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Schon fast traditionell geht der ÖEC am Ötscher ins letzte Rennen. Schon am Freitag fanden sich um die 50 Fahrer beim Ötscherenduro ein. Aber warum tut man sich das an? Damit man erstens schon etwas zusammensitzen kann, und zweitens, damit man den Samstag von Anfang bis Ende genießen kann. Eine Partie reiste sogar mit dem Traktor + Wohnanhänger an. Reisezeit 3 Stunden. Aber man braucht auch viel Platz für einen Smoker-Grill XXL (Hat sich aber ausgezahlt, das Fleisch war gewaltig!!). Drittens: Man kann dann nach dem Zusammensitzen etwas länger ausschlafen…

Pünktlich um 10 wurden dann die Pforten in den Wald hinein geöffnet. Am Anfang ging es vor allem darum, den Gatsch rauszufahren. Hatte es doch am Vortag noch geregnet. Zum Glück wühlen die Enduristen gerne im Dreck herum, und ab Mittag gewann die Sonne endgültig die Oberhand, und einem perfekten Wochenende stand nichts mehr im Weg. Die Runde selbst war größtenteils wie im Vorjahr, mit einer Fahrzeit so zwischen 30 und 60 Minuten. 3 schwere Elemente gab es wieder zu bezwingen. Numero 1, das Steinfeld. Nass, schmierig, steil. Hier plagte sich sogar die Elite. Beim zweiten Checkpoint fuhr sich eine recht schöne Spur heraus und war dann gar nicht mehr so schlimm. Die Kraft, oder besser gesagt die Nerven brauchte man aber dann eh beim 3. schweren Element.

 

Videolink: Eagle Eyes Films

Rauf zur Wasserleitung war ja schon nicht ganz leicht, quer geht’s auch noch und runter dann von ganz alleine. Eigentlich fast im freien Fall… Vor allem am Anfang als es noch schön schmierig war. Zusätzlich war der „Stempelkasten“ genau vorm Abgrund aufgehängt. Das Vorderrad war schon über der Kante und man musste sich beim Abstempeln schon festhalten. Also so viel sei mal gesagt, die Hosen haben sich nicht nur vom Gatsch verfärbt ;)

Der nächst Programmpunkt, die Qualifikation:

Jeder durfte vorab einmal in die Sonderprüfung zur Besichtigung einfahren. Da die meisten zu faul sind, um die ganze Runde schon vorher zu Fuß abzugehen, gibt es da ganz schön viel zu merken. Erste Kurve innen, dann über die Wurzel mittig drüber, dann außen anfahren um innen reinstechen zu können…

Manchmal wäre ein Beifahrer mit „Gebetsbuch“ wirklich praktisch. Die Runde war nämlich schon ziemlich ausgefahren von den letzten Jahren. So manch schöne Spur vor der Kurve endete mitten in einem Baum am Ende der Kurve. Es war jetzt nicht schwer herumzukommen, aber um schnell zu sein, war dann doch so einiges Können von Nöten. 

Einem war das jedoch alles egal, wie bei fast allen Rennen brannte Martin Ortner die schnellste Runde in den Wald. Vor allem bei den Schrägfahrten machte er viel Zeit gut. Aber es wird schon stimmen, wenn man die meiste Zeit in der Luft ist, merkt man die Wurzeln gar nicht…

 

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Jetzt zum Highlight des Samstags - Das Endurocross Rennen:

750,- Euro gab es zu gewinnen. Plus 3 Hirter-Bier für jeden Starter. Aber man musste auch was leisten um es sich zu verdienen. 23 mutige Recken stellten sich dann der Challenge. Gestartet wurden immer 6 Fahrer mittels Motocross-Rampe und dann ging es los. Jeder gegen jeden und alle gegen die Strecke. Steilkurve, Baum, Reifen, Steinfeld und nochmal Baumstämme. Vor allem das Steinfeld hatte es in sich. Es war lang, rutschig und mit gemeinen Spalten zwischen den Felsblöcken.

 

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Vor allem war es die beste Möglichkeit um jemanden zu überholen bzw. überholt zu werden. Schon ab dem ersten Lauf war klar, das wird spannend. So entschieden manchmal ein paar Zentimeter über Sieg und Niederlage. Was da innerhalb kürzester Zeit an Rennaktion geboten wurde, gibt’s oft nicht mal in der WM. Vor allem weil alles perfekt einsehbar war, es gab Musik, eine Bar, eine Videowall und mit dem „Toml“ wohl den besten Moderator im Endurosegment.

Die ganzen Stürze, Saltos und sonstigen Ausrutscher blieben zum Glück ohne Folgen. Die Strecke hat nämlich des Öfteren zugebissen. Endurofahrer sind eben hart im Nehmen.
Und egal ob jetzt Erster oder Letzter, Ihr seid alle großartig gefahren. Danke für die geile Show!

 

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Ergebnis Finale:

1. Isopp Manuel (nach Startcrash)
2. Enöckl Sebastian
3. Schnölzer Marcel
4. Unterkirchner Michael
5. Riegler Mario
6. Bachner Mathias

 

Informationen und Ergebnisse zur Serie auf https://www.endurocup.at 

 

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Am Abend wurden dann noch die schnellsten aus der Qualifikation geehrt und das Video von Tag 1 präsentiert. Danach ging es an die Abendunterhaltung. „Back to the roots“ bedeutet nämlich auch, dass man wieder mehr zusammensitz und a Gaudi hot!

 

Bericht: Enduro-Austria, Anton Edlinger
Fotos: Enduro-Austria
Video: Eagle Eyes Films

 

Trainings-Streckenvideo von Joe Figl: