Enduromasters Pramlehen: Das insgesamt drei Tage dauernde Enduro in Pramlehen begann heuer bei bestem Wetter. Am Freitag und Samstag war die Strecke in perfektem Zustand und somit nutzten fast alle die Gelegenheit zum Testen der schwierigen Profi - Strecke. Die Runde dürfte bei manchen ziemlichen Eindruck hinterlassen haben. Immerhin gab es Fahrer, die dann am Sonntag nach einer regnerischen Nacht voller Ehrfurcht auf einen Start verzichteten und unverrichteter Dinge abreisten. Der Ruf der Strecke spricht für sich:-) Dabei war alles fahrbar. Besonders die Hobbyspur war ziemlich flüssig zu fahren.

Veranstalterhomepage mit Fotos und offiziellen Ergebnissen: www.pramlehen.at  und www.enduromasters.at

Die Masters Serie unterscheidet sich von den anderen vor allem durch die Streßlosigkeit wegen der langen Trainingszeiten. Freitag und Samstag Training und dann ein Prolog für die Startaufstellung. Eine super Lösung. So spart man sich viel Stau, weil ja alle annähernd gleich schnell hintereinander starten. Das einzige Problem beim Pramlehen Modus ist, dass es recht schwierig ist die eigene Position einzuschätzen, da sich durch die verschiedenen Spuren alle Klassen jede Runde aufs Neue durchmischen. Sonntag um 10 Uhr war wie gewohnt der Start zum Rennen.

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Der Prolog: Der Prolog ist quasi die Stunde der Wahrheit. Die Startaufstellung ist bei einem 4h Enduro zwar nicht ausschlaggebend, allerdings will jeder wissen, wer am schnellsten ist. Nicht zu schlagen war Tom Hostinski, der extrem furchtlos im win or crash Style durch den Lunzer Wald pflügte. Zeit 10:56. Knapp 5 Sekunden dahinter Lars Enöckl. Dritter wurde Rudi Pöschl. Beide im Vergleich fast unspektakulär, aber sehr effizient unterwegs.

Das Rennen: Wie eingangs bereits erwähnt fand das Rennen am Sonntag bei anderen Witterungsbedingungen statt.  Der Regen hat über Nacht die Strecke ziemlich aufgeweicht und so wurden einige Stücke herausgenommen beziehungsweise verändert. Die Hobbyspur war manchen fast zu leicht. Bei der Profispur gab es diesbezüglich keine Wünsche nach mehr :-)  

Profi Team: Gewonnen hat das Team Schöpf/Pöschl trotz anfänglicher Orientierungsprobleme aufgrund der gegenüber dem Training geänderten Strecke vor den eigentlich mit Abstand schnellsten Team Hostinsky/Paklen, die aber in einer Runde einen Checkpoint nicht korrekt passiert hatten. Dritter wurde das Team Moser/Tatzreiter

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Profi Einzel: Wer sollte hier gewinnen, wenn nicht Lars Enöckl. Neuer Werksvertrag, Heimvorteil, was sollte ihn hier bremsen. Er hat auf den Zwischengeraden nicht mal annähernd was riskiert. Dafür dürfte er die vielen Wurzeln übersehen haben, da er dort doppelt so schnell wirkte wie die anderen Fahrer. Letztendlich hat er mit 2 Runden Vorsprung auf Edi Ederer und Manfred Kargl gewonnen.

Hobbyspur:

Damen
1. Veronika Dallhammer 11 Runden
2. Tanja Simbürger 8 Runden
3. Sabrina Grillitsch 5 Runden

Hobby Einzel 
1. Lukas Dölzelmüller 16 Runden
2. Florian Reichinger 16 Runden 
3. Henrik Kortoletzky 15 Runden

Hobby Team

1. Georg Hutter/Martin Rechberger 18 Runden
2. Roland Pierer/ Oliver Leitner 17 Runden
3. Alexander Ederer/ Daniel Lindhofer 17 Runden

Oldboys
1. Gerfried Pürkl 12 Runden
2. Thomas Loidl 12 Runden  
3. Sepp Stanglechner 12 Runden

 

Zusammenfassend muss man sagen, dass es eine super Rennveranstaltung war. Trotz relativ schlechtem Wetter wurde die Spur sehr gut angepasst. Klar, dass es zeitweise nicht ganz leicht war, aber es war trotzdem für den Großteil der Fahrer fahrbar.

Das Rahmenprogramm mit der Biketrialshow der Kids war schwer beeindruckend. Bewirtung, Zeitnehmung und Fahrerlager mit Bike Wash und Duschen über jeden Zweifel erhaben. Super moderiert. Den Fahrern und Zuschauern hat es gefallen.

Nächstes Jahr wieder.

 

Enduro-Austria: W.R.
Fotos: Martin Petz/bikercom.at