Eigentlich war es die Enduro-Trophy Nr.2 des heurigen Jahres, eher passend für dieses Rennen in Stang bei Kirchschlag in der Buckligen Welt wäre jedoch die Bezeichnung „Winterenduro“. Vor diesem Wochenende im April hatte wohl niemand damit gerechnet, dass nochmal die Winterreifen ihre Dienste leisten müssen...

Schnee, Matsch und eisiger Wind, so sah es bei der Anfahrt aus. Trotz dieser widrigen Verhältnisse, kamen jedoch immer noch ca. 400 Enduroverrückte nach Stang. Wegen der „wabbrigen“ Bodenverhältnisse musste kurzerhand die Gemeindestrasse als Fahrerlager umfunktioniert werden, um nicht zu viel Flurschäden anzurichten.

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Bei der Anmeldung ging es wie bei der Enduro-Trophy schon gewohnt, sehr zügig voran. Außer ein paar kleineren Planänderungen, wie z.B. die Absage des Trainings, um die ohnehin schwierigen Streckenverhältnisse nicht noch zu verschlimmern und, dass anstatt der geplanten 22 km auf einer ca.19 km verkürzten Runde gestartet wurde, kam es zu keinen gröberen Überraschungen. Auch schon im Vorfeld wurde verkündet, dass die geplante Renndauer von 3 Stunden wahrscheinlich nicht eingehalten werden könne und der ein oder andere Streckenabschnitt während des Rennens umgebaut oder sogar ganz rausgenommen werden müsse. All diese Entscheidungen zeigten sich während des Rennverlaufs als sehr professionell.

Um ca. 12 Uhr ging es zum Vorstart, um die ca. 400 Starter inklusive 3 Starterinnen pünktlich in die 3 vorgesehenen Startreihen aufzustellen, damit um 13 Uhr nach Plan gestartet werden konnte. Gestartet wurde per Startschuss, wie schon bekannt auf dem Motorrad sitzend mit Motor aus. Die einzelnen Reihen wurden in 7-minütigen Startintervallen losgelassen.

Es gibt also kein Zurück mehr. Wie wird’s werden ? Ist die Strecke überhaupt befahrbar? Ist es eisig? Liegt viel Schnee in der Spur? All diese Fragen wurden jetzt beantwortet: Ja, die Strecke war befahrbar, sogar besser als von den meisten geglaubt. Nein, es war nicht eisig und auch fast kein Schnee in der Spur dank der fleißigen Helfer rund um diese Veranstaltung, die dieses Rennen erst ermöglichten und an so mancher Stelle auch den Schnee beseitigten. Die Mischung aus Schnee, Wasser und Schlamm sorgte zwar dafür, dass man nach einer Runde die einzelnen Fahrer nicht mehr voneinander unterscheiden konnte, doch auch für verblüffend viel Vortrieb auf der Hinterachse und Action für die Zuseher.

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Mahlzeit ;-)

Wibmer Matthias konnte in der Profiklasse sogleich die Führung übernehmen, ihm im Nacken sitzend Walzer Bernhard und Salbrechter Florian, welchem der Pannenteufel ein Schnäppchen schlug und ihn vorzeitig aus dem Rennen nahm. Bis zum Ende des Rennes konnte Wibmer Matthias einen beachtlichen Vorsprung von 2 Minuten. herausfahren. Auch erwähnenswert sind die Leistungen der teilweise noch sehr jungen Nachwuchsfahrern und der Damen, die sich bei hüfttiefen Spurrinnen und Schlammlöchern um die Runden kämpften.

Das Rennen wurde aber dennoch nach gut zwei Stunden 20 Minuten von der Rennleitung frühzeitig abgebrochen, um nicht noch mehr Flurschäden am gesamten Gelände anzurichten und die teilweise dampfenden Maschinen und Köpfe zu erlösen.

In der Klasse Profi konnte der extrem schnelle junge Osttiroler Matthias Wibmer(KTM, ENDURO-AUSTRIA-RACING-TEAM) vor Bernhard Walzer(KTM) und Marco Schöpf(Beta) diese Schlammschlacht für sich entscheiden.

Die Klasse E 1 gewann Hannes Würger(KTM) vor Christian Wippel(KTM) und Bernhard Teischl (Sherco).

E 2: Sieger Sigi Plöb(KTM) vor Michael Wagenhofer(KTM) und Willi Stocker(HUSABERG ,ENDURO-AUSTRIA-RACING-TEAM)

E 3: Sieger Martin Ortner(KTM) 2ter Manuel Jestl(KTM) 3ter Philipp Schneider(KTM)

Junioren: Sieger Bernhard Wibmer(KTM) 2ter Manuel Isopp(HUSABERG) 3ter Marcel Krimbacher(Sherco).

Senioren(40+): Sieger Volker Pertl(HUSABERG) 2ter Erich Brandauer(KTM) 3ter Roman Marktl(HUSABERG).

Und die Damenklasse konnte Veronika Dallhammer(KTM) vor Christine Wiesner(HUSABERG) und Nicole Sturm(HUSABERG) für sich entscheiden.

Wie immer war diese Veranstaltung des Enduro-Trophyteams und der gesamten Mannschaft, die dies alles auf die Beine bzw. Räder stellte, ein voller Erfolg und man konnte nach dem Rennen in fast allen Gesichtern einen Ausdruck des Glücks erkennen. Auf diesem Weg auch ein riesengroßes Dankeschön an die Grundstücksbesitzer, die uns Enduroverrückten immer wieder solch tolle Erlebnisse ermöglichen. Vielen Dank!!

Fotos: Enduro-Austria

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