6. EM Titel ist perfekt! Werner Müller's erster „Matchball" brachte heute sein bereits sechstes Enduro EM Gold! Als Lohn dafür kocht Chefschrauber Wolfi Rausch am Abend einen himmlisch guten „Kaiserschmarren". Heute beim Vorstart zum 2. EM Finalwertungslauf (achter Lauf der Saison) in Krompachy-Plejsy/Slowakei war bei Werner irgendwie alles anders, so Mechaniker Wolfgang Rausch. Kein Wort kam zuviel, der Fokus voll und ganz in Richtung ersten „Matchball" ausgerichtet. Dann kurz vor dem Start vier Worte (Ich will heute Gold). Dann das traditionelle Kreuzzeichen und Werner startete in die insgesamt neun Tagesprüfungen...

In den neun Wertungsprüfungen gab es neun Bestzeiten und somit Saisonsieg Nr.8. Damit holte Werner Müller Team Kärntensport/Helohaus nach 2002/03/05/06/11 seinen bereits sechsten! Enduro EM Titel nach Kärnten/Österreich. Ein weiteres Kapitel in seiner wohl einzigartigen „Enduristen" Geschichte. Wie überhaupt gibt es in Österreich erst zwei Europameister. Ein gewisser Walter Leitgeb war es, der im Jahre 1969 auf einem PUCH Sportgerät den allerersten Enduro EM Titel holte.

fotos 20120818 werner mueller

Werner Müller: Es war eine unglaubliche Saison, der Kampf mit Zdenek Gottvald war enorm spannend. Was mich ganz besonders freut ist der Umstand dass ich die EM voll und ganz aus eigener Kraft gewinnen konnte. Dank geht dabei an meine Familie, Mechaniker Wolfi, den Sponsoren, Euro Motors Graz, ganz einfach allen die mithalfen den für mich und wohl auch für Österreich so wichtigen Erfolg einzufahren. So ein überaus emotionaler Werner bei der Siegerehrung.

Dank und Anerkennung geht dabei aber auch an das Deutsche KTM Team GST Berlin, wo es für die Kärntner im Verlaufe der EM 2012 immer wieder (Nachbarschaftshilfe) gab. Vielleicht war dieser EM Erfolg sogar der letzte in der beispiellosen Profikarriere von Werner Müller. Nein, da hätte ich noch ein Ziel. 50! EM Laufsiege, das wäre noch etwas. Na ja, 43 Siege hat er bereits. Und da ist auch noch die weiße Weste (seit April 2011 ungeschlagen) zu verteidigen.

Der dritte und letzte Finallauf wird morgen gefahren. Es wird ein Crossbewerb sein. Nicht unbedingt dass was für einen 45 Jährigen auf dem Leib geschneidert wäre. Dazu Werner. Egal was und wie, ich werde doch noch einmal richtig Gas geben. Typisch Werner, denn dann hätte er auch bei seiner Titelverteidigung alle „neune" gewonnen.

Homepage: www.werner-mueller.at

 

(Peter Dürnwirth Team Kärntensport/Helohaus)