Der Ötscher, von 1893 Metern schaut er herab auf das Anwesen der Familie Teufel. Traktoren, Kühe ein paar Wanderer, aber was Neues hat er schon lange nicht mehr gesehen. Bis irgendwann der Karli die Liebe zum Endurosport entdeckte. Auf einmal war wieder was los und 2015 war es dann soweit. Das Ötscher Enduro Race ward geboren. Im ersten Jahr folgten jedoch nur gut 100 Fahrern dem Aufruf, doch es hat gereicht. Die Kunde vom perfekten Enduro-Gelände wurde in die Welt hinausgetragen um nur ein Jahr darauf in die Enduro Szene einzuschlagen...

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Am Freitag herrschte bereits reges Treiben. Über 150 Fahrer erschienen zum Trainingstag. Doch mit Training nicht genug. Es konnten die 2017er Modelle von Husqvarna getestet werden und von 3 bis 4 Uhr stand der Prolog für die Startaufstellung am Programm. Prolog ÖEC hat aber nichts mit Prolog Erzberg zu tun. Also alles andere als Vollgas am Schotterweg. Es galt künstliche Hindernisse, Waldwege, alte Trampelpfade, Wiesenpassagen und Wurzelauffahrten zu bewältigen. Fahrzeit um die 6 Minuten. Das ist mehr als die Rundenlänge so manches 2,3-Stundenenduros...

Und dann um 5 Uhr das Highlight vom Freitag. Das Ötscher Enduro Cross. 32 mutige Fahrer stellten sich der Herausforderung. Schnitzelgrube gefüllt mit Holzscheiteln, Baumstämme, Kanalrohre, Baggerreifen, Doppelsprung. Wirklich nichts für schwache Nerven. 8 Vorläufe mit je 4 Fahrern, dann Hoffnungsläufe und weiter im KO-System bis zum Sieger.

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Soviel Zeit muss sein ;-) und geht eben nur bei einem klassischen Enduro-Modus. Text am Schild: (Gratuliere du hast den Checkpoint geschafft. Signiere dich auf der Ötscher Enduro wall of fame)

 

Moderiert vom neuen Stern am Kommentatorenhimmel, Thomas Pirolt, wurde den Zuschauern eine tolle Show geboten. Es wurde gekämpft, geflucht und gefeiert. Bis dann um ca. 7 Uhr die Sektkorken bei der Siegerehrung knallten. Thomas Hostinsky konnte sich vor Manuel Isopp und Roberto Pirpamer durchsetzen. Der EART Fahrer Anton Edlinger führte das Feld zwar die ersten 2 Runden an, versenkte dann aber seien Husqvarna und wurde nur undankbarer vierter.

Am Samstag ging es dann richtig rund. Etwas mehr als 300 Starter wollten bewältigt werden. Durch die unkomplizierte Anmeldung, einfach Transponderarmband abholen, musste jedoch niemand allzu lange warten. Somit konnte rechtzeitig mit dem Samstag-Prolog begonnen werden. Jedoch jeder nur einmal. Wer schon am Freitag gefahren ist wurde nicht mehr reingelassen. Um 10:30 Dann die Startaufstellung. In 10er Blöcken wurden alle aufgefädelt und pünktlich und 11 Uhr wurde dann die erste Gruppe ins Rennen geschickt.

Die Strecke war ca. 14 km lang und beinhaltete 3 schwere Stellen. Als erstes das Steinfeld mit einer Minute Zeitstrafe. Alleine oder als Team, Trail oder Vollgas, fahren oder schieben, ... jeder hatte seine eigene Taktik dort hochzukommen. Der 2. Checkpoint wurde mit 30 Sekunden vergütet. War auch bei weitem nicht so schwierig. Die 3. Schwerstelle hatte es da schon eher in sich. Zuerst rauf, dann schräg und zum Schluss wieder runter. Aber ordentlich runter. Vor allem gab es dort auch kein Zurück mehr. Bei einigen hat man unten am Gesichtsausdruck gesehen, dass nicht nur am Hang eine Bremsspur zurückgeblieben ist ;)

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Zurück im Fahrerlager konnte sich dann jeder kurz erholen um mit frischer Energie in die Sonderprüfung zu starten. Und auch wenn es sich etwas komisch anhört: Der Österreichische Enduro Cup ist auch ein bisschen der Cup der Gemütlichkeit. Denn wo sonst kann man sich mitten im Rennen in die Sonne setzen, und trotzdem noch Gewinnen?
Am meisten Sonne muss wieder mal Martin Ortner getankt haben. 2 wurde Christoph Kofler gefolgt vom Lokalmatador Patrik Käfer-Schlager.

Die genauen Ergebnisse gibt es unter www.endurocup.at
Jetzt kann er wieder für ein Jahr ruhen der Ötscher. Doch was wird ihn 2017 erwarten? Man darf gespannt sein. Denn mit dem Offroad Club Gaming, dem ÖEC-Team und der Familie Teufel steht hier der nächste Mega-Event in den Startlöchern. Danke bis 2017

 

Bericht: Enduro-Austria: A.E., Fotos: Ötscher Race


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