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Die Marke "X-Grip" ist ja schon seit einiger Zeit mit ihren Produkten im Endurosport sehr bekannt, erfolgreich und beliebt. Enduro-Austria hatte von X-Grip jetzt die Möglichkeit bekommen einen brandneuen Extremenduro - Reifen mit dem neuen Extrem Mousse zu testen...

Wie schon von unserem X-Grip Winterreifentest bekannt, haben wir auch dieses Mal den Reifen auf Herz und Nieren oder besser gesagt auf „Stollen und Gummimischung“ getestet.

Die Zutaten für unseren Test:

- Der neue X-Grip "Jack the Gripper" / SOFT 140/80-18 mit dem ebenso neuen X-Grip Supersoft Mousse

- Testfahrer Willi Stocker und Thomas Boder. Erfahrene und kritische Testfahrer des Enduro-Austria Racing Teams E.A.R.T.

-  Motorräder: Willi Stocker mit einer KTM 300 Tpi mit vielen Powerparts von X-Grip für Hart-Enduro fit gemacht. Thomas Boder auf Beta 300, Finisher bei den Red Bull Romaniacs in der silber Klasse 2019 und auf Jack the Gripper 4 Tage unterwegs.

- Ein Testgelände das alle geforderten Situationen und Testkriterien bestens erfüllt. Die Strecken der legendären Red Bull Romaniacs in Sibiu.

 

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Bei unserem Test werden wir im Schulnoten-System bewerten. Also „1“ für Sehr gut und „5“ für durchgefallen. Als Vorderrad fahren wir den schon sehr bekannten und unter Endurofahrern beliebten X-Grip HULKYBOY, ebenso mit Mousse der Firma X-Grip ausgestattet.

Montage:

Die Montage geht sehr einfach von der Hand da die sehr weiche Gummimischung in Kombination mit der weichen Karkasse mit sehr wenig Aufwand und Kraft auf die Felge aufzubringen ist. Note: 1

Testtag 1:

Da ich nicht als Rennteilnehmer sondern als Guide/Organisation/Reporter bei der Red Bull Romaniacs dabei sein durfte, bekam ich 2 Tage vor dem legendären Start zum Rennen die erste Möglichkeit den Reifen schon mal ausgiebig in den Bergen rund um Sibiu und auch auf der originalen Strecke der letzten Jahre zu testen.

Zum Aufwärmen begaben wir uns, sagen wir mal in recht einfaches Gelände. Waldauffahrten, mit Wurzeln bestückte Schrägfahrten und den darauffolgenden Abfahrten. Der Erste Eindruck war schon sehr positiv und vielversprechend. Beim Anfahren der ersten Auffahrt bei trockenem Waldboden ist der Grip so gut, dass ich Schwierigkeiten hatte mich auf meiner 300er zu halten ohne unschön über das Heck abzusteigen. Bei der Schrägfahrt die noch nie meine Paradedisziplin war, ging es wie auf einer vorgegebenen Spur über Steinplatten und Wurzeln. Seit wann kann ich denn das so gut? Ehrlich! Ich konnte ein Grinsen unter dem Helm nicht zurückhalten.

Weiter auf die Abfahrt: Bei dieser Disziplin spielt ja bekanntlich der hintere Reifen nur die Nebenrolle - doch was man schon sagen kann - ob er gerade in der Bremsspur läuft oder dazu neigt auszubrechen oder wegzurutschen. Und auch hier keine Spur von Schwächen. Nach ca. 5 Stunden im Wald auf Forststraßen und offenen Almen mit hohem Gras, für den ersten Tag zufrieden, begaben wir uns zurück ins Paddock um uns auf die nächsten Tage vorzubereiten.

Im Paddock wurde der Reifen auf Verschleiß und/oder Risse Untersucht und mit namhaften Herstellern verglichen. Der Verschleiß ist sehr gering und es sind auch keine Risse im Mandel oder eingerissene Stollen aufgefallen.

 

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Der zweite Testtag:

Am zweiten Testtag, das ist der erste Offroad Tag bei den Romaniacs, ging ich mit dem selben Reifen wie schon am ersten Testtag auf die Strecke der Silber-Class und wir konnten diesen unter Extrembedingungen testen. Morgens war die Strecke noch ein wenig feucht aber bereits dabei aufzutrocknen und es ging über lange Wiesen Up-Hills, Wanderwege, Singletrails, Bachauffahrten und allem was das Enduroherz erfreut. Und der Reifen zeigte in keiner Situation Schwächen.

Zur Mittagszeit sollte sich die Idylle aber ein wenig legen den es waren Regenschauer angesagt - und die kamen auch. Jeder von uns weiß, dass nach einem Regenschauer andere Bodenbedingungen herrschen als auf trockenem Untergrund und somit bekamen wir direkt die Gelegenheit denn jetzt schon deutlich angefahren Reifen auf nassen Wurzeln, Steinen, Schrägfahrten, Auf- und Abfahrten und durch Schlammlöcher, perfekt zu testen.

 

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Kommen wir zum Ergebnis: Hier unterscheiden wir jetzt auf trockenem und Nassen Boden:

Trocken:

Seitenhalt bei schnellen Kurven : 1
Seitenhalt bei Schrägfahrten: 2
Grip auf Wurzeln 2
Grip auf Steinen 1
Beschleunigung Grip : 1
Bremsverhalten: 1
Verschleiß: 2

Nass:

Seitenhalt: Bei schnellen Kurven 2
Seitenhalt bei Schrägfahrten 3
Grip auf Wurzeln 2
Grip auf Steinen 2
Beschleunigung 2
Bremsverhalten: 1
Verschleiß: wird hier nicht extra bewertet.

Die etwas Schlechtere Note beim Seitenhalt in Schrägfahrten bei Nässe ist auch auf die extra weiche Gummimischung zurück zu führen weil dadurch die Stollen eher zum umknicken neigen und sich nicht in den Boden fressen können. Dieses Problem Tritt bei jedem mir bekannten weichen Reifen auf. In diesem Fall würde die etwas härtere Gummimischung die bessere Wahl sein, doch irgendwo muss man auch Kompromisse eingehen. An diesem Faktor wird bei X-Grip auch schon gearbeitet! Wir sind gespannt !

Egal ob bei der Beschleunigung, bei Schrägfahrten oder im Anbremsen, der X-Grip Jack the GRIPPER wird seinem Namen gerecht. Er ist jedenfalls eine neue Waffe in Sachen Enduroreifen. Wir sind uns ziemlich sicher, dass kein anderer Reifen und auch Mousse eine so gute Preis/Leistung bieten.

Für den Test zur Verfügung gestellt von X-Grip. www.x-grip.at 

Der JACK the GRIPPER von X-Grip ist die neue „Waffe“ im Hause X-GRIP! Durch die 3 verschiedenen Gummimischungen kann er für jedes Gelände eingesetzt werden.

Link: https://www.x-grip.at/product/x-grip-jack-the-gripper-140-80-18/

 

Bericht: Enduro-Austria, Willi Stocker

 


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