Lars Enöckl schrammt knapp am Podium des "Red Bull Minas Riders" vorbei. Und dies obwohl der Niederösterreicher mit sehr viel Pech unterwegs war. Stacheldraht im Hinterrad, Motor saugte Wasser an und vor dem Etappenziel auch noch kein Sprit mehr...

 

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Hallo Leute! Jetzt ist das Red Bull Minas Riders also vorbei... und es war extem cool! Landschaft und Gegend rund um Belo Horizonte ist gewaltig schön, die Strecken waren super und einem Hard Enduro-Rennen von Weltformat mehr als gerecht – und das gleich bei der Premiere! Platz 5 ist ok, es war ein guter Start in die Serie.

Tag 1: Vom Pech verfolgt

Beim Time Trail am ersten Tag konnte ich super Tempo fahren und bin die meiste Zeit auf Platz 3 gelegen. Aber 30 Minuten vor dem Ziel hat mein Motorrad bei einer Bach-Durchfahrt Wasser angesaugt und ich war zu einem "kleinen Service" am Straßenrand gezwungen. Und 50 Meter vor dem Ziel ist mir dann auch noch das Benzin ausgegangen. Dank der der Hilfe der Zuseher konnte ich das Bike den Berg hinauf bis ins Ziel schiebe.

Tag 2: Irrungen und Wirrungen

Dieser Tag war eindeutig die härteste Erfahrung. Die Etappe führte über 160 Kilometer und war extrem schwierig zu navigieren. Bis zum Servicepunkt ist alles perfekt für mich gelaufen. Danach bin ich aber mit der Navigation massiv ins Straucheln und habe sehr viel Zeit verloren.

 

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Tag 3: Endlich Vollgas geben

Der erste Tag, an dem wirklich alles aufgegangen ist. Von Beginn an habe ich das machen können, was ich mir vorgenommen habe – nämlich Vollgas geben! Belohnt wurde meine Leistung mit Etappenrang 3.

Tag 4: Seitenschneider als Retter

Hat auch super begonnen und ich habe wieder mehr als gut mithalten können. Zuerst habe ich Graham Jarvis eingeholt, der 3 Minuten vor mir gestartet war, dann pushte ich mit Paul Bolton in Richtung Ziel. Bis zu einem kleinen Zwischenfall: Ein Stacheldraht wickelt sich um mein Hinterrad und erst mit dem geliehenen Seitenschneider von Graham Jarvis habe ich das Motorrad wieder in Gang setzen können. Kurz vor dem Ziel habe ich Graham wieder getroffen – ohne Sprit am Streckenrand. Wir haben von meinem Bike etwas Benzin abgezapft und sind gemeinsam ins Ziel gefahren.

Resümee: Das harte Training lohnt sich

Es geht in die richtige Richtung. Die Checkpoint-Zeiten zeigen mir, dass sich das harte Training lohnt. Leider haben einige Kleinigkeiten ein besseres Ergebnis als Platz 5 verhindert – aber der Speed fürs Podium ist auf jeden Fal da! Jetzt muss ich einfach hart arbeiten und die Puzzle-Teile zusammenfügen, dann passt es – hoffentlich schon beim Erzbergrodeo und dem Red Bull Hare Scramble.

 

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Quelle: Lars Enöckl, Fotos: Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool


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