Das Rennen Red Bull Sea to Sky, dass vom lokalen Enduro Club Kemer und von Martin Freinademetz organsiert wird, hat bereits in seinem 2 Anlauf schon Kultstatus erreicht. Das Konzept ist relativ einfach; man sucht sich eine geniale Location an der man normalerweise Urlaub machen würde, verbindet dies mit lokalen Enduroexperten bezüglich Streckenkenntnis und Bürokratieverständnis und verpackt dies alles in eine professionelle Organisation.
Nicht nur die Topfahrer machten sich nach Asien auf, sondern auch eine heitere Truppe aus Österreich wie Harry Neumayr, Lars Enöckl, Erich Brandauer, Ossi Reisinger Ex-MX Staatsmeister, Paul Schrank, Peter Nesuta und viele andere wollten sich diesen „Urlaub" gönnen. Insgesamt schafften es ganze 10 Österreicher in die Endergebnisliste des Olympos Mountain Race ...

Mitch Jiresch hat uns ein paar Eindrücke des Rennens zusammengeschrieben:
Für die Ösi Fraktion war bereits der Transport der Bikes sehr spannend, da der Transporteur 3 Tage vor Abfahrt absagte. Hilfe kam von Andreas Härtl (Härtl Motoshop) der auch ein hervorragend Race support in Kemer uns Ösis bot.

Der Ablauf des Rennen ist schnell erklärt, am ersten Tag ein „beach race" in der die Startaufstellung für das am Nachmittag stattfindende  „forest race" definiert wird, und welches wiederum die Startaufstellung für das eigentliche Rennen am Sonntag dem „mountain race" fixiert.

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Das wunderschöne anmutende Abenteuer begann bereits mit dem „beach race", da sich hier nicht nur tiefer Sand sondern auch bereits die Schlucht wie sie genannt wurde, einige Fahrern große Sorgenfalten bereitete. Das Rennen am Strand an dem normalerweise tausende von Urlauber ihren Cocktail schlürfen,  verwandelte sich rasch in ein sehr staubiges Schlachtfeld. Die Topfahrer wie Johnny Walker und Xaver Galindo  konnten sich schnell absetzen, aber auch unser MX'ler Osi Reisinger wollte noch ein Wörtchen mitreden, jedoch spielte seine Kupplung nicht mit und musste nach seiner Aufholjagd den 2.Platz kampflos hergeben.

Lange konnte man sich von den Strapazen des tiefen Sand und des nervenaufreibend Sprung nicht erholen, denn unmittelbar danach mußte man die Pause zum Tanken verwenden und sich bereits für das „forest race" bereit machen. Das „forest race" aus dem Jahr 2011 war als zügig fahrbares Rennen im „Wald"  bekannt, dass die türkischen Wälder aber auch mit steinigen Singletrails die ständig rauf und runter gehen und mit Temperatur um die 38 Grad aufwarten können, forderte ihre ersten Opfer. Fast die Hälfte der 135 Starter mussten w.o geben. Auch Graham Jarvis benötigte fast 1h 10min für die 28km und spricht somit klar für die anspruchsvolle Strecke.

Am Sonntag war es dann so weit; die Besteigung des 2365m hohen Olymp, nicht zu vergessen, wie das Rennen schon sagt von Meeresniveau startend bis zum Gipfel auf himmlischer Höhe. Für viele wurde es aber nicht der Himmel sondern die Hölle, denn desto höher man gekommen ist,  desto schwieriger wurde es.

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Die österreichischen Bergziegen brachten sich in Position um den Gipfel zu erreichen, auch das Wetter spielte den Mitteleuropäern zu. Beim Start Regen und im Laufe des Rennen hielten sich die Temperaturen auf einem angenehmen Niveau, nur am Gipfel sollte es sau kalt werden. Die Teilnehmer hatten 6Stunden Zeit um den Gipfel zu stürmen, gerade einmal 24 Teilnehmer gelang dieses Vorhaben.

Jarvis konnte den Sieg (auch ohne Handschuhe) einfahren, gefolgt von zwei weiteren Inselbewohnern Johnny Walker und Paul Bolton der von einer gerissenen Kette Lettenbichlers profitierte.

Als bester Privatier auf Platz 6 der junge sympathische Allgäuer Philipp Scholz, der seit erst einem Jahr Enduro fährt, aber schon seit dem er gehen kann auf einer Trial tagtäglich Steine vernascht. Lars Enöckl und  Harry Neumayr beides aus Österreich gaben sich einen wunderschönen Kampf bis zum Schluß um Platz 7. Aufgrund des Nebels (Sichtweite 20m) am Gipfel hat Harry Neumayr seine geplante  Schlussattacke versäumt, jedoch hat er bereits bei der diesjährigen Romanics gezeigt, dass man auch ihn in Zukunft nicht aus den Augen verlieren sollte.

Erich Brandauer die niederösterreichische Gams zeigt, dass man auch eine KTM  Freeride locker und schnelle auf den Gipfel tänzeln lassen kann und hüpfte von Stein zu Stein auf  einen ausgezeichneten12Platz. Erich gewann somit auch die inoffizielle Ü40 Wertung. Die Damenwertung ging unangefochten an Vroni Dallhammer und erntete bei der Sieger Standing Ovations für ihren beachtlichen 57.Platz.

Als letzter Ösis konnte Gerhard Baier finishen und somit das goldene Abzeichen einstreifen. Baier konnte nicht nur sich sondern auch seinen Erzfeind überraschen.

Nicht nur das Rennen selber war ein Unikum auch die After Race Partie hatte es ihn sich und forderten die letzten Reserven Teilnehme.

Das Rennen „Sea to Sky" ist definitiv das „most enjoyable enduro race", jedoch ganz klar nichts für Anfänger oder Ungeübte.

Den Termin für 2013 steht schon fest und wird von 28-29.9.2013 stattfinden.

www.redbullseatosky.com

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