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ÖEC Saisonstart am Schwarzlhof in Kärnten: Vergangenes Wochenende fand nun endlich der erste Lauf des Österreichischen Endurocups in Guttaring/ Kärnten statt. Dem Veranstalter Tom Pirolt zufolge wollten sich über 400 Fahrer innerhalb weniger Tage für dieses Event anmelden, angenommen wurden schlussendlich 300 Fahrer.

ÖEC steht für Qualität und nicht für Quantität, um größere Stauungen auf der Strecke und im Zeitplan zu vermeiden, sind die Startplätze begrenzt, somit sollte man beim Anmelden schnell sein.Trotz der kühlen Temperaturen war das Fahrerlager bereits Samstagvormittag schon gut gefüllt, ab 10.00 Uhr war die große Runde für das Training freigegeben, somit gab es wie immer genügend Zeit sich mit der Strecke anzufreunden.

Diese führte über bekanntes Geläuf, zu den Kriterien zählen zusätzlich zu den vielen Wurzeln die drei schweren Streckenelemente, die heuer aus der bereits bekannten Felsenauffahrt direkt ober dem Bauernhof und der aus dem Vorjahr berüchtigten steinigen Waldauffahrt, wo sich auch heuer sicherlich einige Dramen abgespielt haben, kalt ist dort sicherlich keinen geworden und so manche Motorräder verwandelten das Kühlwasser in Dampf. Als drittes schweres Element war heuer ein schöner und für die meisten Teilnehmer leicht zu schaffender Waldsteilhang als neues Schmankerl eingebaut.

Bis Mittag waren dann die meisten auf die Strecke eingegroovt, ab dann konnte man die gezeitete Sonderprüfungsrunde in Angriff nehmen, diese gilt wie immer für die Startaufstellung am Sonntag. Für alle neu und somit wirklich eine positive Herausforderung war, dass die Sonderprüfung heuer in die andere Richtung gefahren wurde, eine wie wir finden hervorragende Idee und eine gelungene Abwechslung.

 

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Neue Kinderrennen:

Eine weitere Neuerung für 2019 waren auch die Kinderrennen, welche am Nachmittag durchgeführt worden sind. Jeweils zwei 50ccm und zwei 65ccm Rennen wurden gestartet und auch in diesen Klassen gab es sehenswerte Positionskämpfe. Sieger waren alle die gestartet sind, am Podest aber standen:

Klasse 50ccm: 1. Treven Matthias 2. Kobelmann Kevin 3. Blaschitz Luca
Klasse 65ccm: 1. Stary Raphael 2. Tischhart Matthias 3. Bachler Fabian

Rahmenprogramm:

Als Rahmenprogramm stand am Abend dann wie gewohnt das Endurocross an, schon die Vorläufe waren sehenswert, der Finallauf war aber an Spannung kaum zu überbieten, im Steinfeld hatte zumindest jeder Finalist einmal einen gröberen Fehler, die Spannung war bis zum Schluss großartig. Die Sieger des Finales im Endurocross waren somit:

1. Scharl Robert
2. Enöckl Sebastian
3. Pöschl Rudi

Die Sieger im Kurzinterview:

RS: „Mit dem Ergebnis bin ich sehr happy, vor allem, weil es vorher um einiges rutschiger ausgesehen hat als es dann schlussendlich war, das Kriterium war auf jeden Fall das Steinfeld.“

EA: „Gratulation auch zu deinem Europameistertitel, den du vor kurzem im Indoor-Enduro gewinnen konntest, wieviel bedeutet es Dir und wieviel Arbeit steckt hinter solch einem Gewinn?“

RS: „Der gewonnene Titel ist sicher das Highlight meiner bisherigen Karriere, obwohl ich schon einmal ACC-Europameister war, ist dieser Titel sicher als größter Erfolg bisher einzustufen und da steckt schon sehr viel an Training und guter Arbeit mit meinem Team zusammen!“

 

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Das Rennen:

Nach der für viele obligatorischen Schwarzlhof-Nachtschicht, welche aber größtenteils ruhig abgelaufen ist, freuten sich sicherlich alle Teilnahmer darüber, dass der prognostizierte Schneefall über Nacht nicht eingesetzt hatte. Die Temperaturen Sonntagfrüh waren zwar nahe dem Gefrierpunkt, der Schnee und der Regen blieben für die Dauer des Rennens aus.

Pünktlich um 10.00 Uhr wurde in bewährter Manier in Startreihen zu je 20 Fahrern gestartet, 4 Runden standen am Programm, wie immer zuerst die Etappe, dann zur Sonderprüfung und wieder von vorne. Staubildungen gab es eigentlich nur rund um die als schweres Element gekennzeichnete und bekannte Wald-Stein-Auffahrt, da musste man zeitweise ein bisschen mehr Zeit einplanen, die restliche Strecke sowie die Sonderprüfung waren astrein zu befahren.
Nach dem Ablauf der 5 Stunden sollte eigentlich wie immer für die schnellsten 15 Fahrer noch die zusätzliche Championatsrunde durchgeführt werden, aufgrund des einsetzenden Regens und den tiefen Temperaturen wurde aber eine gemeinsame Entscheidung getroffen und Diese abgesagt, somit standen die Sieger fest:


Damen:
1. Muigg Petra
2. Ehmann Kerstin
3. Frisch Lisa

Jungspund:
1. Wunderlich Jan
2. Selesi Luca
3. Santeler Christoph

Rookies:
1. Raffezeder Simon
2. Buchinger Matthias
3. Zierer Kilian

Junior:
1. Enöckl Sebastian
2. Raffezeder Mathias
3. Unterkirchner Michael

E1:
1. Pirpamer Alesandro
2. Spendl Dominic
3. Otte Christian

E2:
1. Isopp Manuel
2. Tischhart Markus
3. Zellhofer Patrick

E3:
1. Enöckl Lars
2. Scharl Robert
3. Ortner Martin

Senior:
1. Pöschl Rudi
2. Ederer Edi
3. Werner Andreas

Veteran:
1. Forster Gerhard
2. Pertl Volker
3. Hadrich Heinz

Championatswertung:
1. Enöckl Lars
2. Scharl Robert
3. Ortner Martin

 

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Als große Überraschung für die Meisten von uns, der Sieger der Championatswertung und E3-Klasse Lars Enöckl aus Lunz am See tritt dieses Jahr mit neuen Material und Team an, dies wurde von uns natürlich gleich hinterfragt:

EA: „Lars, Gratulation zu deinem Sieg gleich beim ersten Rennen mit deinem neuen Bike, erzähl uns kurz, wie es dazu gekommen ist.!

LE: „Danke, ich bin superhappy, dass es gleich auf Anhieb so gut geklappt hat, ich fahre jetzt auf einer Husqvarna TE300i für das Team X-Grip rund um Teamchef Benjamin Diesel, welcher recht kurzfristig ein optimales Packet für mich geschnürt hat, die Verhandlungen mit meinem Vorjahresteam waren zwar schon weit fortgeschritten und die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Importeur perfekt, jedoch sollte eine zeitnahe Einigung nicht klappen, parallel dazu tat sich die Option mit X-Grip auf, welche sich zu diesem Zeitpunkt auch als beste Lösung herausstellte.
Ich bin jetzt beim Team X-Grip und habe somit eine optimale Unterstützung für die kommende Saison, wo ich mich größtenteils auf die WESS konzentrieren werde, national werde ich natürlich jedes Rennen fahren, wenn es der Zeitplan zulässt.“

Man kann es nicht oft genug sagen, aber zum Schluss möchten wir uns noch einmal bei der tollen Organisation rund um das Team von Pirolt Tom bedanken, die Verpflegung war auch heuer wieder vom Topp und wir freuen uns schon auf das Rennen im nächsten Jahr, dann hoffentlich mit etwas sommerlicheren Temperaturen.

Weitere Informationen wie immer unter: www.endurocup.at 
Alle Ergebnisse unter: http://www.enduro-tms.at/Ergebnisse/2019/Guttaring/#Championat
 

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Bericht: P.B. Enduro Austria Racing Team, Fotos: Endurocup und Enduro Austria

 


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