Wie jedes Jahr im August war auch 2012 das Kaolinwerkrennen ein Fixstarter im Enduro Austria Rennkalender. Die Vorbereitungen für diese, mittlerweile riesige Veranstaltung, starteten natürlich schon im Vorjahr. Nach dem enormen Erfolg der letzten Jahre war es kein Wunder, dass die Zahl der interessierten Fahrer immens in die Höhe stieg. Zeit für den Veranstalter, sich das Ganze mal genauer anzusehen. Letztlich wurde entschieden das Starterfeld auf 600+300 Fahrer zu limitieren. Eine gute Entscheidung wie sich noch herausstellen soll...

Veranstalter- Homepage mit offiziellen Ergebnissen: www.kaolinwerkrennen.at
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Im Gespräch mit dem Kaolinwerkcrew – Chef, Bernhard Spitzer: "Wir haben enorm viele Anfragen zu dem Rennen und haben uns daher entschieden ein Limit zu setzen und die Anmeldung nur mehr per Vorabnennung abzuwickeln" Auch bei Enduro-Austria gingen Anfragen, teils auch aus dem Ausland ein, da sich die Herrschaften auf der Veranstalterhomepage nicht mehr anmelden konnten. Kein Wunder, waren die Startplätze ja auch bald vergeben. Diese Entscheidung der Limitierung war jedenfalls die Richtige. Heuer war nämlich durch die zwingende Vorabnennung bereits alles für die Fahrer vorbereitet. Die Starter brauchten nur noch mit der Anmeldebestätigung ein Kuvert abholen wo bereits die Startnummer und der Transponder fix und fertig hinterlegt waren. Absolut so gut wie keine Wartezeiten bei der Anmeldung - und das bei insgesamt 900 Startern für beide Tage. Auch die Strecke vertrug genau diese Anzahl an Fahrern.

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Für aktive Körperbetätigung war auch im diesem Jahr natürlich wieder bestens gesorgt. Bereits am Freitag konnte man sich die Strecke in einem mehrstündigen Training genauer unter die Räder nehmen. Auch der Ausschank im Festzelt verweigerte bereits am Freitag keinen Dienst. Unbestätigten Meldungen zur Folge gab es daher bereits die ersten Gewinner in der Festzeltwertung.

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Am Samstag ging es dann zur Sache. Die Strecke alleine schon wegen dem Abbaumaterial wie immer einzigartig. Auch die Streckenführung ließ keinerlei Wünsche offen. Gestartet wurde direkt im Abbaubecken auf einer sehr breiten Piste, welche sich in einer sandigen Linkskurve verlor und in die eigentliche Streckenführung einmündete. Klar, dass es hier im Startpulk schon mal ein paar Hinfaller gibt. Im Laufe der Strecke waren jedoch unzählige Überholmöglichkeiten vorhanden. Herrliche Auf-und Abfahrten im Abbaubecken, Waldpassagen, kleinere Pfade sowie Vollgaspassagen um den Brustpanzer (bzw. den darunter befindlichen Körper) zu kühlen waren über die gesamten, mehr als 11km Streckenlänge verteilt.

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Befahren wurde diese Strecke einmal mehr von sehr bekannten Namen der Österreichischen Enduroszene. Und mit Rallyeprofi Marc Coma war die internationale Besetzung perfekt. Dieser hätte ja schon 2011 auftauchen sollen, heuer hatte es jedoch geklappt. Und Coma kämpfte auch fleißig mit.

3 Stunden Rennzeit waren zu bewältigen. Die Temperaturen waren heuer durch das wechselhafte Wetter zur Freude der Fahrer nicht so hoch und auch ein paar Miniregenschauer konnten den Fahrern und der Strecke nichts anhaben, im Gegenteil wurde letztere gar noch griffiger und die Staubentwicklung hielt sich ebenfalls in Grenzen.

Pünktlich um 11.00 Uhr startete die erste Welle ins Rennen und einmal mehr würde sich herausstellen, dass in der Eliteklasse am Tiroler Rudi Pöschl kein Weg vorbeiführt. Pöschl anfangs noch ein wenig im Rückstand, holte die Spitze mit seiner Rameis-Husaberg in Kürze ein und stellt sich wieder ganz oben auf das Stockerl. Auch Thomas Hostinsky brennte noch vor Marc Coma auf den zweiten Rang vor.

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Rudi Pöschl im Enduro-Austria Zielinterview: „Ich bin jetzt das 4.mal dabei und die Strecke war bis jetzt immer sehr abwechslungsreich. Heuer hats ein paar Änderungen gegeben , im Grunde ist die Strecke aber wieder super. Bin froh, dass es heuer nicht so heiß war. Bei den letzten Rennen die ich hier gefahren bin hatte es immer eine brutale Hitze. Ich bin diesmal auch ohne Camelbag gefahren. War zwar ein bisserl riskant aber es ist sich schön ausgegangen. Der Start war halbwegs gut und ich war dann auch bald vorne, hab mir das Rennen schön eingeteilt und war auch einmal tanken. Ein perfektes Rennen heute."

Zum Rahmenprogramm beim Kaolinwerkrennen braucht nichts mehr hinzugefügt werden. Verpflegung und Festzelt vom Feinsten.  Ausgenommen vielleicht, und das sollte nach einem Interview mit dem Veranstalter auch einmal gesagt werden,  dass eigentlich nur die Einnahmen aus der Gastronomie dem Veranstalter zu Gute kommen. Der Rest der Startgelder und Sponsoren geht in die Veranstaltung bzw die Streckenmiete.  Und dies bei relativ humanen Startgeldern.

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Auch betreffend der Motorraddiebstähle in letzter Zeit wurde bereits gehandelt. Jeder Fahrer erhielt  mit der Startnummer eine dazu passende Karte für das Motorrad. Beim Ausfahren aus dem Fahrerlager wurde diese Karten stichprobenmäßig von Securitys auf Übereinstimmung mit den Motorrädern überprüft. Enduro-Austria wird an diesem Thema in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern weiter dran bleiben um diese Diebstähle einzubremsen.

Unterm Strich wieder eine Top-Veranstaltung wo wirklich alles passt.  PS: Und selbstverständlich gab es auch heuer wieder eine Packung Waschpulver gratis zur Anmeldung dazu :-)

Ergebnisse Elite:

1 1019 Pöschl Rudi AUT Husaberg

2 1039 Hostinsky Thomas AUT Husaberg

3 1001 Coma Marc ESP KTM

4 1031 Tischhart Markus AUT KTM

5 1011 Hirschmugl Mario AUT KTM

6 1025 Schmölz Markus AUT Beta

7 1046 Wolfgruber Rüdiger AUT Husaberg

8 1004 Suttner Sepp AUT Husaberg

9 1013 Hutter Georg AUT KTM

10 1014 Indlekofer Phillipp AUT GasGas

Klasse 2 - bis 250ccm 2- und 4-Takt unter 30 Jahre

1 2003 Auer Markus AUT KTM

2 2093 Reichinger Florian AUT KTM

3 2057 Rechberger Martin AUT Husaberg

4 2132 Kartoletzky Henrik AUT

5 2067 Schermann Patrick

Klasse 3 - über 250ccm 2- und 4-Takt unter 30 Jahre

1 3041 Jestl Manuel AUT KTM

2 3126 Wimmer Lukas AUT KTM

3 3083 Resinger Robert AUT KTM

4 3123 Wibmer Bernhard AUT KTM

5 3074 Pfalz Christian AUT KTM

Klasse 4 - bis 250ccm 2- und 4-Takt über 30 Jahre

1 4023 Huber Christian AUT Husaberg

2 4020 Gyergyek Dušan SVN Kawasaki

3 4039 Neudorfhofer-Myslik Roland

4 4005 Bretterklieber Manfred AUT Husaberg

5 4013 Friedl Andreas AUT Husaberg

Klasse 5 - über 250ccm 2- und 4-Takt über 30 Jahre

1 5120 Schier Roland AUT KTM

2 5118 Schalko Thomas AUT KTM

3 5050 Hippmann Norbert AUT Beta

4 5091 Pabst Gerald AUT Husaberg

5 5152 Waidhofer Harald AUT Beta

Klasse 6 - Golden League (Geburtsjahr 1967 oder älter)

1 6017 Gutensohn Ernst AUT KTM

2 6006 Brandtner Hannes AUT Husaberg

3 6066 Hochreither Heinz AUT

4 6022 Knöchl Franz AUT KTM

5 6004 Birgmann Andreas AUT KTM

 

Bericht, Fotos und Video: Enduro-Austria