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Nach fünf grandiosen Rennen fand am 7-8 September das Finale zum diesjährigen ÖEC statt. Am Ötscher beim Teufl Karl war die letzte Station des ÖEC, welche Mitte April in Guttaring begonnen hatte. Doch die wahren Geschichten schreiben die Hauptakteure dieses lässigen Sports, die ÖEC Rider 2018.

Der große ÖEC Sieger 2018 - Ortner Martin:

Championat- Martin Ortner die Dritte: Nach dem Verletzungspech 2017 nimmt der Zweifach-ÖEC Meister Martin Ortner für 2018 einen neuen Anlauf um den ÖEC Championat Titel zu gewinnen. Er gewann die ersten drei Läufe in beindruckender Weise, einzig Christian Resinger aus dem eigenen Dorf (beide kommen aus Matrei in Osttirol) konnte ihm ansatzweise folgen. Beide sind im Hard Enduro anzusiedeln, deshalb fühlen sich die Osttiroler Gebirgsjäger beim ÖEC auch sehr wohl. Doch Ortner war einfach zu stark und vor allem zu konstant, so dass er sich bereits beim vorletzten Lauf in Pramlehen den Titel sicherte. Für Resinger war es letztlich der Vizetitel vor dem E2 Sieger Mane Isopp, Vierter Florian Reichinger vor dem jungen Talent Sebastian Enöckl.

 

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E1 - Alesandro Pirpamer - der „harte“ Tiroler:

Zu Beginn des Jahres sah es schon wieder nach einem Durchmarsch von Alesandro Pirpamer aus. Der amtierende E1 ÖEC-Meister kam auch 2018 in der E1 glänzend zurecht und beherrschte die Konkurrenz nahezu nach Belieben. Lediglich Mathias Buchinger konnte dem ETT-Fahrer einen Tagessieg abringen (Rohr im Gebirge) und dadurch mit dem Spitzenreiter auf Tuchfühlung bleiben. Dahinter reihte sich mit Felix Wegleiter ein weiterer Tiroler ein. Es lief alles perfekt für Alesandro Pirpamer, bis sich der Tiroler eine Woche vor dem ÖEC Finale den Mittelhandknochen drei Mal brach.

Für den letzten Lauf montierte er sich eine Rekluse Kupplung um die notwendigen sechs Punkte zu holen, um den Titel zu verteidigen. Der „wilde Hund“ wird mit einer Hand! sechster und holt sich den E1-Titel.
Alesandro hat wieder mal bewiesen, dass die hartgesottenen Enduristen sich wahrlich als harte Hunde darstellen, versus den auf horizontalen Feldern spielenden und manchmal zwecks blauen Fleckelchens am Boden herumkugelnden Männern. Mathias Buchinger ein junges Talent wird sicherer Zweiter, und Felix Wegleiter wird Dritter. Lukas Riegler Vierter und Lukas Goldnagl Fünfter.

 

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E2 - Erst Florian Reichinger - dann Manuel Isopp:

Es sah schon so aus, als ob Florian Reichinger, der seine erste Saison beim ÖEC fuhr auch gleich seinem ersten ÖEC-Titel ungefährdet entgegensteuerte. Zwei Tagessiege gingen auf das Konto des sympathischen Husky Fahrers, ehe Manuel Isopp erstmals ganz oben stand. Fortan machte der Kärntner Jagd auf seinen E2 Kollegen. Doch der Zweikampf wurde in Pramlehen beim vierten Lauf abrupt beendet, als Florian Reichinger sich eine schwerwiegende Verletzung zuzog.

So hätte Manuel Isopp eigentlich Boden gutmachen können, wenn er nicht einen Zwischenstopp bei einem EM Lauf in Schweden gemacht hätte und in Pramlehen auch keine Punkte holte. Auf einmal ging für Mario Riegler die Tür auf, in der Klasse E2 den Titel zu holen. Aber der Mane Isopp holte sich beim letzten Lauf den Sieg und sicherte sich so den E2-ÖEC Meister 2018.

Zweiter wird Mario Riegler vor dem Pechvogel Florian Reichinger, der guter Dritter wird. Vierter Michael Wagenhofer vor Anton Edlinger, der sich die ganze Saison mit einem gerissenen Kreuzband herumquälte.
Lieber Florian, alles Gute und 2019 wird dein Jahr.

 

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E3 - Martin Ortner nahezu konkurrenzlos:

Der große Championat Sieger Martin Ortner ist natürlich auch der Sieger in der E3 Klasse. Der klassisch angelehnte ÖEC Modus ist dem Osttiroler einfach auf den Leib geschneidert. Für Resinger, der auch eine starke Performance ablieferte, war es letztlich der Vizetitel vor Harry Schwab. Vierter Oliver Moser vor Markus Arnberger.

 

Die anderen Klassen:

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Junior - kleiner Enöckl ganz groß:

Bei den Junioren trat Sebastian Enöckl die Nachfolge von Patrick Käfer-Schlager an. Der Lunzer sicherte sich nach dem Rookie Titel 2017 heuer gleich den begehrten Nachwuchs Junior Titel. Mathias Raffezeder wird starker Zweiter und Dominik Leimhofer guter Dritter.

 

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Rookie—Riesentalent Nikon Muigg:

Das der ÖEC die Edel-Talente-Schmiede vom Österreichischen Endurosport ist, ist schon länger klar.
Doch was 2018 der 16-Jährige Tiroler Nikon Muigg bei den Rookies gezeigt hat, ist schon sehr beeindruckend. Von fünf Rennen vier Mal am Start und ebenso oft der Sieger. Und wie er das machte, denn am Ötscher war er schon am Championats Podest als Dritter. Gesamtzweiter wird ein weiteres Toptalent Marcel Schnölzer aus Kärnten. Simon Raffezeder komplettiert das Rookie Podest.

 

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Senior - zuerst Zeltwertungssieger dann Seniorsieger:

Das auch 40+ Jährige unglaubliches Durchhaltevermögen bei Tag und Nacht haben, zeigt uns wieder einmal der Steirer Sigi Wolfgruber. Der immer gut gelaunte Sigi ist bei Tag deshalb so schnell, damit er für die Zeltwertung in der Nacht viel mehr Zeit zur Verfügung hat. Dass ist auch das lässige am ÖEC, coole Benzingespräche nach dem Enduro-Cross im Zelt.

Edi Ederer wird mit knappen Abstand Zweiter und lieferte sich mit dem Senior Sieger bis zum Schluss ein starkes Battle. Aber wenn sich der starke Deutsche Seppo Suttner unter der Saison nicht verletzt hätte, wie wäre es bloß ausgegangen? So steht er obwohl zwei Rennen weniger als Dritter auf dem Senior Podium. Schrank Paul wird Vierter und Brückl Klaus Fünfter.

 

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Veteran: Da "olte" Salbe:

Die Veteranen Klasse fängt eigentlich mit 48 Jahren an, aber die großen Gewinner sind schon ein bisschen älter. Gerald Salbrechter ist der große Gewinner der Veteranen vor dem nicht viel jüngeren Peter Raffezeder. Dritter wird der Front Man von Rohr im Gebirge Thomas Radax. Es ist immer wieder erfrischend den alten Haudegen beim Mopalan fahren zuzusehen, denn hier sieht man so richtig, wie die Veteranen Freude am Enduro fahren haben. Vierter wird Thomas Loidl und Fünfter Andreas Friedl.

Jungspund - Ein großes(r) Wunderlich Jan:

Bis 85 ccm 2 Takt und bis 150 ccm 4 Takt-mit diesen Untersätzen sind die Jungspunde unterwegs. Am besten und schnellsten hat es das junge Talent Jan Wunderlich geschafft, die anspruchsvollen Sonderprüfungen und die ÖEC Etappen inkl. schwerer Streckenteile zu absolvieren. Zweiter wurde Jakob Dressel vor Luca Selesi der aber ein Rennen weniger auf seiner 85-er am Sattel hat. Vierter wurde noch Fabian Kaltenbrunner vor Jan Wolfgruber.

Damen - Unglaublich starke Ehmann Kerstin:

Kerstin Ehmann ist die großartige Siegerin in der Damen Klasse vom ÖEC. Kerstin hat sich in ihren hübschen Kopf gesetzt dass sie den ÖEC mitfährt, schnell eine Premium Rider Wunschnummer 803 ausgesucht, und die Damenklasse ÖEC 2018 gewonnen. So einfach kann’s gehen, man (Frau) muss nur Endurofahren können. Zweite wird das Enduro Küken Anna Ederer und dritte die Grande Dame vom österr. Enduro Sport- Veronika Dallhammer. Vierte Lisa Frisch vor Esther Kammer.

Sponsoren 2018:

Ein großes Dankeschön unseren Gönnern die dem Unternehmen ÖEC 2018 die Treue ausgesprochen haben.
Allen voran Porr AG, Hirter Bier, Yamaha, X-Grip, 1000PS, Klim, elf, Beta und Enduro-Croatia.

In Kürze gibt es den ÖEC Ausblick 2019, bleibt dran! Infos auf www.endurocup.at 

 

Bericht: ÖEC, Fotos: Enduro-Austria, Anton Edlinger

 


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