Die Enduro Trophy Veranstalter haben bereits vor Wochen mit einer 16km Runde und einem komplett neuen Austragungsort der "Enduro Trophy" und des "ELF Teamrace" geworben. Dementsprechend groß war der Andrang zum Rennen. Über 313 Enduristen sind am Samstag mit großen Erwartungen in das Rennen gegangen und wurden nicht enttäuscht. Zumindest nicht von der Strecke. Es wurde nicht zu viel versprochen. 

Stang hat sich gleich mit dem ersten Rennen als Top-Austragungsort für Endurorennen etabliert. Das es bei der Enduro Trophy schon lange gute Strecken gibt ist ja bereits nichts Neues. Stang aber setzt die Maßstäbe noch um eine Latte höher. Auf der 16km !! Runde findet man alles was das Enduristen Herz begehrt. Steile Auf- und Abfahrten, Wurzelpassagen, Bachdurchfahrten und auch die in Österreich seltenen 6.Gang Passagen. Das Ganze noch perfekt gesetzt mit Pro und Amateur Spur, wobei man allerdings sagen muss, dass das Niveau auf der blauen Amateurspur auch schon ziemlich hoch war. Reine Sonntagsfahrer hatten auf dieser Piste nicht unbedingt den besten Tag. Egal. Endurorennsport in einer "Österreichischen Meisterschaft" soll ja fordernd sein und dafür war die Strecke optimal.

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Für dieses 2. Rennen zur Enduro Trophy haben sich über 300 Fahrer angemeldet. Eine fast rekordverdächtige Zahl und am Sonntag waren immer noch 56 Teams am Start. Dementsprechend groß war der Andrang bei der Anmeldung. Aber das nimmt man gerne in Kauf, wenn man dafür eine fehlerlose Zeitnehmung hat. Außerdem zieht es sich bei der Anmeldung auch nur am Anfang des Jahres weil der Veranstalter viele Vorort-Datensätze erst eingeben muss. Das System mit dem Aufkleber ab Helm hat sich am Sonntag schon wieder bewährt. Ab jetzt geht die Anmeldung mit Strichcode für alle restlichen Rennen in gewohnter Manier und es sind keine Wartezeiten mehr zu befürchten.

Samstag: 
Die verschieden Klassen wurden wie in Meisterschaftsläufen üblich in 2 Läufe eingeteilt. Der Start erfolgte in der jeweiligen Klasse aus einer Reihe mittels Gewehrschuss in spektakulärster Art und Weise über einen Hang mit Sprung, an einer Wiese voll mit Zuschauern vorbei und dann ab in den Wald aus denen manche einige Zeit nicht mehr herauszulocken waren.  Die Runden waren auch nicht gerade langweilig. Selten, das man sich beim mitzählen der gefahrenen Runden so wenig anstrengen musste :-) Die Sieger brachten es gerade mal auf 5 Runden und das lag nicht am Schwierigkeitsgrad, sondern an der Streckenlänge. Am besten gelöst haben das in der Klasse Juniors die Herren Schöpf, Hostinsky und Enöckl

In der Klasse E1 gewann Strengberger Christian vor Winkelbauer Gottfried und Würger Hannes. Nicht einmal 2 Minuten trennten die 3 von einander. Platz 1 und 2 überhaupt nur 12 Sekunden

Nicht ganz so spannend machte es Stocker Daniel in der Klasse E2. Er lies sich nach dem Start auf keine weiteren Duelle ein und siegte 6 Minuten vor dem etwas von einer Handverletzung gehandicapten Walzer Bernhard. Dritter wurde Wibmer Matthias.

Dafür war das Rennen in der E3 viel spannender. Rudi Pöschl kam erst nach einer Stunde so richtig in Fahrt und konnte knapp vor Schluss noch Markus Tischhart überholen. Dritter wurde Sailer Roland, 6 Sekunden vor Hirschmann Willi (E.A.R.T.) der mit einem zweiten Tankstopp das Stockerl um ein paar Sekunden herschenkte.

Die Seniorenklasse ging an Cypran Zdenek vor Lechner Gerhart und Reitberger Otto.

Sonntag:
Start zur Elf Team Trophy 2011. Die Strecke war im Wesentlichen die selbe. Nur das Sumpfgebiet hatte man herausgenommen. Die Wechselzone war sehr gut angelegt und das System mit Einlesen der ID vom Helmaufkleber beim Einfahren in die Strecke hat sich ausgezeichnet bewährt. Es kam trotz der hohen Starterzahl (56 Teams) nie zu irgendwelchen Staus oder Komplikationen. Das Ergebnis nach 4 Stunden Rennen bei strahlendem Sonnenschein:

1. KTM 2-Takt Österreich (Stocker/Tischhart)
2. Team Husaberg (Pöschl/Bierbaumer)
3. Cofain Reitwagen  (Brandauer/Enöckl)

Insgesamt war das ganze Wochenende eine super Werbung für den Endurosport. Beste Rennbedingungen auf einer super Strecke bei der auch die Zuschauer nicht zu kurz gekommen sind (spektakulärer Start, Steilhang etc). Überaschenderweise hörte man die ganze Woche auf Ö3 Werbung für die Veranstaltung!!! Die Enduro Trophy wird immer bekannter. Das Wetter zeigte sich auch von seiner besten Seite. Über die administrative Abwicklung braucht man kein Wort mehr zu verlieren. Danke Jungs

Wir sehen uns in 2 Wochen in Griffen

Enduro-Austria: W. R.
Fotos: Enduro-Austria

Webseite des Veranstalters, Ergebnisse: www.enduro-trophy.at
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Video vom 2. Start