Eines ist fix: In der „Buckligen Welt" weiß man wie man Endurorennen veranstaltet. Nach dem Kaolinwerkrennen lud der MSC Kirchschlag vergangenes Wochenende zum nächsten Streich im Land der tausend Hügel. Nachdem im Vorjahr erstmalig der MSC Kirchschlag Stang the Race  im Zuge der Enduro-Trophy veranstaltete, war heuer wieder das Cross Country Rennen bei der heimischen MX Staatsmeisterschaftsstrecke an der Reihe!

Veranstalterhomepage mit offiziellen Ergebnissen: http://www.msckirchschlag.at

Fotos von Enduro-Austria: >>Hier klicken<<

Eine ca. 7 km lange Runde auf, und teilweise um die MX Strecke von Kirchschlag war das Ergebnis das die Streckenbauer Anton Doppler und Jürgen Pahr für die 160 MX- und Enduro- Freaks vorbereiteten. Ab zur reibungslosen Anmeldung, Transponder montiert und schon ging es los mit dem Training, bei dem sich jeder Fahrer auf das 3 Stunden Enduro vorbereiten konnte. Pünktlich um 14.00 wurde jede Klasse einzeln mit einer Minute Abstand losgelassen.

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Die schnelleren Fahrer brauchten für die eher technisch leichte aber absolut kräfteraubende Runde ca. 10 Minuten. In den Waldstücken war es teilweise sehr eng und ein Überholen entsprechend schwer. Aber in einem dicht bewachsenen Wald sind jedem Streckenbauer auch irgendwann mal die Hände gebunden. Das perfekte Wetter mit wolkenlosem Himmel bei fast 30 Grad machte so einigen Fahrern schwer zu schaffen.

Gegen die Hitze gab es nur ein Rezept, viel trinken! Gegen den Staub gab es kein Rezept, obwohl die Strecke nach dem am Vormittag stattgefunden Training vom Veranstalter so gut es ging  immer wieder bis kurz vor dem Start bewässert wurde.

Roland Schier der in seiner Klasse Oldboys einen gefahrlosen Start-Zielsieg feiern konnte und in der Overall Wertung lange an zweiter Stelle lag, ging in der letzten Stunde bis an seine Grenzen.

Markus Schmölz hingegen überschritt diese und musste der kraftraubenden Strecke Tribut zahlen: Kollaps in der letzten Runde. Trotz allem konnte er das Rennen beenden und noch einen Sieg in der Wildboysklasse mit nach Hause nehmen.

Adi Ringhofer, Sieger der Rookies ging das Rennen etwas langsamer an, teilte sich seine Kräfte  konstant ein und konnte ohne größere Probleme souverän das Rennen beenden.

Die Höchstanzahl von 19 Runden gingen auf das Konto Team KTM Euromotors, Sieger der Teamwertung.

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Eine kernige Auffahrt war auch dabei, konnte aber mit einer kleinen Zeiteinbuße umfahren werden. Die schon von den Jahren zuvor bekannten Traktorreifen durften heuer natürlich auch nicht fehlen, wobei diese ebenfalls für die Fahrer die es nicht so eilig hatten umfahren werden konnten :)
DER, der bestimmt keine Umfahrung genommen hat und immer auf Idealspur pflügte war Christian Bierbaumer! Nach neun Monaten krankheitsbedingter Pause, auf einer HR 450 für das Team Honda Schmidinger startend, meldet er sich mit der schnellsten Tagesrundenzeit 9.06 min, vor Mario Hirschmugl 9.08 min zurück.

Nach eigener Aussage körperlich noch nicht ganz fit und deshalb auch in der Klasse Team startend, will er heuer voller Motivation noch einige Stunden auf seiner HR verbringen um nächste Saison wieder in der österreichischen Top-Elite mitmischen zu können. Ehrlich gesagt, sieht jetzt schon ganz gut aus:)

Am Sonntag machte auch noch die österreichische Motocrossszene in Kirchschlag Halt um ihre weiteren Rennen in den verschiedenen laufenden Rennserien auszutragen. Viele reisten schon am Samstag an und so waren unter den zahlreichen Zusehern Top Fahrer wie Michi Staufer und Co. zu finden. Für die Zuseher sehr übersichtlich und spannend war die Live-Moderation von Thomas Katzensteiner, der den ganzen Tag mit Informationen über Sport und Gegend die Zuseher und Betreuer unterhalten hatte.

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Für das leibliche Wohl wurde während und vor allem für die Fahrer nach dem Rennen bestens gesorgt, da waren die einen oder anderen Wehwehchen gleich wieder gut und vergessen;)

Bei der Siegerehrung gab es in jeder Klasse weit über die zehnten Plätze hinaus tolle Sachpreise mit denen man wirklich etwas anfangen kann und die selbst gebauten Pokale gehören bestimmt zu den schönsten in der Szene.

Die beiden schnellsten Teams erhielten noch zusätzlich einen Freistart für beide Renntage beim Kaolinwerkrennen 2013, überreicht von Franz Pölzelbauer! (Sicher gab es da auch noch ein Schnapserl dazu ;-)

Fazit, Top Veranstaltung bei der es an nichts gefehlt hat. Die Crew um Franz Pernsteiner hat eine Top Veranstaltung über die Bühne gebracht!

Bericht und Fotos: Enduro-Austria, P.D.