Was für ein Aufschrei in der Enduroszene. Nach dem fahrerseitig verschuldeten Debakel beim „No Fear No Limit 2016“ in Rasa hatten wir ein sehr langes Gespräch mit dem Veranstalter. Das Rennen wird ja seit vielen Jahren von 2 Kroaten und einem Österreicher organisiert. Diese Herren und ihre Helfer investieren jährlich sehr viele Stunden bzw. Wochen ihrer Freizeit um uns Sportlern ein tolles Rennen anbieten zu können. Dementsprechend traurig und unsportlich ist es dann natürlich wenn sich einige Fahrer nicht an die Regeln halten. Insbesondere ging es darum, dass einigen Fahrern in den „No Help Zonen“ teilweise mehr als nur geholfen wurde...

 

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(Bild: Selbst ist der Mann...)

Da nun in der Folge eine faire Auswertung nicht möglich war und sich die Veranstalter nicht monatelang mit Videobeweisen bzw. nachfolgenden Video-Gegenbeweisen herumschlagen wollen und für die Zukunft ein Rennen in dieser Art nicht mehr in Frage kommt, hat der Veranstalter einen offenen Brief verfasst in dem angekündigt wird, dieses Rennen nicht mehr zu organisieren. Weitere Gründe ergeben sich außerdem aus Genehmigungs- und Finanzfragen. Das positive Feedback in Form von großem Lob, Zuspruch des Weitermachens und Anteilnahme auf diesen Brief war aber so groß, dass nach heutigem Gespräch wieder Hoffnung für weitere Veranstaltungen besteht.

Sicher aber nicht in dieser Art und Weise. Es wurden bereits einige Möglichkeiten ins Auge gefasst. Letztlich liegt es aber bei der Crew selbst. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen....

Infos und offener Brief auf: http://www.x-tracks.eu/rennen-2016.htm

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Bild: Gewinner Philipp Bertl auf BETA

 

Zum Rennen 2016 selbst:

Das mittlerweile 9."No Fear No Limit" Akrapovic ist ein Hard Enduro Rennen im Südosten Istriens das bereits vielen Fahrern bekannt ist. Hier treffen sich in den Klassen Profi, Expert, Team und Trial viele Rider aus verschiedensten Nationen um sich durch das Gelände zu kämpfen. Wer sich bereits vor dem Rennen hierher begibt um das Gelände zu erkunden kennt die Fakten. Hier am Start zu sein bedeutet sich mit seinem Bike ans Limit zu wagen. Frei nach dem Motto ein Mann und seine Maschine gegen die Elemente und die Launen der Natur.

Schon ein bisschen Regen kann das Hard Enduro Gelände zu deinem größten Alptraum machen. Die rote Erde kombiniert mit Gestein und rutschigen Felsen ergibt keinen „Grip“ und somit kein Vorankommen.
Am Freitag wurden die Fahrer vom X-Tracks Team im Steinbruch begrüßt. Das Fahrerlager befand sich dieses Jahr quasi im Zentrum der Prologstrecke. Am Freitag hatten die Fahrer die Möglichkeit, die Prologstrecke im Training zu besichtigen um sich mit den Streckenbedingungen vertraut zu machen und ihre Linie zu finden. Am Samstag hatte dann jeder die Gelegenheit zwei gezeitete Runden zu fahren um den Startplatz für Sonntag zu ermitteln.

Der Wettergott schien gnädig zu sein und schenkte uns am Samstag Sonnenschein. Dieser tat der Strecke gut und es wurde deutlicher griffiger als am Vortag beim Training. Auch die Fahrer genossen das Mittagessen in der Sonne und die ganze Atmosphäre war toll. Das X-Tracks Team mit allen seinen helfenden Händen sorgte für Verpflegung, coole Musik im Fahrerleger und natürlich für Sicherheit auf der Strecke. Unseren hauseigenen Enduro Austria Racing Team - Fahrern Willi Stocker und Adi Ringhofer ging es bei der Qualifikation in der Klasse Team am Samstag mit einem 3. Platz sehr gut. Ein hervorragender Startplatz für Sonntag war gesichert.
Nachdem die Startzeiten für Sonntag nun feststanden wurden am Samstag bei der Fahrerbesprechung im Hotel noch wichtige Details für das Rennen bekannt gegeben. Dieses Jahr gab es keine Karte auf der die erreichten Checkpoints gestempelt wurden sondern QR Codes auf den Startnummern die gescannt wurden. Wie bei jedem Spiel gibt es auch bei jedem Hard Enduro Rennen Regeln und Bestimmungen, an die es sich zu halten gilt. Die Rennleitung hat sogar mit einer Power Point Präsentation die wichtigsten Facts veranschaulicht um Unklarheiten zu beseitigen und die Regeln für alle deutlich zu machen.

 

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Am Renntag ging es nach einer Startverzögerung dann los und die Fahrer machten sich auf den Weg ins Gelände. Der Wind schaffte es die Strecke zu 80% abzutrocknen und so waren die Bodenverhältnisse optimal um sich auszutoben. Der „Grip“ war perfekt und so verzieh das "böse" Gelände in Rasa den ein oder anderen Fehler. Es begann nun der Wettlauf gegen die Zeit, da es 18 Checkpoints für die Profi, Expert und Trial Klasse, und 14 für die Teamklasse zu erreichen gab aber nur vier Stunden Zeit dafür waren.

Leider musste nach Beendigung des Rennens festgestellt werden, das sich einige Fahrer nicht an die Spielregeln gehalten haben und sich somit einen Vorteil im Rennverlauf verschafft haben. Da es Beweisfotos und Videos gibt hat sich das X-Tracks Team auf der Homepage zum Rennen zu diesem unsportlichen Verhalten geäußert und Konsequenzen daraus gezogen. Leider treffen die Folgen all jene, die gerne an diesem Rennen teilnahmen bzw. dies auch zukünftig tun wollten.
Danke nochmal an das X-Tracks Team mit allen seinen Helfern für die tolle Strecke und für dieses gut organisierte Rennwochende !

Bericht Veranstaltung: Mario, Rennbericht: Steffi + Adi

Foto1: X-Tracks, Foto2: Beta, Foto 3: Enduro-Austria


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