KTM KINI Alpencup 2014 Kundl mit neuem Rekord und Möggers mit Backofenfeeling: Kundl wird seinem Ruf als Fahrermagnet auch in dieser Saison gerecht und lockt sagenhafte 482 Starter auf das Weinberggelände des MC Kundl. Der Verein übrigens unter neuer Führung einer höchst engagierten jungen Mannschaft rund um Obmann Armin Rothhaupt, die die gestellten Aufgaben allesamt mit Bravour gelöst haben und ein großartiges Rennwochenende ablieferten.

0708 ec1

Das Wetter spielte trotz der Regenwarnungen ebenfalls mit und so trübte kein Wässerchen den Rennablauf, während 2 Wochen später die Sonne die herrlich gelegene Naturstrecke in Möggers hoch über Bregenz in einen Backofen verwandelte und die Temperaturen jenseits der 30Grad schnellen ließ. Nach der Kälte der letzten Monate völlig ungewohnt und ein völlig anderes Bild, als man es von Möggers gewohnt ist. Meistens wird das Rennen von schweren Regenfällen heimgesucht, aber scheinbar hat die Verlegung des Renntermines von Ende August/Anfang September das Blatt gewendet.

Wettertechnisch mal alles im "Schmelz"Butter und auch der Fahreransturm folgte dem Trend der vorangegangenen Rennen. Die 400er-Marke wurde auch dieses Mal locker überschritten und insgesamt zählte man 427 Fahrer für das Wochenende – Ramba Zamba in Möggers.

Der KTM KINI Alpencup füllt mittlerweile ein Rennwochenende vollkommen aus und wird pro Termin auf 2 Tage aufgeteilt. Am Samstag starten die Klassen 50ccm, 65ccm, MasterPro, ProSenior und MX2 das Renngeschehen und vor allem die MX2 mit durchschnittlich um die 100 Fahrer sorgt mit drei eigenen Klassen für dicht gedrängtes Programm an Tag1, während am Sonntag die SuperClass mit weit über 200 Fahrern samt der 85ccm-Klasse den gesamten sonntäglichen Zeitplan ausfüllt. In allen Klassen wird überdies ein freies Training und ein eigenes Zeittraining samt den dazugehörigen 2 Rennläufen abespult – Racing den ganzen Tag

0708 ec2

It's Racetime... Mit jeweils 2 Laufsiegen in der schnellsten Klasse sackten Lukas Neurauter in Kundl und Philip Rüf in Möggers zwar die Tagessiege in der SuperClass ein, in der Meisterschaftswertung setzte sich aber der unverwüstliche Rudi Pöschl mit seinem gewaltigen 2. Tagesrang in Möggers an die Spitze der Tabelle. Quasi frisch vom Erzbergfinish nach Möggers angereist, lieferte Pöschl zwei famose Läufe ab und stellte sich in beiden Läufen direkt hinter Rüf aufs Podium – und das wie immer auf seiner 501er-Donnerbolzenenduro.

Enduros im Alpencup ist überdies wieder ein Trend, da die Lamperlfahrer mittlerweile neben vielen anderen Fähigkeiten eben auch nicht auf gute MX-Skills verzichten können und gerade hier bietet sich der Alpencup zur Verbesserung ebendieser ideal an. Die Mehrheit aber natürlich aus der reinen Crossfraktion und hier stellen Richard Kreidl, Benjamin Moll, Manuel Perkhofer, Lukas Stucken, Martin Bechter, Maximilian Schrempf, Florian Hellrigl, usw. meist die Top10 der schnellsten Liga. Die Jungs sind fast allesamt im Alpencup groß geworden und punkten mittlerweile regelmäßig in der ÖM, mit Lukas Neurauter als doppeltem MX2-Staatsmeister als Aushängeschild dieser Next Generation. Die SuperClass mittlerweile wirklich auf einem Toplevel angekommen, mit dem sich die Top10-Fahrer wohl überall behaupten können und nebenbei auch für die Zuschauer der ultimative Bringer sind.

Ausführliche Berichte zu Kundl und Möggers mit allen Renndetails: www.endurocross.at  Sommerpause und wie geht es weiter im AlpCup... Jetzt ist erst einmal Sommerpause angesagt, bevor am 16./17. August im bayrischen Penzberg wieder die Motoren angeworfen werden. Dies voraussichtlich das letzte Mal auf der Traditionsstrecke des AMC Penzberg, da mit August die Genehmigung für die Strecke ausläuft und keine Verlängerung selbiger im Raum steht. Penzberg seit Beginn des Alpencups mit im Programm und auch immer eine Stütze des Rennkalenders. Zum finalen Rennen kann man vom AMC Penzberg sicher noch einmal ein Feuerwerk erwarten – Wer's versäumt, ist selber schuld....

Rund 2 Wochen später steht Ende August das Rennen im Motodrom in Rietz/Tirol auf dem Programm. Der MSC Rietz feierte Mitte Juni eine grandiose ÖM-Premiere auf der komplett neuen Strecke, die erst letztes Jahr neu aus dem Boden gestampft und für die ÖM nochmals komplett umgebaut wurde. Auch hier ist wie schon in allen Jahren vorher eine gewaltige Kulisse im Motodrom von Rietz zu erwarten. Anmeldungen für die Rennen in Penzberg und Rietz ab sofort möglich. Alle Infos, Anmeldung, Termine, usw. aktuell unter: www.endurocross.at

Text: Bernhard Walch Fotos: Roland Mair/Christian Gasser


Die neuesten Artikel auf Enduro Austria:

2019 readmore 50