Im Zuge des heurigen DIMOCO AspangRace 2019 konnten wir für euch noch ein paar Fahrerstimmen zum Rennen einholen. Benni Schöpf, Manuel Lettenbichler und Alfredo Gomez sowie Petra Muigg im Interview. Auch Killian Zierer schildert das Rennen aus seiner Sicht:

 

0910 benni schoepf

 

Bernhard Schöpf: Ich hatte einen schlechten Start, konnte aber dann gleich mal gut „Boden machen“. Es war mit der Sicht extrem schlecht, ich konnte mich aber trotzdem auf Platz 4 vorkämpfen. Ich habe dann auch noch den Führenden Manuel Lettenbichler sowie den zweitplatzierten Phillipp Schneider und Alfredo Gomez auf Position 3 in Sichtkontakt bekommen und versucht vorzufahren. Es war für mich aber mit dem Staub so schwierig, dass ich für mich selbst entschieden habe bei diesem Staub nicht mehr auf Druck zu fahren. Ich konnte den Boden nicht mehr richtig erkennen und habe deshalb beschlossen das Rennen abzubrechen.

Ich glaube es waren insgesamt zweieinhalb Runden die ich gefahren bin. Die Entscheidung des Rennabbruchs ist mir nicht so schwer gefallen, da die ÖM ja heuer von Anfang an nicht mein Ziel war. Es wäre natürlich schon schön gewesen mit den Top-Jungs hier vorne mitzufahren aber ich kann es verkraften da ich eben nicht um den Titel mitfahre. Ich habe heuer insgesamt ein wenig runtergeschalten, bin sozusagen in einen Kurzruhestand getreten und habe mir bewusst heuer keine Ziele gesetzt. Mitfahren möchte ich aber jedenfalls bei einem Klassiker in Deutschland, dem Enduro Zschopau 2019. Dieses Rennen habe ich schon seit 4 Jahren am Plan und ich werde dort in der E1 Klasse an den Start gehen.

 

0910 letti feichtinger

 

Manuel Lettenbichler: Spitzer Bernhard, den Organisator, kenne ich ja schon mehrere Jahre und er fragte mich ob ich nicht vorbeikommen möchte. Ich habe dann meinen Urlaub kurz nach hinten verschoben und mir gedacht, es wäre auch eine super Vorbereitung für den WESS Lauf im Hawkstonepark. Ich war vor 3 oder 4 Jahren schon mal hier, da war es auch brutal staubig, da hatte damals auch der Alfredo abgebrochen. Es hat mir vom Rennen her aber damals schon gefallen.

Es war auch heuer gut wobei die Strecke diesmal ein wenig enger war. Insbesondere im Wald war es halt schwerer zu überholen und für uns Profis nicht optimal weil du ja die gutgemachte Zeit natürlich wieder verlierst wenn du hinter einem Hobbypiloten nachfahren musst. Sonst war die Strecke aber wieder Top und durch die teilweise „Zerbombung“ auch ein Top Training für mich. Vom Staub her hab ich es mir fast schlimmer vorgestellt. Ich bin ganz gut zurechtgekommen. Klar muss man da manchmal vom Gas runter gehen aber es war noch auszuhalten. Damals vor ein paar Jahren sind wir in die andere Richtung gefahren und da hatte es deutlich mehr gestaubt. Das Rennen hat aber jedenfalls Wiederholungswert. Wenn es mein Terminkalender irgendwie hergibt schaue ich nächstes Jahr sicher wieder runter.

 

0910 gomez

 

Alfredo Gomez: Ich habe die erste Stunde des Rennens genossen. Nach meinem Urlaub bekam ich dann aber ein paar Blasen an meiner rechten Hand aber es war trotzdem ein gutes Rennen für mich. Ich konnte auch auf das Podium fahren obwohl es wieder recht gefährlich war mit dem Staub. Ich bin sehr happy mit dem 2.Platz. Die Temperatur macht mir weniger zu schaffen, da es ein schnelles Rennen mit genug Fahrtwind ist :-) Ich hoffe ich kann auch in Zukunft wieder einmal hier starten.

 

0910 muigg

 

Petra Muigg: Ich habe ein super Rennen gehabt. Ich bin in der ersten Startreihe gestanden und war beim Start auf dritter Position. Ich habe dann versucht die Position zu halten, hatte keine groben Probleme und wurde in der Herrenklassen dann 7te von insgesamt 125 Startern. Die Strecke war schon ziemlich zusammengeschlagen und staubig, aber dadurch, dass ich vorne weggefahren bin, war die erste Runde super und auch später haben alle gut Platz gemacht. In 3 Wochen geht es dann bei den Sea to Sky für mich weiter.

 

0910 zierer

 

Killian Zierer: Am Samstag startete ich beim Aspang Race in Gruppe 3, über 250ccm, bis 26 Jahre. Das Teilnehmerfeld von 99 Ridern in dieser Gruppe war nicht zu unterschätzen, zumal ich von den vergangen Jahren weiß, dass die Überholmöglichkeiten auf dieser Strecke begrenzt sind und wir noch mit 5 anderen Gruppen an den Start gehen. Es gelang mir ein hervorragender Start, ich konnte sofort die Führung übernehmen und ließ somit nicht nur die anderen Fahrer, sondern vor allem den Staub hinter mir. Dies kam mir auf jeden Fall auch zugute. Es gelang mir ein fulminantes Rennen in diesen 3 Stunden. Trotz der Hitze, des brutalen Staubs und der doch schon vom ersten Rennen durch Schläge und tiefe Furchen geprägten Strecke.

Ich war von Anfang an fehlerfrei unterwegs, was den Vorteil hatte, immer fokusiert und konzentriert fahren zu können. Am Ende erreichte ich als Erster mit einer Runde Vorsprung auf die Konkurrenz das Ziel. Erleichterung und das Gefühl des Stolzes machten sich breit – ein grandioser Tag in meiner noch jungen Karriere! Am Abend durfte ich die begehrte Sieger-Trophäe des Dimoco Aspang Race bei toller Stimmung entgegennehmen.

Link: https://www.aspangrace.at

Interviews: Enduro-Austria, M.M. Fotos: https://www.only-dirt.at/ PA und Fotos Zierer: Stefan Leitner