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„The Italian Job“ – Nicht nur ein Filmklassiker, sondern das Ergebnis einer Enduro-Saison: Am Sontag, dem 15. Oktober 2017 hat in Gelnica / Slowakei der dritte und letzte Tag der Finalrunde der Enduro-Europameisterschaftstatt:stattgefunden. Doch das Ergebnis mutet eher mediteran an, denn in der Overall-Gesamtwertung aller Fahrer standen gleich drei Italiener ganz oben auf dem Treppchen: Gesamtsieger wurde der Junior Matteo Pavoni der auf einer 250er Viertakt-KTM auch in der Junioren-Klasse an den Start geht. Auf den zweiten Platz kam in diesem Jahr mit immerhin schon 34 Jahren sein Landsmann Maurizio Micheluz, der wie der Dritte in der Meisterschaft, Oscar Balletti eine 300er Zweitakt-Husqvarna, in der E3-Klasse, fährt.

Bei diesem letzten Tag in der Saison sollte nur noch das Abschluss-Motocross gewertet werden. Doch schon auf dem Weg dahin stürzte der Favorit für das Motocross, der Tscheche Jaromir Romancik auf der Etappe und verletzte sich im Gesicht. Zum Glück nicht schwer, denn am Ende konnte er die Tageswertung nicht nur in seiner E2-Klasse, sondern auch in der Gesamtwertung doch noch gewinnen.

Das eigentliche Duell um die Europameisterschaft fand auf dem sechsten Platz statt: Im Rennen seiner Klasse hatte Micheluz die Zeit vorgelegt, an der Pavoni sich messen lassen müsste. Tatsächlich brauchte der Junior in seinem Rennen über die sieben runden aber nicht ganz eine Sekunde länger und konnte so seine Meisterschaftsführung verteidigen. Doch für Micheluz reichte es für dem EM-Titel in der E3-Klasse, vor seinem Mitstreiter Balletti.

 

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So ist es auch kein Wunder, dass die drei mit ihrem Landsmann Lorenzo Macoritto auch die Nationen-Trophy an diesem langen Wochenende nach Italien holten. Macoritto war beim Abschluss-Motocross sogar der zweitschnellste aller Fahrer gewesen.

In der Junioren-Klasse, der unter 20jährigen, stand mit Joakim Grelsson bereits der Meister fest. Sein schwedischer Landsmann Calle Johansson wurde an diesem Tag noch Vizemeister, während der Franzose Neels Theric punktgleich auf den dritten Platz verwiesen wurde. An diese drei gingen bei der Siegerehrung auch die Sonderpreise, die der Promotor Wolfgang Butzner gestiftet hatte: Einen Arbeits-Pavillion und Metzeler-Reifensätze, um die jüngsten Fahrer zu unterstützen.

In der Senioren-E2-Klasse zeigte der Brite Jamie Lewis noch einmal sein Können und wurde hinter dem Gaststarter und Cross-Spezialisten Romancik Zweiter und sicherte sich auf seiner Yamaha den Titel vor dem Deutschen Marco Neubert und dem Schweden Oliver Nelson.

Bei den Veteranen stand die Entscheidung in der Meisterschaft noch aus, aber der Führende in der Meisterschaft, Arne Domeyer war nach der ersten Runde nur Dritter, während sein Deutscher Landsmann die Führung vor dem Titelverteidiger Sebastian Krywult aus Polen übernommen hatte. Hubraumtechnisch war Domeyer diesen beiden Fahrern unterlegen, doch konnte er noch an Krywult vorbeiziehen und sich den Titel sichern.

Schon jetzt werden bereits die Pläne für die kommende Saison bei Fahrern, Teams und Veranstaltern geschmiedet...

Mehr Informationen, Pläne, Ergebnisse, Meisterschaftsstände und weiterführende Links gibt es immer aktuell und direkt auf der offiziellen Homepage: http://enduro-europa.com/ 

 

 

Pressemitteilung: Robert Pairan


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