Patrick Neisser gewinnt den ersten Lauf zur Staatsmeisterschaft 2013. Für die Top 3 war dies das jeweils erste 5 Stunden-Rennen. Nach mehr als 20 Jahren ist ein Lauf zur Enduro Staatsmeisterschaft wieder auf Österreichischem Boden in Szene gegangen. In Wimpassing (Burgenland) ist der erste Lauf zum heurigen 'Enduro Masters' zugleich der KickOff zu ÖM 2013 gewesen. Von den insgesamt mehr als 330 Startern in allen Klassen sind mehr als 40 in der zur Staatsmeisterschaft zählenden Klasse 'Pro Einzel' angetreten.

Der erste Sieger und damit zugleich der erste Führende in der ÖM-Wertung ist Patrick Neisser vom 'Kawasaki Team Damianik'. Für Neisser gilt, was für alle am Podium gilt. Es war das erste 5 Stunden-Rennen seiner Karriere: "Letzte Woche war ich mir gar nicht sicher, ob ich diese lange Renndauer durchstehe. Doch ich habe von Anfang an einen guten Rhythmus gefunden. Und dann gleich ein Sieg. Ich könnte grad nicht glücklicher sein."

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Für Christian Bierbaumer vom 'Team Chilli-X Judenburg' ist Platz 2 die Krönung einer doppelten Premiere. Der Honda-Pilot ist krankheits- und verletzungsbeding eineinhalb Jahre kein Rennen gefahren. Und auch er ist noch nie zuvor über die lange 5h-Distanz gegangen: "Ab der vierten Stunde war es extrem anstrengend, die Strecke ist immer schwieriger geworden. Ich bin froh, nach so langer Rennpause gleich auf diesem Level wieder einzusteigen. Das zeigt mir, dass sich das viele Training ausgezahlt hat." Den dritten Platz in Wimpassing hat sich mit Seppy Fally ein zweiter 'Kawasaki Damianik'-Fahrer erkämpft, die meiste Zeit des Rennens unter Schmerzen: "Nach zwei Stunden bin ich gestürzt. Ab da hat das rechte Handgelenk höllisch weh getan. Ich habe dann versucht, gleichmäßig weiterzufahren. Unter diesen Umständen ist Platz 3 ein perfektes Ergebnis für mich."

Höchst ereignisreich war das Rennen im Wimpassing für Titelverteidiger Lars Enöckl (KTM). Er wurde Fünfter - und ist unter den eigenen Erwartungen geblieben: "Wenn man die Rundenzeiten anschaut und die Probleme abzieht, dann wäre mehr drin gewesen." So ist der Lunzer ohne Sprit liegen geblieben und musste sein Motorrad ins Fahrerlager schieben. Ausserdem ist Enöckl mit Bernhard Walzer (KTM) kollidiert. "Das gehört zum Rennfahren dazu", sagt Enöckl. "Es tut mir leid", sagt Bernhard Walzer: "Es war ein Rennunfall, wie er immer wieder vorkommt. Wir beide sind Profis genug, um einander danach wieder die Hand zu reichen." Nach einem guten Start und einigen Zweikämpfen mit Markenkollegen Lars Enöckl, konnte sich Berni Walzer auf seiner KTM 250 EXC Zweitakt durchsetzen und letztlich den 4. Platz sichern.

Berni: „Ich bin ein gutes Rennen gefahren, das hat gepasst. Ziel war ein Top 5 Ergebnis und das ist mir gelungen. Super zufrieden bin ich auch mit dem erstmalig eingesetzten Trax Federbein und der ConeValve Gabel von WP". Berni wurde mit dieser Platzierung bester KTM Pilot vor Lars Enöckl.

Größter Pechvogel im Rennen um den Sieg in Wimpassing war Husaberg-Pilot Rudi Pöschl. Er hatte geführt, bis ihn ein Defekt aus dem Rennen geworfen hat. "Das ist irrsinnig schade.", sagt KTM Geschäftsführer Chris Schipper: „Rudi war bis dahin der dominanteste Fahrer." Und der KTM-Mann verspricht schon beim nächsten ÖM-Termin in Buzet einen Gegenangriff seiner Fahrer: "Die Plätze 4 und 5 für Walzer und Enöckl sind eine gute Ausgangslage. Es kommen noch einige Strecken, wo die beiden richtig stark sind."

1. Patrick Neisser Kawasaki

2. Christian Bierbaumer Honda

3. Seppy Fally Kawasaki

4. Bernhard Walzer KTM

5. Lars Enöckl KTM

6. Herbert Lindtner Suzuki

7. Bernhard Schöpf KTM

8. Mario Hirschmugl KTM

9. Manuel Kössner KTM

10. Thomas Schalko KTM

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