Titelverteidiger Maurizio Micheluz gewann den ersten Tag beim Auftakt der Enduro-Europameisterschaft in Rieti (Italien). Damit waren wieder einmal die Fahrer mit dem kleinen Hubraum die Schnellsten, denn auch auf dem zweiten Platz landete mit Benoit Fortunato ein Fahrer mit der 250ccm-Viertakt-Maschine aus der E1-Klasse. Auf Rang drei kämpfte sich Tom Sagar noch in der allerletzten Runde vor und damit gewann der Brite die Hubraumklasse E2 vor dem Deutschen Marco Neubert.

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Nicht ganz so stark war die größte Hubraumklasse auf dem anspruchsvollen Terrain: Klassenbester, der Schwede Martin Sundin lag mit seiner Husqvarna am Ende über eineinhalb Minuten zurück auf dem 23. Gesamtrang, direkt gefolgt von dem Finnen Roni Nikander.

Bei den Veteranen scheint der achtfache Europameister Werner Müller aus Österreich erneut nicht aufzuhalten zu sein: Der KTM-Fahrer lag zwar nach der ersten Runde noch zurück, doch dann spielte er seine Erfahrung aus und konnte trotzdem noch die Tageswertung gewinnen. In der Gesamtwertung lag der 47jährige auf Rang 48 von insgesamt 196 gestarteten Fahrern.

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Bei den Damen konnte die finnische Fahrerin Sanna Karkkainen den ersten Tag vor der Titelverteidigerin Audrey Rossat aus Frankreich gewinnen.

Der italienische Junior Mirko Spandere holte sich mit 20 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Valerian Debaud den Tagessieg in der Klasse der 125er-Fahrer unter 20 Jahre.

Bei den Junioren der E1-Klasse gewann der Franzose Anthony Geslin vor seinem Landsmann David Abgrall.

Nach einem Ausrutscher in der allerletzten Prüfung hätte Jeremy Carpentier um ein Haar seinen Tagessieg an den Polen Adam Tomiczek verloren – doch der Franzose gewann am Ende mit gerade einmal 0,70 Sekunden die Junioren-Klasse der E2/E3-Motorräder.

Drei Runden über je 63 km waren in den Bergen rund um Rieti mit jeweils drei Sonderprüfungen zurückzulegen. Schneebedeckte Gipfel säumten die Strecke im Sonnenschein, doch das machte es für die Fahrer nicht wirklich einfacher, den unzählige Steine kosteten viel Kondition.

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