Das Jubiläums - Kaolinwerkrennen endete abermals mit einem Sieg von Rudi Pöschl. 900 Starter gaben sich diesmal einem sehr staubigen Rennen hin. Die Veranstalter haben  für die 10. Ausgabe nochmal einen draufgesetzt und mit einer super Strecke und einem fulminanten Abendprogramm dem Jubiläumsrennen alle Ehre erwiesen...

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Pöschl gewinnt wieder: Der Tiroler Enduro-Pro-Rentner gab sich keine Blöße und war diesmal sogar schon beim Start in der Spitzengruppe zu finden, was ja in seiner aktiven Zeit nicht notwendig war, da er ja sowieso immer das Feld in einer halben Runde durchgereicht hatte. Auf die Frage wie wir jetzt mit dem Ausdruck „Profi-Pensionist" umgehen sollen, meinte dieser:

„Früher bin ich ja von einem Rennen zum anderen gefahren. Das ist als Training schon besser weil man vor allem den Speed nicht verliert. Allerdings war die Fahrerei zu den einzelnen Rennen neben meiner Tätigkeit als Berufskraftfahrer schon sehr anstrengend, weshalb ich jetzt nur mehr bei einzelnen Rennen mitfahre. Ich fahre jetzt als Training auch nur noch zu Hause ein wenig herum. Die Erfolge freuen mich deshalb umso mehr."

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900 Starter am Samstag und 280 am Sonntag:

Wie auch schon in den letzten Jahren war das Kaolinwerkrennen bereits im Juni ausgebucht. Dementsprechend viel Bewegung war auch am Gelände. Inklusive der Begleitpersonen und Fans kommt da einiges zusammen und es ging wieder richtig rund. Das Festzelt platzte zeitweise aus allen Nähten und die Gastronomie hatte alle Hände voll zu tun.

Das Rennwochenende begann für die meisten Fahrer am Freitag um 15.00 Uhr mit Anmeldung und Training. Dabei zeigte sich die Strecke von ihrer besten Seite. Alles bügeleben planiert und ein paar neue Abschnitte, die bei allen Fahrern großen Anklang fanden. Nach dem Training hatten alle einen ziemlich breiten Grinser. Am Samstag in der Früh gab es auch wieder ein paar müde Gesichter. Die Party hatte nämlich bereits am Freitag angefangen und forderte erste Opfer.

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Am Samstag um 11.00 Uhr erfolgte der Start für das erste Rennen. Bis dahin waren alle fit und top-motiviert. Außerdem waren so ziemlich alle schnellen Enduristen aus Österreich am Start. In die jeweiligen Rennklassen aufgeteilt wurden die Startreihen im Minutentakt gestartet. Der Erste, der bei der Zeitmessung vorbeikam, war Rudi Pöschl.

Das Niveau beim Kaolinwerkrennen steigt  jedes Jahr und mittlerweile kann man sich in den vorderen Rängen überhaupt keine Fehler mehr leisten. Apropos Fehler: Wenn man sich so ansieht, wie es den schnellen Jungs das Heck hin und herschmeißt, stellt sich immer mehr die Frage wie Altmeister Pöschl es anstellt, das sein Motorrad derartig ruhig über die Wellen und durch den Wald schleicht. Und das mit noch höherer Geschwindigkeit. Wie auch immer. Auf der nunmehr staubigen und etwas ausgefahrenen Strecke gewann Rudi Pöschl vor Bengtsson Filip und Hostinsky Thomas. Die Teamwertung ging an Schöpf/Schöpf, allerdings mit einer Runde weniger.

Die schnellste Runde schaffte übrigens Thomas Hostinsky. Er ist übrigens ein gebürtiger St. Pöltner mit Australischen Pass, lebt in der SK und arbeitet in Lunz am See bei Bachner Racing.
Vroni Dallhammer gewinnt die Damenwertung!

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Um 15.00 Uhr erfolgte dann der Start zum 2. Rennen. Mittlerweile hat sich die Strecke doch sehr ausgefahren und die Temperatur war auch nicht gerade erfrischend. Der 2. Lauf war auf Grund der Streckenbeschaffenheit und der Temperaturen also sicher schwieriger und staubiger wie der Erste.

Klasse 1 - Kaolinwerk-Elite:
1 1001 Pöschl Rudi AUT Husaberg
2 1108 Bengtsson Filip SWE Husaberg
3 1059 Hostinsky Thomas SVK Husaberg
4 1057 Wibmer Matthias AUT
5 1034 Bierbaumer Christian AUT Honda

Klasse 2 - bis 29 Jahre bis 250 ccm:
1 2100 Wagenhofer Michael AUT KTM
2 2075 Salbrechter Michael AUT Suzuki
3 2016 Glettler Patrick AUT Yamaha
4 2031 Käfer-Schlager Patrick AUT Husaberg
5 2050 Lackner Manuel AUT KTM

Klasse 3 - von 30 bis 44 Jahre bis 250 ccm
1 3075 Krimbacher Gerhard AUT GasGas
2 3045 Schellnegger Christian AUT Husaberg
3 3072 Schlaf Stefan AUT Husaberg
4 3050 Simmer Johannes AUT GasGas
5 3036 Novak Rene AUT KTM

Klasse 8 - Team = 2 Fahrer im Wechsel (1 oder 2 Motorräder)
1 8067 Schöpf Marco, Schöpf Bernhard AUT Beta, KTM
2 8111 Reitbauer Peter/Hirschmugl Mario
3 8014 Feichtinger-Mühlbauer Walter, Feichtinger-Mühlbauer Michael, AUT KTM
4 8071 Simpson Stefan, Fält Mattias, AUT KTM,KTM
5 8109 Liendl Manfred, Brandauer Erich, AUT KTM, KTM

Klasse 4 - bis 27 Jahre über 250 ccm
1 4066 Ortner Martin AUT KTM
2 4081 Resinger Robert AUT KTM
3 4117 Wimmer Lukas AUT KTM
4 4079 Resinger Christian AUT GasGas
5 4050 Krimbacher Marcel AUT Sherco

Klasse 5 - von 28 Jahre bis 34 Jahre über 250 ccm
1 5035 Leitner Oliver AUT Husaberg
2 5054 Ringhofer Adi AUT KTM
3 5069 Vogl Roland AUT KTM
4 5039 Moser Oliver AUT Husaberg
5 5044 Pabst Gerald AUT KTM

Klasse 6 - von 35 Jahre bis 44 Jahre über 250 ccm
1 6018 Gasser Michael AUT Sherco
2 6087 Schweighofer Matthias AUT KTM
3 6028 Harant Markus AUT Husaberg
4 6043 Kirschner David AUT KTM
5 6103 Vierkorn Marcus GER Husaberg

Klasse 7 - Golden League - ab 45 Jahre

1 7024 Gutensohn Ernst AUT KTM
2 7002 Bachleitner Wolfgang AUT KTM
3 7009 Brandtner Hannes AUT Beta
4 7044 Neudorfhofer-Myslik Roland AUT GasGas
5 7006 Birgmann Andreas AUT KTM

Alle Ergebnisse von Samstag und Sonntag auf  www.kaolinwerkrennen.at

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Nach dem Rennen war dann Party angesagt. Gewohnt professionell wurde im Festzelt wieder mit Essen, Getränken und guter Musik verwöhnt. Alles begleitet durch einen Sprecher der die Meute auf dem Laufenden hielt. Und für die 10.Ausgabe hat sich die Kaolinwerkcrew nicht lumpen lassen. Mit einer Tombola wurde sogar ein Motorrad als Hauptpreis verlost:

1.Preis: Eine nagelneue KTM 250 EXC inkl Power Parts von KTM Power Parts Chef M.Kumpf

2.Preis: Eine komplette KINI Garnitur zur Verfügung gestellt durch Isabell Kinigadner

3.Preis: Eine Akrapovic Auspuffanlage von Akrapovic

4.Preis: Ein Toni Cairoli Replica Helm vom Meister selbst

5.Preis: Ein Kärcher Hochdruckreiniger der Fa. Kärcher

Besonders der Hauptpreis hatte auch einen Haupttreffer gelandet. Gewonnen hat nämlich ein Vorarlberger der sich derzeit keine Mopetn leisten kann und mit einem uralten Krapfen beim Rennen mitfuhr. Und das gar nicht mal so schlecht. Jedenfalls musste der Mann, nachdem sein neues Gerät von der Bühne verbracht war, mehrmals davon überzeugt werden, dass die neue KTM jetzt wirklich ihm gehört.

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Die Siegerehrung selbst wurde natürlich auch wieder würdigst abgehalten. Mit den mittlerweile bekannten und begehrten Preisen hatten viele Fahrer ihre Freude. Sachpreise gab es nämlich in den meisten Klassen bis zum 20. Platz. Die begehrten Pro-Rider-Dressen für die schnellsten Jungs waren auch wieder zu gewinnen.

Besonders wichtig: Während der Siegerehrung wurde auch eine Spende von Euro 4000,-- an die Hochwasseropfer des Landes übergeben.
Herr Landesrat Mag. Karl Wilfing in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll sowie Frau Bezirkshauptmann Mag. Alexandra Grabner-Fritz und Herr Landesjugendreferent Wolfgang Juterschnig nahmen den Scheck entgegen und bedankten sich bei den vielen Fahrern.

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Auch einen Enduro-Austria Ehrenpreis gab es im Rahmen dieses Jubiläumsrennens. Wir haben uns gedacht es sollten auch einmal jene etwas bekommen die solch ein Gelände zur Verfügung stellen und auch noch als Baggerfahrer fleißig unterwegs sind. Ein Vertreter der Betriebsleitung nahm die Ehrentafel entgegen.

Danach war Party angesagt. Die berühmte Kaolinwerkparty. Bist du zu schwach, ist sie zu stark. Jedenfalls waren am Sonntag nicht alle genannten Teilnehmer am Start. Was war da los ? Entweder war es die Hitze und der Staub oder die Herrschaften haben sich einfach zu lange gehen lassen ;-) Ganze 280 Starter fanden am Sonntag noch zur Startnummernausgabe und ganze 220 ins gewertete Ziel. Der Sonntag Vormittag fing relativ entspannt an. Zuerst Training und um 12.30 Uhr Start zum Rennen. Dieses dann nur 2 Stunden lang und in die andere Richtung. Der Schnellste in der Elite Klasse war Salbrechter Florian. Die Teamwertung ging an die Feichtinger-Mühlbauer Brüder.

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Fazit:

Das Kaolinwerkrennen gibt es mittlerweile seit 10 Jahren in dieser Form und nach anfänglicher Skepsis wegen sagenumwobenen Schlammschlachten bei den vorherigen Veranstaltungen im Kaolinwerk wurde das Rennen immer beliebter. Mittlerweile ist die Teilnehmerzahl auf knapp 1000 Rider begrenzt und bereits im Vorfeld restlos ausgebucht. Das Kaolinwerkrennen ist nach dem Erzberg die klare Nummer 2 auf dem Endurosektor und mit Sicherheit ein großer Sympathieträger. Party, viele Preise, Pokale, Feuerwerk, Strecke, Zuschauer, Top-Stars, Shows, Getränkestand, Hubschrauberflüge, Wanderpokal, Verlosung, T-Shirt, Waschmittel, usw. Man hat sich einfach über alles Gedanken gemacht und es ist mehr als super. Und nebenbei hat man auch noch 4000 Euro für die Hochwasseropfer gespendet. Besser kann man eine solche Veranstaltung nicht machen. Vielen Dank !

Viele Fotos von Rennen und Siegerehrung auf unserer >>Fotoseite<<

Video des Rennens inkl slowMotion des Starts in unserem >>Youtube Kanal<<

Veranstalterhomepage mit offiziellen Ergebnissen: www.kaolinwerkrennen.at

Fotos: Enduro-Austria, Elite-Racing

 


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