduro-Staatsmeisterschaft auf Maurice Egger. Zwei Renntage blieben ihm, um diesen Rückstand aufzuholen. Die Zirbenland Trophy in Obdach wurde damit zum Schauplatz einer Titelentscheidung, bei der jeder Platz zählte.
Gefahren wurde klassisches Enduro: eine rund 60 Kilometer lange Etappe durch die Seetaler Alpen mit drei gezeiteten Sonderprüfungen. Vale beschrieb die erste als technisch, die zweite als schneller und die dritte als Motocross-Prüfung auf der Wiese. Teile der Strecke führten über Gelände, das bereits bei der Six Days 1976 genutzt worden war.
Samstag
Am Samstag passte für Vale alles zusammen. Er holte den Sieg, während Egger Vierter wurde. Aus neun Punkten Rückstand waren über Nacht nur noch zwei geworden. Die Meisterschaft war wieder offen, entschieden war noch gar nichts.
Sonntag
Vor dem letzten Renntag war die Nervosität hoch, wie Vale später erzählte. Er musste vor Egger bleiben und durfte sich auf keiner der Sonderprüfungen einen größeren Fehler leisten. Vale lieferte: Am Sonntag fehlten ihm nur drei Zehntelsekunden auf den Tagessieg. Er wurde Zweiter, Egger Dritter.
Damit holte Vale genau die zwei Punkte auf, die ihm noch gefehlt hatten. Beide beendeten die Meisterschaft punktegleich. Laut AMF-Reglement entschieden nun die Platzierungen der Saison: zuerst die Siege, dann die zweiten Plätze und so weiter. Nach Vales Schilderung hatten beide gleich viele Siege und zweite Plätze. Sein zusätzlicher dritter Platz gab den Ausschlag. Valentino Hutter ist österreichischer Enduro Open Staatsmeister 2026.
Für den 18-Jährigen ist es der erste Titel in der Open-Klasse. Nach dem Rennen bedankte er sich beim gesamten X-GRIP Team für die Unterstützung. Wie sich das Ganze anfühlte, brachte er selbst deutlich kürzer auf den Punkt: „Mega, mega cool.“

Fotos: Lucas Pripfl Enduro Trophy
Roof of Africa: Die Brightmore-Brüder kämpfen sich zurück
Das älteste Hard-Enduro-Rennen der Welt wurde seinem Ruf einmal mehr gerecht. Die Roof of Africa im Königreich Lesotho war zugleich die sechste Runde der FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft 2026. Für das X-GRIP Racing Team gingen die britischen Brüder Mitch und Ashton Brightmore an den Start.
Time Trials
Das dreitägige Rennen begann mit den Time Trials auf einer rund neun Kilometer langen Strecke bei Music Box. Acht technisch anspruchsvolle Sektionen auf felsigem Terrain zeigten sofort, was die Maloti-Berge den Fahrern abverlangen würden. Für die Aussicht blieb den Brüdern wenig Zeit.
Ashton blieb in Schlagdistanz zur Spitze und beendete die Time Trials auf Platz drei. Mitchs Tag nahm bereits vor dem Start eine andere Richtung: Sein Navigationsgerät funktionierte nicht, weshalb er nicht zu seiner exakt vorgesehenen Zeit losfahren konnte. Auf der Strecke ging er volles Risiko ein und fuhr in seiner zweiten Runde mit 24:11,99 Minuten die schnellste reine Rundenzeit des gesamten Gold-Feldes.
Nach einem Einspruch erhielt Mitch wegen seines verspäteten Starts eine fünfminütige Zeitstrafe. Statt die Time Trials zu gewinnen, wurde er auf Rang neun gewertet. Die erste lange Etappe in den Bergen hatte noch gar nicht begonnen, und er musste bereits einen beträchtlichen Rückstand aufholen.

Deep Mountain Loop
Am zweiten Tag wartete der Deep Mountain Loop, eine rund 115 Kilometer lange Etappe mit extremen Anstiegen und großen Höhenunterschieden. Vom Start bei Music Box fand Ashton schnell seinen Rhythmus und hielt sich bis zum Tankstopp in einer sieben Fahrer starken Gruppe.
Danach machten technische Probleme seine Fahrt schwer. Ashton kämpfte sich bis zum Servicepunkt durch, wo mehrere Bauteile ausgetauscht werden mussten. Das X-GRIP Racing Team arbeitete daran, den Zeitverlust so gering wie möglich zu halten.
Auch Mitch blieb das Pech nicht erspart. Durch seine Startposition vom Vortag geriet der schnelle GASGAS-Pilot in ungewohnten Verkehr. In einem felsigen Abschnitt stürzte er heftig und musste sich erst wieder sammeln. Beide Brüder verloren auf der anspruchsvollen Etappe Zeit und Positionen.
Über steile Geröllanstiege führte die Strecke weiter durch die Berge bis zum Servicebereich an der Metolong-Talsperre. Dort traf Mitch auf Ashton und entschied sich, seinem Bruder bis ins Ziel zu folgen. Gemeinsam fanden sie wieder einen soliden Rhythmus und machten etwas Boden gut. Nach rund sechseinhalb Stunden Renndauer kam Mitch als Zehnter ins Ziel, Ashton belegte Rang zwölf.
Letzter Tag
Am letzten Tag standen zwei weitere Runden über jeweils 38 Kilometer an. Mitch war auf der ersten Runde bei der Streckenführung erneut unsicher und konnte sein Tempo zunächst nicht voll ausspielen. Ashton lieferte sich unterdessen einen intensiven Positionskampf mit zwei Konkurrenten. Nach dem Tankstopp setzte er sich von ihnen ab und fuhr sein eigenes Rennen.
Auf seiner GASGAS fühlte sich Ashton zunehmend wohler und zeigte sein Können in den steilen, felsigen und körperlich fordernden Trial-Passagen. Auch Mitch fand zurück in seinen Rhythmus. Mit kreativen Linien und hohem Tempo startete er eine starke Aufholjagd.
Ashton beendete den letzten Renntag auf Platz fünf, Mitch auf Platz sechs. In der Gesamtwertung der Roof of Africa wurde Ashton Neunter und Mitch Zehnter. Nach den Rückschlägen der ersten beiden Tage zeigten beide zum Abschluss noch einmal ihre Geschwindigkeit. Ashton blieb zudem Führender der Juniorenwertung in der Hard-Enduro-WM. Den Gesamtsieg in Lesotho holte Teodor Kabakchiev.
Foto: @RadioPaddock
King’s Path: Dieter Rudolf führt, die Wertung bleibt vorerst offen
Für Dieter Rudolf war es der erste Start beim King’s Path in Tomislavgrad. Die zehnte Ausgabe begann am Samstag mit zwei Runden auf einer Super-Enduro-Strecke mit Hindernissen. Das Ergebnis legte die Startreihenfolge für das Nachmittagsrennen fest: drei Runden auf einem zehn Kilometer langen Kurs. Erst danach stand fest, in welcher Reihenfolge die Fahrer am Sonntag ins Hauptrennen gehen würden.
Dort warteten rund 65 Kilometer Hard Enduro. Das Gelände lag Didi: offenes Gestein, fest eingebettete Felsen und anspruchsvolle Passagen, die ihn an Sea to Sky in der Türkei erinnerten. Er lobte die Organisation und meinte, ein Rennen mit einer solchen Strecke hätte mehr Starter verdient.

Vom Start weg führte Didi das Hauptrennen an. Er hatte Spaß auf der Strecke, hielt sein Tempo und erreichte das Ziel mit rund 16 Minuten Vorsprung. Im Ziel sah alles nach einem Sieg aus. Erst bei der Kontrolle der Checkpoints begann die Diskussion.
Didi und mehrere weitere Fahrer aus der Spitzengruppe hatten einen Kontrollpunkt nicht passiert. Nach Didis Schilderung fehlte an der entscheidenden Abzweigung die Markierung. Etwa 100 Meter später mündete ihre Linie wieder auf dieselbe Schotterstraße. Während der Fahrt war für die vorderen Fahrer deshalb nicht zu erkennen, dass sie einen kurzen Streckenabschnitt ausgelassen hatten.
In der ersten Auswertung wurden Didi für den fehlenden Kontrollpunkt 45 Strafminuten angerechnet. Das brachte ihn zunächst auf Rang drei. Über die Wertung wurde vor Ort ausführlich gesprochen. Didi hatte das gesamte Rennen mit seiner Helmkamera aufgezeichnet und besprach die Bilder der Abzweigung mit dem Veranstalter.
Nach Didis Bericht erhielt er mündlich die Zusage, die Zeitstrafe zu korrigieren oder den Sachverhalt und die Wertung richtigzustellen. Deshalb entstanden auch die Siegerfotos mit ihm. Eine schriftlich bestätigte endgültige Klärung lag zum Zeitpunkt dieses Berichts noch nicht vor.
Bei aller Diskussion über das Ergebnis blieb Didi vor allem die Fahrt in Erinnerung. Die Strecke machte ihm Spaß, das Gelände forderte ihn und der Sonntag war eine gute Vorbereitung auf Sea to Sky. Gut möglich, dass King’s Path ihn im nächsten Jahr wiedersieht.
Fotos: @King’s Path Enduro Race
PA: X-Grip
Der Spanier Josep Garcia (KTM), der von vielen als schnellster Mann im Enduro-Sport angesehen wird, peilt bei der diesjährigen 6DAYS® FIM Enduro of Nations in Portugal seinen sechsten Sieg in Folge an – ein neuer Rekord.

Josep Garcia bei den FIM 6DAYS® 2025 in Italien © Future7Media
Der Spanier hat in den letzten Jahren die Rennwelt im Sturm erobert und sich bei jedem Rennen als der Fahrer erwiesen, den es zu schlagen gilt. Seit 2021 steht er bei den 6DAYS® jedes Mal ganz oben auf dem Podium und gewinnt die Einzelwertung.
Da nun die weltbesten Fahrer in Grândola zur hundertsten Ausgabe der 6DAYS® eintreffen , stellt sich vielen die Frage, ob Garcia seinen sechsten Sieg einfahren kann.
„ Was ich jetzt habe, ist ein wahrgewordener Traum “, antwortet Garcia diplomatisch. „ Schon ein Sieg ist ein Traum, also stell dir sechs in Folge vor. Aber bei jedem Rennen, das ich fahre, und jedes Mal, wenn ich aufs Rad steige, geht es mir um den Spaß. Ich denke nicht so sehr an Rekorde, ich bin hier, um zu genießen und wie immer um den Sieg zu kämpfen .“
Die 6DAYS® FIM Enduro of Nations war schon immer in erster Linie ein Teamwettbewerb. Das macht sie im Enduro-Sport so einzigartig. Landsleute kommen jedes Jahr zusammen und geben ihr Bestes, um ihr Land an die Spitze zu bringen . Da Spanien den Weltmeistertitel noch nicht gewonnen hat, ist es die Trophäe, die er am liebsten gewinnen würde.
„ Ich habe bei den 6DAYS® schon so viel erreicht, aber der Traum vom Gewinn der Weltmeisterschaft mit Spanien ist das Einzige, was mir noch fehlt“, gibt er zu. „ Aber ich weiß, dass ich es auch nicht beeinflussen kann. Wir sind ein Viererteam. Vier Fahrer, vier Maschinen, alle geben hundert Prozent. Ich kann natürlich nur mein Bestes geben, um dem Team zu helfen. “

Josep Garcia bei den FIM 6DAYS® 2025 in Italien © Future7Media
Garcia weiß, dass er beim diesjährigen Rennen als Favorit antritt , ist sich aber auch der hohen Konkurrenz bewusst. Er nimmt in Portugal nichts auf die leichte Schulter.
„ Das Tempo für den Gesamtsieg ist mittlerweile wahnsinnig. Das Niveau ist wie in der EnduroGP, und man muss in jeder Prüfung hundert Prozent geben. Man kann das Rennen nicht wirklich kontrollieren oder steuern .“
„ Ehrlich gesagt, beginnt das Rennen schon mit der ersten Prüfung; alles zählt. Jede Sekunde ist entscheidend. Das macht es so besonders, denn man hat nur diese sechs Tage Zeit, um Leistung zu bringen. Es ist nicht wie bei einer Weltmeisterschaft, wo man über eine ganze Saison Zeit zur Erholung hat; hier muss man an jedem einzelnen Renntag perfekt sein. “
Ob er in Portugal gewinnt oder nicht, eines ist sicher: Er wird sich amüsieren. Als Fahrer, der den Nationalstolz hochhält, freut er sich auf das, was ihn bei den 6DAYS® erwartet .
„Ich glaube, ich habe jetzt elf oder zwölf 6DAYS-Rennen bestritten, aber jedes einzelne ist etwas ganz Besonderes. Es ist so schön zu sehen, wie die Teilnehmer aus all den Ländern zusammenkommen. Die Atmosphäre ist anders als bei jeder anderen Meisterschaft, an der ich teilnehme. Die Intensität ist hoch, und das spürt man.“
„Auch wenn noch viel Arbeit vor mir liegt, besonders wenn man um den Sieg kämpft, ist es ein Rennen, an dem ich unbedingt teilnehmen möchte. Deshalb hoffe ich, dass ich in Zukunft noch viele weitere 6DAYS®-Rennen bestreiten werde.“
PA: FIM
- Vorschau: Red Bull Erzbergrodeo - 27. bis 30. Mai 2027
- Hard Enduro World Ranking Zwischenstand:
- Teodor Kabakchiev gewinnt Roof of Africa 2026!
- Die FIM Enduro Vintage Trophy noch bis 03. Oktober in Zschopau:
- Zwei Tage Enduro Trophy – Obdach im Zirbenland:
- Kastanien und Sturm bei KFZ Knopper am 2.Oktober 2026!
- AUNER HESG: Perfekter Saisonabschluss bei Isegrim Enduro!
- HVT Molare Racingteam bei Enduro EM La Torre d´Orista:
- Vorschau: Österreich bei der FIM Enduro Vintage Trophy 2026!
- Fox Enduro Day am 10. Oktober 2026 in Ribnik / Kroatien:
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