Der 2. Tag der Romanicas brachte keine wesentlichen Veränderungen. Graham Jarvis siegt in der Tageswertung ganz knapp vor Paul Bolton und Mario Roman. Lars Enöckl landet auf Platz 8 Allerdings ist der Rückstand sehr gering und hat somit nur geringe Auswirkungen auf die Gesamtwertung. Philipp Bertl wurde leider nur 16.,bleibt in der Gesamtwertung aber auf Platz 14. Bike und Fahrer sind ok und die Jagd nach vor kann weitergehen...

 

0728 rbrtag24

Bild: Philipp Bertl geschafft aber happy im Ziel

Wer hier unter die Top 10 kommt befindet sich mitten in der Weltelite. Es sind einfach alle Top Fahrer dabei. Was zählt ist Konstanz. Man braucht eine gute Mischung aus Risiko und Geschwindigkeit. Wer es bei einem Downhill übertreibt ist ganz schnell draußen. Die prominentesten Ausfälle heuer betrafen Mario Gomez und Wade Young. Letzterer hat sich am 1. Tag mit einem spektakulären bergab Abgang aus dem Rennen verabschiedet. Auch Johnnie Walker und Philipp Scholz hatten heute spektakuläre Abgänge. Allerdings ohne große Auswirkungen. Morgen steht die längste und schwerste Etappe am Programm. Die erwartete Siegerzeit in der Gold Klasse liegt bei über 7 Stunden.

Gesamtwertung: 1. Jarvis, 2. Roman, 3. Walker, 6. Enöckl, 14. Bertl

 

0728 rbrtag22

Bild: Florian Kirchmayer in Actrion

Silber-Klasse:

Die Österreicher hatten heute einen etwas unterschiedlichen Tag. Auf der anspruchsvollen Strecke findet man genug Gelegenheiten sich und sein Motorrad zu zerstören. Florian Kirchmayer war als 31. bester Österreicher. Zwischendurch war er sogar wesentlich weiter vorne. Ein heftiger Einschlag, mehrere kleinere Stürze und Konzentrationsfehler beförderten ihn dann leider wieder zurück auf Platz 31. Für morgen ist er aber wieder fit.

Benjamin Diesel hatte nach seinem gestrigen Top Ergebnis einen schlechten Tag und ziemlich viel an seinem Motorrad zerstört. Er musste sogar 40 Km ohne Kupplung fahren. Uns ist zwar nicht ganz klar, wie das in dem Gelände geht aber irgendwie hat er es doch geschafft. Platz 37 ist dafür ganz respektabel.

Manfred Kargl, Markus Fasching und Georg Hutter haben es auch ohne Time Penalty ins Ziel geschafft. Philip Seteram ist trotz Verletzung gefahren. Aufgrund der Schmerzen musste er aber etwas Tempo herausnehmen und kassierte etwas Strafzeit. Er darf am Tag 3 aber noch starten.

Gesamtwertung: 28. Diesel, 30. Kirchmayer, 50. Kargl, 52. Fasching, 76. Hutter, 91. Seteram

 

0728 rbrtag21

 

Zweizylinder: Beide Twins haben es heute ins Ziel geschafft. Gerhard Forster wurde auf seiner BMW starker 7. Knapp dahinter Cody Quinn mit der Adventure auf Rang 11 Gerhard Forster hat uns gesagt, dass die BMW bis jetzt keine Probleme hatte. Allerdings muss er extrem vorsichtig fahren. Eine Bachüberfahrt musste er schiebend überqueren, weil das Risiko eine Absturzes einfach andere Konsequenzen wie beim Einzylinder hat. Das hat bestimmte eine halbe Stunde gekostet. Bis jetzt hat er nichts zerstört. Die Trockenkupplung arbeitet auch einwandfrei.

Link: www.redbullromaniacs.com

0728 rbrtag23

Bild: Hinterreifen nach 2 Tagen Romaniacs

 

Alle Enduro-Austria Romaniacs Berichte 2017:

Red Bull Romaniacs: Vorschau der Österreicher!

RedBullRomaniacs: Die Österreicher im Prolog!

RedBullRomaniacs: Lars Enöckl fährt auf Rang 5 vor!

 

Offizielle Pressemitteilung Tag 2:

Red Bull Romaniacs Offroad Day 2 - 2017 - Kein Kindergeburtstag. Jarvis ist der Boss, Bolton fährt das Rennen seines Lebens, Walker und Roman machen Druck!

Hermannstadt, Rumänien, 27. Juli, 2017 – Der gestrige Tag war von den Veranstaltern eigentlich dafür vorgesehen, das Rennen gemächlich anlaufen zu lassen. Viele Fahrer wurden jedoch von den harten Bedingungen in der rumänischen Wildnis überrascht und waren schnell dabei, den Tag zum “Härtesten…” zu ernennen. Als die Gold Klasse heute morgen auf ihre Runde ging, wurde jedoch schnell klar, was “hart” wirklich bedeutet. Selbst Top Fahrer klagten den Kameras im Ziel bitterlich Ihr Leid und redeten von “unsagbaren Strapazen und Risiken”. Darunter auch Red Bull Romaniacs Einsteiger David Knight, der das Rennen abbrach. Gründer Martin Freinademetz legte nach und betonte, es handele sich beim Enduro-Fest im rumänischen Wald um die härteste Extrem-Enduro Veranstaltung der Welt und die Latte hänge entsprechend hoch. Die Anforderungen steigen stetig und das Leistungsniveau der Fahrer zieht nach. Auch die Fahrzeiten der Top-Fahrer, die nur Sekunden auseinander liegen, scheinen dieses Bild zu bestätigen.

Neben der Gold-Klasse bekam auch die Silber Klasse schwere Kost serviert. Da die Red Bull Romaniacs Silber Klasse als Kader-Schmiede und Talent-Börse für künftige Profis gilt, sind die Anforderungen entsprechend hoch und das Leistungsspektrum geht weit auseinander. Die Bronze und Silber Klassen hingegen hatten heute Ihre Chance, den Rhythmus zu finden und auch mal einen Blick auf die Landschaft zu werfen. Dies galt für die Iron-Klasse jedoch nur bis kurz nach dem Service Punkt, dann wurde es bitter. Eine 3km lange, knochige Auffahrt wartete mit einer Überraschung für diejenigen auf, die mit den Gedanken schon im Ziel waren. Dort traf man zwar auch irgendwann ein, jedoch komplett zerstört… Auch hier wurde klar, dass es sich nicht um ein Stoppelcross sondern die Red Bull Romaniacs handelt. Das können auch die beiden “Bomber-Piloten” bestätigen (Gerhard Forster, Touratech BMW und Quinn Cody, KTM Adventure 1090), die alle Register ziehen mussten, um die Dickschiffe heute über die Iron Strecke zu navigieren. Trotz diverser Umfaller, konnten sie sich auf Platz 7 (Forster) und Platz 11 (Cody) platzieren.

Bei den Profis in der Gold Klasse waren Jarvis und Bolton wie gestern die Top-Performer mit den besten Fahrzeiten über alle Check-Punkte. Ihnen im Nacken saßen Jonny Walker und Mario Roman, die mächtig Druck machten und zwischendurch auch mal vorbeizogen. Alle gingen auf volles Risiko, gingen mehrfach vom Bike und wurden von den zahlreichen Zuschauern im Wald gefeiert und unterstützt. Und im Gegensatz zu gestern (Navigationsfehler) konnte sich Bolton heute mit nur wenigen Sekunden hinter Jarvis über ein starken und wohlverdienten zweiten Platz freuen. Jarvis erschien völlig erschöpft im Ziel und bekam auch heute wieder erst am Abend die Bestätigung, dass er der “Boss” im Wald war. Mario Roman wurde mit einem dritten Platz belohnt, Walker schloss das Rennen als Vierter ab. Manuel Lettenbichler, der teilweise von seinem Vater Andreas Lettenbichler begleitet und beraten wurde, schloss seinen zweiten Fahrtag mit einem soliden fünften Platz ab. Auch der Österreicher Lars Enöckl hatte einen Top-Tag mit Spitzenperformance, verlor jedoch kurz vor dem Ziel wertvolle Zeit und schloss mit einem achten Platz ab.

Graham Jarvis: “Jonny und ich sind vom Service Punkt zusammen abgefahren und er hat viel Druck gemacht. Erst bei einer rutschigen Auffahrt, bei der er zwei Anläufe brauchte, konnte ich ihn abschütteln und etwas Zeit herausfahren. Auch heute war ein harter Tag und ich bin völlig fertig.”

Paul Bolton: “Ich habe den Tag total genossen und bin das Rennen meines Lebens gefahren. Es gab jedoch ein paar Abfahrten, die waren so heftig, dass wenn ich das Motorrad losgelassen hätte, es unten als Schrotthaufen eingeschlagen wäre. Ich konnte ein paar Mal an Mario und Jonny vorbeiziehen, aber es blieb die ganze Zeit ein Katz und Maus Spiel. In meinem zehnten Jahr bei den Red Bull Romaniacs kann ich meine Erfahrung ausspielen - und wenn man Jarvis beobachtet, kann man sehen wie auch er genau dieses Ass zieht.”

Mario Roman: “Am Nachmittag war ich gut unterwegs und hatte richtig Spass auf dem Bike. Es war cool, zu Jonny und Graham aufzuschliessen und ihnen auch mal die eine oder andere Auffahrt abzujagen. Die Abfahrten vom Morgen werde ich jedoch nicht vergessen - ich glaube die werden mich noch in Alpträumen verfolgen…”

 

Ergebnisse: http://www.redbullromaniacs.com/results/results-2017/ 

Allen Fahrern weiterhin viel Glück im rumänischen Wald!

 

Bericht und Fotos: Enduro-Austria, R.Wolfgruber und W. Stocker
Pressemitteilung: Volker Jacob

 


Die neuesten Artikel auf Enduro Austria:

2019 readmore 50